Nach einem lahmen Stream wollen Destiny-2-Fans ihren Retter sehen

Im letzten Stream haben sich die Entwickler von Destiny 2 nicht mit Ruhm bekleckert. Den Fans reicht es, sie wollen jetzt ihren Retter sehen.

„Das ist das Public Event mit den besten Belohnungen, das wir je hatten“, versprach Community Manager DeeJ mehrfach. Gemeint war das neue XXL-Public Event „Vex Crossroads“ auf dem Merkur.

Was eigentlich ein zentrales Highlight im Stream am Dienstag sein sollte, entpuppte sich als Enttäuschung.

Hashtag #2TokensAndaBlue

Zwar sah das Event nett und durchaus imposant aus, doch als man zum Ende kam und sehen wollte, was das „lohnenswerteste Event aller Zeiten“ als Lohn zu bieten hatte, tauchten da lediglich zwei der bekannten Event-Kisten auf.

Drin waren dann „zwei Token und ein blaues Item“ – da reichte es einem Teil der Community nun vollends. Auf Twitter kursierte sogar der Hashtag „2TokensAndaBlue.“

Es war ein Moment, der stellvertretend für die Probleme von Destiny 2 steht: Das Lootsystem ist in der Form nicht interessant. Es fühlt sich nicht befriedigend an, Aktivitäten im Spiel abzuschließen. Und egal, welche neuen Aktivitäten Bungie jetzt vorstellt, es bleibt ein schaler Beigeschmack, solange die Belohnung „ein blaues Item und zwei Token sind.“

destiny-2-osiris

Keine Frage, Destiny 2 hat ein Endgame. Ganz egal, was Bungie jetzt an der Karosserie des Wagen macht und lackiert – der Motor läuft nicht richtig.

Fans wollen Chris Barrett und die Änderungen und Fixes sehen

Dabei ist der Protest schon lange bei Bungie angekommen. Ende Oktober stellte Game Director Chris Barrett einen Katalog mit 11 Punkten vor, an dem das Live Team gerade arbeite, um Destiny 2 lohnender und interessanter zu gestalten.

Von diesen Punkten war aber im Stream nichts zu sehen. Die Streams sind als reines PR-Event gedacht. Sie laufen ab, ohne auf Feedback der Spieler einzugehen. Mit zunehmender Dauer werden diese Probleme immer größer. Hoffnung ruht jetzt auf dem dritten und letzten Stream nächsten Mittwoch.

Streamer Gothalion schickte denn auch noch während des Streams schon den Tweet „Chris Barrett, rette uns“ in den Äther.

Im Forum Reddit haben Spieler jetzt eine Petition gestartet: Barrett solle doch im nächsten Stream auftauchen und berichten, welche Fortschritte die geplanten Änderungen machen.

Auch in der Gaming-Presse ändert sich die Stimmung für Destiny 2

Insgesamt ist der Ton gegenüber Bungie auch in der internationalen Presse in dieser Woche rauer geworden.

  • PC Gamer titelt: „Destiny 2’s neuer Planet Merkur hat Geheimnisse, aber Bungie muss jetzt die Pläne für das Hauptspiel zeigen“
  • Gamespot schreibt: „Destiny 2’s Version des Merkurs ist bislang unterwältigend“
  • Seiten wie Polygon oder Kotaku haben die Berichterstattung über Destiny 2 schon weitestgehend nach unten gefahren.

Eine Richtungsänderung bei Destiny 2 ist angebracht. Nicht nur im Spiel, sondern auch in der PR-Strategie.


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