Hearthstone-Profi erklärt, warum die Matches jetzt Stunden dauern können

Hearthstone-Profi erklärt, warum die Matches jetzt Stunden dauern können

Partien in Hearthstone dürften bald deutlich länger dauern. Zumindest während der Weltmeisterschaft, denn „Endlos-Decks“ sind beliebt.

Die neuen Karten von „Verschwörung der Schatten“ sorgen in Hearthstone für lustige, neue Deck-Kombinationen. Doch so manch eine Kombo werden die Spieler wohl eher ätzend finden, denn sie könnte Spiele gar endlos in die Länge ziehen. Das zumindest befürchtet Muzahidul Islam, besser bekannt als “Muzzy”. Er tritt bei der Hearthstone World Championship an.

Krieger werden dominieren: Im Interview mit PCGamesN erklärte Muzzy, dass der Bomben-Krieger vermutlich die Weltmeisterschaft dominieren würde. Das Problem sei dabei nicht der Bomben-Krieger an sich, sondern eine Kombination aus Karten, mit denen man sich ein schier endloses Deck basteln kann.

Das zieht die Matches jeweils in die Länge, vor allem wenn beide Seiten so ein Deck spielen.

Hearthstone Warrior Garrosh

Was sind die Problemkarten? Konkret geht es um Archivarin Elyisana. Dieser legendäre Diener entfernt per Kampfschrei das Deck des Spielers, erschafft danach ein neues Deck aus zehn Karten. Eigentlich wird so ein Kampfschrei nur einmal ausgelöst, doch durch “Rückholmechaniken” lässt sich der Effekt mehrfach ausspielen.

Aktuell ist besonders der “Gewissenloser Geizhals” das Problem. Für zwei Mana wählt er einen befreundeten Diener und mischt diesen dann zurück ins Deck. Das macht man mit Archivarin Elysiana.

Muzzy geht davon aus, dass Blizzard nach der Weltmeisterschaft etwas an den Karten und vermutlich auch „Irres Genie Dr. Bumm“ ändern wird. Diese Karten hätten einfach zu viel „Value“ und würden dafür sorgen, dass der Krieger aktuell in einer zu starken Position ist.

Das spiegelt sich auch darin wider, dass Krieger auf der Weltmeisterschaft besonders häufig vertreten sind – die Profis sind sich also einig.

Altes Problem in neuem Gewand: Schon früher gab es Kombinationen, mit denen Partien auf 90 Züge ausgedehnt werden konnten. Dann endet ein Match in einem Unentschieden. Damals war das eher eine Seltenheit, aber konnte den Betroffenen durchaus eine Stunde des Abends stehlen, wo man doch vielleicht nur wenige Minuten für Hearthstone geplant hatte.

Findet ihr es gut, wenn solche „Endlos-Decks“ langsam in den Fokus rücken? Oder sollte Blizzard da eingreifen, dass Partien nicht so lange andauern können?

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andy01q

“Dieser legendäre Diener entfernt per Kampfschrei das Deck des Spielers, erschafft danach ein neues Deck aus zehn Karten.”

20! Es werden 10 Karten discovered und die kommen alle doppelt ins Deck.
Und die Meta geht gerade dahin Elysiana 3-mal zu spielen für insgesamt 90 Karten. (2 Baleful Banker oder Youthful Brewmaster oder beide einmal um Elysiana 2-mal zurückzuholen und sie 3-mal spielen zu können macht 3*20+30 Karten)

Übrigens endet das Match am Ende des 89. Vollzuges (also jeder war 89-mal dran) sofort in einem Unentschieden.

andy01q

Ich bin dumm und nehme alles zurück.
Es sind 2*5 Karten, also stimmt 10.
Und Hearthstone endet nach 89 Halbzügen, also macht eine dritte Elysiana null Sinn.

Noes1s

Benedictus vom Priester war ja noch krasser, nur war dieser eben Klassen-Exklusiv und Priester kaum in der Position sich dessen Hereinnahme ins Deck auf Turnierebene erlauben zu können., während Archivarin jedem zur Verfügung steht.

Für mich ist das Konzept des Kriegers das Kernproblem. Er wurde so gebaut, das sich diese “einiegeln” , also passiv spielen bis zum erbrechen, auch noch lohnt. Krieger stacken Armor, clearen alles und jeden, gehen nichtmal aktiv auf die HP des Gegners – und gewinnen damit.
Ich verstehe die Designphilosophie seitens Blizzard dahinter nicht. Ein aktiver Spielstiel sollte belohnt werden und nicht das Passive Versteckspiel um jeden Preis nur um den Gegner ausbluten zu lassen. Klar, Control spielen ist das eine, aber nix tun, nur key karten aufs Board schmeißen und als einzige Win-Condition “Überleben” zu haben, kann für den Gegner, für das gesamte Spiel nichts gutes heißen.

Der Bomb-Warrior ist für mich persönlich ein Paradebeispiel für misslungenes Design in einem Kartenspiel. Genau derselbe Scheiss wie der Taunt Warrior. Überleben, passiv spielen bis man die Quest erfüllt und das war dann die Wincon.

Der Karten-/Gamedesigner von Magic hat mal gesagt, sein ziel ist es, dass der erfolgreichste Weg ein Spiel zu gewinnen auch immer der unterhaltsamste sein sollte. Armor stacken, jeden erdenklich Boardclear und removal nutzen nur um dann passiv Bomben ins Deck zu mischen zählt für mich nicht dazu. Ich surrender instant wenn ich Warrior sehe, ist mir einfach zu blöd. Genau d

andy01q

Die Leute haben sich halt immer über Aggro-Decks beschwert, bzw. die die sich über Aggro-Decks beschwert haben waren immer die lautesten, also hat Blizzard auf die User gehört und Aggro immer weiter genervt und Control immer controlliger gemacht; echt schade.

Kyn

Die Archivarin gibt keine Karten auf die Hand, und der Geizhals zerstört kein Monster

Mr Twister

Richtig.

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