LoL: Profi-Spieler müssen die SoloQ spielen – Einer sagt: „Danach fühle ich mich immer hundsmiserabel“

LoL: Profi-Spieler müssen die SoloQ spielen – Einer sagt: „Danach fühle ich mich immer hundsmiserabel“

In League of Legends wird schnell deutlich, dass es notwendig ist im Team spielen zu können. Doch Profi-Spieler sollen auch eine individuelle Klasse mit sich bringen. Wie gut man individuell ist, kann durch die Ranglistenspiele in der SoloQ gesehen werden. Doch haben immer weniger Profis Spaß genau daran. „Pobelter“ packt aus:

Wer ist Pobelter eigentlich?

  • Eugene „Pobelter“ Park war Midlaner für Counter Logic Gaming in der LCS
  • Er hat in seiner Schulzeit schon für Profi-Teams gespielt und sich seitdem als Midlaner einen Namen gemacht
  • Am 29. Juli 2018 hat er als 5. Spieler, neben WildTurtle, Doublelift, Sneaky und Bjergsen in der LCS 1.000 Kills erreicht
  • Seit Februar 2021 ist Pobelter auch Twitch unterwegs
  • Aktuell hat er knappe 1.200 LP in der SoloQ-Rangliste

Hier seht ihr ein Video, das euch die enorme Reichweite von League of Legends zeigt:

Ein bombastisches Video zu League of Legends hat mittlerweile 138 Millionen Aufrufe – Zeigt, wie riesig LoL ist

In der SoloQ werden die Spiele nach nur wenigen Minuten aufgegeben

Was ist das Problem der SoloQ? Die Spiele in der SoloQ werden von negativem Verhalten dominiert. Neben dem Win-Trading, also dem Austausch von Siegen, um den Ranglistenplatz zu erhalten, steigt das toxische Verhalten von Mitspielern immer weiter an. Das nimmt von Jahr zu Jahr zu, so Profi-Spieler Pobelter auf Twitter:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Link zum Twitter Inhalt
Eugene „Pobelter“ Park beschreibt den Zustand der SoloQ auf Twitter

Pobelter wirft zudem noch ein, dass er sich wohl daran gewöhnen muss, dass die SoloQ sich ändert. Eine SoloQ-Erfahrung, wie er sie zu Beginn seiner Karriere hatte, wird es so nicht mehr geben. Sie sei „gestorben und verschwunden“. Er spricht auch davon, dass alle immer sehr angespannt durch die Situation seien und er dadurch seine Mitspieler beinahe in jedem Spiel therapieren müsse.

Während der Ranglistenspiele in hohen Divisionen ist sehr schnell eindeutig, wer welches Game gewinnen würde. Siege werden dann verworfen oder mit den Gegnern getauscht, um den gewünschten Rang zu erhalten. Dabei sabotieren die Mitspieler das Game und „flamen“ die Teamkollegen. Das Spiel gilt dann nach nur 3 Minuten als verloren und wird aufgegeben (via Twitter).

Hinzu kommt, dass es Wett-Seiten gibt, auf denen man auf den Sieg der Spieler setzen kann und welche dann Ingame manipuliert werden, damit die Spieler zumindest ihre Wette gewinnen.

LoL: Jetzt stehen die wichtigen Spiele an – Aber viele sehen beim Match-Start schon, dass sie verloren haben

Wieso stellt Pobelter das Statement auf? Pobelter ist jemand, der selbst eine Menge an Erfahrungen in der SoloQ sammeln konnte. Mit über 1.000 Punkten zählt er zu den äußerst aktiven Spielern und kann aus seinen Games berichten. Nach diesen Matches fühlt er sich aber „hundsmiserabel“, meint er. 

Für das Spielen in Profi-Teams wurden im Vorfeld inoffizielle Standards festgelegt, mindestens die Diamant-Division erreicht zu haben. Dadurch sind die Spieler dazu gezwungen, zumindest einige Spiele zu spielen, damit sie ihre Platzierung erhalten können.

Unter diesem Druck, die Platzierung zu erhalten, stehen die Spieler in ihren Ranglistenspielen. Dabei müssen sie einen klaren Kopf bewahren und das Spiel als Team spielen. Wenn es ihnen aber nicht gelingt gemeinsam zu kämpfen und jeder sein eigenes Spiel spielt, dann führt das zu nichts und es wird zeitnah aufgegeben.

Wenn ihr den Kampf der Worlds noch nicht mitbekommen habt, findet ihr hier ein Video dazu:

Die LoL Worlds 2022 haben ihre Hymne – Song zeigt E-Sport als Anime-Kampf, begeistert die Fans

Warum ihr trotzdem eure SoloQ-Erfahrungen sammeln solltet

Was bedeutet das für eure Ranglistenspiele in der SoloQ? Zuallererst sollte jedem klar sein, dass League of Legends ein „5 vs 5“ Spiel ist. Dabei handelt es sich um ein Teamspiel. Wenn ihr also nicht an einem Strang zieht und das Spiel als Team gewinnen wollt, gestaltet sich der Sieg sehr schwer.

Pobelter spricht von toxischem Verhalten und sehr schnellen Entscheidungen, ob sich die Spieler für den Sieg einsetzen oder nicht. Das bedeutet im Endeffekt, dass die Einstellung, mit der ihr in ein Spiel geht, entscheidend sein kann für den Ausgang des Spiels.

Wer nicht gewinnen will, wird auch nicht gewinnen. Wenn in euren Spielen also Spieler sind, die selbst nicht gewinnen wollen, muss an der Einstellung geschraubt werden.

Für Spieler der höheren Divisionen, in welcher eure Gegner immer mal wieder dieselben sind, oder wenn ihr größerer Streamer seid, solltet ihr im Hinterkopf behalten, dass es Wett-Portale gibt. Diese beeinflussen zwar nicht direkt das Spiel, können aber dazu führen, dass ein Spieler das gesamte Spiel hinwirft, damit er die Wette gewinnt.

Frustriert euch die SoloQ Erfahrung ebenfalls und wie geht ihr mit sowas um? Schreibt es uns in die Kommentare.

Riot-Mitarbeiter reagieren nicht immer auf alle Anfragen, hier könnt ihr lesen, was es ausmacht, wenn ihr ein großer Streamer seid: LoL: Twitch-Streamer Tyler1 regt sich über einen Bug auf – Riot-Mitarbeiter verspricht persönlich, ihn zu fixen

Quelle(n): Twitter, Dot Esports
Deine Meinung? Diskutiere mit uns!
2
Gefällt mir!
Kommentar-Regeln von MeinMMO
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Community-Aktivitäten
Hier findest Du alle Kommentare der MeinMMO-Community.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.

0
Sag uns Deine Meinungx