LoL: Geld holt doch Kills – Zusammengekauftes Super-Team schmeißt den Meister raus

LoL: Geld holt doch Kills – Zusammengekauftes Super-Team schmeißt den Meister raus

Bei League of Legends ist das Playoff-Rennen in der europäischen Liga LEC gelaufen. 2021 waren die Spanier von MAD Lions noch Meister, doch im Frühlings-Split 2022 werden sie keine Rolle spielen. Das zusammengekaufte Team Vitality hat sie überholt und damit im Playoff-Rennen ausgeschaltet.

Was ist das für ein zusammengekauftes Team?

  • „Team Vitality“ wurde letztes Jahr nur 6. in der europäischen LoL-Liga LEC. Daher hat man 2022 ganz tief in die Tasche gegriffen, viel Geld ausgegeben und … ist jetzt wieder auf Platz 6 gelandet.
  • Die Franzosen haben sich „das Beste geholt, was es für Geld zu kaufen gibt“: Darunter den kroatischen Midlaner Perkz und den britischen Top-Laner Alphari, die beiden hatten ihr Dasein in den USA als Legionäre gefristet, bis man sie zurückholte.
  • 2022 wollte Team Vitality mit aller Macht zu einem großen E-Sport-Team aufsteigen. Das Projekt ist haarscharf an der Katastrophe vorbeigeschlittert, aber offenbar tut das dem Ego der Stars keinen Abbruch.
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Team Vitality überholt MAD Lions, schnappt sich letzten Playoff-Spot in LoL

Wie lief die Saison für Team Vitality? Nicht so richtig gut. Die US-Legionäre, Perkz und Alphari, kamen außer Form in Europa an, es knirschte im Gebälk. Das Team wollte sich offenbar „die Saison über in Form spielen.“

Es hat mit Ach und Krach jetzt gereicht: Mit 9-9 sichert man sich den 6. und letzten Platz für die Playoffs der LEC.

Team Vitality stand vor dem letzten Spieltag mit 8-7 eigentlich aussichtsreich da:

  • Man verlor dann jedoch das „wichtige Match“ gegen die MAD Lions und verlor auch gegen G2
  • Sie konnten aber gegen die Tabellenletzten Astralis gewinnen
  • Weil MAD Lions zwar 2 Spiele gewann, aber ebenfalls gegen G2 verlor, konnte sich Team Vitality gerade so in die Playoffs retten

Team Vitality setzt sich damit gegen die MAD Lions durch, die Meister aus 2021. Die schlossen den Spring-Split mit enttäuschenden 8-10 ab und sind die „negative Überraschung“ 2022. Vom Meister-Team musste man Midlaner Humanoid und den ADC Carzzy abgegeben und dafür zwei Rookies als Ersatz verpflichtet. Das hat aber im Frühling noch nicht funktioniert. Der Tscheche Carzzy war übrigens einer der 3 dazugekauften, neuen Spieler bei Team Vitality.

Mad Lions ist das erste Team in der Geschichte der LEC, die zwei Meistertitel in Folge gewinnen, sich dann aber in der 3. Saison nicht für die Playoffs qualifizieren.

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Der Top-Laner von Team Vitality: Alphari.

Grad so in die Playoffs gemogelt, aber viel Selbstbewusstsein

Das ist das Erstaunliche: Obwohl Team Vitality so durchwachsen abschnitt, treten die Spieler selbstbewusst auf. Man ist sich augenscheinlich sicher, dass man „herausragende Einzel-Spieler“ hat. Offenbar sieht man sich bestens für die Playoffs vorbereiten, wo man ja eh jeden schlagen muss, um Meister zu werden. Das geht auch von Platz 6 aus.

Jungler Selfmade etwa sagt, dass die Tabellen-Dritten Misfits zu 90% ein „sehr schlechtes Team in den Playoffs“ seien.

Man selbst ist optimistisch, auch als Außenseiter in den Playoffs was zu reißen. Man habe so „viele Picks für ein 5on5“ vorbereitet, sagt Selfmade (via inven).

Die Fans sehen das aber eher kritisch, nach der deutlichen Niederlage gegen MAD Lions (25-8 Kills) hieß es, dem Team fehle „Teamwork und Koordination“ zwischen den 5 einzelnen Spielern (via reddit).

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Ist die große Hoffnung von Fnatic: der deutsche ADC Upset.

Wer ist sonst stark?

  • Die große Macht in Europa ist dieses Jahr wieder Rogue, die haben 14-4 gespielt. Die waren mit MAD Lions eigentlich immer „die jungen Wilden“ – aber in den Playoffs lief es für Rogue oft nicht so toll. Vielleicht ist das dieses Jahr anders. Sie treten in der ersten Runde gegen Misfits an.
  • Fnatic kommt aus einem schwierigen Jahr, als man die halbe Mannschaft verlor und sich bei der WM öffentlich zerstritt. Die stehen mit 13-5 aber bombensicher da. Hier hat man mit dem Dänen Wunder (Top-Lane), dem Midlaner Humanoid und dem Jungler Razork offenbar gute Leute dazu geholt und kann den Abgang von Bwipo und Adam verschmerzen, die unter ziemlich chaotischen Bedingungen gingen.
  • Eine durchwachsene „Wiederaufbaui-Saison legt der frühere Dauermeister G2 hin. Hier hat man 3 Spieler abgegeben und baut jetzt um Midlaner Caps, Jungler Jankos und den deutschen Top-Laner BrokenBlade neu auf. Mit 11-7 trudelte man auf Platz 4 in die Playoffs ein. Die werden in der Runde 1 der Playoffs gleich gegen Fnatic antreten müssen.

Über den Ärger bei Fnatic haben wir auf MeinMMO ausführlich berichtet:

LoL: Das größte Talent in Europa verlässt Fnatic im Streit mit deutschem Spieler

Quelle(n): dotesports
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Kruemel

NA hat Perkz nich gut getan leider…

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