Charakterbogen
Ihr habt eure Schreibutensilien zur Hand, das Regelwerk liegt bereit und die Würfel sind warm geworfen? Dann geht es jetzt an den Charakterbogen. Mit diesem legt ihr fest, was und wen ihr eigentlich spielt. Je nach der Version, für die ihr euch entscheidet, braucht ihr den für 5e von 2014 oder den für die aktuelle Version von 2024:
- Charakterbogen 5e (2014) Deutsch (Download via Dnddeutsch)
- Charakterbogen 2024 Deutsch (Download via D&D Beyond)
Wie ihr den Bogen ausfüllt steht im Regelwerk bzw. im Handbuch. Habt ihr euch ein Einsteiger-Set gesichert, kommt dieses bereits mit vorab ausgefüllten Bögen. Die für 5e könnt ihr übrigens ebenfalls über Wizards of the Coast auf Englisch downloaden.
Wer komplett digital unterwegs sein möchte und des Englischen mächtig ist kann seinen Charakter aber natürlich auch über die kostenlose Erstellungsfunktion von D&D Beyond bauen. Das Tool nimmt euch sehr an die Hand und macht die Erstellung leicht. Fertige Sheets können später exportiert und gedruckt werden.
Ähnlich wie bei den Würfeln gibt es aber natürlich auch für die Charakterbögen schicke Upgrades und individuelle Designs. Hier kann ich empfehlen einmal Etsy oder die Suchmaschine der Wahl zu Rate zu ziehen. Von klassenspezifischen- über Themendesigns aller Art ist fast alles online verfügbar – zum Großteil aber für einen entsprechenden Obolus.
The Mighty Nein auf Amazon Prime basiert auf der zweiten D&D-Kampagne der Truppe Critical Role. Der Sneak Peak zeigt die verschiedenen Charaktere in Action:
Mitspieler
In der Theorie kann Dungeons & Dragons komplett alleine gespielt werden. Das ist aber kompliziert und erfordert viel Selbstdisziplin. Regulär besteht eine Session entsprechend aus mindestens zwei Personen: Ein Spielleiter, auch Dungeon Master oder Game Master genannt, und ein Spieler mit einem Charakterbogen.
Der Spielleiter ist, wie der Name schon sagt, für die Leitung des Spiels zuständig. Diese Person plant die Session, überlegt sich den Plot, die Location und welche Herausforderungen auf die Spieler warten. Diese Rolle ist die arbeitsintensivste, da man das Abenteuer vorbereitet, leitet und gegebenenfalls auch nachbereitet. Der Spielleiter sollte soweit auch die Regeln von D&D kennen oder zumindest wissen, wo man was im Handbuch nachschlägt.
Die restlichen Teilnehmer bei D&D sind die Spieler. Deren Anzahl ist begrenzt durch die maximale Anzahl von Leuten, die sich der Spielleiter zutraut, gleichzeitig leiten zu können. Als Spieler nimmt man die Rolle des Charakters ein, für den man seinen Charakterbogen ausgefüllt hat und reagiert beim Spiel auf die Dinge, die einem der Spielleiter vorsetzt.
Mein Tipp: Für eine komplett unerfahrene Runde finde ich zwei bis drei gleichzeitige Spieler absolut ausreichend. Vor allem der Spielleiter wird unter Strom stehen, weil es für ihn nicht nur darum geht, den Plot voran zu treiben, sondern auch mit dem Schabernack der Spieler mitzuhalten. Je mehr Charaktere am Tisch sitzen, desto komplexer wird es.
Alternativ könnt ihr natürlich auch in eurem weiteren sozialen Umfeld rumfragen oder euer Vorhaben am schwarzen Brett eurer Schule, Uni oder Arbeit ausschreiben. Eventuell findet sich auch eine laufende Kampagne, die den ein oder anderen neuen Spieler mit dazu nehmen würde.
Wichtig: Ihr müsst Dungeons & Dragons nicht in Person bei jemandem Zuhause spielen. Ihr könnt euch auch digital treffen. Meine ersten Sessions habe ich damals über Discord und das Kampagnen-Tool Roll20 organisiert. Für eine digitale Kampagne braucht ihr dann nur entsprechend Headset, Mikro und vielleicht Kameras.
Plot
Schlussendlich braucht es für eine Runde Dungeons & Dragons noch einen Plot – die Geschichte, der die Charaktere folgen. Hier gibt es traditionell zwei Möglichkeiten.
Wer noch nie D&D gespielt hat, wird mit einem vorgegebenen Kampagnen- oder Session-Setting gut bedient sein. Darin sind der Ort des Abenteuers, die Nicht-Spieler-Charaktere sowie die Herausforderungen fast vollständig vorgegeben. Es gibt einen roten Story-Faden, dem die Spieler folgen können und viele Informationen für den Spielleiter.
Wizards of the Coast, die Firma hinter D&D, veröffentlicht regelmäßig neue Abenteuerbücher, die einzeln gekauft werden können. In den von ihnen veröffentlichten Einsteiger-Sets sind zudem auch immer fertige Abenteuer für den Einstieg beigelegt.
Alternativ gibt es auch eine recht große Community, die eigene Kampagnen-Settings zusammen- und im Internet zur Verfügung stellt. Diese gibt es oft kostenlos oder gegen einen kleinen Obolus.
Natürlich kann das Setting für das erste Abenteuer auch ganz von euch selbst gestaltet werden im Rahmen einer sogenannten Homebrew-Session. Homebrew bedeutet auf Deutsch so viel wie Zuhause gebraut
. Es ist also ein Abenteuer, dass ihr bzw. euer Spielleiter komplett im Alleingang auf die Beine stellt.
Homebrew lässt euch absolut freie Hand, wenn es um die Gestaltung geht. Als Inspiration dafür kann wirklich alles dienen. Zum Beispiel Videospiele, Bücher, Serien, Filme oder auch lokale Volkssagen.
Mein Tipp: Eine Homebrew-Kampagne gibt euch absolute Freiheit. Aber eine eigene Fantasy-Welt, auch eine kleine für nur eine Session, baut sich nicht so leicht, wie man es sich vielleicht vorstellt. Hier liegt viel Arbeit beim Spielleiter. Für ein erstes Abenteuer würde ich daher immer ein vorgefertigtes empfehlen.
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