Welche Auswirkungen hat der Erfolg von Diablo Immortal auf Diablo 4 und die Zukunft Blizzards?

Welche Auswirkungen hat der Erfolg von Diablo Immortal auf Diablo 4 und die Zukunft Blizzards?

Das Mobile-Spiel Diablo Immortal (iOS, Android, Beta-Version PC) ist nach 2 Wochen ein finanzieller Erfolg für Blizzard. Damit hat der Gaming-Entwickler ausgerechnet im Sommerloch 2022 einen langgehegten Plan erfüllt: Man hat ein große Core-Game erfolgreich auf Mobile gebracht. In Südkorea ist das Studios wie NCSoft bereits vor 5 Jahren, im Jahr 2017, gelungen. Wir fragen: Welche Auswirkungen könnte der Erfolg von Diablo Immortal auf Blizzard und Diablo 4 haben? MeinMMO-Autor Schuhmann gibt seine Einschätzung ab.

Ist Diablo Immortal denn ein Erfolg? Davon können wir im Moment ausgehen:

  • Laut Daten der Seite AppMagic hat das Spiel in den ersten 2 Wochen bereits 24 Millionen US-Dollar auf iOS und Android umgesetzt – dabei ist das Spiel vor allem in den USA, Südkorea und auch in Deutschland erfolgreich
  • Wichtig ist aber: Die tatsächlichen Einnahmen sind deutlich höher, ist Diablo doch eine etablierte und erfolgreiche PC-Mräke und die PC-Umsätze sind in den Zahlen von App Magic noch gar nicht enthalten
  • Außerdem geht man davon aus, dass der Markt in China genauso stark sein wird, wie im aktuell dominanten Markt USA (44% der Einnahmen). Die Umsätze von Diablo Immortal könnten also noch mal um 50 % allein auf Mobile steigen, wenn der China-Release erfolgt ist. Der China-Release wurde aufgrund von Problemen im letzten Moment verschoben

Es ist allerdings noch nicht klar, ob Diablo Immortal ein Strohfeuer wird und verblasst oder ob es sich als dauerhafter Erfolg für Blizzard etabliert. Dadurch dass Diablo Immortal mit aggressiver Monetarisierung durchgängig Geld verdient und nicht nur beim eigentlichen Verkauf des Spiels, lässt sich aber ausgehen, dass es profitabel sein wird.

Letztlich lässt sich jetzt schon sagen: Diablo Immortal ist für Blizzard ein Erfolg, weil man das Ziel erreicht hat, eine „Kern-Marke“ von Blizzard erfolgreich im Westen auf Mobile zu launchen und über ein „Gacha-System“ zu monetarisieren, wie man es sonst nur aus asiatischen Mobile-Spielen kennt.

Wir zeigen euch die 6 Klassen von Diablo Immortal – in unserer Tier-List für Diablo Immortal seht ihr, wer grade vorne liegt:

Diablo Immortal: Alle 6 Klassen im kurzen Überblick mit Gameplay

Im Sommerloch 2022 setzt Activision Blizzard endlich seinen 5-Jahres-Plan um

War das wirklich ein Ziel von Blizzard? Es war das erklärte Ziel von Activision Blizzard, die eigenen Core-Gaming-Marken zu stärken, zu erweitern und auf neue Plattformen zu bringen, vor allem auf Mobile. In jedem Finanzbericht der letzten Jahre lässt sich lesen, dass Activision Blizzard seine Kernmarken erweitern möchte:

Aus Call of Duty, einem Shooter, der einmal im Jahr erschien, wurde:

  • Ein Hauptspiel „Call of Duty“, das weiter einmal im Jahr erscheint
  • Ein Mobile-Spiel „Call of Duty Mobile”, das man unterwegs spielt und das eine neue Zielgruppe abholen soll
  • Ein Free2Play-Spiel “Call of Duty: Warzone”, das das ganze Jahr über relevant bleibt und auch Fans von „Live-Service-Spielen“ anspricht, die etwa mit Fortnite auf den Geschmack gekommen sind

Aus Diablo 3 soll künftig etwas ähnliches werden:

  • das Hauptspiel „Diablo 4“, das über Jahre weiterentwickelt wird
  • die Mobile/Free2Play-Variante „Diablo Immortal”, die voll über den Cash-Shop monetarisiert wird
  • die Classic-Variante „Diablo 2 Resurrected“ für Nostalgiker

Diese Pläne und ein verstärkter Fokus auf Mobile lassen sich seit mehr als 5 Jahren bei Blizzard erkennen und werden gegenüber den Aktionären offen kommuniziert:

Activision Blizzard will Diablo und Warcraft mehr wie Call of Duty machen

Mobile wie in Südkorea als Weg aus der Krise

Wie kam Blizzard auf die Idee? Sie haben nach Südkorea geschaut: In den letzten Jahren ist in den schon etablierten Gaming-Märkten der Welt vor allem der Mobile-Gaming-Markt in Südkorea stark gewachsen. Im Jahr 2018 stieg der Umsatz im Mobile Gaming um 21,1 % und wurde zum „am schnellsten wachsenden Markt der Welt.“

Die Entwicklung der größten MMORPG-Firmen in Südkorea (NCSOft) und in den USA (Blizzard) lief bis vor 5 Jahren, bis 2017, relativ parallel.

Blizzard:

  • hatte über Jahre großen Erfolg als PC-Marke und eroberte mit seinen Spielen sogar China.
  • tat sich aber mit „neuen Spielen“ ab Mitte der 2010er plötzlich schwer: WoW-Nachfolger Titan wurde abgesagt, das MOBA Heroes of the Storm erwies sich trotz aller Bemühungen ein Flop, der Erfolg von Overwatch hielt nur 2 Jahre, dann kam Fortnite und untergrub den Hype.
  • merkte, dass WoW plötzlich in die Jahre kam. Diablo 3 wurde nicht weiterentwickelt, Starcraft wurde als Marke fallen gelassen: Der Ruhm drohte zu verblassen.
WoW Sylvanas zähneknirschen Titel
Seit einigen Jahren läuft es nicht mehr so gut für Blizzard.

NCSoft in Südkorea:

  • hatte über Jahre große Erfolge mit PC-MMORPGs wie Lineage, Lineage 2, Blade and Soul oder Aion. Mit Guild Wars 2 hatte man sogar einen Fuß im Westen.
  • tat sich Mitte der 2010er plötzlich schwer: WildStar war ein Flop in Europa, den bestehenden PC-MMORPGs ging langsam die Puste aus, das neue Spiel „Master X Master“ war ein totaler Flop. Neue Spiele wurden kaum noch entwickelt:
  • machte plötzlich keine neuen Spiele mehr. Project TL, das eigentlich als „Lineage 3“ das neue MMORPG-Flaggschiff werden sollte, steckte in der Entwicklungshölle fest. Ein für 2017 geplanter weltweiter Release wurde abgesagt.

Der verbliebene PC-Hoffnungsträger von NCSoft für MMORPG-Fans:

Neue MMORPG-Hoffnung aus Korea zeigt in neuem Trailer endlich viel Gameplay

NCSoft saniert sich über Nacht mit Mobile-Titeln – Blizzzard rutscht in die Krise

Was ist seitdem passiert? In den 5 Jahren seit 2017 driftet die Entwicklungs-Kurve von NCSoft und Blizzard enorm auseinander:

Blizzard hat praktisch keine neuen Spiele entwickelt, nur „Nostalgie-Titel“ wie WoW Classic gebracht, ist zudem von Sexismus-Skandalen gebeutelt und hat viele Kern-Entwickler verloren. An Relevanz wurde man von aufstrebenden Studios wie Epic Games oder Riot Games überholt. Blizzard musste Stellen abbauen und Niederlassungen schließen. Letztlich hat man ein Übernahme-Angebot von Microsoft angenommen, will Activision Blizzard also verkaufen.

NCSoft in Südkorea ist es aber gelungen, immer neue Umsatz-Rekorde zu schreiben: Das haben sie aber nicht durch innovative Ideen geschafft, sondern indem sie innovative Mittbewerber kopiert haben. Nach dem Vorbild des Konkurrenten Netmarble hat NCSOft seine bestehenden PC-Spielerehen als Mobile-Titel neu auf den Markt gebracht und sich damit über Nacht saniert.

Es scheint klar zu sein, dass Blizzard als Geschäftsplan vorgesehen hat, es NCSoft gleichzutun und ebenfalls die Kern-Marken wie WoW oder Diablo in Mobile-Titel zu überführen. Das passiert jetzt im Jahr 2022 mit Diablo Immortal und Arclight Rumble.

ncsoft-quartalsbericht
Mobile-Games haben für NCSoft im 1. Quartal 2022 eine ganz andere Dimension als die PC-Spiele.

Diablo 4: PC-Gaming und Konsolen-Ports könnten für Blizzard unwichtiger werden

Was für Auswirkungen hat das für PC-Spiele? Wenn wir schauen, wie es NCSoft in den letzten 5 Jahren ergangen ist, sehen wir:

  • Eine klare Abkehr von PC-Spielen – es sind zum einen viel weniger neue Titel erschienen, aber auch die Content-Versorgung der neuen Titel ist nicht mehr so zentral wie einst. Lineage, Blade & Soul oder Aion dienen mittlerweile eher als „Marken-Lieferanten“ für neue Mobile-Titel. Spiele wie Blade & Soul 2 oder Aion 2 werden zwar entwickelt, kommen aber nicht mehr auf den PC, sondern sind reine Mobile-Titel.
  • Eine Runter-Priorisierung der PC-Titel, die in Entwicklung waren: Das „schwierige“ Lineage Eternal ist mittlerweile seit 12 Jahren in Entwicklung und hat offenbar keine Eile zu erscheinen, auch wenn es für 2022 als „Throne and Liberty“ angekündigt ist.
  • Eine Runter-Priorisierung der Konsolen-Ports: Für NCSoft war es über Jahre ein zentraler Plan, seine bestehenden PC-Marken „ins Ausland“ zu bringen und sie dort „auf Konsole“ zu übertragen, um neue Käuferschichten zu erschließen. Diese Bemühungen haben seit der großen Wende 2017 erkennbar nicht mehr diese Priorität. Die Pläne wurden letztlich nicht groß umgesetzt: Blade & Soul ist bis heute nicht auf Konsolen erschienen.

Welchen Einfluss hat das auf Diablo 4? Man kann wohl davon ausgehen, dass Diablo Immortal keinen direkten Einfluss auf Diablo 4 haben wird.

Es ist kaum zu befürchten, dass jetzt Blizzard dort mit übertriebenen Mikrotransaktionen anfangen wird. Dafür ist das Spiel zu lange in Entwicklung und es gibt auch bereits Aussagen dazu.

Zudem weiß Blizzard um seine Fans und deren Vorlieben auf dem PC-Markt.

Mitarbeiter von Blizzard betonen: Diablo 4 wird nicht so monetarisiert wie Immortal

Aber man muss befürchten, dass sich der Erfolg von Diablo Immortal auf die interne Priorisierung von Diablo 4 auswirkt. Diablo 4 könnte vielleicht weniger Erweiterungen, weniger Ressourcen oder weniger Aufmerksamkeit erhalten, als wenn Diablo Immortal kein Erfolg geworden wäre.

Mit einem Release von Diablo 4 wird es Blizzard jetzt nicht mehr eilig haben. Auch ob es nach einem erfolgreichen Diablo 4 noch ein Diablo 5 gibt, scheint unsicher zu sein.

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Aus Korea sehen wir, dass der Weg der „maximalen Geld-Gier“ nicht funktioniert. Denn NCSoft hat sich von dem Erfolg seiner Mobile-Titel zwischendurch berauschen lassen und es mit der Monetarisiung 2021 zu weit getrieben. Dafür erhielt man prompt die Quittung:

Geld-Gier treibt eines der größten MMORPG-Studios der Welt in die Krise

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Caliino

Auch wenn es kurzfristig vielleicht ein finanzieller Erfolg war, bezweifle ich sehr stark dass es sich halten wird.

Neue „gute“ Spiele haben zu Release immer einen Hype. Aber wie viele dann nach 2-3 Monaten immer noch aktiv dabei sind, ist wieder eine ganz andrere Sache.

Bestes Beispiel hierfür sind gerade NW und Lost Ark: Am Anfang einen großen Hype und nach nicht mal 6 Monaten (im reinen Zahlen Vergleich) schon lange „tot“…

Und auch der Vergleich mit Korea hinkt, die haben eine komplett andere Mentalität wie wir.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Caliino
TheGardener

Die Frage ist halt immer, wie viel davon ist Süd Korea? Kein Geheimnis das die Geld in mobile games etc. pumpen wie was weiss ich was.

Mobiel wird größer, das ist klar. Kann man nur hoffen das „echtes gaming“ nicht ausstirbt -.-

McPhil

Daran hab ich auch gerade gedacht. Was ist wenn die Entwickler und Publisher entscheiden auf einmal keine richtigen Spiele mehr zu machen. Dann stehen wir doof da und können nur noch die alten Spiele spielen.

Luripu

Also ob das P2W im Westen angekommen ist,
wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen.

Der Release eines P2W Spiels ist immer die Honeymoon Phase.
Mit der Zeit werden immer mehr P2W Mechaniken reingepatcht,
so das F2P nur noch One Hits sind für die Wale.
Das ist dann die Zeit wo viele das Weite suchen.

SW:Galaxy of Heros lebt auch schon 6 Jahre lang und macht Umsatz.
Deshalb würde ich nicht behaupten,
mobiles P2W ist im Westen akzeptiert worden.

Es geht ja auch anders(ohne P2W) wie die mobilen Versionen von LoL und Fortnite beweisen.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Luripu
Huehuehue

Es geht ja auch anders(ohne P2W) wie die mobilen Versionen von LoL und Fortnite beweisen.

Im Artikel geht es vorrangig um RPG- und MMORPG-Entwickler, denn die sind es, die aktuell in der Krise sind, auch wegen, wie im Artikel auch angemerkt, Entwicklern und Spielern wie Epic und Fortnite bzw. Riot und LoL mit ihren, im Vergleich zu RPGs und MMORPGs, in allen Belangen, vom Entwicklungsaufwand über die Einstiegshürden für Kunden, „einfachen“ und „schnellen“ Spielen, und um ihr südkoreanisches Pendant NCSoft, das bis vor wenigen Jahren, ebenso wie die westlichen Marktbegleiter, in etwa derselben Krise war aber durch die „Mobile-isierung“ seiner Franchises von dort rausgekommen ist und nun wieder Rekordumsätze schreibt und dessen Systemumstellung nun als Rolemodel gelten könnte, wie sich die RPG- und MMORPG-Studios und der -Markt entwickeln könnten, wenn sich Diablo Immortal tatsächlich als, aus finanzieller Sicht, erfolgreich herausstellt.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Huehuehue
Huehuehue

in etwa derselben Krise war aber durch die „Mobile-isierung“ seiner Franchises

Nachtrag: *und dem gleichzeitigen Zurückfahren der Investitionen in PC/Konsolen-Versionen dieser Franchises.

MrValrek

Lol und Fortniete sind aber auch eine andere Art von Spielen.
Wenn es in Lol oder Fortnite Pay to Win gäbe wären sie bei weitem nicht so erfolgreich da ja beide kompetitiv gespielt werden, mit Liegen und so.

Ich würde Diablo eher mit Black Desert Mobile oder World of Kings vergleichen.

Den PayToWin factor würde mich auch in nem Diablo 4 nicht so stören aber diese ganzen Caps müssen weg. Ich will einfach Diablo spielen können ohne ständig an Täglichen oder Wöchentlichen Caps zu hänhen.

Und ich befürchte da es solche Caps in D4 geben wird da Blizzard seine Caps ja Liebt xD

Chafaris

Caps machen auch, rein vom psychologischen Effekt und den Triggerpunkten her, absolut Sinn.
Nicht umsonst stellen Spielehersteller immer mehr Psychologen ein.

Compadre

Also ob das P2W im Westen angekommen ist,

wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen.

Das zeigt sich doch schon lange oder würdest du die Kaderpacks von FIFA UT nicht als Pay2Win bezeichnen? Und das auch noch im Rahmen eines Vollpreistitels. Trotzdem rennen die Leute jährlich im September EA sämtliche Türen ein.

Die Schwelle des Pay2Wins, was der Westen in Kauf nimmt / akzeptiert, wird schon seit Jahren niedriger und niedriger…

Luripu

Das ist schon wahr mit FIFA oder wie es jetzt heißt,
dort siegt aber kein Ronaldo/Messi Team instant 20:0,
so wie es in mobile Games der Fall ist,
wenn Wale gegen F2P spielen.

Compadre

Naja, bei FIFA ist der Unterschied mittlerweile schon sehr krass, wenn du ohne Einstz von Echtgeld gegen Streamer spielst, die tausende von Euro ins Game buttern… Aus meiner Sicht ist das auch klassisch Pay2Win.

mEssE

Es wird sich gar nichts ändern. Die Mobile-Gamer werden die Core-Titel finanzieren die immer als Aushängeschild dienen werden, zumindest bei uns im Westen. Lasst sie doch Geld verdienen, wenn juckts man muss ja nicht mitmachen.

Ectheltawar

Die Frage worauf Blizzard zukünftig ihren Fokus legen wird, stellt sich doch eigentlich gar nicht mehr. Spätestens der Release und aktuelle Stand von Diablo Immortal dürfte doch wirklich der letzte Tropfen sein, der aufzeigt wohin die Reise gehen muss.

Mal die Situation sehr kurz zusammengefasst:
-Unternehmen kündigt ein Mobile-Game an und löst damit bei den eigenen Fans einen Shitstorm aus der bis heute nachbebt und zu einem Internet-Meme geführt hat, das selbst heute noch viele kennen.
-Unternehmen bringt in der Zwischenzeit einige andere Titel raus, ältere erhalten Erweiterungen. Aber grundsätzlich kommt davon selten etwas besonders gut weg.
-Bei den bestehenden Titeln muss das Unternehmen beständig geringere Einnahmen beobachten.
-Das Unternehmen rutscht in eine gewaltige Krise aufgrund von diversen unschönen Abläufen und Ereignissen in der eigenen Firma.

Nach all diesen Ereignissen erscheint nun das besagte Mobile-Game und wird eigentlich überall nur negativ dargestellt. Bewertungen des Titels sind geradezu unterirdisch und fast überall vernimmt man negative Töne zu dem Titel. Aber der Titel produziert quasi Einnahmen, als würde man sein eigenes Geld drucken…

Egal wie negativ ich persönlich diesen ganzen Handy-F2Play-Cashgräbern gegenüber eingestellt bin, zeigt es doch deutlich das egal wie negativ man das ankreidet, die Menschen bereit sind darin Unsummen an Geld zu investieren. Logisch also das der Markt sich dahin entwickelt. Märkte entwickeln sich immer zu Geld hin.

Compadre

Ja gut, ich sag mal so: Kann Blizzard ja gerne versuchen zu etablieren und eventuell wird es auch bei vielen jüngeren Gamern funktionieren, die Gaming vielleicht sowieso gar nicht sonderlich anders kennen als mit der Kreditkarte der Eltern Ausrüstung ingame zu kaufen. Mich persönlich wird das nicht abholen. Bevor ich so etwas wie Diablo immortal spielen würde (bzw. Geld in das Spiel investieren würde / denke für einen 5-Minütigen täglichen Zeitvertreib kann es ganz spaßig sein), würde ich eher komplett aufhören mit dem Gaming.

Irgendwie traurig, aber irgendwie auch logisch, dass die Entwickler das nutzen, was der Markt potenziell hergibt. Ich denke übrigens auch nicht, dass das lange ein Blizzard exklusives Ding sein wird, ich tippe eher darauf, dass viele Entwickler schon länger mit den Hufen scharren und nur darauf gewartet haben, bis nun ein Entwickler den ersten Schritt gemacht hat und den Sh*tstorm dafür bekommt, eine etablierte Marke so mit Pay2Win Mechaniken auszustatten.

P.S. Sehr guter Artikel, für die ich irgendwann mal den Weg auf diese Seite gefunden habe. Gerne mehr davon und vielleicht wieder den ein oder anderen reißerischen Content weniger. 😉

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Compadre
Chafaris

Zitat:
Es ist kaum zu befürchten, dass jetzt Blizzard dort mit übertriebenen Mikrotransaktionen anfangen wird. Dafür ist das Spiel zu lange in Entwicklung und es gibt auch bereits Aussagen dazu.“

Da wäre ich mir nicht so sicher. Immerhin sucht Blizzard explizit nach einem Mitarbeiter für D4, welcher sich um den Shop kümmern soll.

Ferner haben sie gesagt, dass der Shop „anchored around cosmetics“ sein wird. Schmerzlich haben wir gelernt, dass man bei Blizzard auf jedes Wort achten muss (man vergleiche hier die Aussage zum DI Shop). Immerhin wird hier nicht von einem „cosmetic ONLY“ Shop gesprochen.

Abwarten…. Ich bin gespannt und vermute eher schlechteres. Lieber lass ich mich positiv überraschen als enttäuscht zu werden…. Wieder einmal 😉

Chitanda

Zitat:
“Es ist kaum zu befürchten, dass jetzt Blizzard dort mit übertriebenen Mikrotransaktionen anfangen wird. Dafür ist das Spiel zu lange in Entwicklung und es gibt auch bereits Aussagen dazu.“

Wäre wohl der bessere Satz gewesen wie man Blizzard kennt.

Chafaris

Mittlerweile ja…und das ist sehr schade 🙁

Huehuehue

Da wäre ich mir nicht so sicher. Immerhin sucht Blizzard explizit nach einem Mitarbeiter für D4, welcher sich um den Shop kümmern soll.

Du meinst, die suchen einen Mitarbeiter, der sich um einen Ingame-Shop kümmert für ein Spiel, bei dem von Tag 1 an angekündigt war, dass es einen Ingame-Shop bekommen wird?
Wow, now that’s suspicious

Immerhin wird hier nicht von einem „cosmetic ONLY“ Shop gesprochen.

Weil, ebenfalls angekündigt, dort auch die DLCs/Erweiterungen zu kaufen sein werden, die keine Cosmetics sein werden, zB.?

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Huehuehue
Chafaris

Ich gehe mal nicht davon aus, dass mit „anchored around cosmetics“ die DLC und Erweiterungen gemeint sind.

Und ja, dass man einen Mitarbeiter sucht, welcher sich ausschließlich um den Shop kümmern soll, ist für einen Shop in dem es dann ja nur DLC/Erweiterungen und kosmetische Gegenstände geben soll, sehr….interessant.

Warten wir einfach mal den Release ab und wir tauschen uns dann wieder dazu aus :). Unsere Beiträge werden hier ja gespeichert.

Huehuehue

Und ja, dass man einen Mitarbeiter sucht, welcher sich ausschließlich um den Shop kümmern soll, ist für einen Shop in dem es dann ja nur DLC/Erweiterungen und kosmetische Gegenstände geben soll, sehr….interessant.

Wieso? Weil der Shop, wenn er schon von Anfang an drin sein soll, nicht aussehen soll, wie Frankensteins Monster sein Bruder, ja, ich schau dich an, WoW-Ingameshop, und weil er dann flüssig funktionieren soll, wenn er denn schon da ist und nicht dazu auch auch noch vom Handling und der Performance „a pain in the a**“ sein soll?

Es ist weitaus „verdächtiger“ dahingehend, dass der Shop wohl das Zentrum des Spiels bilden wird und alles drumherum darauf aufbaut, wenn die den erst jetzt zu suchen anfangen, wenn die das Spiel schon nächstes Jahr rausbringen wollen und die Entwicklung schon seit Jahren läuft. Wenn ich etwas als Gravitationszentrum haben möchte, mache ich das normalerweise zuerst und baue dann alles darum herum auf, nicht umgekehrt.

Und es würden übrigens normalerweise nicht die gesamte Kavallerie, der Head of Community Management, der Franchise Game Director und sogar der „Präsident“, mit Beteuerungen und Beschwichtigungen über die Zielgruppe und zum geplanten Shop ausreiten, wenn dann doch das genaue Gegenteil von dem, was sie da gerade sagen, geplant wäre.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Huehuehue
Chafaris

Durchaus valide Argumente, daher lass ich mich auch überraschen. Dennoch erwarte ich hier keine großen Sprünge.

Und es geht nicht um das Gegenteil dessen was versprochen wurde. Wie wir aus der DI Formulierung hinsichtlich des Shops wissen, legt Blizzard sehr viel Wert auf die exakte Ausformulierung. „Anchored around cosmetics“ kann somit alles und nichts bedeuten.

Im Hinblick auf die letzten Jahre und insbesondere unter Berücksichtigung der Entwicklung lege ich hier eine gesunde Skepsis an den Tag als darauf zu vertrauen, dass es nicht so schlimm werden wird.

Und somit wieder zu meinem Eingangspunkt:

Lieber lasse ich mich positiv überraschen als enttäuscht zu werden 🙂

Nachtrag:

Die Suche nach einem Shop-Spezialisten zu einem derart späten Punkt in der Entwicklung des Spiels könnte auch bedeuten, dass die ursprüngliche Ausrichtung des Shops (lediglich kosmetische Gegenstände und Erweiterungen) intern überdacht wurde und man sich nunmehr dazu entschlossen hat, diesen prominenter in den Vordergrund zu rücken.

Aber all dies ist Spekulatius….auf beiden Seiten 🙂

Warten wir einfach mal ab

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Chafaris
Luripu

Ja ein Shop mit Kosmetik(skins) sollte vor allem eine gute Vorschau Funktion haben.
Niemand kauft die Katze im Sack.
In Lost Ark ist diese „Vorschau“ ein echter Krampf,
dadurch das viele Kostüme 3 Varianten haben.
SWToR zeigt wie es besser geht mit drehen+zoom+Waffen ziehen/wegstecken/zuhauen.
Da sollte also schon jemand rangesetzt werden,
der Ahnung davon hat.

Compadre

Wow, now that’s suspicious

Und das fällt Blizzard zu dem Zeitpunkt der Entwicklung ein, dass den Shop aktuell noch niemand entwickelt und sie da langsam mal jemanden für suchen müssten? 😀

Das ist jetzt auch nicht wirklich die überzeugendste Erklärung, die du da anbringst. Klar kann es viele Gründe haben, weshalb man da jemand sucht, Leute können auch einfach mal so ohne Strategiewechsel umbesetzt werden. Kann eben. Genau so kann es sein, dass man die Strategie wechselt, wie es in obigen Artikel befürchtet wird. Wie es dann aussehen wird, werden wir sehen, aber dass Blizzard zu Diablo 4 einen Shop bringen wird, der lediglich Cosmetics und DLCs haben wird, da bin ich mal gespannt.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Compadre
Huehuehue

 Genau so kann es sein, dass man die Strategie wechselt, wie es in obigen Artikel befürchtet wird. 

Das ist nicht die Befürchtung im Artikel bzw. hat die Befürchtung im Artikel keinen Bezug zu einem p2w-Ausbau des Shops für Diablo 4.
Die Befürchtung im Artikel ist, dass Blizzard, und viele andere auch, ihre Startegie dahingehend wechseln, zukünftig immer weniger und weniger auf PC/Konsole und stattdessen mehr und mehr auf mobile und den dortigen Möglichkeiten, auch bezüglich Shops, setzen wird und in Zukunft deutlich weniger in die „alten“ Plattformen investieren wird, weil sie weniger lukrativ sind. Ebenso steht im bereits im Artikel, das zitiert Chafaris, der hier der Initialposter ist, auch, dass für Diablo 4, das schon ewig in Entwicklung und schon fast an deren Ende ist, eher kein Shop wie Diablo Immortal drohen wird, es aber durchaus sein kann, dass die eigentlich geplanten Erweiterungen vielleicht doch weniger werden und, dass es, sollte es so kommen, vielleicht auch das letzte PC/Konsolen-only Diablo, wie man es bislang kannte, sein wird.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Huehuehue
Compadre

Sag ich doch aber. Und wo schließt es nun deiner Meinung nach aus, dass die Umbesetzung im Cash Shop von Diablo 4 nicht genau dafür ein Anzeichen ist, dass man Diablo 4 allgemein weniger priorisiert? Genau das meine ich mit Strategiewechsel.

Huehuehue

Das Stellenangebot ist ein Stück weit älter, als die erneuten Beteuerung Blizzards, der Shop würde sich um Cosmetics und DLCs drehen. 😉

Das erst bekannt gewordene Jobangebot, in Verbindung mit dem Release von Diablo Immortal und mit Präsentation des Releasezeitraums von Diablo 4 auf dem XBox-Event, bloß ein paar Tage später, waren überhaupt erst der Grund, dass die Kavallerie sofort nach der Präsentation ausreiten musste.

Dein Kommentar klang so, als würde man bei Diablo 4 den Shop jetzt auch Richtung Diablo Immortal umbauen.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Huehuehue
Compadre

1.) Gebe ich auf Beteurungen von Blizzard schon lange nichts mehr. 😀 Zudem hat Blizzard meiner Info nach nie gesagt, dass es nur um DLCs und Cosmetics gehen soll, sondern „runderhum um Cosmetics“… Da kann auch noch viel mehr dazuzählen als DLCs…

2.) Dass das Stellenangebot älter ist, ist klar… Aber die Strategie, die Blizzard intern vorgibt, wird sehr wahrscheinlich auch schon viel älter sein als der Release von Diablo immortal und was sie intern mit Diablo 4 vorhaben, können wir auch noch überhaupt nicht beurteilen.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Compadre
Huehuehue

1.) Gebe ich auf Beteurungen von Blizzard schon lange nichts mehr. 😀 Zudem hat Blizzard meiner Info nach nie gesagt, dass es nur um DLCs und Cosmetics gehen soll, sondern „runderhum um Cosmetics“… Da kann auch noch viel mehr dazuzählen als DLCs…

Kontext spielt hier durchaus mit rein:

1.) Diablo Immortal kommt raus, hat Shop, der eine Menge Player Power verkauft
2.) Diablo 4 wird auf dem Xbox-Event „präsentiert“
3.) Auf Reddit wird die Stellenanzeige gepostet unter dem Motto „ja und schaut, in Diablo 4 wollen sie auch so einen Shop, das wird so wie Diablo Immortal werden“
4.) Der Head of Community Management reitet auf Twitter aus, sagt der Shop in Diablo 4 wird sich um Cosmetics drehen und später mal auch sowas wie DLCs
5.) Der Franchise Game Director reitet auf Twitter aus, zitiert die Aussage des Head of Community Management und sagt: „Um das klarzustellen, Diablo 4 wird ein klassisches PC/Konsolenspiel, die Zielgruppe sind klassische PC/Konsolenspieler“
6.) Der Präsident reitet auf Twitter aus aus, zitiert die Aussage des Franchise Game Directors und schreibt „Absolut!“ dazu

Diese Beteuerungen kamen erst, als die Assoziationen Diablo Immortal- Diablo 4 – Jobangebot aufgekommen ist

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Huehuehue
Compadre

Der Head of Community Management reitet auf Twitter aus, sagt der Shop in Diablo 4 wird sich um Cosmetics drehen und später mal auch sowas wie DLCs

Na dann können wir ja alle vollkommen beruhigt sein, wenn Blizzard selbst das sagt. Vor allem der Zusatz „sowas wie DLCs“ klingt vollkommen beruhigend. 😀

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Compadre
Huehuehue

D4 is coming out as a full price game built strictly for PC/console audiences. The game is huge & there will be tons of content after launch for all players. Paid content is built around optional cosmetic items & eventually full expansions. We will be sharing more info soon!

https://mein-mmo.de/diablo-4-wird-nicht-monetarisiert-wie-immortal/

D4 is coming out as a full price game built strictly for PC/console audiences. The game is huge & there will be tons of content after launch for all players. Paid content is built around optional cosmetic items & eventually full expansions. We will be sharing more info soon!

Compadre

Der komplette Artikel baut lediglich auf Aussagen von Blizzard selbst. 😀 Und was man von solchen Aussagen halten kann, sah man bei Blizzard vor ein paar Wochen als sie sich gegen die ersten aufkommenden Pay2Win Vorwürfe bei Diablo immortal gewehrt haben. Das ist auch hier auf mein-mmo nachzulesen. Die Aussagen damals:

Du kannst immer neue Items finden. Wir werden niemals Ausrüstung verkaufen. Wir werden keine EP-Boosts verkaufen. Du musst das Spiel spielen, um weiterzukommen. Das ist ein Grundpfeiler des Gameplay-First-Gedanken: der beste Weg, um deinen Charakter zu verbessern, ist zu spielen.

Und diese Aussage ist im Nachhinein der blanke Hohn. 😀 Der beste Weg, um deinen Charakter zu verbessern, ist natürlich Geld für die besseren Dungeons auszugeben, die du dann natürlich auch spielen musst. So umschreibt Blizzard im Vorfeld glasklares Pay2Win.

Und woher willst du jetzt schon wissen, dass das bei Diablo 4 nicht ähnlich kommt? Vielleicht verkaufen sie dann die Dungeons im Shop als „Content“, in denen du die stärkste Ausrüstung bekommst, ähnlich wie nun bei Diablo immortal, und danach sagen sie „aber der beste Weg um deinen Charakter zu verbessern, ist ihn zu spielen (und natürlich davor den Zugangn zu den besten Dungeons zu kaufen, lel)“.

Also bei allem Respekt vor anderen Meinungen, aber so naiv kann man doch nicht sein, gerade von Blizzard Aussagen als bare Münze zu nehmen.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Compadre
Chafaris

Das denke ich mir im Zusammenhang mit Blizzard aktuell auch immer.

„Na wenn die das sagen, wird das schon passen“

Der Moment an dem ich den Aussagen von Blizzard bedingungslos vertraue ist leider bereits vorbeigezogen. Gemessen wird Blizzard nur noch an seinen Taten und diese zeichnen in letzter Zeit ein sehr deutliches Bild. Alles andere sind bloße Lippenbekenntnisse.

Huehuehue

Ja, sie haben sehr viel Marketing-Sprech, inkl. Beschönigungen, Übertreibungen, Ausweichen, etc. und gerne nehmen sie, den Mund zu voll udn versprechen viel mehr, als sie letztendlich halten können – aber allen derart ins Gesicht gelogen, weil sie dann genau das machen, von dem sie vorher, nachdem Gerüchte und Vorwürfe aufkommen, beteuern, es sicher nicht so zu machen, das haben sie bislang eigentlich noch sehr sehr selten. Nicht weil sie so gute Menschen wären, sondern weil ihnen relativ egal ist, ob der Shitstorm vorher oder nachher ist.
Auf 40er/50er/60er-Jahre-Tabak-Konzern-Niveau, die, obwohl sie selbst durch interne Studien schon lange wussten, dass Rauchen extrem gesundheitsschädlich ist, gesagt haben, Rauchen wäre absolut unschädlich, ja sogar gesund, sind wir bislang noch nicht angelangt.^^

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Huehuehue
T.M.P.

Da frag ich mich gerade wie es mit dem E-Sport aussieht.
Stell dir mal ne Weltmeisterschaft vor in der 10 Bubis mit ihren Smartphones im Kreis sitzen.
Schielt einer zum Nächsten rüber..: „WTF? Schiri, der Cheater hat den Cashshop offen!“

Ich glaub wenn es soweit ist kauf ich mir nen Billardtisch. 0_o

Huehuehue

Es werden PC/Konsolen-Spiele nicht völlig zugunsten von mobile Titeln abgeschafft werden. Sie werden nur weniger und kleiner werden und es wird weniger Geld und Arbeitskraft in sie investiert werden, auch von heute noch „großen“ Studios mit „großen“ Franchises.

T.M.P.

Hey!^^ Kram doch nicht alles was zwischen den Zeilen steht hervor. =)

Zord

Auch wenn ich die Grundaussage des Artikel unterschreibe, so glaube ich doch das Immortal mittelfristig floppen wird, wenn Blizzard nicht grundlegend seine Strategie ändert.

Aktuell macht das Spiel alles um den Spielern langfristig den Spaß zu nehmen. Ich bin mir recht sicher das schon viele Spieler wieder aufgehört haben und auch einige Wale dürften bei den Preisen das Handtuch werfen.

Sehe auch keinen Grund warum hier China langfristig das Ruder herum reisen sollte. Die Chinesen haben schon eine Auswahl an hochwertigen Mobile Spielen, dazu ist die Marke dort schwächer als im Westen. Auch wenn sich der Umsatz durch China verdoppelt, denke ich das dieser recht schnell auch dort wieder zurückgehen wird.

Das Spiel braucht Events und deutlich mehr Belohnungen für F2P Spieler, nur mit einem großen Spieler Pool lassen sich auch die Wale langfristig ans Spiel binden.

Am meisten Geld macht man als Spielefirma nunmal wenn man seine Kunden genau so schnell übern Tisch zieht, dass sie die Reibungshitze für Nestwärme halten. Hearthstone hatte das geschaft und auch die erfolgreichen Mobile Spiele können das, bei Immortal ist Blizz meiner Ansicht nach dafür zu gierig und verdient damit weniger als sie könnten.

Die Zukunft des Gamings ist meiner Ansicht nach offen, aber das PC Gaming wurde schon oft tod gesagt, trotzdem lebt es noch immer. Und auch wenn die westlichen Entwickler aktuell in der größten Krise ihrer Geschichte stecken, so habe ich doch die Hoffnung das aus der Asche der Fusionen, Pleiten und neugründungen neue Global Player entstehen die nicht nur Aufwand in den Shop, sondern auch in den Spielspaß stecken.

Zord

Für PC MMO-RPG sehe ich auch wenig Chancen, zu hohe Kosten und Ansprüche der Spieler, bei überschauberen refinanzierungs Möglichkeiten (ohne P2W).
Ich hoffe dann mal das die Qualität weiter steigt und wenigstens die Hybriden (PC und Mobile) die Zukunft sind. War bei Genshin sehr überrascht wieviel Spaß mir das Spiel gemacht hat und das obwohl ich normalerweise mit Anime nichts anfangen kann.
Vieleicht bin ich zu alt dafür, aber ich kann MMORPG nicht auf dem Handy spielen, das ist mir alles viel zu klein und unübersichtlich. Habe ein paar probiert (inkl Immortal), weil ich den meisten Trends mal eine Chance gebe, aber es geht wirklich nicht.

SenorChang

i doubt it. mobile is halt die nächste generation von gamern. traurig aber wahr. und ich weiß nicht ob du dich mal damit auseinander gesetzt hast. aber die whales sind der geringste spieleranteil, sind aber für den meisten umsatz verantwortlich. also vllt die top 1%(oder sogar noch weniger)der spielerschaft. solange es whales gibt die ein spiel enjoyen wirds überleben. schau dir doch die ganzen gacha games an dies schon seit x jahren gibt

Luripu

Nur wollen Wale für die massig Kohle die sie reinbuttern
auch ganz oben stehen im Ranking,
Sei es Battlepower oder PvP.
Wenn die ganzen F2P Spieler abhauen ist die Folge Server Zusammenlegung.
Dann bist Du als Wal plötzlich nicht mehr der Hecht im Karpfenteich,
weil von einem anderen Server ein Leviathan nun auf deinem Server ist,
der das doppelte von dir reingebuttert hat.
Dann vergeht dem Wal auch schnell die Lust und er haut ab.

Huehuehue

Letztlich wurde die Firma sogar an Microsoft verkauft.

Wird verkauft werden. Noch ist das Ding noch nicht völlig durch, der Kauf nicht abgeschlossen, es dürfte sich aber nur noch um Wochen bis zum endgültigen Vollzug handeln, Microsofts Geschäftsjahr 2023, in dem der Abschluss endgültig durch sein soll, beginnt in 9 Tagen.
Auch, wenn es nur noch Formalitäten sind, um die es hier geht – noch „gehört“ man sich selbst, bzw. Bobby Kotick und seinem „Konsortium“, wenn auch wohl nicht mehr sehr lange

Zuletzt bearbeitet vor 10 Tagen von Huehuehue
Huehuehue

Aber es ist so gut wie passiert, hat man ja gesehen, als die großen Blizzard IPs ihre Releaseankündigen auf dem XBOX-Event gemacht haben.

Zord

Naja, da fehlt noch die Zustimmung der Kartellbehörden. Man könnte auch sagen das es auffällig ist das zum Beispiel kein CoD auf dem Event gezeigt wurde (auf jeden Fall kann ich mich nicht daran erinnern).
Habe gerade mal ein wenig im Internet gestöbert, anscheinend gehen die meisten Experten davon aus das es durch die Behörde einschränkungen geben wird. Das sind deutlich mehr als nur „Formalitäten“. Je nachden wie die Aufflagen aussehen, könnte der Deal auch dadurch deutlich unatraktiver werden. Eine komplette Untersagung bezweifele ich, kann aber auch nicht vollkommen ausgeschlossen werden.
Wenn die Amerikanischen Kartellbehörden ähnlich arbeiten wie die Deutschen, dann kann ich dir wenigstens aus eigener Erfahrung sagen das denen egal ist wann du eine übernahme abschließen willst, die geben erst das Ok wenn sie wollen und nicht dann wann du willst. Auch kann es im Anschluß noch zu klagen kommen die auch nochmal verzögern. MS hat nur verkündet wann sie den Abschluß planen, ob das funktioniert muss man sehen

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