H1Z1/Everquest sagt: Wir gehören keinem russischen Oligarchen

Wem gehört das Studio Daybreak? Wem gehört die Firma hinter den Spielen H1Z1, Everquest und Planetside 2? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Offenbar gehört Daybreak nicht der Firma „Columbus Nova“, denn dann hätte man ernste Probleme. Columbus Nova gehört indirekt einem russischen Oligarchen, dessen Vermögen vom US-Finanzministerium eingefroren wurde.

Wer ist Daybreak? Daybreak ist das frühere Studio „Sony Online Entertainment“, die sich 2015 von Sony gelöst haben. Sie wurden im Februar 2015, so dachte man, von der Investment-Gruppe Columbus Nova übernommen.

Daybreak betreibt Spiele wie Everquest, Everquest 2, H1Z1, DC Universe Online oder Planetside 2. Außerdem bringen sie als Publisher Herr der Ringe Online heraus. Seit sie bei „Columbus Nova“ sind, herrscht ein Sparkurs – so hat man etwa Everquest Next und Landmark eingestellt. Der langjährige Chef des Studios, John Smedley, verließ die Firma im Juli 2015. Wichtige Identifikationsfiguren der einzelnen Spiele verließen Daybreak über die Jahre ebenfalls.

Everquest Next MMORPG

Wem gehört Daybreak? Eigentlich dachte man Daybreak gehört der Gruppe „Columbus Nova“. Das gab Daybreak damals selbst in einer Pressemeldung 2015 bekannt. Das wäre derzeit jedoch eine äußerst heikle Situation, denn Columbus Nova steckt in ernsten Schwierigkeiten.

Besitztümer von russischen Oligarchen in den USA eingefroren

Was ist mit Columbus Nova los? Columbus Nova gehört der Renova Group, die wiederum gehört dem russischen Oligarchen Viktor Vekselberg (61).

Das Finanzministerium der USA (via Home.treasury.gov) hat die Konten und Besitztümer von sieben Oligarchen und zwölf Firmen in den USA am 6. April eingefroren. Darunter auch den Besitz von Viktor Vekselberg und der Renova Group. Das steht im Zusammenhang mit der Besetzung der Krim und der Unterstützung des Regimes in Syrien durch Russland. Außerdem wirft man russischen Oligarchen vor, die westlichen Demokratien zu sabotieren, darunter die US-Wahl 2016.

Vekselberg und der Renova Group konkret wirft man vor, in Korruption um Energie-Erzeugung in Russland verwickelt zu sein.

Man gibt den Firmen bis zum 5. Juni Zeit, ihre Geschäfte in den USA zu einem Ende zu bringen und abzuwickeln.

H1Z1-Update

MMORPG-Spieler haben Angst: Diese Nachricht hat bei Spielern von Everquest 2 (via Eq2wire) ernste Sorgen ausgelöst.

Die fragen sich: „Ist denn in zwei Monaten Schluss?“ Denn wenn Columbus Nova nicht mehr in den USA operieren kann: Wie soll dann Daybreak weiterlaufen und damit auch Everquest 2?

Dabei klingt Daybreak überhaupt nicht so, als hätten sie gerade Schwierigkeiten. Erst am Dienstag hat man den PS4-Port für H1Z1 angekündigt.

H1Z1-Gratis-02

Das ist gar nicht unser Besitzer, unsere eigene Pressemeldung 2015 war falsch

Das sagt Daybreak selbst: Daybreak sagt gegenüber der US-Seite MassivelyOp: Das sei alles ein Missverständnis. Man habe mit Columbus Nova nichts zu tun. Ein früheres Mitglied von Columbus Nova, Jason Epstein, sei der Eigentümer von Daybreak Game Company und sei das auch schon immer gewesen, seit er die Firma von Sony im Februar 2015 gekauft hat.

Die Presse-Meldung, die man damals selbst herausgegeben hat, sei ein Fehler gewesen, den man nun korrigiert. Die Pressemeldung von 2015 sagt klar: „Columbus Nova hat uns gekauft.“

Außerdem haben Nutzer einen Konflikt auf der Wikipedia-Seite von Daybreak entdeckt. Offenbar versuchten Accounts Anfang April, als die Sanktionen bekannt wurden, alle Hinweise auf Columbus Nova von der Wikipedia-Seite Daybreaks zu löschen.


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Autor(in)
Quelle(n): massiveylop
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