Diablo 4 gilt bisher als das perfekte Spiel für Gelegenheitsspieler. Mit Season 11 will Blizzard das ARPG aber spürbar anziehen und macht es künftig deutlich anspruchsvoller.
Das macht Diablo 4 zum Spiel für Casuals: Für viele Gelegenheitsspieler und Gamer-Dads scheint das aktuelle Tempo, die Schwierigkeitsstufen und das Angebot an Aktivitäten genau richtig zu sein. Viele loben Diablo 4 deshalb für seine Casual-Freundlichkeit – es sei ideal, um nach Feierabend einfach abzuschalten. Auch Rod Fergusson, der Blizzard nach fünf Jahren verlassen hat, betonte mehrfach, wie wichtig es sei, die Casual-Spieler nicht aus den Augen zu verlieren.
Auf der anderen Seite gibt es die Hardcore-Grinder, die schon kurz nach Season-Start auf Qual-Stufe 4 unterwegs sind. Sie beklagen sich regelmäßig darüber, dass Diablo 4 zu schnell langweilig werde und zu wenig Endgame-Inhalte biete. Schon oft gab es die Kritik, dass Diablo 4 irgendwie allen gefallen will und deswegen schlechter ist, als es sein könnte.
Mit Season 11 will man diesen Spagat offenbar neu angehen. Das Spiel soll euch in Zukunft mehr fordern, auch außerhalb der hohen Qual-Stufen. Und Boni, die ihr vorher dauerhaft behalten durftet, müsst ihr dann immer wieder neu verdienen.
Saisonale Ränge ersetzen den Regionsfortschritt
Was will Blizzard jetzt ändern? Im vergangenen „Sanctuary Sitdown“ mit dem Diablo-Experten Rhykker berichteten die Entwickler von Diablo 4 auf YouTube, dass einige Aspekte im Spiel härter werden sollen. Geplant sind Anpassungen bei der Saisonreise, der Defensive, den Monstern und den zufälligen Events.
Das ändert sich konkret:
- Saisonrang ersetzt den Regionsfortschritt: Der bisherige Regionsfortschritt bleibt künftig nur noch im Ewigen Reich bestehen. In den saisonalen Realms wird er durch den Season-Rang ersetzt, der eng mit der Saisonreise verbunden ist. Ihr steigt im Rang auf, indem ihr Capstone-Dungeons abschließt – ähnlich wie früher beim Freischalten der Weltstufen (die Qual-Stufen bleiben in der Grube). Saisonränge gewähren zusätzliche Skill- und Paragon-Punkte. Schließt ihr optionale Aufgaben in der Season-Reise ab, erhaltet ihr Boni wie Skill-Punkte, Asche und Cosmetics. Die Altäre von Lilith und Akarat geben künftig Erfahrung und kleine Belohnungen, aber keine permanenten Macht- oder Attributsboni mehr.

- Monster werden gefährlicher: Monster reagieren intelligenter und dynamischer im Kampf. Monster-Affixe sind stärker und erfordern taktisches Vorgehen. Es gibt 20 neue Affixe, bestehende Affixe werden überarbeitet. „Geringere Übel“, also etwa Duriel oder Andariel, können euch in Aktivitäten überraschen.
- Änderung an der Schadensreduktion: Rüstung reduziert künftig jeglichen Schaden, also sowohl physischen als auch nicht-physischen. Die bisherigen Abzüge pro Qual-Stufe entfallen komplett. Paragon-Punkte geben multiplikative Boni auf defensive Werte.
- „Zähigkeit“ ist dann ein neuer Wert, mit dem die Schadensabwehr zusammengefasst und verdeutlicht wird.
- „Stählung“ wird in eine zusätzliche Lebensreserve verwandelt.
- Heilung mit Tränken: Die Basis-Trankkapazität wird auf 4 Tränke reduziert, sie heilen sofort um 35 % eurer maximalen Gesundheit. Trank-Upgrades werden entfernt, da sie einen festen Anteil heilen. Ihr regeneriert automatisch alle 30 Sekunden einen Trank, zusätzlich zu den Flaschen-Drops. Das Affix „Leben bei Treffer“ wird verbessert.
Neue Herausforderung durch Leaderboards und saisonale „Geschenke“
Wem das noch nicht reicht, der kann sich zusätzlich in dem neuen Leaderboard mit anderen Spielern messen und den Turm, einen mehrstufigen, zeitgesteuerten Dungeon, durchlaufen. Ihr schaltet den Turm über den Obelisken in Cerrigar frei und könnt dann jeden Schwierigkeitsgrad wählen, den ihr bereits in der Grube freigeschaltet habt.
Obendrauf wird es neue saisonale Gaben geben. Dabei handelt es sich um Items, die ihr im Inventar einsetzen könnt, um spezielle Boni zu erhalten. Es gibt Belohnungen, „gereinigte“ und „verdorbene“ Geschenke – letztere erhöhen den Schwierigkeitsgrad bestimmter Aktivitäten:

Mit Season 11 bringt Blizzard also eine ganze Reihe an Veränderungen nach Diablo 4. Neben härteren Kämpfen und dynamischeren Monstern wird vor allem das Crafting-System komplett überarbeitet – ein Punkt, der Spielerinnen und Spieler schon seit Monaten nervt. Ihr könnt künftig selbst auswählen, welches Affix ihr mit der Härtung auf euer Item prägen wollt.
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Na wenn Blizzard schon sowas wie Leaderboards reinbringen sollte…dann doch bitte einmal für wirkliche Casual Gamer und eins für all diese “Ich hab kein Leben und bin Diablo 4 Partner” Content Creatoren. Oder glaubt jemand wirklich ein Normalo, der arbeiten geht, Familie, Haus und Hof zu betreuen hat, sich dann die halbe Nacht hinsetzen kann um doch mal zu testen auf das Leaderboard zu kommen bei Namen wie Rob2628, Wudijo, Rhykker, Vitablo,Northwar und wie se alle heißen.
Und bitte..es muss jetzt keiner kommen nach dem Motto “Und??Ich geh auch jetzt Tag arbeiten,hab Familie…blabla” Schön und gut, jeder hat aber andere Zeiten, andere Wege zu fahren. Manche bleiben die ganze Woche weg….aber egal.
Im Endeffekt werden doch eh immer nur die Spieler gefragt, die bei Blizzard die Hand aufhalten, welche Änderungen wie und wo am besten passen.
Die Änderungen am Regionsfortschritt sehe ich auch als persönlichen Schwachsinn an. Warum hat man das Season System nicht einfach so gelassen wie es zum Anfang war?
90 Schritte…boom, fertig.
Die tierischen Begleiter könnten mal eine Überarbeitung gebrauchen. Man spielt nen schnellen Build in die kommen nicht hinterher mit einsammeln..oder sammeln nicht alles ein..Elixiere bleiben liegen, Glyphen könnten die sammeln, Animus, zerstreute Prismen oder Überboss Mats.Schon krass, dass Blizzard für wirklich absurd hässliche Pets im Shop 28€ für will.
Ich lass mich einfach mal überraschen, aber ich bezweifle, dass mich D4 selbst mit alle diesen Änderungen lange hinhalten kann.
Welches Endgame meinen die? Pit Push auf 150? Das hängt nur von Gear ab, ist ansonsten stupide wie der ganze Grind davor um an das notwendige Gear zu kommen. Ich frage mich allerdings warum ich mir das immer wieder antue?
Sorry aber du scheinst im falschen Genre zu sein. Im endgame bei spielen ala diablo geht es nur darum dein gear/Char immer weiter zu pushen. Der Grind ist ok, geht auch nicht anders aber das der Grind im endgame zu 90% daraus besteht Materialien für ein rng System zu Farmen, da hört es bei mir dann halt auch auf. Für gear mache ich das gerne aber nicht für so ein System.
und vielleicht noch ein weiterer endgame Inhalt wo man ebenfalls auch ordentliches gear brauch wäre wünschenswert. Mal schauen was dieser Tower wird wo nächste Season kommt.
Hmm. klingt wie ein feuchter Streamertraum. Denke mal die hören auf die Falschen. Egal, andere Anbieter haben auch tolle Spiele.
Klingt im ersten Moment nach „könnte einen fast erschlagen“, aber auch interessant. Mal sehen, wie die Änderungen dann im Spiel aussehen und sich spielen. Notwendig sind die Änderungen definitiv, inzwischen hat sich zuviel Routine und immer nur mehr vom Gleichen eingeschlichen.
Einer meiner wichtigsten Kritikpunkte wird aber leider immer noch nicht angegangen – zuviele Items bei den Bossen, was die Chance (nun auch noch durch die Chaosrüstung, die droppen kann), ein sinnvolles GA Item oder gar ein Mythic zu finden, inzwischen extrem minimiert. Derzeit merke ich, wie ab ca 210-220 Paragon und Stufe 80-85 im Pit, meine Lust auf Diablo 4 immer stark abflaut, weil überall der Progress eingebremst wird. Ob es nun die Verbesserungen des Builds anbelangen oder den Paragonaufstieg. Alles fühlt sich langsamer und zäher an.
Ich bin vor allem auf die Änderung am Renown gespannt und darauf, wie das mit den saisonalen Rängen so klappt. Über die Capstone-Dungeons, wenn auch mit anderer Funktion als früher, scheinen sich ja einige zu freuen. 🙂