Auch nach 8 Jahren ärgert es mich, den geheimen Boss eines Action-RPGs nie besiegt zu haben

Auch nach 8 Jahren ärgert es mich, den geheimen Boss eines Action-RPGs nie besiegt zu haben

Es gibt viele harte Bosse, die Spieler ins Schwitzen bringen, doch manchmal liegt das nicht nur an komplexen Mechaniken und starken Attacken. Manchmal wird man als Spieler auch angelogen, wie MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes am eigenen Leib erfahren musste.

Ich liebe Kingdom Hearts. Auch wenn die Geschichte und die Dialoge des Action-RPGs von Square Enix oft großer Quatsch sind, zogen mich die Disney-Welten und die unterschiedlichen Kampfsysteme immer wieder zurück.

Selbst im 1. Teil, der oftmals als schlecht gealtert dargestellt wird, habe ich ziemlich gerne fast alles im Spiel gemacht, auch wenn mir dabei ein dummer Fehler unterlaufen ist.

Um wirklich alles im Spiel zu machen, muss man auch die geheimen Bosse besiegen. Einer davon bringt mich aber noch heute ins Schwitzen, auch weil er mich angelogen hat.

Den Trailer zum neuesten Teil der Reihe findet ihr hier:

Lebensleisten sollte man nicht immer vertrauen

Um welchen Boss geht es? Kurz vor Ende der Story hat man in Kingdom Hearts die Möglichkeit, optionale Etappen im Turnier auf dem Olymp zu machen. Am Ende wartet dann Sephiroth als finaler Gegner im Turnier. Fans von Final Fantasy 7 wissen: Mit dem ist nicht zu spaßen.

2017, mit dem Release von Kingdom Hearts HD 1.5 + 2.5 ReMIX (fürchterlicher Name), versuchte ich dann auch mein Glück gegen ihn. Immerhin wollte ich alle Trophäen auf der PS4 haben.

Der Kampf beginnt und ich kloppe auf ihn ein. Doch zu meiner Verwunderung sinkt seine Lebensleiste einfach nicht. Ich sterbe nach wenigen Sekunden und probiere es erneut. Vielleicht war es ja ein Bug. Tja, auch beim 2. Versuch verursache ich einfach keinen Schaden. Nach weiteren frustrierenden Kämpfen griff ich dann zu Google und schaute, ob noch andere Spieler so ein Problem haben.

Schnell stieß ich auf Foren-Einträge wie auf GameFAQs. Wie ich dann erfahren musste: Er hat einfach so viel Leben, dass die Lebensleiste es nicht anzeigen kann. In Kingdom Hearts haben Bosse meist nicht eine große Anzeige, sondern mehrere farbliche Anzeigen, die man nacheinander herunterkloppen muss.

Sephiroth hat aber so viel Leben, dass es keine angezeigte Leiste gibt und man ihm halt etwas Schaden verursachen muss, bis man einen Unterschied sieht. Das signalisiert das Spiel aber nicht, weshalb es so aussieht, als würde man 0 Schaden verursachen.

Wie das Ganze aussieht, könnt ihr im Video von Boss Fight Database sehen:

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Auch abseits der Leiste ist Sephiroth ein wahres Brett

Wird der Kampf durch die Information leichter? Nein, absolut nicht. Ich hatte zwar die Gewissheit, dass es möglich ist, aber ich war auch einfach zu schwach und mal unter uns: auch einfach zu schlecht. Unzählige Level (und Stunden) später war ich so gut ausgerüstet, wie es nur ging.

Ich ergrindete mir die beste Waffe im Spiel, die Ultima-Klinge, hatte die besten Fähigkeiten dabei und viele Items. Doch er war trotzdem ein echtes Monster. Sephiroth hat viele großflächige Attacken, denen man nur schwer ausweichen kann, und wenn man ein, zwei Momente nicht aufpasst, wird man direkt erledigt, egal wie gut man ausgerüstet ist.

Da man den Kampf ohne Donald und Goofy bestreiten muss, muss man sich auch selbst um Heilung kümmern. Immerhin gab es mit Leaf Bracer eine Fähigkeit, die verhindert, dass man beim Heil-Zauber abgebrochen werden kann.

Trotzdem schaffte ich es einfach nicht. Eines Abends setzte ich mich mit meinem Kumpel zusammen und wir taten nichts anderes, als Sephiroth abwechselnd herauszufordern. Doch dann, nach unzähligen Grind-Sessions und traurigen Versuchen, schaffte es mein Kumpel. Er wich den Flammensäulen aus und konnte ihn letztendlich besiegen. Ich war erleichtert und freute mich über die Trophäe (auch wenn es mich bis heute ärgert, dass ich ihn nicht erledigt habe).

Als Belohnung winken dann noch eine coole Zwischensequenz mit Cloud und Sephiroth und das neue Schwert Einflügliger Engel, das ich dank der Ultima-Klinge aber nicht gebrauchen konnte.

Viele Bosse haben mich fertig gemacht. Ich denke immer an Manus aus Dark Souls oder Malenia aus Elden Ring, aber keiner blieb mir so stark im Gedächtnis wie Sephiroth. Welche Bosse werdet ihr niemals vergessen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Nervige Bossgegner findet ihr hier: 5 schlimme Boss-Gegner aus Videospielen, die aus einem bestimmten Grund einfach nur nerven

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nailbender

“Lügte”? Das würde ich mir nochmal überlegen. 😉

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von nailbender
nailbender

Gerne!

Carbon85

Manus ging aus meiner Sicht. Malenia hat mich Nerven gekostet und ich gebe es zu die Legende letmesoloher hat mich wie viele andere durchgezogen – erst später und nach ewigen Grind und höheren lvl hab ich die Dame dann auch selber mal klein bekommen.

kenn den Namen ned mehr aber das Gehirn aus metroid Prime fand ich auch echt übel

huhu2345

Ich erzähle euch jetzt die bittersüße Geschichte eines Kampfes, den ich trotz eines Sieges verloren habe. Es handelt sich um das Arsch Dren aus Kingdoms of Amalur Reckoning. Lehnt euch nun zurück und lauscht der Geschichte des unbesungenen Helden, dessen Stärke selbst die Fäden des Schicksals nicht zu halten vermochten.

Von den Toten erwacht und vom Schicksal dazu auserkoren die Welt zu retten, wurde unser Held Trebonir hinaus in die Welt geschickt. Unzählige Kämpfe stählten seinen Körper, ganze Dörfer rettete er vor dem Verderben. Sein Weg war gezeichnet mit toten Kreaturen und der Dankbarkeit der Leben, die er gerettet hat und so noch in den nächsten Anbruch des Tages hinein hauchen durften. Trebonir spürte, dass sich seine Reise langsam dem Ende neigte.

Auf dem Weg sein Schicksal endlich zu erfüllen, stellte sich ihm ein Krieger in den Weg, dessen Stärke die unseres Helden bei weitem übertraf. Dren.
Dren machte kurzen Prozess und unser Held landete im Dreck der Strasse, immer und immer wieder. Eine Wiederholung, die der Abwechslung des Tages und der Nacht ähnelte.
War seine gesamte Reise bedeutungslos? Alle seine Errungenschaften hatten ihn doch auf solch eine Situation vorbereiten sollen?
Wo andere in Traurigkeit versanken, füllte er sich angespornt seine Stärke zu beweisen. Trebonir suchte den örtlichen Markt auf und versank sein Gold in Tränke, die ein Ozean zu füllen vermochten. Dren und Trebonir standen sich erneut gegenüber. Ein Kampf, der eines Gottes würdig war, entbrannte.
Augenblicke wurden zu Sekunden, Sekunden zu Minuten, Minuten zu Stunden, Stunden zu Tagen, Tage zu Wochen, Wochen zu Monaten, die wiederum zu Jahren werden sollten.
Als der Staub des Kampfes sich schliesslich legte, war es Trebonir, der noch stand. Nun war die Zeit gekommen sein Schicksal zu erfüllen und seinen Weg fortzusetzen. Doch konnte er nicht weiter, er stiess auf ein geheimnisvolles Hindernis. Die Strasse vor ihm war so klar wie das reinste Wasser. Doch etwas hinderte ihn dieser Straße weiter zu folgen. Trebonir versuchte alles was in seiner Macht stand um dieser Kuriosität auf den Grund zu gehen, doch niemand vermochte etwas dagegen zu tun. Das Schicksal selbst rief er um Hilfe aber seine Rufe verschwanden im Nichts. Schliesslich war es der Sieg über Dren, der sein Untergang sein sollte. Unser Held erreichte mit dem Sieg eine Stärke, die die Fäden des Schicksals nicht zu halten vermochten.

Die nächsten Ereignisse sind im Lauf der Zeit verlorengegangen. Niemand konnte sagen was mit dem Helden passierte oder der Welt, die er sich geschworen hatte zu retten. Manche sagen er verschwand aus der Welt, doch wie sollte man aus einer Welt verschwinden? Andererseits erreichte zuvor auch kein Wesen eine Stärke, die das Schicksal nicht greifen konnte.

Ach ja, Dren du Arsch.
Da habe ich einen Kampf gewonnen, den ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht gewinnen sollte. Eigentlich benötigte man ein bestimmtes Amulett, das man später in irgendeiner Hauptquest bekommen sollte. Doch weil ich in neuen Gebieten immer zuerst ein bisschen Rumrenne begegnete ich Dren ziemlich früh. Der hat mit mir den Boden aufgewischt. Doch mit einem Haufen Tränken und Ausweichen habe ich ihn nach einem etwa 20 minütigen Kampf besiegt (zumindest irgendwo in diesem Zeitrahmen, ist schon ein paar Jahre her). Alle Bosskämpfe im Spiel dauerten meistens so um die 2/3 Minuten, um das Verhältnis zu verstehen. Nach dem Kampf gab es eine unsichtbare Wand zum letzten Gebiet. Okay, wird dann wohl erst mit einer Hauptquest betretbar sein. Ca. 15 Stunden später stand ich mit dem Amulett in der Hand, mit dem man eigentlich erst gegen Dren gewinnen sollte, vor der Wand. Nichts geschah. Ich konnte also das letzte Gebiet nicht betreten weil ich etwas vollbracht hatte, mit dem das Spiel nicht gerechnet hatte. Im Internet fand ich zu diesem Zeitpunkt keine Lösung, der letzte Speicherpunkt vor dem unbesiegten Dren lag 15h zurück. Ich habe das Spiel bis heute nie beendet.

Ach und Sepiroth habe ich ohne größere Probleme bezwungen^^ Das war auch im Remake. Keine Ahnung wie es im Original war.

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