Im neuesten Dungeon aus ESO: Lost Depths musste ich aufpassen, dass ein böser Geist nicht meine Seele klaut

Im neuesten Dungeon aus ESO: Lost Depths musste ich aufpassen, dass ein böser Geist nicht meine Seele klaut

Heute, am 22. August, erscheint das neueste Kapitel in Elder Scrolls Online. Es hört auf den Namen Lost Depths und erzählt die Hauptgeschichte des Spiels weiter. MeinMMO-Autor Mark Sellner durfte einen der neuen Dungeons in Lost Depths bereits mit den Entwicklern spielen und musste dabei aufpassen, dass ein Untoter ihm nicht seine Seele klaut.

Was habe ich gespielt? Praktisch zum ersten Mal The Elder Scrolls Online. Noch bevor das MMORPG damals rauskam, habe ich die Beta ein wenig gezockt. Nach dem Release höchstens noch ein paar Wochen. Danach habe ich ESO für mich persönlich hinter mir gelassen, zumindest so lange, bis ich wusste, dass ich den neuesten Dungeon aus Lost Depths zusammen mit den Entwicklern spielen darf.

Also entstaubte ich den alten Account, spielte das Tutorial zumindest noch einmal, um die Basics drauf zu haben und mich nicht völlig zu blamieren und schon war ich bereit. Für den Dungeon habe ich übrigens einen Charakter auf der maximalen Stufe mit der besten Ausrüstung gestellt bekommen, außerdem hat einer der Entwickler immer darauf aufgepasst, dass ich nicht allzu viel Leben verliere.

Über den tatsächlichen Schwierigkeitsgrad des Dungeons kann ich also nicht so viel sagen. Wohl aber darüber, wie viel Spaß mir dieser Ausflug gemacht hat.

Hier seht ihr den Trailer zu Lost Depths:

Lost Depths kommt mit zwei neuen Dungeons. Das wäre einmal die Erdwurz-Enklave, die die Geschichte des Vermächtnis’ der Bretonen weitererzählt. Zum anderen gibt es die Kerntiefen, wo uns ein irgendwie magischer Ex-Pirat dazu einlädt, zu erforschen, warum in einem Riff wirklich alle Schiffe sinken.

Die Entscheidung, welcher der Dungeons gespielt wird, blieb mir überlassen. Wenig überraschend sprang ich sofort auf das Schiff, was kurz darauf ebenso wenig überraschend sank und uns mitsamt dem Piraten Dhulef auf einer Insel stranden ließ. Der Start des Kerntiefen Dungeons.

Der erste Boss wartet, bevor es wirklich losgeht

Wie geht es los? Der Magier-Pirat Dhulef hat trotz des kleinen Schiffsunglücks einen Plan und so folgen meine Gruppe und ich ihm über die Insel. Dabei treffe ich bereits in den ersten Minuten auf verschiedenste Monster, die uns fordern. Übrigens, auch auf völlig neue Feinde, die ein bisschen aussehen, wie Raptoren mit einem zu großen Kopf.

Während des Ausflugs über die Insel erklären mir die Entwickler, dass es in den Kerntiefen viele Geheimgänge gibt. Wir erkunden leider keinen von ihnen gemeinsam, jedoch erspähe ich bereits auf der Insel immer wieder Wege, die offensichtlich nicht zum Ziel führen. Ein Fest für Menschen, die gerne erkunden, denn von diesen Abzweigungen gibt es im Verlauf des Dungeons gehörig viele.

Die Kerntiefen kommen dabei mit insgesamt drei Bossen daher. Der erste bewacht auf der Insel das Tor zur Unterwasser-Welt. Dort merke ich, dass es nicht nur neue Monster, sondern auch neue Mechaniken gibt.

Gelungene Bosskämpfe: Noch bevor der erste Boss startet, muss ich seine neue Mechanik drauf haben. Ein zufälliges Mitglied der Gruppe bekommt dabei einen Debuff, der kurze Zeit später um den Spielenden herum explodiert. Diese Explosion muss auf eines der leuchtenden Erdlöcher auf dem Boden gebracht werden, sonst tuts weh.

Ist das dreimal absolviert, startet der Boss. Für mich als absoluten ESO-Neuling ist die Mechanik zwar leicht aufzugreifen, doch im Getümmel des Kampfes nicht immer einfach umzusetzen. Hier fehlte es anfangs noch an Übersicht, doch recht schnell platzierte sogar ich die Felder korrekt.

Auch die weiteren Bosskämpfe im Dungeon sind sehr gelungen und angenehm fordernd, zumindest für mich als Neuling. Das Schema von Mechaniken, die zwar leicht zu verstehen, aber vergleichsweise schwer umzusetzen sind, zieht sich durch deb gesamten Dungeon. Das finde ich persönlich besonders gelungen. Auf diese Weise lassen sich Noobs wie ich und erfahrene Spieler gleichermaßen herausfordern.

Natürlich gibt es auch in den Kerntiefen wieder Herausforderungs-Modi für die Bosse. Im Hinblick auf meine überwältigende Unerfahrenheit in ESO, haben wir diese aber lieber deaktiviert gelassen. Wer eine größere Challenge sucht, findet sie aber auf jeden Fall.

Einer der coolsten Unterwasser-Level überhaupt

Liebe zum Detail überzeugt: Sobald es dann von der Insel hunderte Meter nach unten geht, wird der Dungeon wirklich beeindruckend. Es geht in eine Unterwasserfestung, die von Zwergen gebaut wurde. Die Mischung aus dem alten Gemäuer, den technisch anmutenden Gebilden und den durch die Gänge schleifenden Untoten zieht mich sofort tief in die Story.

Neben untoten Gegnern in den Gemäuern gibt es auch an jeder Ecke freundliche Geister. Diese gehören zu den über die Jahre gesunkenen Schiffe und müssen ihr Dasein nun hier verbringen. Immer wieder erblicke ich tragische Einzelgeschichten, wenn ich aus dem Fenster der Unterwasser-Festung schaue.

Geister, die versuchen, einen verstorbenen Freund unter einem Schiffswrack hervorzuziehen, weinende Geisterfrauen, die vor der Leiche ihres Mannes stehen. Das alles in einem beeindruckenden Ozean, in welchem auch Fische, Korallen und allerhand Wrack-Reste für Stimmung sorgen.

Diese Liebe zum Detail zieht sich durch die gesamte Unterwasserwelt und mich in ihren Bann. Immer wieder müssen die Entwickler auf mich warten, weil ich vor einem der Fenster stehen bleibe und staunend erkunde, was ich sehen kann. Die freuen sich aber darüber, mich begeistert zu sehen.

Auch außerhalb der Mauern nicht nervig: Die allermeisten Unterwasser-Level sind ein bisschen nervig, das weiß jeder Gamer, der schon mal Super Mario gespielt hat. Daher war ich auch etwas skeptisch, als es dann aus dem Unterwasser-Gemäuer tatsächlich in den offenen Ozean ging.

Doch hier überrascht mich ESO mit meinem persönlichen Highlight des Dungeons. Sobald wir die fiese See betreten, hüllt Dhulef uns in große Blubberblasen, mit denen wir die Entfernung bis zum nächsten Raum überwinden können.

Im Gesamtverlauf der Kerntiefen macht dieser Abschnitt höchstens wenige Sekunden aus. Aber es ist einfach unglaublich cool, die Freiheit zu haben, so ziemlich grenzenlos in einer Blubberblase durch den Ozean zu stapfen und mir alle der oben erwähnten Details auch aus nächster Nähe anzusehen.

Denn das eigentliche Ziel dieses Blasen-Abschnitts ist nur „Lauf von A nach B“, was mir aber unglaublich schwerfiel, da ich erkunden und beobachten wollte. Auch hier überzeugen die Details und hinterlassen bei mir einen bleibenden Eindruck. Die Kerntiefen gehören definitiv zu den coolsten Unterwasser-Leveln, die ich je gespielt habe.

Meine Seele verlässt meinen Körper

Das Kampf-Highlight: An dieser Stelle möchte ich wirklich nicht zu viel spoilern, doch ein kämpferisches Highlight für mich war der Endboss des Dungeons. Dieser hat natürlich verschiedenste Mechaniken, auf die man achten muss, aber eine blieb mir dabei besonders im Gedächtnis.

Und zwar versucht der böse Endboss mir im Kampf ständig meine Seele zu klauen. Dem konnte ich zwar lange ausweichen, doch schlussendlich hat es mich doch erwischt. Und ich bin froh, dass ich getroffen wurde. Denn die folgende Mechanik war das Beste am ganzen Kampf.

Trifft mich der Boss mit diesem Angriff, verlässt meine Seele den Körper meiner Spielfigur und wird in eine Art Zwischenwelt befördert. Hier bin ich auf mich alleine gestellt, mein Team muss ohne mich, und ich ohne mein Team auskommen.

In dieser Zwischenwelt verliere ich permanent Lebenspunkte und muss schnellstmöglich probieren, meine Seele einzufangen. Um mir ein wenig Zeit zu erkaufen, kann ich auch die Seelen armer Geister in mir aufnehmen, das regeneriert ein wenig HP. In schierer Panik versuche ich, meine Seele zu finden und gleichzeitig die Mechanik zu verstehen.

Leichte Nostalgie: Gleichzeitig hat mich der Kampf sehr an den Raidboss Dhuum aus Guild Wars 2 erinnert. Auch hier verliere ich meine Seele und muss sie unter Zeitdruck zurückgewinnen, da mein Team sonst massive Schwierigkeiten bekommt und ich ableben muss.

Schon Dhuum war aufgrund dieser Mechanik einer der coolsten Bosskämpfe meiner MMORPG-Karriere und auch der Endboss der Kerntiefen kann damit überzeugen. Am Ende überlebe ich den Seelenverlust nicht. Trotzdem hat es einen Riesenspaß gemacht, es zu versuchen.

Generell trifft das auf einen Großteil des Dungeons zu. Als kompletter Noob habe ich viel von dem, was am Rand und im Kampf passierte, schlichtweg nicht verstanden. Trotzdem hatte ich richtig viel Spaß und konnte Dank der Mechaniken der Bosse trotzdem eine Hilfe für mein Team sein, und keine Last.

Der neue Dungeon überzeugt mich. Ich kann ihn zwar nicht mit anderen ESO-Dungeons vergleichen, aber ich habe viele MMORPGs gespielt, die viele Dungeons hatten. Die Kerntiefen gehören definitiv zu denen, die ich nicht mehr vergessen werde.

Wenn ihr also noch einen ESO-Account habt, kann ich euch nur nahlegen, ihn wieder rauszuholen. Lost Depths und die Kerntiefen dürften es wert sein. Zumindest, wenn ihr einen richtig coolen Unterwasser-Dungeon sehen wollt.

Spieler in ESO besitzt alle DLCs, ohne einen Cent für das MMORPG auszugeben

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