Bungie wollte mit ihrem neuen Shooter Marathon einer strahlenden Zukunft entgegenlaufen. Zuletzt sah es für die Entwickler nämlich gar nicht gut aus. Doch jetzt passiert das, was viele Fans bereits befürchtet haben – Sony reißt der Geduldsfaden beim Entwicklerteam von Destiny 2.
Wie sah es bislang für Bungie aus?
- Marathon zeigte in 2025 erstes Gameplay. Leider konnte die Testphase vor rund 4 Monaten die Spieler nicht überzeugen. Die Kritik: Das Spiel besitze wenig Tiefe und Anreize, es längerfristig zu zocken.
- Hinzu kamen Plagiatsvorwürfe. Das Team soll die Arbeit einer Künstlerin gestohlen haben. Bungie schob die Schuld auf einen Ex-Mitarbeiter.
- Die Entwickler haben die Spieler schon länger verloren. Teure Skins, recycelte Inhalte und der Umgang mit Feedback führte zu Unmut in der Community.
- Im letzten Jahr gab es zudem 450 Entlassungen. Dabei wurden fast alle Projekte eingestellt – bis auf Destiny 2 und Marathon.
Erste Leaks zeigten kürzlich, dass Bungie etwas am Shooter und seinem Ruf bessern möchte. Für MeinMMO-Shooter-Experte Dariusz Müller war das aber zu wenig, um Sony zu beschwichtigen. Auch andere Fans befürchteten, dass es nicht lange so weitergehen kann.
Und es kommt, wie es kommen musste: Sony bestätigte das endgültige Aus für die Entwickler von Destiny 2. Das Unternehmen wird dafür sorgen, dass Bungie nicht mehr in seiner jetzigen Form existieren wird.
Sony integriert Bungie völlig ins eigene Studio
Was macht Sony jetzt? Wie der Chief Financial Officer von Sony, Lin Tao, bestätigt, wolle das Unternehmen mehr Kontrolle über Bungie haben. Sony plane deshalb, Bungie völlig in das eigene Entwicklerteam von PlayStation Studios zu integrieren.
Während einer Fragerunde mit den Investoren, die während des Finanzberichts stattfand, beantwortete Tao die Frage, wie man mit dem Management von Bungie umgehen wolle. Sony soll zu Beginn ein „unabhängiges Umfeld“ für Bungie geschaffen haben, doch jetzt werden diese Freiheiten wohl abgeschafft.
Das bedeutet nicht, dass das Studio aufgelöst wird. Bungie soll weiterhin als Marke bestehen, das Entwicklerteam wird lediglich vollständig unter Sony operieren.
Was bedeutet das für Marathon? Tao wurde zudem gefragt, was mit Marathon passiert und ob es zu einem Worst-Case-Szenario kommen könnte, bei welchem der Shooter eingestellt wird. Der CFO antwortete, dass man immer noch an den Plänen festhalte, Marathon bis zum 31. März 2026 zu veröffentlichen.
Aktuell gäbe es keine Pläne, nach denen der Extraktions-Shooter eingestampft werden könnte, so Tao. Dafür würde Bungie erfolgreiche Fortschritte bei den Änderungen an Marathon machen. Man sei sich sicher, dass man im Herbst einen finalen Release nennen könnte.
Unser MeinMMO-Redakteur Dariusz hat mit Extraktions-Shootern gar keinen Spaß. Doch bei Marathon hat er eine Sache gefunden, an der er Spaß haben könnte – lest es gern auf MeinMMO nach: Viele Extraction-Shooter öden mich an, aber eine innovative Idee von Marathon macht sogar mich neugierig
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War abzusehen, wirkte nach dem Kauf Sonys ja eh mehr wie eine Geldverbrennungsanlage seitens bungie. Die Unabhängigkeit tat bungie nicht gut, für die destiny Community denke ich, sind das tolle Neuigkeiten
Also das wiederspricht sich doch aber, erst reist der Geduldsfaden und im nächsten Abschnitt werden Fortschritte gemacht!!! Aber vllt wird dann Destiny 2 auch wieder besser der jetzige Zustand des Spiels ist einfach nur ewig grinden mit zu wenig verschiedenen Aktivitäten.
War im Endeffekt nur eine Sache der Zeit. Schon Bungie’s Idee mit Marathon auf Extraktion zu setzen und damit der Versuch auf einen gesättigten Markt zu kommen, war fraglich. Dann anstatt mit D3 technisch und lore-seitig den Neuanfang zu gestalten, setzt man mit der Weiterführung von D2 auf ein totes Pferd. Durch das Content-Vaulting haben sie defakto ja schon zugeben, dass das System von D2 eigentlich keine Zukunft hat. Dazu kommen noch diverse, zumindfest fragliche, spieltechnische Entscheidungen, z.B. Einführung Pathfinder System dann Wechsel zum grindlastigen Portal oder defakto seasonal Reset wie in ARPGs, welche den ganzen Grind noch zusätzlich entwerten. Zuguterletzt, dass man nach dem Ende der Light-Darkness Saga zukünftig pro Jahr zwei DLCs kaufen darf, die jeweils soviel kosten wie früher der eine jährliche DLC aber dafür kaum neue/wieder nur recycelte Inhalte enthalten, ist dann schon irgendwie frech/dreist.
Also ich habe das nicht “befürchtet” ich habe mich darauf gefreut. Weil so zumindest die Möglichkeit im Raum steht, dass man nun das ganze in bessere Bahnen lenkt. Die Management Ebene schien nur noch so viel Geld wie möglich ziehen zu wollen bevor Sony übernimmt. Man weiß ja mittlerweile, woher die ganzen Probleme kamen.
Ich hoffe ja, dass Sony im Hintergrund den Weg für ein D3 ebnet. Hoffe aber auch, dass man hier auf Exklusivität (zumindest im vollen Umfang) verzichtet. Aber ist halt natürlich alles Wunschdenken.
Naja, jetzt nicht gerade überraschend. Das Bungie ihre Unabhängigkeit komplett veliert geistern nun schon sein 2 Jahren durchs Netz.
Nach dem Aus mit Activision hat Bungie ausserdem auch gezeigt das sie in “Freiheit” kaum was besonderes Leisten können.
Auf das durchstarten ohne Activision hatte man ja umsonst gewartet.
Eventuell bessert sich sogar die viel Kritisierte Führungsetage von Bungie damit.
Grossartige Änderungen dürften aber wohl erst in 2/3 Jahren bemerkbar machen
Für gewöhnlich bekommen die Führungskräfte eine gewisse Abfindung, abhängig davon wie sauer der Mutterkonzern ist. In den Mutterkonzern aber selbst werden die nicht integriert. Wer denkt jetzt an die armen Führungskräfte die es verbockt haben? Die täten mir ja fast leid… Spaß beiseite, natürlich müssen die weg.
Nachdem man die letzten 2-3 Jahre ziemlich respektlos mit der wichtigsten IP die Bungie, nach Halo, jemals schuf, umging, löst diese baldige gänzliche Vereinnahmung nur noch ein Schulterzucken bei mir aus. Bungie als solches ist doch schon lange tot, nun wurde offiziell nur noch ein Häkchen dahinter gemacht.