Smedleys Rücktritt: Wieder einer weggebissen – ein Kommentar

Wieder einer weg: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gab John Smedley, kontroverser Chef des MMO-Studios DGC, seinen Rücktritt bekannt.

Bild aus glücklicheren Tagen: Ein Mann mit Hund - John Smedley.
Bild aus glücklicheren Tagen: Ein Mann mit Hund – John Smedley.

Die Gründe kennt man nicht, man kann nur spekulieren, was genau den Branchen-Veteran Smedley dazu bewog, seinen Sessel zu räumen

Vor ein paar Tagen, als er angefressen seinen Rückzug von Twitter und reddit bekanntgab, sagte er sowas wie: „Das Leben ist zu kurz, um sich von seinen Zielen abbringen zu lassen. Ich wollte immer nur Spiele entwickeln.“ Vielleicht geht das nicht, wenn man als der Sündenbock dafür ausgemacht wird, dass die Spiele-Server der eigenen Firma unter DDOS-Attacken stehen. Und dass, aus Sicht der Fans, „nur“ weil man auf Twitter seiner Wut freien Luft ließ und einem Cyberkriminellen öffentlich dem Krieg erklärte.

So richtig ist noch nicht mal klar, warum sich die Gruppe der Cyberkriminellen im letzten Jahr ausgerechnet Smedley als Feind Nr. 1 aussuchte. Vielleicht weil er der Chef von „Sony Online Entertainment“ war und man kurzerhand folgerte: Dann muss er ja für die Internetsicherheit von Sony zuständig sein! An dem statuieren wir mal ein Exempel, dem setzen wir jetzt richtig zu!

Dass Smedley mit dem PSN überhaupt nix zu tun hat, sondern innerhalb von Sony ein MMO-Studio führte, das sich auch noch auf PC-Spiele konzentriert hatte, könnte den minderjährigen Cyberkriminellen vielleicht entgangen sein. Die Folgen kennen wir: Eine Bombendrohung zwang ein Passagierflugzeug zur Notladung, Swat-Teams wurden entsandt, persönliche Dokumente ins Netz gestellt, Fotos vom Grabe Smedleys Vater mit Obszönitäten versehen und gepostet. All das hat Wunden bei Smedley hinterlassen, der stolz drauf war, ein Präsident zum Anfassen zu sein, jemand, der bei allen Schwierigkeiten für die Fans greifbar, ansprechbar, erlebbar blieb.

Einer der Lizard-Squad-Cyberkriminelle gab Sky News ein Interview …

Empfohlener redaktioneller InhaltAn dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube Inhalt
Magnus-Persson

Nein, die Gründe kennt man nicht für Smedleys Rücktritt. Vielleicht ist er irgendwann aufgestanden und hat sich gedacht: „Warum tu ich mir das eigentlich an?“ Und da ist er nicht der erste. Markus Persson, Ex-Mastermind hinter Minecraft, ist von seiner Persönlichkeit her deutlich versöhnlicher und weniger auf Kontroversen aus als Smedley. Aber auch Persson hatte irgendwann keine Lust mehr die große Figur, der Frontmann zu sein, an dem man sich reiben konnte, an den man Erwartungen hatte. Er wolle kein Symbol mehr sein; es gehe ihm nicht ums Geld, sagte Persson als er Minecraft verließ, sondern um sein Seelenheil, um seine geistige Gesundheit.

Persson ließ all den Trubel zurück, nachdem er ein Video auf Youtube sah, das sich mit Phil Fish beschäftigte.

Der umstrittene Indie-Entwickler Phil Fish ist auf der anderen Seite der Skala, noch aggressiver, noch kontroverser als es Smedley je sein konnte. Der Indie-Entwickler stritt sich gerne mit Gegnern, besonders öffentlich, suchte die Reibung, genoss sie. Bis er dann zu prominent wurde. Die Zahl seiner Gegner, die er bis zur Weißglut reizte, mehrte sich derart, dass darunter Leute waren, denen jedes Mittel Recht zu sein schien, ihm persönlich weh zu tun. Und das ist heute wie auch Smedley lernen musste aus dem Hinterhalt und anonym möglich.

Nach dem Motto „Viele Hunde sind des Hasen Tod“ war es irgendwann ein bissiger Kommentar, ein öffentlicher Angriff, einmal Häme zu viel. Fish, den auch seine schärfsten Kritiker für einen talentierten Spiele-Entwickler hielten, zog sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Phil Fish wurde in dieser Internet-Doku als Muterbeispiel für eine „Internet-Berühmtheit“ unter die Lupe genommen …

Empfohlener redaktioneller InhaltAn dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube Inhalt

Mit ganz ähnlichen Problemen haben Frauen im Netz zu kämpfen. Und dazu müssen sie nicht das Alpha-Mann-Syndrom oder ein großes Ego haben. Zwei Sachen, die man nun weder Fish noch Smedley absprechen kann. Frauen kriegen Ärger mit dem Netz, wenn sie nerven. Unbequeme Frauen kriegen Ärger. Frauen mit anstrengenden Ansichten, die darüber reden möchten, dass man das Frauenbild in Computerspielen hinterfragen muss. Sie nerven die falschen Leute, die Leute, die nichts zu verlieren haben. Und sowas führt in 2015 schon mal zu Bomben- und Morddrohungen. Das prominenteste Beispiel ist sicher Anita Sarkeesian, die es mit ihrer Serie „Tropes vs. Women in Video Games“ zu allerlei Anfeindungen gebracht hat. Die harmloseste darunter, dass ihr Gamer-Cred fehle …

Es ist eine seltsame Welt, in der wir leben. Jede Form von Kultur, jeder Film, jedes Videospiel, jede TV-Serie zeigt uns, wie wichtig es ist, seine Meinung zu sagen, mutig zu sein, aus der Masse herauszutreten. Wir jubeln Helden zu, die genau das machen. Jenen, die sich nicht wegducken, jenen, die Flagge zeigen: Ihnen gehört unsere ganze Sympathie … im Kino oder im Fernsehsessel.

Wir fordern Typen mit Ecken und Kanten. Haben keinen Bock mehr auf labrige Worthülsen, auf salbadernde Schwätzer, die jede Position meiden. Haben Leute satt, die niemals anecken wollen. Wir fordern Meinungen, wollen ernst genommen, wollen gehört werden.

Smedley hat all das gemacht: Vor mehr als einem Jahr haben wir uns John Smedley angeschaut, wie er mit Spielern kommuniziert, wie er klar sagt, was er denkt, wie er Fehler einräumt, auf Fans zugeht, mit ihnen spricht. Und wir haben uns gewundert. Seit wann ist Sony eigentlich so cool?

Anita Sarkeesian im Gespräch mit Stephen Colbert in dessen Rolle als rechts-konservativer Medienbeißer …

Empfohlener redaktioneller InhaltAn dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube Inhalt

Doch in der Praxis sind genau die Leute, die das tun, sind die kontroversen Typen, die Anstrengenden, jene, die uns nerven, die uns ärgern, die uns zum Denken anregen, genau jene, die mit uns sprechen, die uns was anderes als dünnen PR-Talk servieren, genau jene sind Anfeindungen einer anonymen Masse ausgesetzt, die sie zurechtstutzen will, die ihnen Grenzen aufzeigt, die ihnen sagt: Wenn du das tust, machen wir dich fertig. Wenn du was sagst, das uns nicht passt, dann wird es dir leid tun. Genau diese Leute sind angreifbar, reiben sich in endlosen Scharmützeln auf, ihnen wird übel mitgespielt und zugesetzt.

Die Aggressoren sehen sich in einer Rolle als David: Es sind Einzelpersonen, die einen Goliath, eine Person mit Einfluss zu Fall bringen wollen. Und das mit allen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Denn was nimmt der sich eigentlich raus? Was denkt der eigentlich, wer er ist? Dem werden wir es mal zeigen! Und dadurch werden wir selbst zu wem. Dadurch sind wir es, die Einfluss haben, auf die geachtet werden muss.

DGC-Logo
Das ist das neue Logo von DGC. Unter diesem und Smedleys Auge versprach man goldene Zeiten für Planetside 2, H1Z1 und Everquest Next.

Wie wollen wir unsere Personen des öffentlichen Lebens? Meinungsstark, kommunikativ, erreichbar, dabei aber immer beherrscht und unverbindlich? Wollen wir, dass sie von jedem geliebt und gemocht werden? Und was ist, wenn nicht? Was wenn ihre Nase den falschen Leuten nicht passt? Wenn ihre Ideen gerade da auf Ungade treffen, wo man nicht zimperlich ist, wo man von Meinungsaustausch wenig hält, wo man andere Methoden der Kommunikation pflegt, man Mord-Drohungen oder Swat-Teams anstelle von Argumenten aussendet?

Sollte sie dann wirklich schweigen und sich wegducken?

Und was ist, wenn nicht? Verlangen wir dann von ihnen Statuen zu sein, die stumm erdulden sollen? Die über solchen Dingen stehen müssten. Mal eine Morddrohung hier, ein paar veröffentliche Privatdokumente dort, seitenlange Hass-Mails und nächtliche Anrufe … Was juckt’s die stolze Eiche, wenn sich der Eber an ihr reibt?

Nein, das können wir nicht verlangen. Es sind keine Statuen. Es sind Leute, die irgendwann morgens aufstehen und sagen: „Warum tu ich mir das eigentlich an?“ Und vielleicht stehen irgendwann weniger von den Leuten auf, wenn’s bequemer ist, sich nicht angreifbar zu machen, sich so manches zu verkneifen, sich öfter unter Kontrolle zu haben.

Deine Meinung? Diskutiere mit uns!
0
Gefällt mir!
Kommentar-Regeln von MeinMMO
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Community-Aktivitäten
Hier findest Du alle Kommentare der MeinMMO-Community.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
41 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
Elikal Ialborcales

Naja, ich bin etwas hin und hergerissen. Einmal fand ich immer, dass Smedley ein ziemlicher Holzkopf war. Viel versprochen, und doch eher Murks gemacht. Oft ist es mit einstmals sehr erfolgreichen „Designern“ so, dass ihnen ihr ehemaliger Ruhm zu Kopf steigt. Die Macher von Spielen wie Everquest, Ultima oder Minecraft kapieren einfach nicht, dass sie nach einiger Zeit durchaus auch mal den Trend total verpeilen. Sie klammern sich dann umso verbissener an ihren vormaligen Ruhm, halten sich für unfehlbar und ziehen so viel berechtigte Kritik auf sich. Das schaukelt sich dann halt auf: auf der einene Seite „Developer“ die auf stur schalten, sich für Besserwisser halten und die Kunden regelmäßig anlügen; auf der anderen Seite Kunden, die immer wütender werden, weil Developer immer weniger zuhören und statt auf Fans auf einen oberflächlichen Massenmarkt setzen, und dabei all jene Fans der ersten Stunde verraten, die ein Genre überhaupt erst groß gemacht hatten.

So machen die alten Fans Everquest und Star Wars Galaxies möglich, und man beging praktisch einen üblen Verrat an ihnen, und sagt uns, den alten Fans: ihr zählt nicht mehr, wir haben jetzt andere Kunden die auf billig-Scheisse stehen, verziehts euch.

Klar, dass diese alten Fans darauf wütend reagieren.

Natürlich rechtfertige ich damit weder DDOS Attacken noch persönliche Drohnungen. Aber weil einige Kritiker durchdrehen und scheinbar Psychopathen sind, heißt es ja nicht, dass Wut und Kritik nicht berechtigt seien. Im Spiele-Genre geht einfach was grundfalsch. Developer schielen fast nur noch auf einen leicht zu befriedigenden Massenmarkt. Perlen wie „Pillars of Enternity“ oder „Witcher 3“ sind da eben die Ausnahme. Grade wenn man das sehr gelungene Witcher 3 mit dem total hohlen „Dragon Age Inquisition“ vergleicht sieht man, wie gerade große Firmen sich selbst viel zu sicher sind, und dort einfach kaum mehr Kreativität herrscht. Diese Unzufriedenheit der Fans haben die Developer viel zu lange total abgeblockt. Ich war oft Beta Tester in MMOs, und weiß dass Developer vieles an Kritik einfach nicht hören wollen, immer mit „wir wissen alles besser“ kamen. Diese Arroganz habe ich echt gründlich satt.

Nein, das rechtfertigt weder Shitstorms noch Drohungen noch Hacker Attacken. Das finde ich auch mies. Ein CEO oder Chef darf sich aber in solche Probleme nicht persönlich reinhängen. Dafür hat man seine Leute. So was wirkt einfach extrem unsouverän.

Und ein Nachsatz zu Anita Sarkeesian: Ich habe die Debatte nur am Rande verfolgt. Ich finde ihr Anliegen zwar richtig und sinnvoll, aber den Tonfall und die schrille Art verschreckt doch eher. Sie hat auch argumentativ, so weit ich es sah, manches total überzogen. Nicht hinter allem muss gleich böse Macho-Absicht stecken. Und die Gegenseite schoss sich ebenfalls auf ziemlich liderlicher Art gegen sie ein. Da hätten beide Seiten mal verbal abrüsten sollen. Ich bin auch für Emanzipation; aber die schrillen Thesen so mancher „Genderistin“ gehen mir dennoch ziemlich auf den Zeiger.

Als tendenziell wertkonservativer Mensch sehe ich eher eine allgemeine Entwicklung des sittlichen Verfalls. Es gibt keine Wertschätzung von anständigem Verhalten mehr. Die Menschen brüllen sich einfach nieder. Man wirft den Müll in die Landschaft, bemalt die Häuserwand, macht sich mit dem Rucksack im Bus auf drei Sitzen breit. Da ist das Internet einfach nur ein Element einer total egomanischen Gesellschaft, in der kaum mehr Rücksicht genommen wird.

Gerd Schuhmann

Das hatte absolut null mit Smedley als Person oder Star Wars Galaxies oder weiß der Geier was zu tun.

Das sind 17jährige. Meinst du die sind sauer wegen SWG? 🙂

Die hielten ihn für den Chef von „Sony Online“ für die Konsolen-Fraktion und haben mit einer Bombendrohung sein Flugzeug zur Landung gebracht und dann haben sie als Gag gesagt: Ach ja übrigens! Allah akbar! Wir sind Islamisten! Und übrigens: Hier kommt meine neue Platte raus, kauft die doch mal.

Und wenn sich 30 Leute „Lizard Squad“ mit Filzstift auf ihren Schädel schreiben, dann hören wir mit der DDOS-Attacke auf die PSN auf – ach nee, doch nicht. Haha.

Die haben Sonys Netzwerk angegriffen, weil das die maximale Aufmerksmakeit erzeugen würde, weil davon am meisten Leute betroffen sein würden, die auch auf Twitter und auf den sozialen Netzwerken sind. Das waren Attention-Junkies ohne Ende.

Und aufgehört haben sie, nachdem Kim Schmitz ihnen als PR-Gag irgendwelche Accounts versprochen hat.

Das hat null mit „Da sind wohl einige Kritiker durchgedreht“ zu tun. Das hat null mit Smedleys Karriere zu tun. Das ist so wie „Der Blitz hat eingeschlagen, hätte er mal nicht am Tag des Herren den Rasen gemäht.“

Es geht nicht darum, was er fachlich gemacht hat, sondern dass er „irgendwie zu Sony gehört“ und „irgendwie präsent“ war, deshalb wurde er angegriffen und wie er dann auf diese Angriffe gegen sich reagiert hat, das ist dann eskaliert, dass er sich das nicht gefallen ließ.

Ich nehm an, wenn Sony Online Entertainment damals schon „Putziges MMO Studio mit Indie-Tendenzen“ gehießen hätte, dann wär da null passiert.

Elikal Ialborcales

Die Frage ist doch, einmal, ist Smedley wirklich nur deswegen zurück getreten, oder was das „nur“ der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte?

Und zudem: dass Leute wie Smedley so eine Haßfigur werden mag übertrieben sein, aber seine Vorgeschichte wird schon einen Einfluss haben. Man zielt ja nicht per Zufall auf irgendeinen ab, sondern eine Person mit einem bestimmten Ruf.

Wenn das aber ist, wie du sagst, sind die anderen Fälle die du im Artikel beschreibst, ja nicht vergleichbar. Weil diese durchaus wegen ihrer Meinung und Handlungen angegriffen wurden. Wenn Smedley nur als Mißverständnis angegriffen wird, ist es ja kaum mit den anderen vergleichbar. Nur so am Rande.

Gerd Schuhmann

Guck dir mal das erste Video an, in dem Artikel, da wird der interviewt, der dafür verantwortlich ist.

Glaubst du wirklich, der hat sich Gedanken darum gemacht, wen es da trifft?

Elikal Ialborcales

Wenn das aber ist, wie du sagst, sind die anderen Fälle die du im
Artikel beschreibst, ja nicht vergleichbar. Weil diese durchaus wegen ihrer Meinung und Handlungen angegriffen wurden. Wenn Smedley nur als Mißverständnis angegriffen wird, ist es ja kaum mit den anderen vergleichbar. Nur so am Rande.

N0ma

Ich finde diese Diskussion übertrieben. Smedley hat einen Fehler gemacht indem er die Sache so persönlich genommen hat und sich selbst zum öffentlichen Richter ernannt hat. Dann muss er es auch abkönnen wenn es aus dem Wald in den man hineinruft wieder zurückschallt. Dass er sauer ist kann man verstehen, da hat auch keiner was gegen, aber die Eltern anzugreifen geht einfach zu weit.

RotzAufDerWiese

Als der Autor mit Anita Sarkeesian anfing, habe ich aufgehört zu lesen. Er sollte zuerst den Unterschied zwischen Äpfel, Birnen und Pflaumen erkennen, bevor er schreibt, sonst kommt nur Obstsalat dadei heraus.

Gerd Schuhmann

Ja, es ist ja allgemein bekannt, dass man sich bei einer bestimmten Gruppe von Leuten keine Freude macht, wenn man über Anita Sarkeesian ohne hassverzerrtes Gesicht schreibt.

Das ist meiner Ansicht nach ein Symptom genau des Problems, das hier im Artikel beschrieben wird. Da werden andere Meinungen mundtot gemacht durch lustige Lynchmobs in den Internetkommentar-Seiten.

Ich hab das vor einer Weile bei IGN Deutschland gesehen, da hat eine Autorin dort einen „Gamergate“-kritischen Satz von einem Blizzard-Chef zitiert: Da war aber die Hölle los.

Da hieß es sofort: Autorin raus! Ich schreib ne Beschwerde an IGN USA! Mieser Journalismus! Meinungsmache! Bildzeitungs-Niveau! Eure ganze Seite ist scheiße. Die Autorin sei frustriert&einsam. Man hat das sofort an den entsprechenden Stellen gemeldet.

So Geschichten gab’s aus der USA reichlich, wo Werbekunden von Seiten angeschrieben wurden, bis die ihre Werbung zurückgezogen haben, da wurde gezielt gegen bestimmte Autoren und Seiten geschossen, die unliebsame Meinungen vertraten.

Das hat mich in der Tat schockiert. Kann jeder mal gucken, wie da so gearbeitet wird, um Meinungen, die einem nicht passen, zu „unterbinden.“ Und das ist wie gesagt noch „relativ harmlos“ im Vergleich dazu, was anderswo abging.

http://de.ign.com/overwatch

Vielleicht sollte dann der Leser an genau der Stelle weiterlesen, auch wenn es ihm gegen seine festzementierten Ansichten geht. Wenn Leute, die noch nie auf einer Seite waren, extra herkommen, nur um zu sagen: Das ist aber Scheiße, wenn Ihr die Tussi nicht verdammt …

Das ist meiner Ansicht nach genau so ein „Druck durch die Masse gegen Einzelne“-Problem, was ich in dem Artikel beschreiben wollte.

P.S.: Also fürs Protkoll: Ich vermute, du hättest den Artikel hier nie gelesen, wenn ihn nicht Google bei „Anita Sarkeesian“ als Treffer ausspucken würde. Dann zu sagen „Ich hab an der Stelle“ nicht weitergelesen … ja, genau. 🙂

Zunjin

Bis zum Artikel wusste ich, wie die absolute Mehrheit der Deutschen nicht mal, wer die gute Frau überhaupt ist. Gut jetzt weiß ich es.

Nur warum sie einem überhaupt in irgendeiner Weise tangieren soll und warum sich alle so dermaßen aufregen, dass ist mir nicht klar. Genrell verstehe ich nicht, warum heutzutage um alles so ein Wirbel gemacht wird und woher der Ganze Hass kommt.

Da bin ich doch im Nachhinein froh, dass ich der Youtube Zielgruppe der 12-18jähringen lange entwachsen bin. Denn im echten Leben und hier vor der Haustür, gibt es genug zum Aufregen. Da brauche ich keine Feministin im weit entfernten Kanada für.

Gerd Schuhmann

In den USA ist das ein Phänomen, dass eine Seite wie polygon das Gaming als Popkultur, als Life-Style betrachtet und da – sozusagen – deutlich „linker“ darüber berichtet als das die klassische Medien machen.

Also Polygon hat bald jeden Tag eine Story: Warum gibt’s keine guten Frauenrollen in Spielen? Warum sind die Helden immer weiß? Was bedeutet das politisch?

Und da entsteht schon öfter der Eindruck, die Spiele geraten ins Hintertreffen. Also da werden Spiele nicht als Spiele besprochen oder nicht als Spiele, wie wir sie verstehen, sondern schon in einem anderen Kontext. Da gibt’s dann Text-Adventure, die sehr politisch sind, die „Botschaften“ haben und die werden dann besprochen – die haben da schon eine Agenda, die nicht jedem passt.

Und dann gab’s einen „Mini-Skandal“, ein Autor hatte was mit einer Indie-Entwicklerin, die genau solche Text-Adventure schreibt. Und er hatüber sie berichtet und ihre Dinge empfohlen, ohne diese Beziehung den Lesern zu offenbaren: So nach dem Motto: Was man sich auch mal anschauen sollte ist dieses Spiel hier (Übrigens, ich hatte ne Affäre mit der Entwicklerin).

Das ist ne ganz krude Nummer, deren Ex-Freund hat ein Videos ins Netz gestellt: Die hat mich betrogen, um sich nach oben zu schlafen! usw.

Und daraus entstand dann eine Bewegung: Die linke Presse und Indie-Enwcikler unterwandern das Gaming, denen ist das Gaming an sich wurscht, die wollen uns hier indoktrinieren.

Und das löste im Prinzip so einen Wut-Stau auf, gegen eine bestimmte Art von Berichterstattung von Leuten, denen ein Gamer-Stallgeruch fehlt. Das brach sich dann Bahn. Das war zum Teil ziemlich hässlich.

Da war „viel berechtigte Kritik dabei“ über die enge Verflechtung von Industrie und Presse, die sich aber, meiner Ansicht nach, an einem albernen Beispiel festmachte (irgendeine Indie-Entwicklerin regiert mit ihrer Vagina die Spiele-Industrie – aber die Millionen Werbebudget von Gaming-Konzernen sind wurscht).

Das wurde dann auf jeden Fall sehr schnell sehr hässlich. Und die Sarkeesian war eine Symbolfigur für alles, was an dieser Art, Gaming zu betrachten, falsch war, in den Augen der „Gamergater.“

Wir haben in Deutschland davon so gut wie nichts mitbekommen, weil es diese Art von Berichterstattung hier nicht gibt.

In Deutschland gibt’s eine Seite, die Gaming so betrachtet. Das ist Super-Level und die haben nicht die Reichweite.

Die sonstigen deutschen Gaming-Medien sind sehr konservativ, machen vieles noch so wie früher: Test, Preview, Guide. Das kritisieren dann Branchen-Aussteiger auch immer schön scharf: Dass der deutsche Gaming-Journalist immer noch ein Experte ist und in dieser Rolle festhängt.

Während Seiten im englischsprachigem Raum mittlerweile einen anderen Ansatz entwickelt haben, nicht alle, aber einige.

Larira

Smedley sehe ich jetzt nicht als jemanden, der „Ecken und Kanten“ hat. Dass es diese Klientel aber gibt, die andere Meinungen wegmobbt, das stimmt allerdings. Und das sogar in den normalen Medien. Kaum weicht eine Meinung vom linksliberalen Mainstream ab, schon sind die Leute Nazis, neoliberal, frauenfeindlich etc.

Grüße

Meinungsvielfalt

Das Problem geht tatsächlich weit über die „Spieleszene“ hinaus. Dieter Nuhr – kürzlich Opfer eines Shitstorms – hat dazu einen Artikel in der FAZ veröffentlicht: den Angreifern gehe es nicht mehr um eine inhaltliche Auseinandersetzung, nicht um die Diskussion unterschiedlicher Meinungen. Nein, Andersdenkende sollen überrollt, etikettiert und fertig gemacht werden. Und es trifft immer mehr Leute, z.B. auch Professoren, die Meinungen vertreten, die einer speziellen – meist linken – Klientel nicht gefallen.

Im Prinzip ist es ein uraltes und antiaufklärerisches Muster: eine abweichende Meinung wird gar nicht erst diskutiert, sondern als „böse“, „abartig“ oder „krank“ abgestempelt. und mit der Meinung gleich der Mensch. Damit wird der Mob aufgehetzt. Das Internet macht die ganze Sache nur noch viel einfacher. Man erreicht viel schneller viel mehr Leute, die nicht mal ihr Haus verlassen müssen.

Forwayn

Ich denke nicht, dass sich hier das linke Klientel als besonders aggressiv herausstellt. Egal um welches Thema es geht, gibt es immer die, die einen Shitstorm vom Zaun brechen wollen. Das passiert links, wie rechts. Bloß weil die links-liberale Meinung von Fernsehen und Presse größtenteils kolportiert wird, heißt es nicht, dass im I-net das Gewicht ähnlich gelagert ist. Vielleicht ist hier die Gewichtung sogar verschoben, weil hier Subkulturen und politisch Andersdenkende viel eher Gehör finden, als in der offiziellen Presse.

Gorden858

Dieses ganze links-rechts-Schubladendenken ist doch eigentlich auch nur ein veraltetes Artefakt aus dem letzten Jahrhundert…

Forwayn

Sowas wie: Man kann BIO essen und trotzdem gegen Asylanten auf die Straße gehen? 😀

Da hast Du sicherlich recht. Ich glaube, dass sich die privaten Lebenswelten tatsächlich sehr stark vermischen. Bei interkulturellen, internationalen Themenfeldern herrschen aber dennoch gewisse Lagerbildungen vor.

Meinungsvielfalt

Mag sein. Aber ohne die „links-liberale Meinung von Fernsehen und Presse“ bleibt der Shitstorm in den Subkulturen, entfaltet nicht die Durchschlagskraft. Noch wird die Mehrzahl der Menschen über traditionelle Medien erreicht.

Egal ob „Anita Sarkeesian“ oder #Aufschrei – wirklich relevant wird es, wenn auch Spiegel und Tagesschau darüber berichten.

Zunjin

Wenn dir die Bezeichnung: „rechts gesinnte, National-Konservative“ lieber ist, bitte. Ich bin ja der Meinung, Bezeichnungen ändern nichts am Inhalt. 🙂

Mufin

Du darfst auch nicht vergessen das es 2 unterschiedlichen Begebenheiten sind denn mit den Flüchtlinge bekommen viele auch sehr starke Angst und obendrein sind sie fremdartig und haben andere Verhalten weise gelernt.
Der Deutsche eher Konsum verwöhnt und ziemlich Kalt und steht auf seine Gewohnheiten(nein ich habe eine längere Deutsche Vergangenheit Generationen die sogar Bauernhof in Deutschland besaßen und nein bin nicht Blauäugig :P)

Fichtenelch3000

Puuhh… grundsätzlich mag ich den Artikel, auch wenn er für meinen Geschmack etwas sehr theatralisch an der ein oder anderen Stelle wirkt.

Aber Anita Sarkeesian mit in diesen Artikel aufzunehmen und sie als lediglich „unbeqeueme Frau“ zu bezeichnen, halte ich für unangebracht. A.S. macht sehr populistische und sehr subjektive Beiträge, die warum auch immer von vielen Leuten unterstützt werden. Sie ist mitterlweile keine Kritikerin, sondern eine Marke und behandelt sich selbst auch so: je mehr Konflikt, desto höher ihr Wert.

Ich will gar nicht bestreiten, dass das Frauenbild in manchen Spielen arg einfach und sexistisch dargestellt wird, aber wir bewegen uns – meiner Meinung nach – immer im Bereich der künstlerischen Freiheit und ich glaube, dass weibliche Spieler auch unterscheiden können, was einfach funny wirken soll und was sexy aber stark ist. Schauen wir uns Spiele wie Mortal Kombat oder auch Destiny an: natürlich werden die Frauen in Topform dargestellt (genau wie die meisten männlichen Figuren) und sie wirken auf mich dabei nicht „unterdrückt“. A.S. sucht in ihrer Serie nach Extremen und – viel schlimmer – isoliert sie aus dem Kontext, um einen dramatischeren Effekt zu erzielen. In einem Ihrer Videos beschäftigt sie sich mit den Hitman spielen. In einer (von 20) Missionen muss man einen Menschenhändlerring sprengen und dabei in einen Stripclub. Dort werden Frauen selbstredend unterdrückt dargestellt, darum geht es ja in der Mission und der Spieler soll diesen Umstand ändern. Wie üblich in den Spielen kann man aber auch normale NPCs umbringen, was aber eigentlich doch garn nicht Sinn der Mission ist und vom Spiel auch bestraft wird. A.S. hingegen zeigt, wie man die halbnackten NPCs umbringen, durch den Raum ziehen und in eine Kiste schmeissen kann. In meinen Augen bestehen ihre Videos aus zu viel Augenwischerei. Sie hat sicher grundlegend einige Punkte, über die man durchaus reden kann und sollte, aber sicher nicht in ihrer Form.

Ich habe nichts gegen Frauen, nichts gegen weibliche Gamer, nichts gegen Kritik an der Industrie und der Darstellung von Geschlechtern, aber diese Frau ist toxisch für die Gamerszene und nur an sich selbst als Marke interessiert.

Gerd Schuhmann

Ich bin auch kein Fan von ihr. Ich denke sie provoziert Widerspruch. Aber das ist auch eine sehr vernünftige Funktion, wenn Leute die einnehmen.

Was mich stört ist es, wenn Leute mundtot gemacht werden, indem man ihnen persönlich zusetzt.

Wenn man sagt: Ich hab mich mit ihr auseinandergesetzt, für mich ist das ein Windei. Ist das ja völlig im Rahmen vom zivilisierten Umgang miteinander.

Aber das ist ja nicht das Problem, sondern es ist offener Hass und es sind Straftaten, die ihr da entgegenschwappen.

Auch bei Smedley und Phil Fish: das sind ja keine Wohlfühlkuschelbären, bei denen es leicht fällt, sie zu mögen. Und natürlich kann und sollte denen widersprochen werden. Aber eben immer im Rahmen eines halbwegs vernünftigen Umgangs miteinander.

Das ist für mich der Punkt. Man kann heute, das haben wir jetzt alle gesehen, man kann heute jeden in die Knie zwingen, zermürben und kaputtmachen, wenn man bereit ist „bis ans Äußerte zu gehen.“

Und da ist es, glaube ich, Aufgabe der Vernünftigen mit kühlem Kopf zu sagen: Das lassen wir nicht zu. Davon distanzieren wir uns. Wir stehen zu den Opfern, auch wenn wir die nicht mögen und wenn sie uns nerven. Aber so einen Umgang hat keiner verdient.

Die Leute, die da zum Äußersten greifen, denken ja noch, sie tun der Welt einen Gefallen und handeln für eine „schweigende Mehrheit.“

Fichtenelch3000

Ja, damit hast du natürlich grundsätzlich völlig recht. Der Umgang im Netz ist oftmals völlig daneben und nicht zu tolerieren.

Ich hätte mir nur auf deinen Artikel bezogen (und nur aus meiner Sicht) eine deutlichere Trennung der Gruppen Smedley/Fish und Sarkeesian gewünscht. Die ersteren stehen für und verteidigen ihre Arbeit, ihr Produkt, ihre Passion; A.S. hingegen provoziert (ich vermute mit Kalkül) Kontroversen durch die Art und Weise ihrer Beiträge. Sie stellt isolierte Fakten in einem ganz bestimmten, unreflektierten Licht dar und tritt so auf, als wäre jeder Fan der Spiele, die sie seziert, erfüllt vom Wunsch, Frauen zu unterdrücken. Ich kann verstehen, dass sich viele Gamer dadurch angegriffen fühlen und in den Rage Mode übergehen… aber klar, das darf natürlich niemals in Form von Drohungen passieren.

Gorden858

Ich finde genau dadurch wird es erst deutlich. Das allgemein akzeptierte Meinungen ohne Angst vor Konsequenzen kundgetan werden dürfen ist für alle selbstverständlich. Aber zur Meinungsfreiheit gehört eben auch dazu, dass anstößige und provozierende Meinungen genauso verbreitet werden dürfen.

Man muss kein Fan von AS, Fish oder Smed sein. Ja, man darf sie für ihre Meinung, ihr Auftreten oder was auch immer total bescheuert finden oder sogar hassen. Aber wenn man die Meinungsfreiheit vertritt sollte man trotzdem empört sein, wenn so jemand aufgrund seiner Meinung das Ziel von kriminellen Aktivitäten wird.

Fichtenelch3000

Ohne Frage, da hast schon Recht. Nur… die Dinge, die A.S. veröffentlicht muss man nicht zwangsläufig als reine „Meinung“ bewerten. Wie eingangs geschrieben, halte ich das mitterweile alles eher für eine Masche im Zuge der Vermarktung. Und, dass sie ihre Videos veröffentlicht, ohne eine Kommentarfunktion zu geben, ist auch ein Stück weit „feige“ (mir fällt gerade kein treffenderes Wort ein). Dass sie diese wiederum ausstellt, führt sie darauf zurück, dass eh nur Hate gepostet wird. Das lasse ich auch bedingt gelten!

Aber: wenn du dir mal ein paar Videos anguckst, in denen sie über ihre Ansichten mit jemandem duskutiert, wirst du feststellen, dass sie jedes noch so gute Argument als „Unterdrückung der Frau“, „Angst vor starken Frauen“ oder „unebgründet“ abwinkt.

Wir sind uns ja alle einig: Drohungen und sonstige Straftaten in diesem Zusammenhang sind zu verurteilen und gehen gar nicht! Aber mir ging es darum, dass A.S. und wirklich involvierte Personen der Industrie zwei paar Schuhe sind und die Reaktionen der Hater auf die jeweiligen Gruppen andere Gründe haben (könnten).

Chris Utirons

Hacken muss höher bestraft werden und mobbing im Internet auch, mittlerweile ist es zu einfach Leute einfach im Internet zu mobben. Das ist nicht nur im prominenten Bereich so, sondern fängt heute schon an den Schulen an.

Mufin

Würde eine Bestrafung wirklich helfen ?
Würden Bestrafung nicht eher zum gegen teil führen ?
Den Konzerne wird es viel zu einfach gemacht.
Auch würde es dich Wundern woher die meisten Hacker kommen.
Wusstest du das seit einigen Jahren die Firmen die sich gegenseitig Hacken Explosive Stiegen mal abgesehen von Ländern/Konzernen/Grupierungen

Chris Utirons

Ich denke da kann man ewig drüber diskutieren, nur es muss was gemacht werden und ich sehe es halt so, sind die Strafen höher überlegt sich jemand zu hacken, wie sonst will man das stoppen?

Mir geht es aber noch mehr um das Mobbing im Internet, was auch hier gemacht wurde und unter dem viele Jugendliche zu leiden haben.

Tigger

Ich finde nicht das Strafen etwas bringen. Denn die Strafe auf ein Delikt ist immer nur eine Art zu reagieren. Viel mehr müsste Arbeit in die Prevention invertsiert werden, anstelle sich immer nur Gedanken darum zu machen was man machen kann wenns bereits zu Spät ist. Das ist so ein allgemeines Problem (politisch, als auch Gesellschaftlich) Aber vlt. sehe auch nur ich das so.
Strafen helfen niemals dabei eine Tat im Vorfeld zu unterbinden!

Mufin

Jo der Biologische Körper wird laufend Gehackt von Viren/Bakterien und vieles andere Arten auch technische Möglichkeiten und wie Schaft er trotzdem zu überleben ? 😀

Mufin

Eins kann ich dir schreiben.
Wenn sich der Mensch nicht Ändert kommt alles noch viel Schlimmer als du es dir ausdenken kannst.
Denn Bestrafung ändert ja nichts sondern macht die Zukünftigen taten nur noch schlimmer.
Aber eins übereinstimmen wir sicherlich 😀
hacken ist scheiße und anderen Menschen schaden zufügen ist genauso scheiße.
Aber die Natur ist Grausam und gleichzeitig ein Wunder und Menschen passen sich an und Junge Menschen betrachten oft nicht die daraus entstehenden Konsequenzen aber die Masse der hacks kommen nicht aus Hacker Szene sodern aus ganz anderen Richtungen

Zunjin

Kommt auf die Strafe an. Wenn man wie früher bei Dieben die Hände abhacken würde, fällt das Hacken auf dauer schwer. 😉

Aber mal „Spaß“ bei Seite. Zumindest Sozialstunden hätten dem Hacker gut getan, aber nicht mal dass hat er bekommen.

Mufin

Du verstehst mich wohl nicht das die Privaten Häcker eher geringer Anzahl darstellt und nur die kann man fassen,denn oft bedenken sie nicht Konsequenzen oder Absicherung.

Menschen die Hände abhacken ist aber eher Dumm,denn sie können nichts mehr für die Gesellschaft oder fürs eigene überleben tun 😀

Gehackt wird in unserer zeit wie der teifel ohne irgendwelche folgen.

Zunjin

Habe es nicht ganz gelesen, denn ich habe mir die Unart angewöhnt, nur relevante Texte ganz zu lesen. 🙂

Mufin

😀 Danke für Verbesserung aber Hauptsache du hast es Verstanden und mehr soll man doch auch nicht und scheinbar kannst du auch Praktisch Lesen 🙂

Yo Soy Regg †

Naja kenne das Problem 🙂

Ich selber habe mehr als 37000 Trophäen und über 600 Platin wovon 2-3 (gemoddet sind, der Rest aber legal geholt wurde), und werde öfters angefeindet mit sprüchen wie „Ey du hast kein Leben, such dir mal ein Hobby du spast“ oder „Such dir mal ne Freundin“ oder „Scheiß hacker ich melde dich“ auch gibt es oft Beleidigung und werde öfters dann noch persönlich angegriffen.

Außerdem gibt es auch oft Leute, die die Meinung von anderen nicht akzeptieren, und sobald jemand eine andere Meinung ist, direkt beleidigen und die Familie mit ins Spiel nehmen.

Wieso kann man im Jahr 2015 sich nicht Höflich und mit Respekt unterhalten und die Ansichten des anderen akzeptieren? Muss man die eigenen Aggressionen im Internet freien lauf lassen?

Oft sind es dann Leute, die sich sowas nicht trauen ins Gesicht zu sagen, sondern eher hinter dem Rücken und noch Anonym, denn es gibt ja kein Ärger, als wenn man es jemanden direkt ins Gesicht sagt 😉

Leben und Leben lassen, solange man niemanden schadet 🙂

Mufin

Weil sich viele gefährdet oder wegen Leistungen anderer Unter buttert fühlen ?
Das Problem habe ich schon sehr Lange und auch schon dran gewöhnt.

F2P-Nerd

Schöner Artikel, Herr Schuhmann!

Man kann aus jeder einzelnen Zeile herauslesen, dass das Thema Sie emotional sehr aufgewühlt hat. Ich stelle mir nur gerade die Frage, wieso? Mitgefühl mit Smed? Persönliche Erfahrungen?

It´s lonely at the top, das ist nunmal im Leben so.

Jeder, der eine Spitzenposition – egal, in welcher Branche – anstrebt, weiss, dass er/sie irgendwann von Anfeindungen betroffen sein kann. Das muss man fast schon mit einkalkulieren. Wir leben in einer digitalen Welt, in der man halbanonym so ziemlich jeden Mist von sich geben kann, ohne je ertappt zu werden. Da schaukelt sich das Ganze nach und nach hoch. Wie bei Kindern, die ihre Grenzen austesten wollen. Und die sind im Internetzeitalter seeeehr weit auseinander….

Mufin

Wenn du in diesen Bereich Gefühle Zeigst dann haste schon verloren und sieht für mich so aus als wäre er gemacht worden unter Schutzschirm von Sony.
Ohne den Schutzschirm von Sony hatte er verloren und war nur eine Übergangs Lösung mit allen scheiß den er gemacht hat 🙂

echterman

Sehr feiner Artikel.

Immer wieder traurig mit anzusehen wie die Community viel zu viel zerstört. Wann fällt den Leuten auf das irgendwann keiner mehr Lust auf das ganze hat. Die Community ist teilweise derartig zwiegespalten, das ich immer wieder an Dr. Jekyll und Mr. Hyde denken muss, die von jetzt auf gleich eine andere Person sind.

Der der da schreibt

Ein weiser Mann sagte einst zu mir:
In hoher Position zu sein, öffentlich und umgeben von Neidern, ist wie in einem Haifischbecken zu schwimmen. Man wird immer wieder mal angestupst. Aber sobald man sich wehrt, sobald man weg von den Erwartungen reagiert, fangen sie an an dir zu fressen. Irgendwann, ist jeder Mann oder jede Frau nur noch ein Bruchteil seiner/ihrer selbst, aus Angst, völlig gefressen zu werden.

Ich weiß nicht woher er das hatte, ob das ein Zitat ist oder von ihm selbst kam. Ich weiß nur, dass dieser Mann das Potenzial hatte und die Möglichkeiten, sehr sehr viel zu erreichen. An einem Punkt blieb er stehen. Er wollte lieber am Boden bleiben, ein Mittelverdienet sein. Denn umso höher man klettert, umso tiefer kann man fallen.

Forwayn

Eine sehr schöne Metapher.

Das Problem, was Schuhmann ansprechen wollte, ist, glaube ich, nicht, dass man als Person öffentlichen Interesse tief fallen kann. Dessen sind sich alle bewusst. Sondern vielmehr, dass es im Internet eine gewisse Klientel gibt, die diese Personen gerne fallen sehen möchte und das auch mit allen legalen wie illegalen Mitteln versucht.

Ich denke auch, dass man als öffentliche Person gar nicht mal Ecken und Kanten haben muss. Das Meinungsbild ist im Internet derart breit gestreut, dass egal was Du tust, Du immer anecken und Hater auf den Plan rufen wirst.

Mufin

Dazu brauchst aber nicht in hoher Position zu sein denn ich selbst bin schon von Neidern umgeben,die es einfach nicht vorstellen können,wie ich es geschafft habe das es mir so gut geht.
Den meisten Neid erntest du aber von Menschlich Sozial Gleichgestellten 😀

Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.

41
0
Sag uns Deine Meinungx
()
x