Designerin verrät: Raid-Boss in Destiny 1 ist eigentlich nur recycelter Panzer

Das Destiny-Universum hat noch immer einige Geheimnisse auf Lager: Ein Entwickler fragte kürzlich auf Twitter nach den beliebtesten Beispielen, in denen Assets in Spielen wiederverwendet wurden. Eine ehemalige Entwicklerin von Bungie meldete sich darauf und verkündete, dass es sich bei Raidboss Aksis in Destiny 1 eigentlich gar nicht um einen Boss, sondern um ein Fahrzeug handelt.

Um welchen Boss geht es? Auf Twitter bat der Entwickler Xalavier Nelsen Jr. neulich Fans und Kollegen um ihre liebsten Beispiele, wie Studios in Spielen bereits vorhandene Modelle oder andere Assets wiederverwendet haben. Daraufhin meldeten sich einige Nutzer und teilten spannende oder lustige Geschichten zum „Recycling“.

So auch Kelly Snyder, die zu Zeiten von Destiny 1 bei Bungie gearbeitet hat. Sie verriet, dass Bungie bei Aksis, dem Boss aus dem Raid Zorn der Maschine, ein wenig kreativ wurde und vorhandene Designs wiederverwertet hat.

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Hier ist Aksis im Rückblick vor dem Start von Destiny 2 zu sehen

Aksis war in der Story von Destiny 1 ein ehemaliger Archonpriester der Gefallenen, der sich mit SIVA vereint hat und als Archon-Primus daraus hervorgegangen ist. Der Anführer der Teufels-Spleißer hatte sechs Beine und bewegte sich ähnlich wie ein Gefährt, das es schon im Spiel gab.

Was ist mit dem Boss los? Sollte Euch die Beschreibung von Aksis bekannt vorkommen, dann habt Ihr Recht: Für das Grundgerüst des Bosses hat sich Bungie bei den bereits vorhandenen Läufern, den Panzern der Gefallenen, bedient.

Laut Kelly Snyder sei dies auch der Grund, warum bei Aksis nie Drei der Münzen funktionierte. Der Boss sei eigentlich gar kein Boss, sondern ein Fahrzeug.

Drei der Münzen waren in Destiny 1 ein Verbrauchsgegenstand, den die Hüter bei Xur kaufen konnten und der die Chance auf exotische Engramme erhöhte.

Läufer lassen sich ebenfalls in Destiny 2 finden, etwa bei den öffentlichen Events in der ETZ und auf dem Titan.

Was sagen die Spieler? In der Community sorgt die Aussage über Aksis für einiges Amüsment.

Viele Spieler teilen eigene Geschichten von Bossen oder Gegnern in Destiny und Destiny 2, bei denen sie sich ein Recycling vorstellen können.

Bereits im Dezember letzten Jahres hat ein Designer von Destiny 2 erklärt, dass es sich bei den Bossen im Spiel oft nur um normale Gegner handelt, die auf XXL-Größe aufgeblasen wurden. Auch dies greifen die Spieler wieder auf, denn sie wünschen sich noch immer die Riesen-Version von Protheon, dem Boss der Verdrehten Säule. Oder wie die Spieler ihn nennen: Swoletheon.

Protheon, durch einen Bug auf die dreifache Größe aufgeblasen

Warum wird so viel recycelt? In dem Twitter-Post stellen viele Entwickler ihre eigenen Tricks und wiederverwendete Assets vor. Das zeigt, dass es längst kein Phänomen ist, das nur Bungie betrefft.

Das Wiederverwenden von Assets, das „Recycling“, ist für Designer ein wichtiges Werkzeug, um effizient Inhalte zu erstellen. Denn gerade das Entwerfen und Animieren von „neuen Assets“ verschlingt Unmengen an Zeit.

Würden Entwickler auf das Wiederverwenden von Assets verzichten, gäbe es wahrscheinlich noch weniger Spielinhalte als ohnehin schon.

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Quelle(n): KotakuReddit
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