Fortnite: Klage gegen 14-jährigen Cheater wird immer irrer

Epic hat einen 14-jährigen verklagt, weil der in Fortnite einen Cheat verwendet haben soll. Die Klage wird immer verrückter und bizarrer, je mehr Einzelheiten ans Licht kommen. So ist der Junge wohl der erste, der „nur“ wegen Cheatens verklagt wird.

Wir haben schon häufiger über die Klage von Epic gegen einen 14-jährigen berichtet. Neue Informationen zeigen, dass die Klage noch außergewöhnlicher ist, als gedacht.

Warum ist das was Besonderes? Der 14-jährige ist wohl der erste, der jemals nur wegen Cheaten verklagt wird. Das berichtet das Magazin „TheVerge“ unter Berufung auf Kendra Albert, eine Expertin für Rechtssprechung in Videospielen, die an der Harvard Law-School lehrt. In allen anderen Fällen hätten die Beklagten die Cheats selbst entwickelt oder sie verkauft.

In einem Fall hätte Jagex bei Runescape Klage gegen unbekannte Bot-Nutzer erhoben, um PayPal dazu zu bringen, die Kontakt-Daten herauszugeben. Als Jaex diese Daten hatte, hätte man die Nutzer aber gebannt und die Klage fallen lassen.Fortnite-Penny

Was hat der 14-jährige gemacht? Der hat einen Aimbot- und Wallhack-Cheat heruntergeladen, dann gespielt, sich dabei selbst gefilmt und diesen Live-Stream auf YouTube online gestellt. Den Download zum Cheat hat er in die YouTube-Box gepackt. Als das Video heruntergenommen wurde, hat er aus Protest ein zweites Videos gepostet und sich einen neuen Account erstellt und da ein drittes Video zu dem Fortnite-Cheat hochgeladen. All das passierte an einem Tag, dem 14. Oktober 2017.

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Warum wird der 14-jährige dennoch verklagt? Epic hat Beschwerde gegen das Video bei YouTube eingereicht. Dann wird das Video gesperrt und dem YouTube-Kanal wird ein Strike verpasst. Der 14-jährige hat dem Strike aber entrüstet widersprochen. Dann wäre das Video wiederhergestellt worden, außer Epic reicht Klage ein und genau das hat Epic getan.

DMCAYOuTube

Quelle: TheVerge

Junge hält Cheaten wohl für „Modding“

Wie hat der 14-jährige dem Strike widersprochen? Der Beschwerde hat der Beklagte widersprochen mit den Worten: „i did nothing rong this strike is all wrong i was modding in a video game that isnt against youtubes TOS why was i striked!!!!!“ Der Junge sieht sein Cheaten als eine Art „Modding“ an, das ja okay sei. Außerdem soll der Junge die Kontakt-Daten des Anwalts von Epic in einem Video gepostet haben und den Hashtag #FuckUEpicGames in einem anderen Video verwendet haben.

Wie sieht der Junge das? Der Junge hat in einem Video im Oktober erklärt, dass die Anklage gegen ihn Quatsch sei. Denn ihm wird vorgeworfen, dass er ins Urheberrecht von Epic eingegriffen hat, da er den Code modifiziert habe. Er sagt, das habe er nicht getan, er habe keine Ahnung von Coding und nur was aus dem Internet heruntergeladen und angewendet. Er übersieht dabei, dass das Cheat-Programm, das er verwendet hat, den Code tatsächlich modifiziert.YouTube-Hacks

Junge und seine Mutter haben wohl keinen Anwalt. Verge merkt weiter an, dass sich alle anderen beklagten Cheater wohl außergerichtlich mit Epic geeinigt hätten. Nur der Junge sei jetzt noch übrig. Erst vor wenigen Tagen hat er neue Videos hochgeladen wie „CSO Hacking (Best Moments).“ Der Junge und seine Mutter haben nach Informationen von TheVerge noch keinen Anwalt. Die Mutter hatte sich mit einem Brief ans Gericht gewandt.


Das Titelbild ist ein Symbolbild.

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