Spiele laufen dank Proton auf dem Steam Deck mittlerweile ziemlich stabil. Doch viele Verbesserungen im Hintergrund stammen von einer einzigen Entwicklerin. Diese arbeitet bereits seit Jahren an der Schnittstelle Wine, die viele Windows-Programme unter Linux verwenden.
Wer Spiele auf dem Steam Deck oder unter Linux spielen möchte, muss oft Hilfsmittel wie Wine nutzen, damit die Spiele überhaupt funktionieren. Denn viele Titel sind unter Linux nativ weiterhin nicht nutzbar und benötigen Hilfe.
Auf dem Steam Deck wird in der Regel Proton eingesetzt, welches auf Wine aufbaut und von der Firma Codeweaver in Kooperation mit Valve entwickelt wird. Doch erst dank einer Entwicklerin habt ihr unter Proton massive Performance-Gewinne, die vorher so nicht möglich gewesen wären.
Entwicklerin baut wichtige Schnittstellen für Wine, welche die Performance massiv verbessern
Um wen genau geht es? Elizabeth Figura ist eine Entwicklerin bei der Firma Codeweavers, die schon länger an Wine arbeitet. Sie entwickelte mit ESYNC und FSYNC zwei wichtige Schnittstellen, die Wine und auch Proton zu enormen Leistungssteigerungen verhalfen. Wer auf dem Steam Deck via Steam Play spielt, nutzt automatisch ESYNC.
Figura hat die letzten Jahre viel Zeit in den Nachfolger der beiden Schnittstellen investiert, berichtet das Magazin XDA-Developers. Mittlerweile ist NTSYNC offiziell erschienen, nach etlichen Revisionen. Der Vorteil davon: NTSYNC wird direkt im Linux-Kernel integriert, was wiederum einen zusätzlichen Leistungszuwachs bedeutet.
beides Methoden, um die Leistung von Windows-Spielen und -Anwendungen unter Linux mittels Wine zu verbessern. Sie beheben den Flaschenhals, der entsteht, wenn Wine versucht, die komplexen Windows-Synchronisationsmethoden auf das Linux-System zu übersetzen.
Welche Änderung kommt jetzt zu Proton? NTSYNC wird jetzt offiziell in der Version Wine 11 integriert und kommt damit auch etwa später zu Proton.
Valve hat den NTSYNC-Kernel-Treiber bereits in die SteamOS 3.7.20 Beta integriert, wobei das Modul standardmäßig geladen wird, und ein inoffizieller Proton-Fork, Proton GE, hat es bereits aktiviert.
Wie stark steigt die Performance? Die Verbesserungen sind nicht zu unterschätzen: In Benchmarks der Entwickler auf lwn.net wird Ntsync mit der normalen Fassung von Wine verglichen. Je nach Spiel steigen die FPS stark an. In den Entwickler-Benchmarks stieg die Bildrate bei „Dirt 3“ von 110,6 FPS auf 860,7 FPS, berichtet etwa das Magazin XDA-Developers. Außerdem soll Call of Duty: Black Ops 1 nun auch unter Linux spielbar sein.
Falls ihr nicht auf dem Steam Deck spielen wollt und nach einem anderen Handheld sucht: MeinMMO stellt euch die spannensten Alternativen vor, die ihr sonst noch kaufen könnt. Mehr dazu lest ihr direkt auf MeinMMO: Steam Deck: Das sind die 10 spannendsten Alternativen, die ihr kaufen könnt
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