Deutscher Pro will FIFA 21 spielen, ohne Geld auszugeben – Hat Casino satt

FIFA Points sind seit Jahren ein Diskussionspunkt bei Spielern. Profi Tim Latka plant nun, FIFA 21 ohne Echtgeld-Einsatz zu bestreiten. Was steckt dahinter?

Das ist Tim Latka: „Tim Latka“ Schwartmann ist ein deutscher FIFA-Profi und steht aktuell beim FC Schalke 04 unter Vertrag. In der neuen Saison will er ohne den Kauf von FIFA-Points auskommen, wie er in einem Video-Statement bekannt gab:

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Das Statement von Latka.

Was sind FIFA Points? FIFA Points sind eine In-Game-Währung in Ultimate Team, mit denen man sich beispielsweise Packs kaufen kann. Im Gegensatz zu den FUT Münzen, die man sich erspielen kann, gibt es FIFA Points nur gegen Echtgeld.

In diesen Packs wiederum stecken Spieler drin. Es ist allerdings dem Zufall überlassen, wie stark die Spieler in den Packs letztlich sind. Es handelt sich also um Loot-Boxen, die EA einst als „Überraschungsmechanik“ bezeichnete.

Dementsprechend kann es ganz schön viele Packs brauchen, bis man ein starkes Team zusammen hat. Im letzten Jahr etwa erzählte ein Profi, wie viel Geld er in das Spiel steckt, um Nachteile auszugleichen.

Entwicklung „hat mir nicht so wirklich gefallen“

Darum hat sich Tim Latka gegen FIFA Points entschieden: In seinem Video betont der Profi, in den vergangenen Jahren an vielen professionellen Turnieren teilgenommen zu haben. Da sei es quasi Voraussetzung gewesen, viele FIFA Points zu investieren – schließlich muss man mit den Teams der anderen Pros mithalten.

„Wir reden da leider nicht nur von 100 Euro“, erklärt Schwartmann in seinem Statement. Viel eher spreche man von 2.000, 3.000 oder sogar 4.000 Euro – je nach Verein, Team und Organisation. In den letzten Jahre, so Schwartmann, „ging diese Summe bei mir auch in den FIFA-Account rein. Das ist eine Entwicklung, die hat mir nicht so wirklich gefallen.“

FIFA Points bekommt man nur gegen Echtgeld

Zwar habe es sich für ihn gelohnt, und die Vereine übernehmen einen Teil des FUT-Geldes quasi als „Arbeitsmaterial“, aber: „Das war für mich immer ein Dorn im Auge. Ein eSport darf sich nicht darüber identifizieren, wer am meisten Geld ausgibt.“

Nun hat Schwartmann sich noch vor dem FIFA 21 Release dazu entschieden, mit 0 Euro in das neue Spiel zu gehen und „diesen Nachteil in Kauf zu nehmen“ – auch wenn er wisse, dass andere eSportler beispielsweise mit Ikonen dann im Vorteil sind. Dafür gibt er zwei Gründe an:

„Punkt A ist, weil ich einfach das Gefühl habe, dass der eSport sich in der Richtung nicht wirklich gut entwickelt, was mich ein bisschen stört“, so der Pro, der aber einen Fokus auf den zweiten Punkt legt: „Dass sich das Spiel immer mehr dahin orientiert, dass man immer mehr FIFA Points kaufen sollte.“

Damit meint er nicht unbedingt die ständigen Promos, die mittlereile regelmäßig in FIFA auftauchen – diese seien schließlich auch guter Content für die aktiven Spieler, so Schwartmann. Allerdings betont er: „Im Großen und Ganzen hatte man immer häufiger das Gefühl, dass es sich um Points dreht.“

Tim Latka betont Verantwortung

Wie geht es nun weiter? Große Opening-Videos mit gekauften FUT-Packs, wie man sie oft auf YouTube sieht, braucht man bei Tim Latka in Zukunft nicht erwarten. Nun plant er eine „Road to Glory“, also eine FUT-Saison komplett ohne Echtgeld-Einsatz. Da ist er nicht der erste: Streamer „Badeschlappen“ verfolgte einen ähnlichen Ansatz.

„Das ist der Content, den ich in Zukunft bringen möchte. Und nicht der Content in dem Sinne ‚Ich spiel ein bisschen Casino, sag aber das ist FIFA und zieh für mehrere hundert oder 1.000 Euro Packs.'“

Er betont dabei, dass man als Streamer auch eine gewisse Verantwortung habe: „Ich wäre wahrscheinlich noch etwas erfolgreicher in Sachen Klickzahlen, wenn ich das machen würde. Ich möchte aber nicht suggerieren, dass das richtig ist, was wir damit machen.“

In den vergangenen Jahren kamen immer wieder Fälle auf, in denen Spieler von den immensen Kosten berichten, die FUT verursachen kann. Ein Spieler etwa versenkte sein ganzes Geld fürs Studium in FUT-Packs.

Sein Verein, Schalke 04, unterstütze ihn bei der Entscheidung – was Latka als nicht selbstverständlich bezeichnet. Schließlich will man rein von der Leistung her so weit oben wie möglich mitspielen. Das vertraglich zugesicherte Geld, das ihm für Ultimate Team zur Verfügung steht, wolle er derweil spenden.

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3 Kommentare
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Vagabund

Electronic AIDS vom feinsten

Ben Haas

finde ich super, sollten alle YTber so machen. Die heizen den Kauf von Fifa Coins richtig an. Hab mich selber von den Videos immer hinreißen lassen.

exelworks

Gut so junger Mann! Hoffentlich nehmen sich das dann wirklich ein paar andere als Vorbild.

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