China prüft 20 Videospiele, lässt wieder neue Games zu

Die chinesische Regierung hat ein Komitee ins Leben gerufen, das Videospiele prüft. Die ersten 20 Games waren jetzt auf dem Prüfstand. 9 wurden verboten, 11 andere Spiele sollen verändert werden.

Update 22.12.: Es gab zwischenzeitlich eine Liste von den „20 Spielen“, die das chinesische Ethik-Komitee überprüft hatte. Darüber haben wir auf MeinMMO am 11. Dezember berichtet.

Unter den 20 Games waren vermeintlich Spiele wie Fortnite, PUBG, WoW, Overwatch und mehr. Diese Liste stammte angeblich aus einem chinesischen Gaming-Forum und wurde dann auf reddit verbreitet.

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Berichte erweisen sich als falsch, dass China Fortnite und PUBG bannt

Diese Liste hat sich aber wohl als ein Fake herausgestellt  Zwar hat das Komitee 20 Spiele getestet, 9 abgelehnt und bei 11 weiteren eine Veränderung angefragt, bevor sie veröffentlicht werden können. Das meldete das chinesische Staatsfernsehen.

Allerdings sind die Details unbekannt, um welche Spiele es sich gehandelt hat (via Nikopartners).

Doch laut dem Analysten Daniel Ahmad prüfe das Komitee keine Spiele, die bereits in China veröffentlicht sind: Damit scheiden Spiele wie Diablo, Overwatch, League of Legends und andere aus, die auf dieser Liste standen. (via Twitter)

Damit haben sich Berichte, dass China Fortnite oder PUBG bannen wolle, fürs erste als falsch erwiesen.

Vor wenigen Stunden wurde bekannt, dass China wieder die Lizenzierung von neuen Spielen nach 9 Monaten Pause eröffnet hat.

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Original-Meldung (ohne den Teil mit den 20 Spielen):

So war es die ganze Zeit in China: Über Jahre boomte der Gaming-Markt in China. Einflussreiche chinesische Konzerne wie Tencent oder NetEase verdienten Millionen. Tencent wurde sogar 7-mal so groß wie Activision.

Games brauchen in China eine Lizenz der Regierung, damit sie vertrieben werden können. Nach welchen Kriterien diese Lizenzen vergeben werden, ist unklar. Manche Spiele wurden extra für den chinesischen Markt angepasst. So durfte Diablo 3 keine Knochen zeigen.

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Westliche Spiele, die auf den chinesischen Markt wollten, gingen Deals mit chinesischen Firmen ein – denn die hatten gute Beziehungen zur chinesischen Regierung. Das garantierte lange Zeit eine Lizenz, um in China Geld mit Videospielen zu verdienen.

Videospiele existierten irgendwie in einer Grauzone, die nicht so richtig im Fokus der allmächtigen kommunistischen Partei Chinas lag.

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China sieht Jugend von Videospielen bedroht

Das hat sich verändert: Aber seit 2018 stockt der Fluss. Die Einstellung zu Videospielen hat sich in China geändert und ist deutlich kritischer geworden. Man wirft Online-Spielen vor, die Jugend süchtig zu machen. Außerdem sollen sie für die grassierende Kurzsichtigkeit unter Jugendlichen und Kindern verantwortlich sein.

Seit einigen Monaten werden keine Lizenzen für neue Spiele ausgestellt. Das traf zuerst Monster Hunter World, das sogar zurückgezogen werden musste. Der Börsenwert von Tencent ist daraufhin erheblich gesunken.

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Jetzt hat die Regierung das „Online Games Ethics Committee“ ins Leben gerufen, die sollen Online-Spiele überprüfen.

Die Information kommt von der „South China Morning Post“, die haben sie aus einer TV-Nachricht vom staatlichen chinesischen Fernsehen. Dort wurde das erste Mal die Existenz eines solchen Komitees bestätigt.

Zuletzt hatte sich der Chef von GTA eine Öffnung des Marktes gewünscht, in China scheint aber das genaue Gegenteil zu passieren:

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Quelle(n): PCGAmesNSouth China Morning Postreddit
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