MMO-Studio-Chef Smedley tritt zurück – Cyberkriminelle haben wohl gewonnen

Der Chef des MMO-Studios Daybreak Game Company (H1Z1, Everquest Next, Planetside 2) John Smedley tritt von seinem Posten als CEO und Präsident zurück. Ein Streit gegen eine Gruppe Cyberkrimineller ging dem Rücktritt voraus.

John Smedley ist ein Veteran der Industrie und gehört zu den Figuren, die das MMO-Genre über die letzten Jahre stark geprägt haben. Er arbeitete in führender Position an Genre-Meilensteinen wie Everquest und Star Wars Galaxies mit. Im Moment betreut sein Studio Daybreak Game Company, das er von Sony wegführte, mit H1Z1, Planetside 2 und DC Universe Online einige hochkarätige Titel im MMO-Markt; mit Everquest Next entwickelt man zudem einen der aussichtsreichsten MMORPG-Titel der nächsten Jahre.

Wie DGC der Business-Seite VentureBeat mitteilte, sei Smedley als Präsident und CEO zurückgetreten, werde DGC aber nicht verlassen, sondern erstmal eine Auszeit nehmen und dann in einer anderen Position wieder einsteigen. Der jetzige Chief Operating Officer Russel Shanks übernimmt als Präsident.

Die Entscheidung Smedleys kommt nach einem öffentlichen Drama in mehreren Akten um Cyberkriminelle. Smedley und seiner Familie wurden im letzten Jahr Opfer einer Gruppe von Cyberkriminellen, die ihnen übel mitspielte. Ein Bewährungs-Urteil gegen einen der Beteiligten löste eine heftige Reaktion von Smedley über Twitter aus, in der er ankündigte, die Eltern des Cyberkriminellen rechtlich zu belangen. In der Folge litten die Spiele von Daybreak Game Company unter DDOS-Angriffen. Fans kritisierten Smedley, er habe das über sie gebracht.

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