„Der echte Witz ist, dass er nicht Twitter meint“ – Twitch-Streamer spotten über Elon Musk

„Der echte Witz ist, dass er nicht Twitter meint“ – Twitch-Streamer spotten über Elon Musk

Elon Musk legte sich in einem Post mit der Streaming-Plattform Twitch an. Das ging jedoch gehörig nach hinten los. Nutzer wünschen sich, er möge erstmal seine eigene Plattform aufräumen.

Was hat Elon Musk mit Twitch zu tun? Er möchte der Streaming-Plattform offenbar Konkurrenz machen. 2022 übernahm Elon Musk den Kurznachrichtendienst Twitter. Wenn es nach ihm geht, sollen Nutzer auf der Plattform, die mittlerweile X heißt, aber weit mehr tun, als Nachrichten austauschen.

Sogar Online-Banking sollen Nutzer künftig über die geplante Super-App erledigen können. Aktuell hat Elon Musk sich aber erstmal vorgenommen, X zu einer Twitch-Alternative für Live-Streamer zu machen. Sein Versuch, Content Creator auf seine Plattform zu locken, ging jedoch ziemlich nach hinten los.

Mehr zu den ambitionierten Plänen des Milliardärs erfahrt ihr bei den Kollegen von GameStar Tech.

Wenn Streamer von Twitch zu X wechseln sollen, müssen sie ihre Streams ähnlich monetarisieren können, wie auf Twitch.

Elon Musk schießt gegen Twitch

Wie kritisiert Musk Twitch? Am 20. Mai 2024 unserer Zeit postete Musk ein Meme auf seinem X-Account, das einen deutlichen Seitenhieb auf die Streaming-Plattform darstellt.

Zu sehen sind die Simpsons-Charaktere Mr. Burns und Smithers, die vor einem Gebäude mit der Aufschrift „Twitch“ stehen, zusammen mit dem Untertitel: „Vielleicht gibt es hier drin ja ein paar Videospiel-Streams.“ Das Gebäude entpuppt sich auf dem nächsten als Strip-Club voller leicht bekleideter Frauen.

Musk spielt hier offensichtlich auf die anhaltende Diskussion rund um die Regeln der Streaming-Plattform hinsichtlich freizügiger Inhalte an. Dazu schrieb er: „Streamt auf X.“

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Warum ist der Post schwierig? X hat seit Monaten massive Probleme mit Spam-Bots, die in den Kommentaren unter Beiträgen willkürlich Werbung für explizite Inhalte oder Bezahl-Services wie OnlyFans machen.

Diese Art Spam wurde so prävalent, dass sich Anfang des Jahres sogar ein Meme-Format daraus entwickelte (via Know Your Meme). Die typische Formulierung der Spam Kommentare lautet, dass man Links zu den fraglichen Inhalten in ihrem Profil beziehungsweise der „Bio“ finden könne.

Dementsprechend fallen auch die Reaktionen aus. Viele Nutzer weisen Musk mehr oder weniger freundlich darauf hin, dass die Kommentar-Spalten seiner Plattform seit Monaten von expliziten Spam-Inhalten bevölkert werden.

Streamer ätzen: Kümmer dich erstmal um deine eigene Plattform

Was sagen Twitch-Streamer dazu? Die lassen Elon Musk spüren, was sie von seinem Vergleich halten. So schreibt die Streamerin FrtingGlitter, sie hasse es, die Kommentare auf „Twitter“ zu öffnen, da sie dort immer wieder sexuell explizite Inhalte sehen würde. Dazu schreibt sie: „Reparier erstmal deine eigene Plattform.“ (via X)

Der RPG-Streamer CohhCarnage kommentiert bissig: „Der wahre Witz hier ist, dass er nicht Twitter meint.“ (via X) Auch YouTuber Ludwig findet klare Worte: „Die Idee, dass man auf Twitter streamen sollte, weil dort weniger sexuelle Inhalte sind, ist irre. Porno-Bots beherrschen diese Website.“ (via X)

Andere Content Creator scheinen die Möglichkeit eines Plattform-Wechsels durchaus in Erwägung zu ziehen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. So erklärt der Streamer „AmericanDad“, er sei dabei. Dafür müsse X jedoch „erlauben, die Streams zu monetarisieren, Bots entfernen und gute Entdeckbarkeit schaffen.“ (via X)

„yamatosdeath“, ein Streamer mit über 260.000 Followern auf Twitch, verlangt für einen Wechsel direkt 500.000 $ im Jahr (via X).

Insgesamt wird deutlich, dass viele Nutzer zwar nicht ganz zufrieden mit dem Zustand von Twitch sind, X in dieser Hinsicht jedoch für deutlich schlimmer halten. Elon Musk hat also noch einiges zu tun, wenn er die Plattform als Alternative zum Livestreaming-Platzhirsch etbalieren will.

Elon Musk ist bekannt dafür, auch mal unüberlegte Posts abzusetzen. Erst kürzlich gestand er vor Gericht, dass er seine Beiträge nicht nach finanziellen Vorteilen ausrichte, sondern die Öffentlichkeit informieren oder unterhalten möchte. Diese Einstellungen hat Auswirkungen auf seine Plattform X: Elon Musk gibt zu, dass seine Posts vermutlich schlecht für die Firma sind, die er für 40 Milliarden Euro gekauft hat

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Don77

Trotzdem hat er Recht, diese Bots nerven natürlich, aber sind auch auf YouTube und da bekommen die das auch nicht hin. Ändert ja nichts daran das in vielen Streams fast schon ab 18 Inhalte sind und die Handlungen die dort von den fast nackten Frauen gemacht werden, stöhnen, Mikrofon ablecken, Busen und Po in Vordergrund stellen usw. vergleichbar sind wie man die auf so Livestream Seiten bekommt die explizit ab 18 sind.

Keragi

Klar passt ihm Twitch nicht, wir sind mehrheitlich links und nicht so verklemmt wie das erz-christliche Amerika.

lIIIllIIlllIIlII

Mehrheitlich links? Ich frage mich grade wie du links definierst…. Oder mehrheitlich.

Naja aus Sicht der USA sind wir tatsächlich links, da selbst die Demokraten eher rechts der CDU zu verorten sind. Aber in der Selbsteinschätzung….

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von lIIIllIIlllIIlII
Keragi

Genau nur im Verhältnis zu amerikanischen Republikanern.

Senatore
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