Konkurrenz für AMD und Nvidia? Intel stellt Highend-Grafikkarte mit DLSS-Alternative vor

Intel stellt mit “Arc” sein Brand für Highend-Grafikkarten vor. Die GPUs sollen im Frühjahr 2022 kommen. Wir stellen euch die Infos vor.

Worum geht’s? Intel hat unter dem Brand “Arc” handfeste Informationen zu seinen Highend-Grafikkarten vorgestellt. Mit diesen Grafikkarten möchte man ab kommendem Jahr den Markt aufmischen.

Diese Vorstellung von Intel dürfte User, die sich für Grafikkarten interessieren, wenig überraschen. Denn Intel hatte bereits seit einigen Jahren deutlich gemacht, dass man Interesse daran hat, ein ernstzunehmender dritter Akteur im Bereich moderner Gaming-Grafikkarten zu werden. Bisher kämpfen hauptsächlich AMD und Nvidia um mögliche Käufer einer Grafikkarte.

Wann soll die Grafikkarte kommen? Hersteller Intel hat zumindest ein Zeitfenster genannt, wann die Grafikkarte kommen soll: Die Rede ist von Anfang 2022. Die ersten Arc-Grafikkarten, die auf der “Alchemist”-Generation basieren, werden im ersten Quartal 2022 auf den Markt kommen und den offiziellen Start für Intels Einstieg in den Grafikkartenmarkt bedeuten.

Intel will sowohl Grafikkarten für Desktop-PCs als auch für Gaming-Laptops vorstellen und sich damit ähnlich breit aufstellen wie die Konkurrenz, die ebenfalls für verschiedene Geräte Grafikkarten anbieten.

Was wird die Grafikkarte kosten? Hier gibt es derzeit kaum handfeste Informationen. Preise kennen wir nicht, aber es ist durchaus wahrscheinlich, dass sich Intel an der Konkurrenz orientieren wird. Nvidias beliebte GeForce RTX 3080 soll es beispielsweise für eine UVP von 729 Euro geben, die aktuellen Marktpreise liegen jedoch deutlich höher.

Ob sich die Preise bis Anfang 2022 beruhigen, ist ebenfalls noch fraglich.

Wann gibt es mehr Infos? Intel hatte in seiner Konferenz erklärt, dass man Ende 2021 mehr Informationen rund um die neuen Highend-Grafikkarten veröffentlichen möchte. Wir müssen uns also noch ein wenig gedulden, bis wir genaueres wissen.

Dennoch fällt die erste Resonanz zu Intels Vorstellung durchaus positiv aus. MeinMMO fasst euch die erste User-Reaktionen für euch zusammen:

Intel stellt neue Highend-Grafikkarte vor – „Wir brauchen dringend mehr Konkurrenz“

Anfang 2021 hatte Intel Low-End-Grafikkarten für Fertig-PCs veröffentlicht

Anfang des Jahres hatte Intel für vorgefertigte Computer Low-End-Grafikkarten vorgestellt. Hierbei handelt es sich um die DG1-Grafikkarte Intel Iris Xe Max. Diese richteten sich vor allem an Office-Nutzer und waren für Gaming eher weniger geeignet und auch nicht gedacht. Vor allem die Software machte noch große Probleme.

Intels kommende Arc-Grafikkarten basieren zwar auf der Xe-Microarchitektur, auf welcher auch die Low-End-Grafikkarten basieren, die Architektur nennt sich hier aber Intel Xe-HPG. Das HPG steht für High Performance Gaming und wird unter dem Codenamen DG2 entwickelt.

Wie viel Leistung die neue Grafikkarte von Intel bieten wird, wissen wir bisher noch nicht. Die Grafikkarte soll auf jeden Fall hardwarebasiertes Raytracing und KI-gesteuertes Super-Sampling bieten. Außerdem gibt es volle Unterstützung für DirectX 12 Ultimate.

Mit KI-Technik will man Konkurrenz für Nvidia und AMD sein

Was bietet Intels Grafikkarte? Intel will mit seinen Grafikkarten direkt von Release an “KI-gesteuertes Super Sampling” anbieten. Das setzt bereits Nvidia in seiner Nvidia’s Deep Learning Super Sampling (DLSS) -Technik sehr erfolgreich ein.

Auch AMD hatte im Juni 2021 sein FidelityFX Super Resolution (FSR) als Antwort auf DLSS veröffentlicht. Hier wächst von Monat zu Monat die Anzahl der unterstützten Spiele. Mittlerweile unterstützen auch zwei große Game-Engines AMDs Technik

Wie genau Intels Technik funktionieren wird, wissen wir aktuell noch nicht. Nvidias DLSS-Technik lässt sich nur auf Nvidia-Grafikkarten mit Tensor-Kernen einsetzen. AMD hat sich für eine offene Variante entschieden, die auch mit Grafikkarten der Konkurrenz funktioniert.

Was bringt diese Technik überhaupt? Das Ziel all dieser Technologien ist es, Spiele von einer niedrigeren Auflösung hochzuskalieren, um flüssigere Bildraten ohne spürbare Einbußen bei der Bildqualität zu erzielen. Auf diese Weise läuft das Spiel deutlich flüssiger, ohne dass ihr eine schnellere Grafikkarte benötigt.

Mit DLSS gibt es eine leichte Möglichkeit, bei gleich bleibender Qualität die FPS deutlich zu steigern. Das hilft vor allem dann, wenn die Grafikkarte bereits stark ausgelastet ist. Bei der GeForce RTX 3060 liegt der Leistungsgewinn bei bis zu 30 %.

Quelle(n): anandtech.com, Intel.com
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Scaver

An der Technik wird am Ende nicht viel zu beanstanden sein. Ich denke auch, dass sie mit Kampfpreisen in den Markt einsteigen werden.
Was aber die Treiber angeht, da sehe ich fast schon schwarz. Wenn ich bedenke wie grauenhaft diese bei Laptops mit Intel HD Grafik sind… na dann Prost Mahlzeit!

Hae

Intel hat vor allem eigene Chip-Produktion.
Hat nun 2021, 20 Milliarden in neue Standorte invesitert. Das heißt sie können bei Bedarf einfach eigene Chips auf den Markt werfen. Was ja ein großes Problem von Nvidia und AMD Ist, sie haben zu wenige eigene Chip-Produktionsstätten und sind auf andere Firmen angewiesen.

Ergo, sind zu wenige Chips da um den ungesättigten Markt zu fluten, können sie schnell reagieren und die Chipproduktion ankurbeln. Das hat vor allem die Vorteile, das die Grafikkarten weiterhin günstig und erhältlich sein können.

Dazu ist die Graka, ein Wachstumsmarkt von Intel. Als Neueinsteiger, wird Intel vermutlich auf Kampfpreise gehen. Damit sie sich etablieren können und gerade mit Entwicker sponsoring werden sie die Vorzüge ihrer Technik anpreisen.

Somit ist zu hoffen das Nvidia und AMD da nachziehen und endlich aufhören, extrene Firmen zu nutzen, sondern diese lieber selbst zu haben. Damit der Graka Markt vernüftig bleibt.

Hisuinoi

Ich bin sehr gespannt darauf wie die Intel Grafikkarten werden.
Insbesondere Preis, Leistung und Treiber Kompatibilität.
Da ich nicht so das Geld habe werde ich wohl erst mal Beobachten wie es läuft und wie schnell Intel neue Treiber bereitstellt um Fehler zu beheben.

Natürlich erhoffe ich mir auch durch ein 3ten Akteur das die Preise billiger werden.
Zumindest zum UVP Preisen wieder angeboten werden statt darüber.

Corbenian

Bleibt nur zu hoffen, dass der Plan funktioniert und sie den Markt ordentlich aufwirbeln werden… Denn der GraKa-Markt ist eine reinste Katastrophe geworden. Bis vor einigen Jahren genügte es 1.000 Euro auf den Tisch zu legen und man bekam einen top Rechner. Jetzt bekommt man dafür (mit viel Glück!) die GraKa…

Ähre

So ein nonsens. Für 1k hat man auch vor ein paar jahren kein top rechner bekommen. Als beispiel: ne gtx 1080ti hat auch schon je nach modell an die 1k euro gekostet und ich rede da nicht von speziellen designs mit wakü oder so sondern ne luftgekühlte asus rog strix zum bleistift hat weit über 900 euro gekostet

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Ähre
Scaver

Ich habe IMMER Rechner für unter 1k zusammen gestellt und damit konnte man in FullHD alles auf Ultra mit mehr als ausreichend FPS spielen!
Nicht jeder legt wert auf 4K oder WQHD.
Top ist nicht immer absolutes HighEnd. Der Unterschied ist nur, dass man etwas früher wieder aufrüsten muss.

Hisuinoi

Für 1000€ gab es noch nie ein Top Rechner. Oder du lebst massiv in der Vergangenheit.
In der Vergangenheit dort noch häufiger neue Grafikkarten rauskamen waren die auch billiger.
Ich kenne noch die Zeiten knapp 200€ für ne GTX660 hatte einige Jahre große freude damit.
Dann mit meiner 1070 Ti hab ich erfahren wie stark die Preise der Grafikkarte angestiegen sind.

Wenn ein komplett neuer Rechner zusammen gestellt wird samt Gehäuse und so können schon 1600 bis 2000€ fällig werden je nach dem welche Hardware genommen wird.

Und jetzt da die Grafikkarten so teuer sind, kommt man wohl über 2000€ zumindest wenn ein ordentliches Mainboard, gutes Netzteil, Prozessor, Arbeitsspeicher genommen wird.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Hisuinoi
NewClearPower

Selbst ohne teure Grafikkarten ist man mit einem Highend Rechner über 2000€. Ich hatte viel Glück und habe meine Hardware günstig bekommen:

  1. Mainboard: ASUS X570-E Gaming
  2. CPU: 5900X
  3. Beides zusammen im Bundle am Release Tag für 769€ (unter UVP für die CPU)
  4. RAM: 32GB 3200 CL14
  5. geschätzt um die 250€, hatte ich aber noch vom alten PC
  6. Grafikkarte: RTX 3080 FE
  7. Für UVP bei NBB = 699€
  8. Netzteil: BeQuiet Streight Power 850W
  9. 160€
  10. Gehäuse: Phanteks Enthoo 719
  11. 190€

Das sind schon über 2.000€ und da fehlen jetzt noch die Festplatten.

Btw, Ich kann im Editor die Liste schön einrücken (mit TAB), dann steht da bei den Komponenten 1. 2. … und bei den Preisen a..
Das scheint der Editor aber nicht zu übernehmen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von NewClearPower
Hisuinoi

Ich zahle nie mehr als 100€ für ein Gehäuse. Aber mein nächster PC baue ich selber ein Gehäuse das besser wird. Die ganzen Gehäuse sind mir irgendwie nicht so wertig.

Jeder hat andere vorzüge, ich z.B. nehme nur Titanium Netzteile und mehr als 700W kommen bei mir eh nicht rein. Da ich hungrige Grafikkarten drosseln würde das die nicht mehr als 220W unter Last ziehen können. Meine 1070 Ti zieht 180W hab auch gedrosselt das die nicht auf 100% läuft, da das nicht gut für die Grafikkarte ist, setze ich in afterburner immer von 100 auf 88 Power Limit.

Nur irgendwie klappt das nie das der auch mit den Einstellungen startet, im Internet finde ich da auch keine Lösung. Damit setze ich mich irgendwann mal auseinander. 😀

Jedenfalls je nach Vorzüge schwanken die Preise^^
Gibt aber auch Grafikkarten unter 500€ für Leute die auch mit weniger guten Einstellungen zufrieden sind.

NewClearPower

Ich habe meine Grafikkarte und meine CPU mit einer custom Wasserkühlung umgebaut. Für die Pumpe und einen internen Radiator brauchte ich da Platz, da gab es für mich leider kein passendes 100€ Gehäuse. Dazu habe ich neben einer M2 SSD auch noch 4 weitere 2.5″ SSDs verbaut.

Meine 1080 TI hat mit Wasserkühlung 3 1/2 Jahre durchgehalten, trotz OC mit Afterburner und 120% Powerlimit. Funktionieren tut sie immer noch, aber der alte Rechner war mir zu langsam.

Insgesamt habe ich zu der Hardware noch ca 900€ in eine überdimensionierte, dafür aber nahezu lautlose Wasserkühlung investiert. Dabei war der MoRa 3 420 mit den 4x 200mm Lüftern das teuerste. CPU + GPU Kühler, Pumpe mit Ausgleichbehälter, externer Radiator + interner Radiator, Lüfter, Schläuche, Anschlüsse und Schnellkupplungen kosten einiges. Dafür ist die 3080 trotz OC nur 20° über Raumtemperatur unter Volllast.

Hisuinoi

Naja bei einer Wasserkühlung auch kein Wunder, sowas würde ich niemals verbauen. Da mir das Risiko zu groß wäre auf ein Leck und dadurch Kurzschluss entsteht und auch zu viel Wartung erfordert. Keine Lust alle 2 Jahre die Kühlflüssigkeit zu tauschen.
Dabei finde ich das vor allem Problematisch weil die Materialien aus Kunststoffen besteht die porös werden könnten.
Da investiere ich lieber viel Zeit in einer Planung und baue eine Ölkühlung im verschlossenen und dichten Raum.

Ich setze im moment auf die Kühllösung von Arctic der Accelero Xtreme III (IV). Mit einer Alubackplate und will zukünftig darauf setzen. Allerdings hab ich erfahren das diese ausgelaufen und nicht mehr produziert werden und das die neue Produkte rausbringen. Bekannt ist nur eine AIO für Grakas, ob eine überarbeitete Version von der Accelero Xtreme Reihe kommt konnte mir der Support nicht beantworten. 🙁
Wenn ich dann meine 1070 Ti in 2-3 Jahren Ersatz findet muss ich schauen wo ich dann Alternativen herbekommen, weil Hersteller Kühllösungen sind misst und ohne richtiger Alubackblate das auch von der Rückseite Wärme abgeleitet wird von den Chips die heiß werden, steigert das nur das die Grafikkarte schneller verschleißt bzw. kaputt gehen könnte.

Aber auch egal.
Wenn dir eine 1080 TI zu langsam geworden ist, bist du wohl jemand der gerne immer auf sehr hohen Einstellungen spielt und viel spielt. Ich bin auch mal mit Mittleren oder hohen Einstellungen zufrieden und fps sind mir egal solang min. 35fps da sind, ist alles flüssig. Und nein ich merke kein Unterschied zwischen 35 oder 60 fps.

NewClearPower

Das dachte ich anfangs auch, aber:
Das Risiko auf ein Leck hängt davon ab, wie sauber man arbeitet und welche Komponenten man verwendet. Ich habe meine erste Wasserkühlung 2009 gebaut und noch nie Probleme mit Lecks gehabt.
Allerdings verwende ich immer ordentliche Anschlüsse mit Überwurfverschraubung und keine Tüllen ohne Sicherung.

Als Kühlflüssigkeit hatte ich bis zuletzt immer nur dest. Wasser mit einem Schuss G48 genutzt. Gewechselt habe ich die Kühlflüssigkeit nie, immer nur wieder aufgefüllt, da durch Diffusion etwas verloren geht. Längste Betriebszeit ohne Wechsel war bei mir 7 Jahre, da ich den alten Rechner damals noch als Zweitrechner weiterverwendet hatte. Lief bis zuletzt einwandfrei und es waren erstaunlich wenig Rückstände in den Kühlkörpern (etwas Weichmacher aus den Schläuchen hatte sich da gesammelt, nichts, was die Temperatur verändert hat)

Im aktuellen Rechner ist allerdings eine klare Fertigflüssigkeit von Aquacomputer drin.

Eine Wasserkühlung ist nicht für jeden zu empfehlen, man sollte handwerkliches Geschick haben und finanziell ist es ein Luxusobjekt, neben dem eh schon teuren Rechner.

Die 1080TI wurde mir zu langsam, da ich mit 3440×1440 Auflösung spiele und ungerne auf mittlere Qualität oder niedriger gehe. Für FHD würde die 1080TI noch lange reichen.

PS: Bevor ich es vergesse, mit Wasserkühlung meine ich nicht die günstigen AiO Kühlungen, von denen viele nicht mal an einen ordentlichen Luftkühler rankommen.

Scaver

High End Rechner =/= Top Rechner!

Alex

Haha 1k für nen Top Rechner, also in 17 Jahren die ich PCs baue ist mir sowas noch nie unter gekommen. 😀

Alex

Da brodelt ja schon seit jahren die Gerüchteküche, ich bin sehr gespannt auf das Finale Produkt und was da Intel am Ende wirklich liefert.
Konkurrenz belebt das Geschäft und das ist für uns Endkunden immer gut.
Wäre Absolut wünschenswert das die beiden Platzhirsche noch ein dritten Mitbewerber dazu bekommen würden, das ist im CPU Geschäft umgedreht aber auch mal notwendig irgendwie.
Wäre Lustig wenn Nvidea plötzlich auch CPUs anfangen würde zu fertigen. ^^

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Alex
Gothicmaster

Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.
Ich freu mich und harre der Dinge die da kommen.

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