Hey Lost Ark, macht diese 3 Sachen richtig und ihr werdet mich nie mehr los

Während wir auf mehr Infos zum West-Release von Lost Ark warten, hat sich MeinMMO-Autorin Irina Moritz überlegt, was das MMORPG verbessern sollte, um bei uns erfolgreich zu sein. Diese 3 Dinge machen ihr Sorgen.

Mittlerweile gibt es keine Zweifel mehr, dass das MMORPG Lost Ark früher oder später bei uns in Europa und in den USA erscheinen wird. In den vergangenen Monaten haben die Entwickler nicht nur betont, dass sie an einem globalen Release arbeiten, sondern auch:

So sehr ich mich auch auf Lost Ark bei uns freue und so viel Spaß ich damit in anderen Regionen auch hatte, gibt es dennoch 3 Dinge, die mir Sorgen machen.

Pay2Win

Das ist mit Abstand das größte Problem, das Lost Ark bei uns bewältigen müsste und auch der eine Aspekt, auf den die westlichen Spieler ein sehr genaues Auge haben. Bereits vor der Season 2 gab es Kritik an den Microtransactions in Lost Ark. 

Spieler konnten Geld ausgeben, um ihren Fortschritt im Spiel zu beschleunigen. Man konnte sich zusätzlich Upgrade-Materialien, Raid-Erlaubnisse oder andere Items kaufen, die die Einschränkungen bei Daily- und Weekly-Aktivitäten aushebelten. 

Dieses „Pay2Progress“ war auf ein Item pro Tag oder Woche limitiert, aber sorgte dennoch dafür, dass Spieler, die zahlten, im Spiel schneller voran kamen. Das hinterließ bei mir zwar einen faden Beigeschmack, aber störte noch nicht zu sehr. 

Mit dem großen Season-2-Update kam aber ein anderes Problem dazu, das mich mehr stört. 

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Trailer zu Season 2 zeigte jede Menge neuer Inhalte

Was hat sich mit Season 2 verändert? Der Kauf von Gold mit Echtgeld war schon vor Season 2 möglich. Das ist keine ungewöhnliche Praxis auch in etablierten MMORPGs wie WoW oder Guild Wars 2. Allerdings kamen mit Season 2 in Lost Ark starke Änderungen für den Broker-NPC, die das problematisch machen. 

Ursprünglich konnte man für Gold bestimmte Dinge kaufen, die einen gewissen Einfluss auf das Gameplay hatten. Es waren zum Beispiel Tränke, Essen, Runen, also allgemein Verbrauchsgegenstände. Man konnte sie farmen, aber wenn man keine Lust oder Zeit hatte, konnte man auch Geld investieren und kaufen. 

In der aktuellsten Version von Lost Ark kann für Gold quasi jede Art von Item gekauft werden, sofern sie auf dem freien Markt angeboten werden Dazu gehören auch Rüstungen, und Enchantment-Materialien. Also Dinge, die einen direkten Einfluss auf eure Stärke im Spiel haben und die euren Item-Level massiv boosten, wenn ihr das nötige Kleingeld dafür habt.. 

Zusammen mit dem Pay2Progress-System wird mir das zu viel und ich denke, dass so ein System auch manchen anderen Spieler abschrecken würde. Ein solches System würde es ermöglichen sich innerhalb kürzester Zeit komplett durch das Spiel zu kaufen, indem man einfach immer weiter Echtgeld in Gold umwandelt. 

Ich hoffe daher sehr, dass Lost Ark dieses System vor dem West-Release ordentlich abschwächt. Auch mein GameStar-Kollege Maurice Weber macht sich wegen Pay2Win und Pay2Progress Sorgen:

Lost Ark könnte problemlos mit Diablo 4 mithalten, macht aber einen großen Fehler

Content Nachschub

Ein weitere Problem, das Lost Ark lösen müsste, ist eins, das bei quasi jedem MMORPG schon mal aufgetreten ist. Spieler schnetzeln sich schnell durch den Content und langweilen sich dann, weil sie nichts mehr zu tun haben oder keine Lust auf die restlichen Inhalte des Spiels haben. 

Da Lost Ark aber schon seit fast 2 Jahren auf dem Markt ist, gab es in Korea bereits mehrere große Updates, die neuen Content wie Raids, Gebiete, Klassen und Dungeons hinzufügten. Es ist quasi fertiger Content, der da sitzt und nur darauf wartet, lokalisiert zu werden. 

In der russischen Region wurden diese Updates in größeren Abständen von mehreren Monaten veröffentlicht. Zwischen den Update-Releases in Korea und Russland liegt etwa ein Jahr. 

Anders sieht’s allerdings in Japan aus. Lost Ark wurde dort im September veröffentlicht und die verbleibenden Monate des Jahres sind vollgepackt mit Content. 

Das ist Content, für den Russland teilweise ein halbes Jahr gebraucht hat. Ich habe die leise Vermutung, dass dieser langsame Nachschub an Content Mitschuld daran trägt, dass in der russischen Version Server zusammengelegt wurden.

Ich hoffe daher, dass der Content-Nachschub bei uns im Westen nicht in kleinen Häppchen verteilt über viele Monate kommt, sondern in einem ähnlichen Tempo wie in Japan.

Vor allem, wenn wir die coolen neuen Klassen, die in Korea nach dem Release erschienen sind, nicht sofort erhalten werden. Dazu gehören zum Beispiel alle 3 Sub-Klassen des Assassin, meiner absoluten Lieblingsklasse in fast allen MMOs. 

lost ark reaper assassin header
Was soll ich sagen? Ich liebe Assassins

Bessere Belohnungen im PvP

Bei diesem Punkt breche ich eine Lanze für die PvPler unter uns. Ich selbst werde das PvP in Lost Ark wahrscheinlich nicht besonders ausgiebig zocken. Die großen Gilde-vs-Gilde-Schlachten sind cool, aber Arenen-PvP ist nicht mein Ding. 

Dennoch wünsche ich mir eine Überarbeitung des aktuellen PvP-Systems in Lost Ark, denn es bringt fast gar keine Belohnungen. Es ist ein dynamisches PvP, das gute Crowd-Control verlangt und außerhalb der “Pay2Win”- oder “Pay2Progress”-Mechaniken steht. Was an sich eine gute Sache ist. 

Während es aber früher möglich war, sich in PvP-Kämpfen zum Beispiel Upgrades oder Gold zu verdienen, fällt das nun weg. Es gibt für die Spieler kaum Anreize, PvP zu betreiben und das ist selbst für mich als Nicht-PvPler sehr schade. 

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So sieht das „GvG“-Gameplay in Lost Ark aus

PvP ist außerdem eine Art Selbstläufer-Content. Während man alle PvE-Kämpfe irgendwann mal auswendig kennt und seine Rüstung so weit es geht verbessert hat, bleiben die PvP-Kämpfe oft sehr lange Zeit frisch, weil jeder Kampf anders ist und das hält die Fans am Spielen.  

Ich hoffe daher für die PvP-Fans unter uns und auch für die Gesundheit von Lost Ark nach dem West-Release, dass die Entwickler mehr Belohnungen fürs PvP einführen. 

Wenn die Entwickler diese Punkte adressieren und vor allem das neue Pay2Win von Lost Ark ausbessern, dann werde ich das Spiel suchten bis mir die Finger bluten. Das Gameplay hat mich bereits überzeugt, jetzt muss “nur” noch der West-Release stimmen. 

Was sind denn eure Wünsche für den Lost Ark? Gibt es bestimmte Aspekte, die euch besonders viele Sorgen machen? Schreibt es in die Kommentare.

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Alfred Tetzlaff

Wie sieht es eigentlich mit Konsolen-Versionen von Lost Ark aus? Next Gen vielleicht?

Alfred Tetzlaff

Ah, okay…danke. Die Hoffnung stirbt zuletzt…

runebert

ich gehöre zu den leuten die sagen pay2win/pay2progress is nur relevant wenn du zu den top 1% gehören willst. willst dus nicht kannst dir echt voll egal sein. willst du oben mitspielen gibst du geld für ausrüstung aus. du kaufst dir ja auch kein 3rad wenn du radrennen willst

mordran

Arena PvP in Lost Ark ist sehr fair, das soll auch bitte so bleiben. Also keine „Upgrades“ bitte die im PvP wirken.

Threepwood

Alle Punkte klingen nach einer perfekten Anleitung, um ein Spiel künstlich kaputt zu machen. 😄
Belohnungen ins PvP zu bringen ist jetzt nicht die große Hürde und wieso es dort 2020 noch hakt, versteh ich absolut nicht. Sowas geht ja nicht mal mehr als Anfängerfehler durch.

P2W/ Progress/ whatever ist bei „uns“ ja gar nicht sooo unbeliebt ist, wie es Foren usw manchmal suggerieren. In den Spielen selbst sieht es anders aus. Da floriert sämtlicher Handel, legal oder illegal.

Da kann man ja gespannt sein, was Amazon (als fragwürdiger Konzern) damit anfängt. 😄

Medicate

Bei Punkt 1 und 2 bin ich bei dir.
Ich hoffe Amazon macht eher ein Buy2Play mit optionalem Abo dazu. So wie ESO^^

Todesklinge

Sehr löblich, die Frau Assassine hat schon den Corona-Mundschutz (schwarz) auf!

Also da haben sie wirklich UP-TO-DATE hingekriegt!

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