MMO-Studio DGC von DDOS-Attacke betroffen, nachdem CEO einem Hacker Ärger ankündigte

Die Spiele des MMO-Spezialisten Daybreak Game Company waren in den letzten Stunden von einem DDOS Angriffen betroffen. Offenbar eine Vergeltungsaktion von „Hackern.“

Gestern haben wir darüber berichtet, dass der CEO des MMO-Studios DGC (H1Z1, Planetside 2, Everquest Next) John Smedley einem Cyberkriminellen angekündigt hat, seine Eltern zu verklagen. Der 17jährige „Hacker“ hatte Smedley im letzten Jahr übel mitgespielt und war von einem finnischen Gericht bislang nur zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Es sind aber noch andere Strafverfahren im Gange.

Wohl als „Reaktion“ auf diese Tweets sorgte (wahrscheinlich) die „Gruppe“ des Cyberkriminellen nun dafür, dass von gestern an bis vor kurzem die Spiele, Seiten und Login-Systeme von DGC mit einer heftigen DDOS-Attacke überzogen wurden. Erst in den letzten Stunden konnte man der Lage Herr werden.

Update: Nachdem man gegen 15:10 Entwarnung über Twitter signalisierte, meldete man um 17:02 erneut Probleme.

EQ Next Klassen

Everquest Next gehört zu den Großprojekten bei DGC

Wie so oft ist nicht klar, wer wirklich dafür verantwortlich ist. In diesen Situationen gibt es oft „Trittbrettfahrer“, die so etwas für sich reklamieren. Hackergruppen , ob sie den Namen nun verdienen oder nicht, haben aus offensichtlichen Gründen selten offizielle Kommunikationskanäle..

Vorgestern Abend hatte Smedley seinem Ärger über das „zu milde“ finnische Urteil gegen einen Cyberkriminellen in einer Reihe wütender Tweets Luft gemacht. Daraufhin diskutierten Teile des Netzes darüber, ob Smedley nicht überzogen reagiert habe. Die Firma DGC selbst ließ verlauten, man äußere sich nicht zu Aussagen der Mitarbeiter, auch nicht, wenn dieser Mitarbeiter der Chef ist.

Smedley denkt nicht dran, klein beizugeben.

John Smedley SOESmedley selbst ist gestern noch mal bei reddit aufgetreten und erzählte den Fans, was ihn genau so wütend gemacht hatte: Er sagte, er sei mehrfach geswattet worden. Fotos vom Grabs seines Vaters seien ihm mit hässlichen Dingen darauf geschickt worden. Seine ganze Bank-Historie wurde öffentlich ins Netz gestellt und vieles weitere mehr.

Smedley schrieb etwa: Ich will, dass die Bande in den Knast geht. Niemand sollte soetwas tun können, ohne die Konsequenzen zu spüren. […] Ihr könnt darüber denken, was Ihr wollt. Es ist mein Leben. Diese Scheiße, die mir und meiner Familie passiert ist, ist echt und ich denke gar nicht daran, hier klein beizugeben.

Autor(in)
Quelle(n): reddit smedleyMO
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