Activision nennt 3 Gründe für Destiny-Trennung – Einer macht Sorgen

Der Publisher Activision Blizzard hat sich von der Marke Destiny getrennt und sie an Bungie abgetreten. Jetzt hat man den Investoren die drei Gründe erklärt, wie es zu der Entscheidung kam. Einer davon klingt nach einer Content-Dürre bei Destiny 2 in 2019.

Bei der Vorstellung der Geschäftszahlen zum 4. Quartal 2018 gab’s eine Fragerunde mit Analysten. Da beantwortete COO Coddy Johnson die Frage, warum sich Activision Blizzard von Destiny getrennt hat.

Das sind die drei Gründe für die Trennung von Bungie:

Activision gehört die Marke „Destiny“ nicht. Das sei die einzige der großen, eigenen Marken, die man nicht besitzt. Wenn man eine Marke besitzt, könne man „neue Erfahrungen“ produzieren und dadurch neue Umsatzströme generieren. Außerdem verdiene man finanziell mehr an einer Marke, wenn man sie besitzt.

Zum anderen sei Destiny 2 zwar bei den Kritikern hervorragend angekommen, aber es habe nicht die finanziellen Erwartungen erfüllt. Als man Ende 2018 betrachtete, wie es bei Activision Blizzard finanziell für 2019 aussehen würde, fand man Hinweise darauf, dass Destiny 2019 nicht substantiell zu den Geschäftseinnahmen beitragen würde.

Zudem habe man viele internen Ressourcen darauf verwendet, die Arbeit von Bungie zu unterstützen. Das habe die knappste Ressource, Entwickler-Zeit, gebunden. Diese Zeit sei nun frei, um sie anders zu verwenden. Gemeint sind hier wohl die Studios von Activision, High Moon und Vicarious Visions. Sie sollten Bungie dabei helfen, Inhalte für Destiny fertigzustellen.

War die Trennung im Streit? Wie Johnson es darstellt, war es eine „einvernehmliche“ Trennung zwischen Activision und Bungie. Man habe im November 2018 erfahren, dass Bungie bereit war, die Rechte an der Marke „Destiny“ zu erwerben und habe Gespräche begonnen, die im Dezember abgeschlossen wurden.

Destiny 3 kommt wohl nicht mehr 2019 – Und auch sonst nichts?

Das ist für Destiny-Fans interessant: Für Fans von Destiny bemerkenswert ist der Grund Zwei: Activision sah 2019 keine großen Einnahmen für Destiny voraus.

Das heißt wohl, dass ein Destiny 3 nicht 2019 erscheinen wird, sondern frühestens 2020.

Nach dem großen Masterplan von Activision für die Marke Destiny wäre ein Destiny 3 eigentlich schon im September 2019 fällig gewesen.

Die Verschiebung von Destiny 3 wäre an sich nichts Schlimmes. Viele würden es begrüßen, wenn sich Bungie mit Destiny 3 mehr Zeit lassen würde.

Doch könnten die niedrigen Umsatzerwartungen von Activision für Destiny bedeuten, dass 2019 keine große Erweiterung erscheinen wird – zumindest keine, von der man sich viel Umsatz verspricht. Das könnte ein Hinweis auf eine Content-Dürre sein.

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Schon 2016 erschien kein Destiny 2, wie eigentlich vorgesehen, sondern die Erweiterung, Rise of Iron. Die Umstrukturierung des Studios und ein Reboot von Destiny 2 führten dazu, dass der Contentplan von Destiny ins Wanken geriet: Zwischen September 2015 und September 2017 erschienen nur wenig Inhalte für Destiny.

Destiny-Rise-of-Iron

Aktuell wissen wir zwar, wie Destiny 2 bis zum September 2019 weiterentwickelt wird, aber es ist unklar, wie es von dort weitergeht.

Analysten gehen davon aus, dass die Trennung von Destiny für Activision Blizzard einen Umsatzverlust von 400 Millionen $ jährlich bedeutet. Auf der Investorenkonferenz wurden Entlassungen bekanntgeben.

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Quelle(n): mp1st
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