DDOS-Attacken nerven Guild Wars 2, Hearthstone, WildStar und andere MMOs

Wer die letzten Tage in seinen Lieblings-MMOs immer öfter vor verschlossenen Türen stand, dem sei gesagt: Das lag an einer DDOS-Attacke. Eve Online, Guild Wars 2, WildStar und Runescape traf es wohl am härtesten. Übers Wochenende waren auch League of Legends, das Sony-Network und sogar das battle.net und damit Hearthstone betroffen.

Runescape trifft es besonders hart, ändert Spielregeln als Reaktion

DDOS-Attacken sind in der Hacker-Szene selbst verpönt, dafür sei kein Skill vonnöten und das könne jeder, heißt es allerorten. Nervig ist es trotzdem, vor allem wenn es die immer selben Spiele trifft. Besonders abgesehen hat es die DDOS-Gruppe auf den MMO-Oldie Runescape. Die Server von Jagex wurden mittlerweile so oft angegriffen, dass man bei Runescape extra die Modalitäten für PvP-Tode änderte. Man warnt allgemein davor, in dieser „schwierigen Phase“ solche risikoreichen Unterfangen wie das PvP anzugehen.

Bei Eve Online dachte man erst an Vulkan-Aktivitäten

Bei CCP, den Isländern von Eve Online, traf der DDOS-Angriff zufälligerweise auch noch mit Aktivitäten eines Vulkans auf Island zusammen. Der hat aber nichts mit Serverausfällen zu tun. Das war schon jemand anders. Eve Online traf es hart. Laut einem Bericht waren die Server für 12 Stunden offline.

NCSoft mit WildStar, Aion und Guild Wars 2 dauerbetroffen

Vor ein paar Tagen haben wir bereits über die andauernden Angriffe auf NCSoft und damit auf WildStar, Aion und Guild Wars 2 berichtet. Die Frequenz dieser Angriffe blieb dabei hoch, mit der Zeit bekamen es die Mitarbeiter aber wohl immer besser unter Kontrolle, so dass die letzten Angriffe nur wenigen Minuten dauerten, während die ersten für halbstündige Server-Ausfälle sorgten.

WildStar

An die ganz großen der Branche wagt sich der Verursacher dieser Probleme seit dem Wochenende, nach eigenen Aussagen, auch heran. Jetzt hat man es auf Sony, League of Legends und das battle.net abgesehen. Außerdem geht man auf Twitch los und treibt allgemein seinen Schabernack.

Nichts mit DDOS zu tun, hatte die persönliche Attacke auf SOE-Chef John Smedley. Dessen Flug wurde  mit einer Bombenwarnung bedacht, so dass Smedley irgendwo auf seinen Koffern saß. Die Gruppe steckte sich auch dafür die zweifelhaften Lorbeeren an.

Mein MMO: Das Verhalten des für die DDOS-Angriffe Verantwortlichen kann man nur als kindisch und ziemlich albern bezeichnen, wenn die Auswirkungen hingegen auch sehr ernst sind. Da derjenige sich regelmäßig darüber freut, wenn er einen neuen Twitter-Meilenstein erreicht hat und noch seltsame Machtspielchen mit Twitch-Streamern spielt, kann man nur dazu auffordern, ihn weder auf den sozialen Netzwerken zu folgen, noch ihm zu twittern, noch mit ihm in Kontakt zu treten oder sich anderweitig über ihn aufzuregen, so dass er es mitbekommt. Alles in dieser Richtung erreicht letztlich nur das Gegenteil. Wir und die meisten anderen Medien haben daher beschlossen den Namen nicht zu nennen, wenn wir auch darüber berichten müssen, weil sich die Vorfälle nun mal nicht verschweigen lassen. Wer wissen möchte, welchen durchschlagenden Erfolg man in der Geschichte mit dieser Methode hatte, kann ja mal nach Herostratos googlen. Der hätte nach der Brandstiftung sicher auch einen sprunghaften Anstieg bei seinen Twitter-Followern verzeichnet.

Es bleibt zu hoffen, dass Methoden entwickelt werden, um sich vor solchen DDOS-Angriffen besser zu schützen oder dass Firmen die bestehenden Methoden sorgfältiger anwenden. Besonders schade scheint es, dass die DDOS-Angriffe vor allem kleinere Firmen hart treffen. Und für uns Zocker: Wir hätten sicher mehr davon, wenn die Software-Studios ihr Geld in neuen Content stecken, statt in den Schutz vor DDOS-Attacken, die lästig sind, aber keinen Zugriff auf unsere Daten erlauben.

Autor(in)
Quelle(n): www.ibtimes.co.ukmassively.joystiq.com
Deine Meinung?
Level Up (0) Kommentieren (6)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.