Twitch-Streamer schwört: Er flog nicht aus legendären LoL-Team, weil er ein flamender Irrer ist

Twitch-Streamer schwört: Er flog nicht aus legendären LoL-Team, weil er ein flamender Irrer ist

Der Twitch-Streamer Tyler „Tyler1“ Steinkamp ist der erfolgreichste Streamer zu League of Legends, gilt aber auch als unbeherrschter Hitzkopf, der regelmäßig Aussetzer hat und wild rumflamet. Als das legendäre LoL-Team T1 jetzt die Trennung bekannt gibt, versichert Tyler1 eilig: Das lag nicht daran, dass er so ein hohes Risiko für jeden Werbe-Partner darstellt.

Das ist Tyler1:

  • Der 26-jährige US-Amerikaner ist der mit Abstand größte Streamer zu League of Legends. Er spielt vor der Kamera die Rolle eines aufbrausenden Muskelprotzes, der sich selbst für 2 Meter groß hält, obwohl er mit seiner Körpergröße augenscheinlich unter 1,70 Meter liegt.
  • Tyler1 ist für seine Wutausbrüche vor laufender Kamera bekannt. So schreibt er gerne in „All Caps“ und weist alle Mitspieler daraufhin, dass sie ihm weit unterlegen und eigentlich auch ziemlich doof sind. Wegen seiner toxischen Ader war Tyler1 lange aus LoL gebannt, seit ein Riot-Mitarbeiter ihm aber Hodenkrebs wünschte und daraufhin entlassen wurde, ist Tyler1 wieder im Spiel erlaubt und kann sich praktisch alles herausnehmen.
  • In den letzten 14 Monaten hatte Tyler1 eine Partnerschaft mit T1, dem riesigen LoL-Team aus Südkorea. Seit der „Hochzeit“ von Faker, in den Jahren 2013 bis 2016, als man 3-Mal Weltmeister wurde, gilt T1 als das „größte Team“ in LoL – wobei diese goldenen Jahre jetzt auch schon eine Weile her sind.
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Das gab T1 bekannt: Am 1. Februar gab T1 bekannt, dass Tyler1 die „T1“-Familie verlässt Man bedankt sich für die tolle Zeit und wünscht ihm weiterhin alles Gute.

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Fans spotteten: Tyler1 sei gefeuert worden

Das war dann das Gerücht: Schnell kam unter LoL-Fans die Idee auf, T1 habe Tyler1 rausgeworfen, weil man nicht länger das Risiko eingehen wollte, so eine wandelnde Zeitbombe in den eigenen Reihen zu haben.

Der Begriff „brand-safe“ bedeutet, dass jemand vorzeigbar ist und auch große Marken mit ihm werben können, ohne dass irgendein Skandal auf sie lauert. Ein „Brand-risk“ ist hingegen jemand, bei dem es großen Marken peinlich oder schädlich sein könnte, mit ihnen in Verbindung gebracht werden, weil die Person irgendetwas Anstößiges oder Rufschädigendes tun könnte.

T1 ist immerhin ein seriöses Team mit zahlreichen lukrativen Werbe-Deals und Tyler1 gilt als wandelndes „Brand-Risk“; der eine Marke schon mal im Alleingang beschädigen kann.

Es heißt dann, die Formulierung von T1, man bedanke sich für die gemeinsame Zeit, sei nur „Firmen-Gerede“, das die Wahrheit überdecken soll.

Die Leute im Chat lachten:

  • „Tyler1 sei an seinem freien Tag gefeuert worden“
  • Tyler1 sei „gecancelt worden“
Sah wie ein Traumpaar aus: Tyler1 umarmt T1-Star Faker.

Das sagt Tyler1: Das will jetzt aber Tyler1 so nicht im Raum stehen lassen. In einem Stream sagt er:

Also es ist jetzt offiziell … wir sind raus bei T1. Das ist ein trauriger Tag, Jungs, ein trauriger Tag. Das ist einvernehmlich. – Es gibt da keinen speziellen Grund.

„Das hört sich wie Firmen-Gerede an?“ Nein, ich bin kein Brand-Risiko! Daran lag’s wirklich nicht. Ich bin kein verdammtes Marken-Risiko!

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Das steckt dahinter: Die Idee hinter dem Deal war wahrscheinlich:

  • dass sich T1 als südkoreanisches Team stärker im US-Markt etabliert und eine Beziehung zur aktuellen LoL-Szene in den USA aufbaut, um mehr Merchandise zu verkaufen
  • dass Tyler1 sich noch mehr „Glaubwürdigkeit“ holt, indem er Kontakt zu den ganz Großen hat

Aber wahrscheinlich haben beide Seite gemerkt, dass die Effekte einer solchen Partnerschaft doch nicht allzu groß sind. Außer gelegentliche Umarmungen mit Faker, wenn man sich einmal im Jahr bei einem Event traf, ist wohl einfach wenig passiert. Die Welten eines aufbrausenden Twitch-Streamers in den USA und einem südkoreanischen Profi-Team liegen wohl einfach zu weit auseinander.

Deshalb scheint der Deal jetzt einfach seinen Verlauf genommen zu haben.

Auch ohne den Deal wird Tyler1 wohl nicht am Hungertuch nagen, er ist mit seinem „Du musst 200 Stunden LoL im Monat spielen“-Deal mit Twitch voll ausgelastet und versorgt:

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Quelle(n): dexerto
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