Valheim: Veganer Wikinger legt alle Bosse ohne Monster-Loot – „Niemand wird das nochmal versuchen“

Im Wikinger-Spiel Valheim dreht sich alles um die große Jagd, den nächsten wichtigen Fang, das alternativlose Aufwerten der eigenen Ausrüstung … oder? Ein Spieler hat nun gezeigt, wie man das Survival-Game „vegan“ durchspielt – ohne den Loot von Monstern und Tieren.

Darum geht’s:

  • Valheim ist ein gnadenloses Survival-Spiel, das locker startet und dann beim Schwierigkeitsgrad streng anzieht
  • Bessere Ausrüstung und stärkende Nahrung gibts über Loot von Monstern, Tieren und Bossen
  • Ein Valheim-Speedrunner hat das Spiel nun geknackt und ist dabei komplett „vegan“ geblieben

Spieler verzichtet auf „fleischliche Gelüste“ in Valheim

Was war die Challenge? Der YouTuber „NickRawcliffe“ stellt sich gern besonderen Herausforderungen in Valheim und hat dieses Mal eine richtig anstrengende Idee. Mit seiner Wikingerin „Vera the Vegan“ will er alle Bosse legen, ohne tierischen Loot zu verwenden.

Dazu zählen für Nick auch die Drops von jeglicher Art von Monstern. Alle Lebewesen und deren Teile sind tabu – nur pflanzliche Hilfsmittel sind erlaubt.

Außerdem möchte Nick die großen Bosse so wenig wie möglich „cheesen“.

Das heißt, er wird nicht die einfachste Strategie nutzen, die gewollte Spielmechaniken ausnutzt, um die Bosse zu legen; sondern er will die schwierigste Art suchen, um die Bosse umzuhauen, die mit seiner miesen Ausrüstung möglich ist.

Warum war das so schwer? Valheim lässt sich gut mit dem urigen Fleischer um die Ecke vergleichen. Ihr bekommt dort zwar auch eine Auswahl an Salaten und vielleicht sogar frische Brötchen. Aber der Theken-Fokus liegt doch klar auf filetierten Fleischstücken und abwechslungsreichem Wurstaufschnitt.

Verzichtet ihr in Valheim auf den Loot von Tieren und Monstern, fehlen euch wichtigen Mechaniken:

  • Portale zur Schnellreise fallen aus
  • Boote lassen sich nicht zimmern
  • Keine Rüstung ohne Felle
  • Feuerstein-Axt als Endgame-Waffe
  • Kein Met, kein Essen mit Fleisch

Ihr habt damit in fast jeder Beziehung einen Nachteil im Spiel: keine Rüstung, kaum Schaden und wenig Buffs durch Essen.

Dazu kommen die schlechten Reise-Möglichkeiten. Ohne Boot könnt ihr nur mit einem Handkarren über die Meere schleichen, ohne Portale erreicht ihr alte Basen nur mühselig.

Oder um es kurz zu sagen: Es gibt wohl kaum eine anstrengende Strategie, um Valheim zu „genießen“.

Wie hat er das geschafft? Geduld und Stunden voller Grind. Insgesamt hat Nick 55 Stunden mit der Challenge verbracht, verteilt auf 15 Spiel-Sessions.

Wir zeigen euch kurz, mit welcher Strategie er die Bosse erlegt hat und wie lange er dafür gebraucht hat. Wollt ihr euch selbst ein Bild seiner unfassbaren Geduld machen, binden wir euch hier das englische Video ein:

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  • 1. Boss – Eikthyr

Der erste Boss war kein Problem. Ein wenig Feuer hier, ein paar Schläge da und schon lag der mystische Hirsch. Aber die Hörner dürfen für die Spitzhacke nicht verwendet werden.

  • 2. Boss – The Elder

Um an eine Spitzhacke zu kommen, nutzt Nick die großen Trolle. Mit ihren Angriffen können sie Kupfer abbauen, das ihr für eure Zwecke einsammelt. Nick werkelte sich auch ein Kupfer-Messer zusammen. Das soll die stärksten Waffen bleiben, die er in seinem Run verwendet.

Ausgerüstet mit seinem Highend-Messer erlegt er „The Elder“ in ungefähr 15 Minuten. Ständiges Ausweichen und andauerndes Angreifen fällten den Baum schließlich. Es gab den ersten Eindruck davon, wie mies die Challenge noch wird.

  • 3. Boss – Moder

Um den Drachen zu legen, wollte sich Nick mit dem besten Essen ausstatten, das mit seinem pflanzlichen Speiseplan möglich ist. Er fand Zwiebel-Samen für eine köstliche Zwiebelsuppe – doch für die Herstellung braucht er ein Gewürzregal für seine Kochstelle. Und dafür sind Steckrüben nötig.

Die Rüben gibt es nur im Sumpf und Nick dachte sich – „Da kann ich doch gleich meinen Sumpf-Schlüssel mitnehmen“. Falsch.

Er verlor den Schlüssel bei der aussichtslosen Flucht vor den schwimmenden Blutegeln und musste immer wieder in den Sumpf zurück, um irgendwie wieder an sein Zeug zu kommen. Er starb dabei das ein oder andere Mal:

valheim veganer wikinger stirbt sehr oft
Was man nicht alles für Steckrüben macht. Quelle: YouTube

An diesem Punkt begann Nick, einige Speedruner-Tricks zu verwenden. So kann man den Spielstand neu starten, um wieder volle Ausdauer zu haben und die Aggro der Gegner zu verlieren. Irgendwann waren Schlüssel und Rübe dann endlich im Lager.

Mit seiner Zwiebelsuppe bewaffnet musste Nick jetzt „nur noch“ den Standort von Moder finden, 3 Dracheneier suchen und den Kampf siegreich beenden.

Um die eisige Kälte der Berge länger zu überstehen, nutzt Nick seine eigenen Gräber. Bei einer Interaktion mit der Todes-Markierung gibts wieder volle Ausdauer und Gesundheit und er stellte überall auf dem Berg seine heilenden Gräber auf.

Mithilfe einer kleinen Basis unter der Spawn-Plattform von Moder gelang der Kampf auf dem eisigen Berg. Nick meint, er musste 90 Minuten ohne Fehler kämpfen, um dem Drachen sein Leben zu nehmen.

Der Spawn am Anfang der Welt, weil die Basis sich verabschiedet hat, ist da noch gar nicht eingerechnet. Irgendwann haben die Schläge mit dem Kupfer-Messer aber gereicht.

  • 4. Boss – Bonemass

Für den fiesen Schlammklumpen ging Nick sogar wieder zum Holz-Prügel zurück. Er baute sich wieder eine kleine Basis beim Spawnpunkt, diesmal aber oben über dem Spawnpunkt.

Außerdem halfen ihm wieder seine Grabsteine. Viele Grabsteine. Denn jeder Giftangriff des wabernden Ungetüms führte unweigerlich zum Tod ohne den Gesundheits- und Ausdauer-Boost.

Heilender Met, der das Gift neutralisiert, kam für Vera the Vegan nicht infrage.

Auch für diesen Kampf brauchte Nick gestählte Nerven und um die 90 Minuten mit vielen Toden.

  • 5. Boss – Yagluth

Der letzte Boss war im Vergleich zu Moder und Sumpf-Monster fast ein Klacks. In einem früheren Video besiegte Nick die Bosse in umgekehrter Reihenfolge und legte damit den letzten Boss als Erstes.

Er kannte also schon eine Kampfstrategie, bei der er sich in den Boden gräbt und brauchte letztlich 30 Minuten, um den finalen Boss zur Strecke zu bringen.

Die längste Zeit für diesen Boss drehte sich um die Suche nach dem Standort und die nötigen Totems zum Beschwören.

Das 55-stündige vegane Valheim-Festmahl war jedoch schon üppig genug. Da freut man sich schon fast über ein wenig leichte Kost zum Schluss. NickRawcliffe sagt im Video dazu: „Niemand wird das nochmal versuchen“.

Wie ihr die Bosse findet und normal angeht, zeigen wir euch hier: Valheim Boss-Guide: So beschwört und besiegt ihr alle 5 Bosse – Tipps und Tricks

Quelle(n): PC Gamer
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Damian

Ich lebe seit zehn Jahren vegan und fand es anfangs irgendwie auch unethisch, in Valheim ständig Tiere töten zu müssen, aber andererseits kille ich in den meisten Games irgendwen oder irgendwas, sind ja alles einfach nur eine Ansammlung von Pixels….

Spritzkeks

Schöne challenge, ABER

Den ersten Boss (Hirsch) zu töten ist ja nun nicht grade vegan.

Und dann nicht mal das getötete Tier best möglich weiter zu verwerten und es somit umsonst auf sehr qualvollen Weise getötet zu haben, ist auch nicht besonders vegan.

Prim

Es sind erst mal Pixel mit eigenen Programm Verhalten.
Aber sind wir nicht auch nur Unterprogramme eines größeren Spieles ?
Wir können als Menschen auch nur Begrenzt Reagieren und versuchen eine Simulation auszuleben.
Willkommen in Matrix Online.

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