MMO-Studio-Chef Smedley in Rage über mildes Urteil gegen 17jährigen Weihnachts-Hacker

Der Chef des MMO-Studios DGC (H1Z1, Everquest Next, Planetside 2), John Smedley, sieht einen wegen „Cyber-Crime“ verurteilen, minderjährigen Hacker zu milde bestraft. Der hatte mit einer Bombendrohung ein Linienflugzeug, in dem Smedley saß, zur Landung gezwungen.

Winter der Eidechse endet mit Wut der Opfer

Die Mühlen der Justiz mahlen gründlich, aber langsam. Die jetzigen Ereignisse sind ein Nachklapp zu unappetitlichen Dingen aus dem späten 2014, als die „Lizardsquad“ für Schlagzeilen sorgte. Die meisten Spieler werden bei Lizardsquad an Weihnachten denken, als Ausfälle von PSN und XBox Live so viele um ihr Weihnachtszocken brachten. Der Chef des MMO-Studios DGC (früher Sony Online Entertainment) John Smedley hat aber andere, deutlich persönlichere Erinnerungen.

Der saß letzten August in einem Linienflug, der im plötzlich notlanden musste. Es gab eine Bombendrohung, die – wie sich später herausstellte – Smedley galt. Später erschienen äußerst unappetitliche Fotos im Netz, dazu gedacht, John Smedley, den man irgendwie als „Sony-Online-Chef“ identifizierte, zu schmähen, ihn zu kränken und anzugreifen. Mit weiteren Cyber-Attacken versuchte man deutlich, den bisweilen lautstarken und hemdsärmeligen Studiochef und seine Famile persönlich zu treffen. Was wohl gelang.

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Ausfälle von PSN zu Weihnachten werden den meisten in Erinnerung geblieben sein.

Einer der verantwortlichen Übeltäter ist der Justiz nun schon länger ins Netz gegangen. Aber er ist, so denkt Smedley über seinen Twitterkanal lautstark, viel zu milde weggekommen. 2 Jahre Strafe auf Bewährung hat der 17jährige erhalten, dazu Einschränkungen seiner Internetaktivität und die Verpflichtung, selbst gegen Cybercrime vorzugehen.

Smedley: Ich knöpf mir dich noch vor

Diese wahrgenommene Ungerechtigkeit veranlasste Smedley zu einigen Tweets. Der 17jährige sei ein Soziopath, heißt es. Und er werde noch bekommen, was er verdiene. Es seien noch zahlreiche Verbrechen zu sühnen. Im Knast habe er ohnehin schon kräftig eingesteckt, das verschwiegen die Medien.

Smedley plane, gegen die Eltern des Jungen zu prozessieren. Werde ihn sich noch vorknöpfen, heißt es in augenscheinlich wütenden Tweets.

Smedley ist nicht alleine mit seiner Wut auf den Richterspruch. Auch andere Opfer des Cyberkriminellen sind, wie etwa dailydot berichtet, „angeekelt“ vom milden Urteil gegen den Hacker. Der IT-Spezialist Blair Strater und seine Familie wurden etwa „geswattet.“ Dieses harmlose Wort steht für eine besonders eklige Praxis, die darin resultiert, das unter Adrenalin stehende Bewaffnete die Wohnung der Opfer stürmen.

Ferner litten Strater und seine Familie unter Identitätsdiebstahl. Die Hacker hätten ihnen finanziell und persönlich die Hölle auf Erden bereitet. Strater habe durch das milde Urteil das Vertrauen in das Justizsystem verloren, heißt es weiter.

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Quelle(n): kotakuDailydot
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