Chef eines MMORPG frohlockt: „Guild Wars 2 geht’s unglaublich gut“ – Und das trotz mäßigem Start auf Steam

Chef eines MMORPG frohlockt: „Guild Wars 2 geht’s unglaublich gut“ – Und das trotz mäßigem Start auf Steam

Das MMORPG Guild Wars 2 hatte nach 10 Jahren seinen Release auf Steam. Die Spielerzahlen in der Eröffnungswoche waren eher mäßig, aber laut dem Chef des Spiels, Joshua „Grouch“ Davis, spielt das keine Rolle. Denn schon vor dem Release auf Steam hatte Guild Wars 2 eine extrem starke Phase. Die Zahlen zeigen: 2022 geht es Guild Wars 2 so gut wie seit 5 Jahren nicht mehr.

Wie lief der Release auf Steam? Wir haben auf MeinMMO in einem Artikel am Samstag, dem 27.04., auf den Release von Guild Wars 2 auf Steam geschaut. Wir sahen:

  • Guld Wars 2 bekam gute Reviews auf Steam: Vor allem langjährige Fans lobten Guild Wars 2 und verhalfen ihm zu 85 % positive Reviews. Auch aus Sicht von MeinMMO ist das Grundspiel von Guild Wars 2 eines der besten Free2Play-MMORPGs überhaupt.
  • Aber die Spielerzahlen waren eher mau: Neue Spieler, die anfingen, sahen sich von den Max-Level-Spielern, die schon in Guild Wars 2 waren, eingeschüchtert. Für erfahrene Spieler gab es kaum einen Grund, auf Steam neu anzufangen.
  • Auf Twitch sorgten die Twitch Drops für einen kurzfristigen Sprung, der aber rasch abflaute.

Es sah wenige Tage nach Steam-Release also eher durchwachsen aus.

Guild Wars 2 ist eines der beliebtesten MMORPGs der Deutschen:

Guild Wars 2 geht es unglaublich gut – Steam ist nur ein Bonus

Das sagt jetzt der Chef des Spiels: Wie aus einem Bericht einer polnischen MMORPG-Seite hervorgeht, trügt dieses Bild des Steam-Release aber. Der Game Director von Guild Wars 2, Joshua „Grouch“ Davis, schwärmt davon, dass es Guild Wars 2 gerade besser gehe als zum Launch der Erweiterung, „End of Dragons“, am 28. Februar 2022 (via mmorpg.pl):

Dem Spiel geht es schon jetzt unglaublich gut, Steam ist nur die Kirsche auf der Torte. In den Wochen vorm Steam-Launch haben mehr Spieler Guild Wars 2 gespielt als zum Launch von End of Dragons. Das Game entwickelte sich schon vorm Steam-Launch weiter. Steam ist jetzt nur ein Bonus.

Joshua „Grouch“ Davis, Game Director Guild Wars 2

Wie läuft der Steam-Launch aus Sicht des Chefs?

Game Director Davis sagt, es sei noch zu früh, um über den Erfolg des Steam-Launchs zu reden. Denn hier sei es wichtig, zu beobachten, wie viele Spieler bei der Stange bleiben und durchgängig spielen: Die sogenannte „Retention“-Rate.

Diese Rate werde nach einem Tag, nach 7, 14 und 28 Tagen gemessen. Wobei die „14 Tage“-Zahl besonders wichtig sei: Wie viele Spieler, die mit Guild Wars 2 beginnen, loggen auch nach 2 Wochen noch ein?

Um das zu bewerten sei es jetzt noch zu früh.

Vorm Steam-Launch habe man jedoch „signifikante Verbesserungen“ in der Retention bemerkt. Guild Wars 2 gelingt es offenbar zur Zeit, Spieler, die in Guild Wars 2 reinschauen, an das MMORPG zu binden.

Lohnt es sich 2022 noch mit Guild Wars 2 anzufangen?

Guild Wars 2 hat die höchste Relevanz seit 5 Jahren

Lassen sich die Aussagen irgendwie nachvollziehen? Ja, die Daten geben Davis recht. Wenn wir uns das weltweite Google-Interesse an Guild Wars 2 anschauen, sehen wir, dass im laufenden Jahr das Interesse in der Woche, als die Erweiterung „End of Dragons“ erschien, am höchsten war (100 %).

Der Steam-Launch, obwohl er „relativ schwach“ aussah, hat das Interesse jetzt wieder auf ein ähnlich hohes Niveau (91 % der Spitze) gebracht.

Der Steam-Launch hat also die Relevanz von Guild Wars 2 wieder deutlich erhöht. Das ist für ArenaNet besonders wichtig, weil man seit Jahren Schwierigkeiten hat, solche „Aufmerksamkeits-Höhepunkte“ zu setzen.

Die beiden Ausschläge im Interesse an Guild Wars 2 im Jahr 2022 sind die höchsten seit 2017. Für Guild Wars 2 ist es schwierig, solche Aufmerksamkeits-Spitzen zu setzen, weil man mit der „Lebendigen Welt“ die Geschichte wie eine TV-Serie erzählt, die immer weiter fortschreitet.

Es fällt Spielern offenbar schwer, in eine laufende Staffel einzusteigen, wenn sie den Anfang verpasst haben.

guild-wars-2-google-trends
Wie Google Trends zeigt, fiel es Guild Wars in den letzten Jahren schwer, Relevanz-Spitzen zu erzielen. 2022 gelingt das.

Andere MMORPGs wie ESO oder WoW nutzen DLCs und Erweiterungen dazu, immer wieder Reizpunkte setzen, um Spieler zurückzuholen oder neue dazugewinnen. Guild Wars 2 fehlte das in den vergangenen Jahren.

Sieht so aus, als ist es Guild Wars 2 im Jahr 2022 mit der Erweiterung und dem Steam-Launch gelungen, gleich zwei solcher Einstiegspunkte zu erzeugen.

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WoodZ

Finde es schade das es so viele gute mmos gibt die leider auch schon sehr alt sind und es schwierig wird da als neuer Spieler Spaß zu haben .
fnde manchmal besser wenn man nach Jahren und x Erweiterungen vielleicht mal sagt nicht Erweiterung sondern neues Mmo als Teil 2 , hat auch Vorteil das man dann Sachen mal ändern könnte die In Teil 1 nicht mehr zeitgemäß sind wie graphik oder Kampf system usw.
oder man nimmt sich mal ein Beispiel am bdo mit Anfänger Servern wo nur Chars bis zu einem bestimmten Level unterwegs sind und erst dann den wirklichen Server aussuchen können . Das würde bedeuten das alle neuen Chars auf 1-2 Servern sind und dementsprechend auch der Spaß für neu anfangen ein bisschen mehr gegeben ist .

Leyaa

Also ich bin auch eher jemand, der am „bingen“ ist. Egal, ob nun bei MMOs oder TV-Serien. Liegt daran, dass mein Gedächtnis nicht das Beste ist. Daher erlebe ich die Story zu einem MMO (oder einer Serie) auch immer am Stück, um nicht mittendrin rausgerissen zu werden.

Final Fantasy XIV spiele ich z.B. immer eine Erweiterung hintendran. Zu Shadowbringers habe ich Stormblood komplett durchgespielt, mit Endwalker tauche ich in die Shadowbringer Erweiterung ein, etc.

Bei WoW kehre ich am Ende einer jeweiligen Erweiterung zurück (und spiele auch die jeweils aktuelle). Dort werden ja häufig die neuen Features zur nächsten Erweiterung komplett aus dem Spiel genommen. Außerdem ist es für mich als Casual-Spieler ganz angenehm mit den Catch Up Mechaniken.

In Guild Wars 2 war ich seit Heart of Thorns nicht mehr. Ich warte da aktuell auf ein attraktives Angebot, um die noch fehlenden Erweiterungen zu kaufen.

Huehuehue

Es fällt Spielern offenbar schwer, in eine laufende Staffel einzusteigen, wenn sie den Anfang verpasst haben.

Andere MMORPGs wie ESO oder WoW nutzen DLCs und Erweiterungen dazu, immer wieder Reizpunkte setzen, um Spieler zurückzuholen oder neue dazugewinnen. Guild Wars 2 fehlte das in den vergangenen Jahren.

Wobei mich gerade der Punkt immer wundert, denn gerade dieses „Staffelformat“ sollte doch genau das, nach der grundsätzlichen Logik, besser machen, als ein DLC-Patch, der, wie zB. bei WoW, den Inhalt vom DLC davor, obsolet macht, bzw. sollte er diese Peaks eigentlich häufiger, wenn vielleicht auch nicht so hoch, erzeugen können. Nicht umsonst fangen jetzt auch Streamingdienste an, ihre Serien nicht mehr in einem Stück zu veröffentlichen, sondern wie bei linearem Fernsehen, wochenweise.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
N0ma

GW2 hat lange Zeit aufs Staffelformat gesetzt, wo die meisten Spieler nach einer Erweiterung gerufen haben. Als ich nach 3 Jahren gegangen bin, hatte mans dann doch eingesehen. Dann kamen die Erweiterungen und haben generell besser funktioniert als das mit der Staffel.
Oder ums anders zu sagen Staffel ist Quatsch und das nicht nur bei späterem Einstieg.

Hatte damals schon gesagt in 5 Jahren kommen die ganzen Sachen die sich jetzt alle wünschen, und so kams, Erweiterungen, Mounts, Healer, Tanks.

Huehuehue

Jetzt haben sie beides – alle X Jahre mal ein Addon – 3 Jahre zwischen Grundspiel und Heart of Thorns, 2 Jahre danach Path of Fire, dann 5 Jahre bis End of Dragons – und dazwischen die Staffeln der Living World, mit Veröffentlichungen der einzelnen Episoden dieser Staffeln alle 2-3 Monate (seit Staffel 3 der Living World eigentlich immer so eingehalten).

N0ma

Mit Streaming würde ichs aber nicht vergleichen, das passt nicht. Jede Woche ein Teil find ich ok.

Es gibt aber Experimente mit Staffeln mit Mini Folgen so 5 min, das ist auch so ein Murks den keiner will.

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