4 Ex-Entwickler von Cyberpunk 2077 sagen, Entwicklung laufe wie bei Anthem

Das neue Spiel von CD Project Red, Cyberpunk 2077, wird von Fans mit Begeisterung erwartet. Doch vier ehemalige Entwickler wollten angeblich schon mit einer Story an die Öffentlichkeit gehen, dass die Entwicklung des Projekt ähnlich holprig laufe wie bei Anthem. So heißt es jetzt aus den USA.

Woher kommt diese Information? Der US-Journalist Jason Schreier hat Anfang April einen großen Insiderbericht über die Entwicklung des SF-Shooters Anthem verfasst. Für den Bericht hat er mit verschiedenen Quellen bei BioWare gesprochen. Es gab Probleme mit Überstunden, schlechtem Management und es war eine Führungslosigkeit bei der Entwicklung des Online-Shooters festzustellen.

So hieß es, in der Entwicklung sei über Jahre wenig passiert, es habe an Entscheidungen gefehlt und die Entwicklung sei oft umgeschmissen worden. In den letzten 18 Monaten mussten dann alle bei BioWare Überstunden schieben, um das Ding noch fertigzustellen. Dabei haben sich Leute krank gearbeitet, um es doch noch im Zeitplan zu schaffen, sodass Anthem während des laufenden Finanzjahres von EA erscheint.

Laut Schreier hätten ihn nach dem Bericht vier ehemalige Angestellte von CD Project Red angeschrieben, um ihm zu sagen, dass es ähnliche Probleme in Warschau bei der Entwicklung von Cyberpunk 2077 gab.

Das haben die Ex-Entwickler gesagt: Einer der Ex-Entwickler hätte ihm etwa in einer E-Mail geschrieben (via Kotaku):

Ich hab das Gefühl, dass man 100 Parallelen ziehen könnte aus der Geschichte der holprigen Entwicklung von Anthem und der holprigen und sogar noch holprigeren Geschichte von Cyberpunk 2077. Man hätte nur den Namen des Spiels austauschen müssen und es hätte sehr ähnlich, fast gleich geklungen.

Ein anonymer Entwickler in einer eMail an die US-Seite Kotaku
Cyberpunk-Schrot

CD Project Red will bei Cyberpunk 2077 weniger Überstunden

Das ist nun passiert: Schreier hat jetzt ein Interview mit Marcin Iwiński, einem der Mitgründer von CD Project Red, und Adam Badowski, dem Chef des Studios, geführt.

Schreier glaubt, das Interview sei vielleicht auch zustande gekommen, weil man bei CD Project Red die Berichterstattung von Kotaku über die Überstunden-Mentalität in der Gaming-Industrie verfolgt hat und einem Enthüllungsbericht über Cyberpunk 2077 zuvorkommen wollte.

Im Interview heißt es, CD Project Red wolle künftig sicherstellen, dass die eigenen Entwickler mit demselben Respekt behandelt werden wie die Spieler.

Daher will man bei Cyberpunk 2077 nicht dieselbe Crunch-Time fahren wie bei Witcher 3. Über dessen Entwicklung war bekannt geworden, dass Mitarbeiter zahlreiche Überstunden geleistet hatten.

Gerade in der Endphase der Entwicklung von Cyberpunk 2077 wolle man das nun besser machen als zum Ende der Entwicklung von The Witcher, verspricht Badowski im Interview.

Cyberpunk-2077-Punk

Daher stellt man jetzt sicher, dass jeder weiß, dass Überstunden bei CD Project Red nicht „verpflichtend“ sind. Auch wenn ein Vorgesetzter seine Angestellten bittet, länger zu arbeiten, könnten die das ablehnen, ohne dass es ihnen einer übel nimmt.

Der Mitgründer Iwiński sagt, man wollte mit diesem Statement an die Öffentlichkeit gehen, damit es noch verbindlicher ist und Angestellte sie daran messen können.

Man will sich so selbst dazu zwingen, sich im Bereich „Überstunden“ zu verbessern.

Keine Überstunden für Destiny 2 – Crunch bei Halo 2 war mörderisch

Warum cruncht CD Project Red überhaupt? Badowski weist daraufhin, dass die Entwicklung eines Spiels oft vier oder fünf Jahre dauert. Drei Jahre davon gebe es keinen Crunch. Nur zu manchen Zeiten, etwa vor der E3 crunche man, sonst laufe alles „super normal“.

Man rede hier von den allerletzten Runden vor dem Release – die seien immer schwierig zu organisieren und es komme häufig zu Problemen. Da sei es sehr schwer, am Ende nicht alle Kräfte zu nutzen.

Es gäbe einzigartige Menschen, die könne man nicht klonen – sondern die müssten an sehr speziellen Dingen arbeiten. Die bitte man dann, mehr Zeit an ihren Aufgaben zu arbeiten, weil es keinen anderen Weg gebe.

Demo zeigt: Cyberpunk 2077 ist kein typisches RPG, sondern First-Person
Autor(in)
Quelle(n): kotaku
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Ba Vogel
Ba Vogel
7 Monate zuvor

Bin mir sicher das sich die Arbeiter von Amazon darüber Totlachen.

Schuschu
Schuschu
7 Monate zuvor

Das es aber auch immer Ex-Mitarbeiter sind, die solche Dinge ausplaudern. Mysteriös. ????

Ähre
Ähre
7 Monate zuvor

Schweigepflicht halt

Schuschu
Schuschu
7 Monate zuvor

Ganz bestimmt. Aber vielleicht hat es auch einen guten Grund das sie „Ex“ sind wink

Alzucard
7 Monate zuvor

wieso ist das jetzt wieder weit vorne gelandet hat sich doch nix verändert oder?

xollee
xollee
8 Monate zuvor

„Badowski weist daraufhin, dass die Entwicklung eines Spiels oft vier oder fünf Jahre dauert. Drei Jahre davon gebe es keinen Crunch. Nur zu manchen Zeiten, crunche man, sonst laufe alles „super normal“.“

Bedeutet also das das Spiel noch 1-2 Jahre entwickelt wird, oder habe ich da was falsch verstanden?
Release also doch erst Mitte 2021?

ratzeputz
ratzeputz
8 Monate zuvor

„Auch wenn ein Vorgesetzter seine Angestellten bittet, länger zu arbeiten, könnten die das ablehnen, ohne dass es ihnen einer übel nimmt.“

Übel nimmt es den Angestellen bestimmt keiner … sie werden dann eh am Ende des Monats gekündigt, wenn sie nicht spuren … also warum dies dann übel nehmen smile

Sarakin
Sarakin
8 Monate zuvor

Interessant wie viele Leute eigentlich nur auf die Überstunden eingehen aber nicht auf die eigentliche Aussage des Artikels.

Psycheater
Psycheater
8 Monate zuvor

Was Ich immer n bisschen befremdlich finde ist, das so getan wird als würde es nur in der Gaming Branche sowas wie Überstunden geben. Ich denke es gibt sehr viele Arbeitnehmer (bzw. weiß Ich es) die zB grad im Saisongeschäft regelmäßig massive Überstunden schieben

Der Lange
Der Lange
7 Monate zuvor

Und man weiß es, wenn man sich auf solche Dienstleister einlässt. Im Nachhinein sich zu beschweren, halte ich für seltsam.

DaayZyy
DaayZyy
8 Monate zuvor

Finde solche Aussagen von Ex-Mitarbeitern immer grenzwertig. Sind sie im guten gegangen oder im schlechten. Im guten dann hätten die sicherlich nicht so offen mit Fremden darüber kommuniziert. Des Weiteren der vgl. Zu Anthem was quasi vor 18 Monaten erst Entwickelt wurde zu dem Haufen etwas was es derzeit ist und ein Stumpfer Loot Shootern ist zu Cyberpunk was eine komplexe Story mit Einfluss der Entscheidung auf weitere Ereignisse haben soll ist nicht passend. Anthem hat gemerkt die können alles was sie gezeigt haben zur e3 damals, außer dem Fliegen, nicht realisieren. Cyberpunk ist dafür bekannt das die lieber länger… Weiterlesen »

Dukuu
8 Monate zuvor

Aus meiner Erfahrung bei früheren Arbeitgebern läuft das häufig so:

Vorgesetzter: Schätz mal, wie lange Du für Feature XYZ brauchst.
Entwickler: 3 Wochen
Vorgesetzter: Nee, das geht nicht. Das muss in einer Woche fertig sein.
Entwickler: Öhm…
Vorgesetzter zum Management: Geht in einer Woche klar.
Management: Gut gemacht, du bist ein Held smile

In der Folge liefert der Entwickler irgendwas nach einer Woche ab. Schlecht getestet, Features fehlen, oder sind unausgereift. Nacharbeit ist angesagt. Dadurch verschieben sich Termine für das Gesamtprojekt, oder es wird Crunch angeordnet, oder es wird drauf geschissen. Würden Management und Vorgesetzte vllt. mal Schätzungen der Entwickler ernst nehmen, wäre Crunch gar nicht nötig.

N0ma
N0ma
8 Monate zuvor

Wenn ein Entwickler sagt das dauert 3 Wochen, dann meint er 1 Woche Arbeit und 2 Wochen Reserve.

mordran
mordran
8 Monate zuvor

Kann ich so unterschreiben, ich arbeite selbst seit fast 15 Jahren in einem Softwarehaus. Eigentlich kann sogar sagen dass das mittlerweile eher die Regel ist als die Ausnahme

Shiv0r
Shiv0r
8 Monate zuvor

Crunchen heißt, dass das Management versagt hat nicht mehr und nicht weniger. Die sind dafür zuständig zu schauen wie viel Zeit noch über bleibt ob man den gewählten Termin schafft und ob man auch Puffer zur Verfügung hat.

Sha
Sha
8 Monate zuvor

Gut gesagt ????

zweiundvierzig
zweiundvierzig
8 Monate zuvor

Ja das funktioniert vllt im 5 Mitarbeiter Unternehmen das Software für den örtlichen Tante-Emma Laden programmieren aber nicht bei Projekten die den Umfang von modern AAA Titeln haben.
Es gibt so viele Variablen die du nicht mit einplanen kannst ohne deinen finanziellen Rahmen zu sprengen oder sofort alle Investoren zu vergraulen.

Wer schon mal an großen Softwareprojekten mitgearbeitet hat, weiß wie unvorhersehbar die Entwicklung sein kann, besonders wenn man sich an Bereichen versucht in denen man nicht viel Erfahrung hat.

NuckyNuck
NuckyNuck
8 Monate zuvor

Hast absolut Recht.
Verstehen die allermeisten nur nicht.
Bin mir ziemlich sicher, das die meisten hier nicht mal ein einfaches „hello world“ in Basic programmieren können.

Shiv0r
Shiv0r
8 Monate zuvor

Programmierung ist nur eines der 3 Pfeiler bei einer Game Entwicklung ist nicht so als ob nur der Programmierer Crunchen müssten.

Starthilfer
Starthilfer
8 Monate zuvor

Nope. Man schaue nur einmal wie viel Zeit verplempert wurde nur weil man mit der Story nicht warm wurde.
Bei der Story haben die „Grossen“ meist mehr Defizite als beim Programmieren so scheint mir.

Shiv0r
Shiv0r
8 Monate zuvor

Sie haben aber Erfahrungen da sitzen vorrangig Senior Leute die an solchen Projekten arbeiten keine Praktikanten. Im Anthem Beispiel wurden 2/3 der Zeit mit Prototypen verbracht. Das ist keine unvorhersehbare Entwicklung sondern schlichtes Missmangement.

zweiundvierzig
zweiundvierzig
8 Monate zuvor

Aha und Erfahrung bei einen 3rd-Person RPG garantiert jetzt eine fehlerfreie Entwicklungsphase eines 1.-Person RPG mit Shootermechaniken, Fahrzeugen etc.?

Das Missmanagement am Ende zu einen längeren Crunch führen kann bestreitet ja auch keiner.
Aber es allein darauf abzuwälzen ist ziemlich dämlich und naiv.
Oliver hat es weiter unten ganz gut zusammengefasst.

mordran
mordran
8 Monate zuvor

Das kann man so pauschal nicht sagen. Es gibt sicher Gründe wo ein Versagen des Managements zu erhöhtem Arbeitsaufkommen führen, es gibt aber genauso viele externe Einflüsse die so etwas notwendig machen. Das muss man sich schon im Einzelfall anschauen.

Shiv0r
Shiv0r
8 Monate zuvor

Die Notwendigkeit das Monate hinweg Mitarbeiter 60-80 Stunden die Woche arbeiten müssen? Nee das ist so ziemlich das Versagen des Management und der Führungsebene zu verschulden, sry. Es ist schlicht absurd Crunch schon vorne rein mit einzukalkulieren, weil die wissen, dass dort Menschen sitzen die das für ihren Traumjob in Kauf nehmen. Crunchen über Monate hinweg ist sowieso völlig ineffektiv, weil die Konzentration nachlässt und somit sich mehr Fehler einschleichen die behoben werden müssen von dem Druck und den psychischen Belastungen ganz zu schweigen. Im Japan in der Anime Industry sterben Menschen weil sie sich tot gearbeitet haben. Wenn die… Weiterlesen »

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
8 Monate zuvor

Wenn die Game Industry so weiter macht ist das nur eine Frage der Zeit bis es dort auch zu Todesfällen kommt.

Gab’s schon in Südkorea. Die haben da ein Mobile-Game in Rekordzeit hochgezogen und es kam dann zu „arbeits-bezogenen Todesfällen.“

Danach haben sie Arbeitszeiten geändert, Nachtarbeiten verboten – das war vor ein paar Jahren ein Thema.

https://mein-mmo.de/netmarb

mordran
mordran
8 Monate zuvor

Ich arbeite selber seit 15 Jahren in einem Software Entwicklungsunternehmen das nicht in der Spielebranche ist. Wir haben mit unseren Kunden beispielsweise feste Termine zu denen wir Ausliefern müssen. Wenn beispielsweise Bugs festgestellt werden oder andere Fehler kann da kein Management was dafür, das liegt halt einfach in der Natur der Sache dass man dann Crunchen muss um den Termin zu halten. In den Verträgen sind beispielsweise Penalties festgelegt in 6 stelliger Höhe wenn man verspätet liefert.

Sorry, aber du halt an der Stelle halt leider eine etwas zu einseitige Sicht auf diese Dinge,die Realität ist anders.

Chiefryddmz
Chiefryddmz
8 Monate zuvor

Lol nein
Es sollte so sein, das ist klar

Aber es ist nicht so

Farson Kuriso
Farson Kuriso
8 Monate zuvor

Zitat: Daher stellt man jetzt sicher, dass jeder weiß, dass Überstunden bei CD Project Red nicht „verpflichtend“ sind. Auch wenn ein Vorgesetzter seine Angestellten bittet, länger zu arbeiten, könnten die das ablehnen, ohne dass es ihnen einer übel nimmt. In einer Welt in der alles normal läuft vll. Das Projekt muss fristgerecht fertig werden, man mag vll gehen können aber jeder der bleibt wird es dir übel nehmen. Da muss man sich nichts vormachen. Und überall da wo überstunden zum guten tun gehören wird es noch schwieriger. Wollte man wirklich was gegen die crunchtime machen, hätte man die überstunden pro… Weiterlesen »

Willy Snipes
Willy Snipes
8 Monate zuvor

Die Frage ist hier: Zu welchem Zeitpunkt sind diese MA gegangen? Recht früh in der Entwicklungsphase? Vor Kurzem erst?
Ich hoffe mal recht früh und dass nun jemand das Heft in die Hand genommen hat der eine Richtung vorgibt.

DAS ist für mich nämlich der Kern des Artikels, die kunterbunte Entwicklungsphase ohne großen Ertrag.
Nicht über Crunchtime wie der Großteil anscheinend denkt wenn ich mir die Kommentare so durchlese. Das Thema hat man in jedem Bereich schon x Mal gelesen und ist keine neue Offenbarung.

Ich erhoffe mir sehr viel von Cyberpunk. Wäre enttäuschend wenn es ähnlich enden würde wie Anthem. ????????

Wrubbel
Wrubbel
8 Monate zuvor

Ich glaube nicht, das es so kommt. CDPR hat nicht EA im Nacken bezgl. des Releasetermines. So weit ich weiß ist CDPR zwar eine Aktiengesellschaft aber die Mehrheit ist in Händen des Vorstandes und der Gründer.

Willy Snipes
Willy Snipes
8 Monate zuvor

Jo, das ist zwar dahingehend ein Vorteil dass noch kein Release Termin fest steht. Aber stell dir mal vor geplant sei ein Release irgendwann 2020, und die Entwickler, die gepiepst haben dass die Entwicklung schleppend voran ginge, wären erst Anfang 2019 gegangen. Sprich es wäre wohl ein noch aktuelles Problem. Dann wäre das auch nurnoch 1 Jahr hin. Ich hoffe mal dass sich dahingehend was gebessert hat und die Entwicklung eines CDPR Titels würdig abläuft. Schreier hat oft genug bewiesen dass seine Artikel nicht aus dem Hut gezaubert werden. Da ist es egal ob ein CDPR oder EA steht, auch… Weiterlesen »

Wrubbel
Wrubbel
8 Monate zuvor

Dann bin ich mir sicher, die werden das Spiel dann verschieben. Wenn jmd 25 Jahre seine Firma aufbaut, dann wird er nicht auf Grund kurzfristiger Gewinnmaximierung solch eine Entscheidung treffen.

Willy Snipes
Willy Snipes
8 Monate zuvor

Jo, das wollte ich im Edit noch reinschreiben dass sie es ohne Release Termin einfach verschieben können, ohne dass wir davon was mitbekommen. Habs vergessen ????

Starthilfer
Starthilfer
8 Monate zuvor

Wie haben sie das damals gesagt?
„Das Spiel kommt wenn es fertig ist.“
Auf diese Aussage vertraue ich. Währe bitter enttäuscht würde das Spiel floppen.

Hunes Awikdes
Hunes Awikdes
8 Monate zuvor

Keine Sorge, in jedem Beruf gibt es Crunch, außer bei einigen wenigen „Verbeamteten“, da gibt es das Anti-Crunch. ^^ Als Leser finde ich solche Überschriften natürlich auch nicht optimal, aber als ehemaliger Redakteur kann ich es nachvollziehen, warum so eine Überschrift gewählt wird und wozu.Eventuell würde ich den Titel sogar noch etwas weiter zuspitzen. Es ist nun mal nicht immer einfach einen Titel zu wählen. Ich habe damals bei einigen Artikel manchmal mehr Zeit damit verbracht den passenden Titel zu finden, als mit dem eigentlichen Artikel.Man kann es eben nicht allen Lesern recht machen und als Redakteur versucht man da… Weiterlesen »

Kuba
Kuba
8 Monate zuvor

Da muss man nicht so weit schauen, solche „Crunchtimes“ hat doch jede Krankenschwester im Nachtdienst wenn mal ein Kollege krank ist oder ein heftiger Patientenansturm herrscht.

Deswegen muss ich ehrlich sagen tun diese Leute mir nicht wirklich leid gemessen an dem was andere tagtäglich leisten.

Irgendwie habe ich das Gefühl dass dieses Thema mit diesen Crunchtimes einfach in letzter Zeit zugenommen hat und einfach gerne als Alibi benutzt wird, sobald nach einer Ausrede gesucht wird von Seiten der Spielehersteller.

kriZzPi
kriZzPi
8 Monate zuvor

Bei aller Ehre den Krankenschwestern aber ich würde nicht mit der Game Industrie tauschen wollen der Druck und die immensen crunchtimes ,die vielen Freelancer ,die Arbeitsunsicherheit und vorallem das sie nicht gut gewerkschaftlich aufgestellt sind

mordran
mordran
8 Monate zuvor

Stimmt, Krankenschwestern wird ja auch nur das Leben von Menschen anvertraut, die haben sicher kaum Druck.

Oliver
Oliver
8 Monate zuvor

Crunchtime oder hochintensive Arbeitsphasen innerhalb einer Branche oder bei Teilen der Belegschaft eines Unternehmens sind keine Seltenheit. Wichtig dabei ist, dass diese Phasen so kurz als möglich gehalten werden und es auch einen entsprechenden Ausgleich nach (und am besten noch) innerhalb der Crunch gibt. Wir Spieler vergessen nur allzu gerne, dass am Ende des Tages jeder Entwickler/Publisher ein Unternehmen ist, welches Geld verdienen möchte und muss, will es auch künftig noch Spiele entwickeln. Die Tatsache, dass es bei deren Produkt „nur“ um ein Spiel geht, sollte uns nicht dazu verleiten, hier andere Maßstäbe/Mechanismen als bei anderen Branchen an den Tag… Weiterlesen »

Noes1s
Noes1s
8 Monate zuvor

Die Frage ist doch, ob dies ein exklusiv Thema in der Gaming-Industrie ist. Mein Cousin arbeitet für eine renomierte Marketing Agentur, die haben zuletzt einen Tag vor einem entschiedenden Pitch von morgens 08:00 Uhr bis 00:30 Uhr im Büro gearbeitet, die saßen bis In die Nacht noch im Office, das ganze Team. Die Tage zuvor waren nicht ganz so schlimm, aber die haben alle signifikant überstunden gemacht in der entscheidenen Phase. Als er mir dann um 1 Uhr schrieb, dass er jetzt den Heimweg antritt (mit der Bahn in eine andere Stadt), dachte ich auch so WTF !? Nächsten Tag,… Weiterlesen »

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
8 Monate zuvor

In der Gaming-Industrie ist es sehr verbreitet und daher heißt es dann oft: Du kannst denselben Job in einer anderen „Branche“ haben und dort mehr verdienen, ohne diese Überstunden. Als „normaler“ Software-Entwickler hat man diese Crunch-Times wohl nicht so.

Dass es in anderen Berufen so Crunch-Times gibt, ist völlig richtig. Man hört gerade von Bänkern und Juristen da häufig Horrorgeschichten, so wie du sie beschreibst.

Wobei sicher auch am Bau oder in handwerklichen Berufen richtig viel gearbeitet wird, wenn da Projekte fertig gestellt werden müssen.

Chiefryddmz
Chiefryddmz
8 Monate zuvor

Ich arbeite in einem Ingenieurbüro
Was in der Branche abgeht kann man sich kaum noch vorstellen, gerade was Deutschland betrifft
Tausende Normen, die erstmal beachtet werden müssen und ständiger Termindruck

barkx_
barkx_
8 Monate zuvor

Überall gibt es Crunch. Ich erlebe es selbst seit 2 Wochen. Das ist aber wohl dann der Unterschied zwischen Leistungsträgern und normalen MAs.

Koronus
Koronus
8 Monate zuvor

Warum überrascht mich das traurigerweise nicht.

Irgendeiner
Irgendeiner
8 Monate zuvor

Hey meinmmo!
Ich lese gerne eure Berichte und mag auch die Aktualität, aber diese Bild ähnlichen reisserischen Überschriften empfinde ich als ganz schön beschämend und auch völlig unangemessen.. hab beinah nen Herzinfakt bekommen als ich dass gesehn hab, aber der Bericht entkräftet die Überschrift eindeutig..
Vor allem da dies Annonyme Emails waren.. ich könnt quasi genau sowas verbreiten ohne irgend einen Beweis..

Bitte, BITTE schreibt doch lieber sowas wie „es gibt Gerüchte.., oder annonyme Mails berichten von..“ anstatt es klingen zulassen wie Tatsachenberichte..

Greetz, ein treuer Leser o7

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
8 Monate zuvor

Ich finde die Überschrift passt hier genau. Das ist ein Grund zur Besorgnis und der Bericht entkräftet das auch nicht. Ich hab mich auch erschrocken, als ich das gelesen habe, weil ich weiß, dass was dran ist, wenn Schreier sowas schreibt. Das sind keine „anonyme E-Mail“, das sind E-Mails von Ex-Entwicklern, die anonym bleiben wollen. Das ist was anderes, das heißt: der Journalist kennt die Quelle, aber enthüllt sie nicht. Das ist was anderes als „Im Forum hat einer geschrieben, dass …“ – > Das ist „Der Journalist, der dafür bekannt ist, sowas aufzuklären, sagt, er hat E-Mails von ehemaligen… Weiterlesen »

Irgendeiner
Irgendeiner
8 Monate zuvor

..Ok! geb ich dir recht, aber ich persönlich empfinde die Überschrift als „zu festlegend“.. es ist immer schwierig im Internet mit Nachrichten..
aber Danke für die Klarstellung!

und besorgniserregend is dass aufjedenfall! denn viele in meinem Bekanntenkreis freuen sich auch tierisch drauf un wollen sowas natürlich nicht wahr haben…

ZapZockt
8 Monate zuvor

Puh, es geht „nur“ um die Arbeitszeiten… Wichtiges Thema auf jeden Fall und ich find es gut, wenn CD Projekt Red das nicht wie viele andere handhaben. Aber ich dachte bei der Überschrift zuerst, man hätte rausgefunden, dass Cyberpunk 2077 genau so schlecht wie Anthem werden würde und damit wohl ein Flop werden könnte…. Erstmal meinen Puls wieder beruhigen…

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
8 Monate zuvor

Der Ex-Entwickler hat geschrieben, man könnte den ganzen Bericht über Anthem auch als Bericht über die Entwicklung von Cyberpunk 2077 lesen und dass die Entwicklung sogar noch holpriger laufe.

Im Teil mit den Studiochefs geht’s nur um Überstunden.
In dem Teil des Ex-Entwicklers geht’s um die ganze Entwicklung.

ZapZockt
8 Monate zuvor

Ja, da kann man einiges reininterpretieren, der Teil geht im Artikel etwas unter, da es erst um Arbeitszeiten geht, dann kurz um die Mail und dann wieder um Arbeitszeiten. Aber könnte schon sein, dass dies erste Anzeichen für Probleme in der Cyberpunk Entwicklung sind. Vermutlich ist bei einem solchen Riesenprojekt wie Cyberpunk 2077 einiges an Chaos unausweichlich. Das Team soll ja jetzt mehrere hundert Mitarbeiter beinhalten, so etwas zu managen und einen solchen Riesenaufmarsch an kreativen Köpfen auf Effektivität zu trimmen ist sicher extrem schwierig. Die leitenden Köpfe haben da eine enorme Verantwortung, für das ambitionierte Projekt, für die vielen… Weiterlesen »

Zottelchen
Zottelchen
8 Monate zuvor

Wenn ich die Kommentare hier lese muss ich nur an diesen kleinen Comic denken. https://uploads.disquscdn.c

Aber hey, in meinem Informatikstudium (Digitale Medien und Spieleentwicklung) gibt es ja auch einige Professoren, die suggestieren, dass unser Studium eine 60h-Arbeitswoche sein sollte.

Yuzu qt π
Yuzu qt π
8 Monate zuvor

Big fat RIP.
Hoffe es gibt keine die hard Fans die das Spiel unbedingt wollen, weil da kommt der nächste große Flopp

Gothic Night
Gothic Night
8 Monate zuvor

hast du das game schon gespielt? Also so komplett durch? Nein? Dann warte erstmal ab bis du es spielen kannst. Ich freue mich drauf

derjoghurtmitderecke
derjoghurtmitderecke
8 Monate zuvor

Du liest doch unter Garantie die Bild „Zeitung“. Wie ich Leute hasse, die keinen Zentimeter selbstständig denken. Und der Strom kommt aus der Steckdose.

xollee
xollee
8 Monate zuvor

Ich glaube das CDR seine Entwickler kaum wie Lastentiere behandeln kann. Firmen wie CD Projekt wollen sicherlich nicht dauernd kündigen, neu einstellen und dann einarbeiten. Und mehr Entwickler wie Stellen gibt es in Polen sicherlich nicht, erst recht Programmierer die was taugen. Spätestens nach Witcher3 weiß man doch in welcher Firma man arbeitet, und was die eigene Arbeit auch wert ist.Ich will hier keinen heiligsprechen, aber man sollte auch nicht jeden Mitarbeiter blind alles glauben was er sagt. Vorallem keinen Ex-Mitarbeiter. Wenn er gut ist zieht er weiter und findet schnell einen besseren Job in dieser Industrie… der hat doch… Weiterlesen »

Pantsugami
Pantsugami
8 Monate zuvor

Irgendwie schon amüsant dass sich zuerst keine Sau beschwert, nachdem der sog. Enthüllungsjournalismus aber erst mal zugeschlagen hat auf einmal nach und nach immer mehr angeblich Geknechtete aus der Versenkung gekrochen kommen.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
8 Monate zuvor

Da gibt es seit Jahren Beschwerden: Crunch in der Gaming-Industrie war schon immer ein Riesen-Thema.

Die Sache ist halt: Bei RDR2 gab’s einen großen Bericht, wie viele Überstunden da reingegangen sind und unter welchen harten Bedigungen RDR2 entstand. Es war den Spielern aber letztlich egal, weil das ein gutes Spiel war. Das Thema war nach 1-2 Tagen durch.

Bei Anthem blieb das Thema dann länger aktuell.

Aber das Thema „Crunch-Time“ ist ein Dauerbrenner.

Salti 1337
Salti 1337
8 Monate zuvor

Crunch-Time gibt es in JEDER Industrie-sparte, die größere projekte bearbeiten. Das ist schon normal in der heutigen zeit.
Ein fixer liefertermien, alles was darüber hinausläuft wird mit einer saftigen pönale bestraft. Und das kann sich bei den heutigen preisdumping aus den ostblock-staaten nicht mehr jede firma leisten.

vanillapaul
vanillapaul
8 Monate zuvor

Ich denke mal der Unterschied von Anthem zu RDR2 im Bezug auf die Aufmerksamkeitspanne zur Crunchtime liegt einfach daran das Anthem allgemein nicht gut dasteht. Da werden dann alle Negativpunkte in einen Topf geworfen und argumentativ verknüpft. „A ist nur so weil B so ist“.
RDR2 hat, vom Onlinemodus mal abgesehen, eine komplett andere öffentliche Wahrnehmung. Das Spiel macht im Singleplayer genug richtig um positiv aufzufallen. Und da geht die Crunchtime dann wieder komplett unter.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
8 Monate zuvor

Ja, wir sehen halt alles immer vom Ergebnis her. Ich denke das ist völlig natürlich, aber auch ein großes Problem.

Im Moment sind EA/Activision/Epic/BioWare die Bösen und CD Project Red/Rockstar/Ubisoft/Valve sind die guten. Und dann wird alles aus dieser Richtung betrachtet.

vanillapaul
vanillapaul
8 Monate zuvor

Ist halt auch ein schwieriges Thema.
Das ganze Thema kann man schon mit Kinderarbeit in z.B. der Textilindustrie vergleichen. Kinderarbeit ist absolut verwerflich, allerdings leider auch eine Existenzgrundlage für die Familie in den betroffenen Ländern.

Luriup
Luriup
8 Monate zuvor

Na wenn das mal nicht den polnischen Geheimdienst auf den Plan ruft.^^

Darius Wucher
Darius Wucher
8 Monate zuvor

Allein schon das es CD Projekt Red und nicht das neue Bioware (mit EA) ist gibt mir viel Hoffnung. Die haben sich Vorschusslorbeeren klar verdient. Auch Aussagen wie es kommt wen es fertig ist machen es besser. Und solang das kein aktiv Mitarbeiter sagt find ich das schwer.

Alzucard
8 Monate zuvor

Ich hab irgendwie das gefühl, dass alle ambitionierten entwicklungen so ablaufen und mir ist es auch egal wie genau die entwicklugn abläuft, wenn das ergebnis stimmt. Warten wir mal ab und malen nicht gleich den Teufel an die wand.

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