John Wick verbreitet bei seinen Feinden Angst und Schrecken. In den vier Filmen hat die Figur deshalb einen Spitznamen, der sehr bewusst gewählt wurde. Was steckt dahinter?
Keanu Reeves ist als John Wick eine Erscheinung, auch wenn er nicht für die Rolle vorgesehen war. Lange, schwarze Haare, ebenso schwarzer Anzug, Pistole im Anschlag, stets bereit, seine Gegner niederzustrecken. Durch seine präzise Art, zu kämpfen, hat er sich einen Ruf erarbeitet, der ihm sogar einen Spitznamen einbrachte.
Die Rede ist von „Baba Jaga“. So nannte man ihn während seiner Zeit, in der er für die russische Mafia gearbeitet hat. Der Spitzname kommt dabei nicht von ungefähr, sondern bezieht sich auf einen alten, slawischen Mythos, der bis heute erzählt wird.
Eine Hexe, die Leben und Tod bringt
Wer ist Baba Jaga? Die Figur taucht in der slawischen Mythologie auf und ist bis heute sehr bekannt. Man meint damit eine Hexe, wie sie auch in Märchen hierzulande auftritt und in manchen Interpretationen gerne Kinder vernascht. Der Ursprung liegt aber älter. Baba Jaga ist eigentlich kein grundsätzlich böses Wesen, sondern geht auf die slawische Gottheit Mokosch zurück, die sowohl Leben als auch Tod bringt.
In manchen Darstellungen lebt Baba Jaga im Wald in einer magischen Hütte, die auf Hühnerbeinen durch die Gegend läuft. Genau so wird sie etwa im Spiel Reka dargestellt, in dem man als junge Schülerin für sie arbeitet.
Was hat das mit John Wick zu tun? Keanu Reeves Figur zieht durch die Welt und verbreitet Schrecken. Er entscheidet, genauso wie die Hexe, ob jemand lebt oder stirbt, und ist scheinbar nicht aufzuhalten. John Wick hat außerdem deutliche Verbindungen zu Russland.
Ebenso wie die Hexe wird nie ganz klar, ob es sich bei ihm um eine rein gute Figur handelt – denn obwohl Wick um Gerechtigkeit bemüht ist, geht er teils sehr brutal gegen seine Gegner vor. An ihn kann man sich aber im Zweifel wenden, wenn man Hilfe braucht.
Für die Feinde gilt: John Wick ist genauso wie Baba Jaga recht ungefährlich, solange man genügend Abstand wahrt. All das führte wohl dazu, dass jene Feinde, aber auch seine Mitstreiter ihm irgendwann diesen Spitznamen gaben.
Zaubern kann John Wick deshalb noch lange nicht. Seine Waffen der Wahl sind in erster Linie Pistolen. Damit schoss er sich durch bislang vier Filme eines Franchise, das seit dem ersten Film beeindruckend gewachsen ist. Dabei sollte dieser zunächst einen anderen Namen bekommen: Wegen Keanu Reeves wurde die Filmreihe „John Wick“ genannt.
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Funfact: Die gefürchtetste und wohl größte Drohne der Ukraine hat den Spitznamen “Baba Jaga”!
Deutliche Verbindungen nach Russland? Er kommt aus Belarus. Das ist doch in den letzten beiden Filmen Teil der Handlung?
Generell sind “Gut” und “Böse” eher kindliche Begriffe und vor allem subjektiv. Aber wenn man es wirklich darauf runterbrechen will, dann ist John Wick zweifelsohne “böse”. Er ist ein Auftragskiller, der vor den Filmen den Grundstein für Viggos Organisation gelegt hat. Und das aus reinem Eigennutz.
Meines Wissens kommt Gut und Böse ursprünglich von Religionen.
Denke nicht das er perse “böse” ist. Er ist in eine Welt gewachsen die böse ist. Wollte aber draußen bleiben. Man ließ ihm aber keine Wahl. Im Gegensatz zu seinen Gegner killt Wick auch keine unschuldigen. Er pflegt auch respektvollen Umgang und respektiert erstmal jeden egal aus welcher Schicht der Gesellschaft er kommen mag. Einen Soldaten der im Einsatz tötet bezeichnen wir auch erst als böse wenn er das aus Spaß anders Sache macht. Wick hat zeigt nicht wirklich Spaß a sein Handeln, er lässt gewissen Gegnern auch eine Wahl, er tötet nunmal nicht jeden und schon gar nicht grundlos.
“ist eigentlich kein grundsätzlich böses Wesen”
Christentum wiedermal alle Vorgötter bösifiziert.