LoL verhängt krasse Strafe gegen Pro-Team, das Spielern „Sklaven-Verträge“ gab

Die Schlagzeilen rund um das koreanische League of Legends Team Griffin reißen nicht ab. Riot Games hat in einem Statement weitere Konsequenzen bekannt gegeben, die Aufgrund schlechter Verträge vorgenommen werden.

Was ist nun passiert? Schon vor knapp einer Woche hat Riot Games die offiziellen Strafen für das Team Griffin veröffentlicht:

Nun wurden weitere Hintergründe veröffentlicht, wobei auch zusätzliche Strafen bekannt wurden:

  • Die Strafe für Cho Guy-nam bezieht sich auf alle Bereiche rund um Riot Games. So darf er kein Coach, Spieler, Director, Teil eines Teams und nicht mal Shareholder einer Organisation sein. Das ist die höchste Strafe, die man laut Global Penalty Index verteilen kann.
  • Die problematischen Spieler-Verträge wurden vom Management von Still8, der Mutterfirma von Griffin, aufgesetzt. Darum verlangt Riot Games auch, dass das gesamte Management bis Ende 2019 zurücktritt und alle Anteile an Still8 bis zum LCK Summer Promotional Turnier 2020 verkaufen muss.
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Irrer Skandal, der hart bestraft wird

Warum fallen die Strafen so hoch aus? Die Strafen für Still8 und besonders den Director und den ehemaligen Coach sind hoch, aber anscheinend nicht unberechtigt. Kurz vor den Worlds 2019 entließ das Team Griffin seinen Coach cvMax. Als Grund wurde angegeben, dass das „Vertrauen zwischen beiden Parteien“ gebrochen sei.

Inzwischen hat sich jedoch herausgestellt, dass der Coach seine Spieler körperlich und verbal angegangen sein soll. Besonders der Spieler Sword soll vom Trainer geschüttelt und als „mutterlos“ bezeichnet worden sein.

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Auch der Manager Cho Gy-nam soll rechtswidrige Dinge getan haben. So soll er Spieler zu schlechten Verträgen gezwungen und mit minderjährigen Spielern ohne Zustimmung der Eltern verhandelt haben.

Zudem wurde der ehemalige Spieler „Kanavi“ zu einem schlechten Vertrag bei einem anderen Team gedrängt. Dieser Vertrag wurde jedoch inzwischen von Riot Games Korea aufgelöst.

Was passiert mit Team Griffin? Das eigentlich erfolgreiche LoL-Team, welches im Viertelfinale der Worlds 2019 gegen den Vorjahressieger Invictus Gaming ausschied, wurde inzwischen komplett von den Verträgen freigestellt.

Die Spieler können selbstständig entscheiden, ob sie neue Verträge unterzeichnen oder lieber wechseln wollen. 3 der besten Spieler haben bereits ihren Abschied angekündigt.

Was tut Riot Games nun? Damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen, wird sich Riot Games Korea alle Verträge der Spieler der LCK und Challengers Korea vor dem Start der Spring-Season genau anschauen.

Außerdem soll in der ersten Hälfte von 2020 ein Standard-Vertrag für die LCK veröffentlicht werden.

Außerdem werden neue Instanzen ins Leben gerufen, die Acht auf die Einhaltung der Regeln geben, aber auch die bisherigen Regeln in Frage stellen sollen. Zusätzlich sollen Profi-Teams besser im Umgang mit verbaler und physischer Gewalt geschult werden.

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Quelle(n): invenglobal
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vv4k3
vv4k3
6 Tage zuvor

ich will jetzt nicht gemein klingen oder so … aber Sword sieht so aus als ob der Couch ihm mehrmals den Hals umgedreht hat ???? …

Thomas H
Thomas H
7 Tage zuvor

Was ist das eigentlich für eine Formulierung? „Krasse Strafe“ Sind wir hier jetzt bei den Assis oder was?

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
7 Tage zuvor

Krass ist ein ganz normales, deutsches Wort, das dann auch in der Jugendsprache aufgenommen wurde.

Aber „krass“ war schon immer das deutsche Wort für „extrem.“

Der Duden unterscheidet das normalem „Krass“ – in seiner Art besonders extrem.
zum Jugendsprache „Krass“ – in begeisterender Weiser gut, schön.

https://www.duden.de/rechts

Fabian
Fabian
6 Tage zuvor

Wenn man sich nicht beschweren kann… beschwert man sich halt über Rechtschreibung oder Wortwahl…
Du hast es drauf Thomas…
geh dich einfach verbuddeln und klick auf andere Berichte wenns dich juckt

Bodicore
Bodicore
7 Tage zuvor

Ich finde die Strafe absolut nicht hart es ist wichtig das der Sport sauber gehalten wird.
Gerade hier wo solch krasse Abhängigkeiten in jungen Jahren erzeugt werden ist es wichtig eine klare Linie vozugeben.

Hans Im Glueck
Hans Im Glueck
7 Tage zuvor

Dir ist aber schon klar, dass Tencent eine chinesische Firma ist? Die scheren sich im Allgemeinen nicht um Menschen/Spieler Rechte. das ist alles nur eine Schau, weil das Geld aus dem Westen fliesst.
Wären die Institutionen dort in Ordnung, gäbe es solche Fälle nicht. Nur weil das Internet ein Auge drauf hat ist das überhaupt angesagt.

DDuck
DDuck
7 Tage zuvor

Aha…und westliche Verbände, Firmen, Institutionen sind also sauberer, ja?! grin

Apple (oder Samsung) zum Beispiel?! Die ihre Hardware unter ziemlich fragwürdigen Umständen in China zusammenlöten lassen?!
Oder Verbände wie die FIFA oder die UEFA?! Wo Vereine wie Real Madrid gegen jede Regel mit minderjährigen Spielern verhandeln und ein Schmiergeldskandal den anderen jagt.

Natürlich gibt es Firmen und Staaten die netter zu ihren Leuten sind als die Chinesen, oftmals habe ich aber das Gefühl, dass die Leute vergessen wie viel schmutzige Wäsche um sie herum so gewaschen wird.

Bodicore
Bodicore
7 Tage zuvor

Es ist auch nicht die Aufgabe des Veranstalters eigentlich…
Mir ist schon klar dass Wirtschaftlochr gründe dahinter stecken und das ist gut so.

Das Ergebnis zählt.

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