Dr Disrespect und sein „Mobile Gamer sind keine echten Gamer“

Der bekannte Streamer Guy „Dr Disrespect“ Beahm haute 2019 noch raus, dass Mobile-Gamer gar keine richtigen Gamer seien. Nun spielte er mit einem Profi-Handy-Gamer zusammen und nahm die Aussage gegen Spielen auf dem Smartphone etwas zurück. Entschuldigen wollte er sich aber nicht. Dahinter steckt ein interessanter Konflikt zwischen „unseren“ Mobile-Games und denen aus Asien.

Um dieses Statement geht es: Im Juni 2019 verkündete der Streamer über Twitter „Mobile-Gamers sind keine richtigen Gamer.“

Der Streamer stieß mit dem Tweet in ein Hornissennest. Denn das ist ein Konflikt, der unter der Oberfläche des Gamings gärt. Der Tweet bekam über 96.000 „Gefält mir“-Angaben und knapp 17.000 Kommentare und Retweets.

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Unter dem Tweet tauschten Nutzer hitzig ihre Meinungen aus:

  • Der Doctor hätte völlig Recht. Nur Mädchen spielten auf dem Handy und zwar Candy Crush – außerdem seien Mobile-Games von Pay2Win verseucht
  • Andere widersprachen ihm scharf: Man sei Gamer auf jeder Plattform. Die Meinung von Dr Disrespect sei irrelevant und arrogant

Dr Disrespect und die Herrschaft des PCs

In diesem Zusammenhang kam das Statement: 2019 war eine paradiesische Zeit, in der noch Gaming-Messen stattfanden, so richtige mit Menschen vor Ort. Die Älteren werden sich erinnern.

Auf der E3 2019 zeigte Bethesda während seiner Konferenz das Mobile-Spiele „Elder Scrolls Blades.“ Darüber echauffierte sich der Streamer: Wie man in so einem luxuriösen Umfeld dann so ein Spiel bewerben kann.

Elder-Scrolls-Blades-08
The Elder Scrolls Blades ist gedacht als „Wie Skyrim – auf dem Handy.“

Dr Disrespect verkündete: Mobile-Gamer seien keine Gamer. Wenn er spiele, dann er gehe in ein „Kommandozentrum“ mit 3 Super-Monitoren. Er hätte zwei 4000-Dollar-Computer mit den allerneusten Grafikkarten, super tolles Equipment und alles.

Mobile-Gamer stellte er als schräge Kreaturen da, die sicht mit verkrampften Händen an ein winziges Gerät klammern, mit ihren Fingern das Display bedecken und rumheulen: „Du kannst uns nicht ausschließen, Doc. Wir sind auch echte Gamer! Ich hab einen Werbevertrag.“

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Dr Disrespect ging es in dem Statement also explizit um Profi-Spieler oder Streamer, die auf Mobile unterwegs sind: Mit denen konnte er im Juni nichts anfangen.

Dr Disrespect spielt mit indischem YouTube-Star und Handy-Gamer zusammen

So sieht er das jetzt: Am Samstag war Dr Disrespect auf YouTube mit Tanmay „Sc0ut“ Singh unterwegs, das ist ein großer YouTuber in Indien. Sc0ut ist professioneller Spieler von PUBG Mobile. Also genau die Sorte Spieler, über die Dr Disrespect ein Jahr zuvor lästerte.

Offenbar wollte Dr Disrespect mit der Kooperation den wachsenden indischen Gaming-Markt für sich erschließen. In Indien ist man total verrückt nach Mobile-Gaming: PUBG soll sogar für einiges Todesfälle verantwortlich sein.

Nun klang der Herr „Mein PC ist so toll“ deutlich versöhnlicher. Jetzt kam raus, dass auch Dr Disrespect mal auf dem Handy spielt. Es stört ihn aber, dass er die Daumen aufs Display legen muss und das viel Platz einnimmt.

Im Laufe es Streams nahm der Statement sein Statement etwas zurück:

„Ich weiß nicht, ob du den Tweet gesehen hast. Aber ich wollte schon mal der Kontroverse zuvorkommen, dass ich gesagt habe, Mobile-Gamer seien keine echten Gamer. Das war in der Hitze des Moments. Ich will das nur klarstellen.“

Dr Disrespect

Der indische Streamer ging nicht näher auf die Aussage ein und sagte nur, das sei völlig okay. Auf Nachfrage eines Fans wollte sich Dr Disrespect für das Statement aber auch nicht entschuldigen. So etwas tue er nicht.

Allzu viele Gesprächsthemen hatten Dr Disrespect und Scout nicht. Da erkundigte sich der Doctor interessiert danach, ob es auch Mobile-Headsets gäbe und ob man da mit dem Controller spielen dürfen. Beide Fragen wurden mit einem „Nein“ beantwortet. Schließlich sprachen sie über Fußball. Scout war früher Profi-Fußballer – Dr Disrespect hat „diese europäische Sache“, Fußball, über seine Liebe zu FIFA entdeckt.

youtube-Scout
Der indische YouTuber Scout gilt ebenfalls kontrovers.

Asien vs. der Westen – Unterschiedliche Gaming-Kulturen

Das steckt dahinter: Dr Disrespect trat 2019 in der klassischen Position der „PC Masterrace“ auf. So nennt man es, wenn PC-Spieler sich allen anderen überlegen fühlen: Gaming geht nur mit gutem Equipment, toller Auflösung und in professionellem Umfeld.

Einige seiner Fans nennen Dr Disrespect in solchen Szenen aber schon „Boomer“, also scherzhaft einen „alten Mann“, weil es so wirkt, als sei er nicht offen für neue Erfahrungen.

Die Sicht von Dr Disrespect auf Mobile Gaming ist die klassische „westliche Sicht eines Core Games“, von jemandem, der viel spielt und mit Gaming aufgewachsen ist.

Doch Mobile-Gaming spielt in Asien eine völlig andere Rolle als im Westen:

  • Im Westen ist Mobile-Gaming auf einer anderen Schiene als klassisches Core-Gaming. Hiesige Mobile-Games sind häufig Spiele aus einer Tradition von Games, wie man sie früher im PC-Browser oder auf Facebook spielte. Es sind klassische Spiele für Zwischendurch. Im Westen haben Mobile-Games oft den Ruf als „flache Casual-Games“ mit dem Drang zum Pay2Win
  • Der indische Gaming-Markt ist völlig anders als der Westen: Dort gab es über Jahrzehnte eigentlich kein Gaming, weil sich weder PCs noch Konsolen etabliert hatten. In Indien haben Mobile-Spiele den Markt erst erschlossen. Es gab dort vorher kein Gaming wie bei uns.
PUBG Mobile
PUBG mobile ist in Indien unheimlich erfolgreich.

Das ist ein Trend, den man in allen wichtigen Gaming-Märkten Asiens sieht. Die erfolgreichsten Mobile-Spiele sind dort Core-Games:

  • das chinesische „Honor of Kings“ – die LoL-Variante ist so erfolgreich, dass Tencent jetzt sogar Riot Games davon überzeugt hat, ein LoL Mobile zu entwickeln
  • das koreanische Lineage M – das hat NCSoft quasi über Nacht saniert
  • PUBG Mobile in Indien
  • oder das japanische Fate/Grand Order – auch wenn das heftige „Pay2Win“-Elemente enthalten soll

All diese Spiele zählen zu den erfolgreichsten und lukrativsten Mobile-Games der Welt.

Die westlichen Firmen haben diesen Trend erkannt. Activision Blizzard marschiert vorneweg mit Call of Duty Mobile und Diablo Immortal.

Im Angesicht eines „richtigen Mobile-Gamers“ wie Sc0ut muss dann wohl auch Dr Disrespect einsehen, dass sein Statement „Mobile Gamer sind keine echten Gamer“ in der Form nicht zu halten ist.

PUBG Mobile Titel
In Indien passieren seltsame Sachen mit PUBG Mobile.

Der Hype um PUBG Mobile in Indien ist gewaltig und irritiert die dortigen Behörden und Medien. In den letzten Jahren erschienen einige Medienberichte, die aus westlicher Sicht kurios wirken. Die Berichte schildern Todesfälle in Indien, für die man PUBG Mobile verantwortlich macht.

Die Jugend des Landes soll so besessen von dem Spiel sein, das einige sterben:

Indische Medien berichten: 16-Jähriger stirbt bei „verbotenem Spiel“, PUBG Mobile

Quelle(n): dexerto
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CandyAndyDE

Wenn man sich hier so einige Kommentare durchliest, ist das echt der Hammer.

Denn die Argumente „Die geben ja kein Geld aus“ oder „die spielen ja nur aus Langeweile“ sind Schwachsinn.

Fragt euch mal, ob ein normaler Mensch im Jahr hunderte und tausende von Euro für Games und Hardware ausgeben würde.

Oder ob man in der Zeit, in der man vor dem Monitor oder der Glotze sitzt, nicht was sinnvolleres tun könnte.
Denn wenn wir mal ehrlich sind, sind wir nämlich alles suchtkrank. Also tut nicht so, als wärt ihr was besseres.

Weizen

Klar stehen Chinesen und Inder auf Mobile, ein Handy ist in diesen Ländern leichter zu bekommen als einen Rechner oder Konsole, dazu stehen die total auf Pay2Win.

Cameltoetem

Ist es nicht vollkommen egal wie sich jemand nennt wenn er mit etwas seine Zeit verbringt. Wer Bock auf Mobile Games hat der soll das machen. Ich bin echt der letzte der jemanden das mies machen würde.

Sanke

Der Begriff Gamer betitelt aber jemanden der es sich zum Hobby gemacht hat.
Jemand der Spiele spielt weil er das Smartphone ohnehin hat, das Spiel nichts kostet und er grade nichts sinnvolles zu tun hat spielt nicht weil es sein Hobby ist.
Jemand der Fussball mag und deshalb Fifa spielt hat Fussball als Hobby und nicht automatisch Videospiele.

So extrem vereinfacht wie es mir möglich ist:
Ein Gamer ist jemand der sich Zeit und/oder Geld nimmt um einem Hobby nachzugehen für das er sich interessiert WEIL er Videospiele mag.

Cameltoetem

Dann ist ein Mobile Gamer eben auch ein Gamer weil er ein Videospiel auf seinem Mobile spielt. Aber ehrlich, mir latte wie man das nennt. Es geht darum das jemand etwas macht das ihm Spaß macht.

Sanke

Wie ich schon schrieb, für mich ist „Gamer“ jemand der es zum Hobby macht.
Es ist nicht jeder Mobile Gamer ein Gamer aber wenn er es spielt weil er Videospiele mag wär er es.
Etwas das nach außen zeigt das man Gamer sein dürfte ist, gebe ich etwas auf um dem nachzugehen.
Zeit: Weil ich nicht nur spiele wenn ich mal einfach gar nichts zu tun habe sondern mir auch ab und an die Zeit nehme obwohl ich etwas anderes tun könnte.
Geld: Wenn ich Geld ausgebe in einem Rahmen was ich nicht ohnehin getan hätte (bzw durch andere Faktoren kommt).

Smartphones sind halt prädestiniert nicht nur Gamer zum spielen zu bringen, einfach weil viele sie für andere Zwecke ohnehin haben, die Spiele meist free to play sind und sie oftmals genutzt werden wenn man grade ohnehin freie Zeit hat.

Es ist kompliziert.

Cameltoetem

Ich finde es gar nicht kompliziert. Es ist egal wie man es nennt. Es geht doch einfach nur darum Spaß zu haben. Da brauche ich doch keine Schublade für

Sanke

Wenn man eine Rose Stinkmorchel nennt mag es immer noch eine Rose sein aber Sprache dient dazu etwas auszusagen und bei Stinkmorchel denkt jeder erstmal an etwas anderes.
Der Begriff Gamer ist auch etwas das eine Aussage haben sollte.

Cameltoetem

Meiner Meinung nach sollte es unwichtig sein wie die Kategorie heisst mit der ich Spaß habe. Es ist nicht wichtig.

Sanke

Wen einer Fifa, NBA, Madden ect pepe spielt weil ihm der Sport Spaß macht und nicht weil ihm Videospiele gefallen hat das durchaus eine Bedeutung.

Konkretes Beispiel das hoffentlich einfacher zu verstehen sein dürfte:
Wenn dein Freund Fußball mit euch spielt weil er gerne mit euch etwas macht und nicht weil er Fußball Fan ist, dann ist es dir egal?
Der würde sich vermutlich mehr über einen Abend mit allen Freunden freuen als über einen unterschriebenen Fußball oder Karten zu einem Spiel bei dem er einige ausschließen muss für den Tag.

„Hauptsache es macht Spaß“ zu erreichen hat etwas damit zu tun was es ist das jemanden Spaß macht und es benennen zu können kann helfen dir richtige Richtung zu finden.

Cameltoetem

Nee ich finde das es egal is wie das Ding heisst das einem Spaß macht. Wir machen etwas zusammen das uns Spaß macht. Was es ist und wie es heißt ist vollkommen unwichtig.

Sanke

Das ist schön das es dir egal ist aber das funktioniert nun einmal nicht wenn du mit anderen redest und möchtest das die dich verstehen.
Sprache ist für unser soziales Leben wichtig.
PS: WAS es ist das ist auch egal? Wenn jemand Spaß am foltern hat ist das ok? Obwohl der kann es ja einfach anders nennen, zB „andere beschenken“, ist ja egal. Natürlich absichtlich überzogen als Beispiel.

Denke wir kommen da auf keinen grünen Zweig mehr, daher wird das hier mein letzter Post dazu werden.

Edit: Danke auch von mir für die faire Unterhaltung.

Cameltoetem

Ja denke ich auch wir finden da keinen gemeinsamen Nenner. Bedanke mich dennoch für eine Diskussion ohne persönliche Angriffe. Das fand ich sehr angenehm.

Psycheater

Mobile „Gamer“ sind für Mich auch definitiv keine Gamer. Kommt aber wohl stark darauf an aus welcher Zeit man kommt

Sanke

Gamer ist ein Begriff der einen Menschen beschreibt der sich Videospiele zum Hobby gemacht hat.
Ein Hobby ist etwas für das man Zeit und/oder Geld aufwendet, man tut es weil man es tun will.
Ein Smartphone ist etwas das man ohnehin braucht und die Zeit drauf zu spielen ist für viele zB bei einer Zugfahrt wenn man nichts besseres zu tun hat und die Spiele sind meistens free to play.

Jemand der Videospiele streamt hat dann wohl sein Hobby zum Beruf gemacht was für mich als Gamer durchgeht.
Aber die meisten die auf einem Smartphone spielen sind definitiv keine Gamer.
Daher war seine Aussage für mich ungenau aber nicht schlimm und kann man so sagen, sollte man aber ggbf klar stellen.

Fazit: Für mich hat er hier nichts schlimmes getan.

ParaDox

Ich denke das kann man nicht mehr pauschal sagen.
Für mich sind Leute die Clash Royale oder Brawl Stars als eSport spielen mehr Gamer als der nackte Pandare, der sich abends in der Taverne im Goldhain auf Die Aldor einfindet um zu „chatten“.

Ob ich jetzt ein Final Fantasy 7 aufm Pc, Konsole oder Tablet spiele, dürfte auch keinen großen Unterschied machen.

Zipfelklatsch3r

Seit Pascal’s Wager spiele auch ich gerne mal am Handy. Sehr guter Dark Souls „Klon“ ohne Microtransaktionen für 3,99.

Scaver

dass Mobile-Gamer gar keine richtigen Gamer seien

Ist ja auch so!

Keupi

Jeder soll spielen was er mag. Aber… bitte… das ist an die Entwickler gerichtet…: Bitte nicht alle nur noch Mobilegames entwickeln. Der Großteil spielt hier auf PC oder Konsole, auf großen FullHD, 4K, teilweise 8K Geräten. Hat teuere Headsets und spielt meist in der Freizeit, sprich nach Schule, Studium oder dem täglichen Job. Und das meist genußvoll, nicht irgendwo in der S-Bahn. Auch wir möchten weiterhin tolle Spiele, deren Endgame nicht die Monetarisierung ist.

Scaver

Bei uns. In Asien spielen die meisten nur noch oder primär Mobile. Und die meisten neuen Games, gerade MMOs, kommen leider aus Asien.

Keupi

Stimmt, aber auch das wird sich ändern in naher Zukunft.

Caliino

Ich sehe da noch einen ziemlich großen entscheidenden Punkt warum sich Mobile bei uns nicht so richtig durchgesetzt hat: Das Internet bzw. die mobile Datenanbindung.

Keine Ahnung wie es in Asien ist, aber in unserem Raum kannst du froh sein wenn du (außerhalb der Städte/Ballungszentren) überhaupt mehr als 20Mbit bekommst – und das wohlgemerkt mit Kabelanbindung, von LTE und Co reden wir gar nicht….

Noch meine Meinung:
Ich kann mit Mobile nichts anfangen und „Gaming“ bleibt auf einem großen Bildschirm inkl. Tastatur/Controller damit ich nicht das meiste mit meinen Fingern verdecken „muss“ 😀

N0ma

Andersrum
Es ist eher so das in Asien die wenigesten echte PC’s haben und deshalb mobile spielen.

Wolve In The Wall

Bin in der Streamer-Szene nicht so bewandert, aber gehört es nicht zum „Geschäftsmodell“ des Dr. Disrespect ständig zu dissen und anzuecken?
Als FIFA, Madden und Fortnite-Spieler darf ich mir auch ständig anhören, dass ich gar kein echter Gamer sei.
Dieses „sich über andere erheben“ nervt einfach Mega und spaltet doch nur. Soll doch einfach jeder zocken worauf was er/sie mag und was er/sie gut findet.

exelworks

Ich denke das liegt auch daran, dass gerade diese „Casual“-Games (ich setze das mal bewusst in Anführungszeichen weil ich das nicht abwertend meine) viele Gamer angelockt haben, die dann natürlich ein Teil der Szene sein wollten…was am Ende die Core-Gamer wahrscheinlich genervt hat.

Das hat man ja in vielen Bereichen. Wo die „alten Hasen“ Neulingen gegenüber nicht so aufgeschlossen sind.

Mir persönlich ist das egal. Wie du sagst, soll jeder Spielen was er will. Selbst wenn es D&D mit Stift und Würfelbrett ist.

Sanke

Die Hürde für den Einstieg ist es was Gaming als Hobby von Posern und Leuten schützt die einfach nur Macht ausüben wollen und am Hobby kaum oder gar kein Interesse haben.
Es gibt da ein paar Comics die sich damit beschäftigen mit DnD als Hintergrund.

Zum Begriff Gamer hab ich aber schon Posts gemacht, da beziehe ich mich mal einfach drauf für weiteres.

N0ma

„dissen und anzuecken“
Im Prinzip ja, er hat aber auch Recht. Allerdings, wer seine Aussagen verallgemeinert oder persönlich nimmt, hat schon verloren.

Sanke

„Als FIFA, Madden und Fortnite-Spieler darf ich mir auch ständig anhören, dass ich gar kein echter Gamer sei.“

Um Gamer zu sein muss es schlicht dein Hobby sein.
Du wendest Geld dafür an und/oder Zeit (abgesehen von „nichts besseres zu tun“) dafür an?
Es ist Gaming was dein Interesse weckt und nicht weil du den Sport (Fussball, Football, „Paintball“) magst?

Mal von Fortnite abgesehen sind das Spiele für die man zahlt um sie zu starten.
Das es nicht mein Fall ist und vielleicht Spiele die auch nicht nur Gamer ansprechen heißt nicht das du nicht ein Gamer sein kannst.

Free to Play und im Zug oder Bus spielen ist für mich nicht das was ein Gamer ausmacht.
Man sollte am zocken Interesse haben und nicht nur am Sport und wenn man Geld ausgibt weil einen die Sucht Mechaniken eines Free to Play zum zahlen brachte ist das eben auch etwas anderes.

Damit im Hinterkopf kannst du aber absolut ein Gamer sein, hängt davon ab welche Motivation du derzeit dabei hast. Aber das ist für mich relativ egal und musst du für dich wissen.

Das raushalten dient dem Schutz des Hobbys vor Leuten die reinkommen mit „ihr müsst das so machen sonst fühle ich mich ausgeschlossen“ die dann gerne folgen mit „ist mir egal ob du das nicht magst, mach dann halt was anderes“.
Wir haben leider schon „Diversity“ Unsinn im Gaming, als ob es das bei virtuellen Fantasy Figuren gäbe -.- oder im allgemeinen Fantasy Bereich Leute die so tun als ob Orcs Schwarze wären und anderen Schwachsinn.

exelworks

Der Dr. ist eben ein wenig edgy. Finde ich jetzt nicht so problematisch.

In meinem privaten und besonders beruflichen Umfeld erlebe ich dieses Thema allerdings völlig anders. Viele schütteln mit dem Kopf oder finden es belustigend …ja gar als Zeitverschwendung, wenn ich von meiner Leidenschaft als Gamer erzähle bzw. mich mit Kollegen über Games unterhalte.

Viele „Kritiker“, besonders die Damen, hängen aber selber die ganze Pause am Handy und spielen ihre Minispiele…oder spielen den ganzen Nachmittag auf Facebook Browsergames.

Sehen das aber scheinbar nicht als „Gaming“ an o_O

Scardust

„Nicht Gamer“ können die Passion die jemand zu Games hat niemals nachvollziehen, weil sie es nicht kennen. Ist wie sich als depressiver mit Leuten darüber zu unterhalten die das niemals erleben bzw. erleiden durften.

Bin ich froh das meine Frau selbst zockt. Nimmt schonmal viel Spannung raus xD

Sowas wie Candy Crush würde ich aber auch nicht als „Gaming“ ansehen. Das ist en bissel herumdaddeln und das wars. Die Games auf dem Smartphone legen zwar an Qualität zu, aber wieviele Perlen gibt es? Das meiste ist ein Flickenteppich der nur mit Microtransaktionen oder sonstigen InApp Käufen erst halbwegs vollständig wird. Leider traurige Wahrheit. Hab selbst mal nach Vollpreis Games für SP geguckt, dass was man findet ist da seeeehr überschaubar.

Ein „Gamer“ zu sein definiere ich aber auch anders. Wer mal bissel wo rumfuchtelt oder 1x im Monat was spielt ist ein Spieler/Casual. Wer richtig in die Welt abtaucht, genießt, sich informiert, damit auseinander setzt… da gehts dann Richtung Gamer. Wenn mir jemand sagt „ohja er zockt auch und zeigt mir an ein „Empire of Kingdoms“ bekomm ich dennoch das blanke k****en :mrgreen:

exelworks

Ich definiere das für mich auch anders aber es ging vor allem um den Punkt der Zeitverschwendung. Weil ob ich 2-3h am Handy rumdaddel oder eben an der Konsole…kommt für mich auf das selbe raus.

Natürlich werde ich aber zu meinen Spielen einen anderen Bezug haben. Gerade als Fan von Aktion RPGs und „Souls-like“-Games ist das auch wichtig. Da stört es mich z.B. extrem, dass viele dieser Spiele von der Mehrheit immer nur auf ihren Schwierigkeitsgrad reduziert werden. Dabei haben diese Spiele viel mehr zu bieten…nur muss man da eben Zeit investieren und neugierde.

Ich habe z.B. letztens wieder diesen „ha, das ist ja krass“-Moment gehabt als ich durch die Beschreibung eines Wunders bei Dark Souls 1 gecheckt habe das Havel ein Bischof gewesen ist, welche Zauberei verachtet und deswegen ein Wunder erschaffen hat welches Magie unterbindet. Klar man kann sowas überall nachlesen aber es selber zu entdecken ist einfach witziger.

Scardust

Achja Dark Souls…. hatte mit dem 2. angefangen und war direkt wie gefesselt. Hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schwierigkeitsgrad war mir da eigentlich egal, klar eine Herausforderung, ist aber letztendlich jedes Spiel auf seine eigene Art und Weise. Gerade die Stimmung, du bist alleine, überall lauert der Tod auf dich, alles ist düster und dunkel, dass war es was auf mich eine magische Wirkung zeigte.

Gestern erst Control durchgespielt. Hammer Game, hat mich richtig gefesselt wie schon lange kein Game mehr.

exelworks

Steht auch noch auf meiner Liste und natürlich Mortal Shell.

Schwer ist auch einfach eine Frage der Definition. Es gibt in meinen Augen fordernd und eben wirklich schwer. Ersteres benötigt zwar auch viel Geduld und Zeit um Spielmechaniken zu erlernen aber wird nie wirklich unfair, Letzteres kann auch mal Stellen beinhalten die man als unfair betrachten würde aber welche halt wirklich dann DIE Herausforderung bieten (nach dem Prinzip doppelte so viele Gegner, mit doppelt HP aber man selber ist One-Shot).

Irina Moritz

Da stört es mich z.B. extrem, dass viele dieser Spiele von der Mehrheit immer nur auf ihren Schwierigkeitsgrad reduziert werden

… Weswegen viele „Souls-like“-Spiele nicht wirklich funktionieren 👀

exelworks

Exakt.

Obgleich hier aber auch die Presse es manchen Titeln schwer macht. Ich sage nur Schlagzeilen wie „der Dark Souls Killer!“ obwohl der Entwickler sowas nie gesagt hat. So gehen dann aber viele an die Titel ran und werden schneller Entäuscht da sie den direkten Vergleich ziehen.

Bei Darksiders 3 (hier wurde von der Fachpresse aber selten direkt Dark Souls Killer gesagt) z.B. fand ich das damals völlig falsch. Das Spiel hat sich gewisser Elemente bedient, keine Frage…aber es fehlten auch wieder wichtige Elemente (keine Ausdauer, „Seelen“ bleiben nach dem Tod permanent an der Stelle etc.) durch die man die Titel direkt überhaupt nicht vergleichen konnte.

Auch NIOH ist da in diesem Genre ein völlig anderes Spiel und brauch sich, besonders der 2. Teil, nicht zu verstecken.

Dave

ach was. das mit havel wusste ich auch noch nicht ^^ habe mich neulich mit jemanden über ds unterhalten, sein erster kommentar war „das soll ja so schwer sein“. daraufhin musst ich ihm erklären, dass es herausfordernd aber selten unfair ist und kluge köpfe immer wege zum „cheesen“ finden, wenn sie anders nicht weiter kommen. was dark souls für mich ausmacht, ist das tolle rpg feature und die düstere atmosphäre, weshalb ich sekiro auch ausgelassen hab obwohl ich bisher alle fromsoft titel gespielt hatte.

exelworks

Steht beim Wunder Zauberbarriere.

Er diente der Armee von Gwyn und auch seine Leute trugen diese Felsenrüstungen. Die waren besonders dafür gedacht Magie abwehren zu können.

Im Spiel trifft man ihn ja nur noch als Hülle. Wo er im ersten Teil in diesem Turm eingesperrt wurde von einem „guten Freund“ und im 3. Teil beim Nameless King (den Sohn von Gwyn).

Fand ich damals auch interessant dass an den Sonnenlichtaltaren, eine Statue vom Nameless King stand (sieht man besonders im 3. Teil gut an den Schuhen und dem Speer). Die ja dann aber alle zerstört wurden.

Sanke

Sehe das was die tun auch nicht als Gaming.
Es ist ein Gerät das die ohnehin haben und Zeit mit der die nichts besseres zu tun haben.
Für mich qualifiziert das nicht als Hobby, es ist deutlich niedriger weil die nichts mit sich anzufangen wissen und etwas tun das Ihnen ja scheinbar gar keinen Spaß macht.

exelworks

Der einzige Markt wo ich das etwas anders sehe ist der Asiatische. Gerade in den Ländern wie Indien ist Mobilegaming der „Shit“ da man dort schlichtweg oft nur ein Handy hat. PC, Konsole und TV können sich nur die wenigsten leisten.

Aber sonst klar…so ein kurzes Spielchen in einem „seelenlosen“ Handyspiel würde ich jetzt auch nicht als richtiges „Gaming“ betrachten.

Sanke

Dem kann ich nicht widersprechen, im asiatischen Raum gibt es (wie du schon richtig sagst) viele die einfach keine andere Option sich leisten können.
Das sind dann aber Leute die spielen weil sie Spiele mögen und meist auch etwas tun das zeigt das es ihr Hobby ist, nämlich auch mal Zeit zu schaffen um zu spielen.

In meiner Antwort ging es mir halt nur um die genannten Leute die sagen das Videospiele unnötig sind aber selber mit Ihrem Smartphone daddeln.
Wollte nur sagen das mir diejenigen halt leid tun, weil sie scheinbar immer wieder Zeiten haben mit denen die nichts anfangen können.

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