Am 5. März 2026 ist das neueste Spiel von Bungie für Steam, Xbox Series X|S und PlayStation 5 erschienen: Marathon, ein Extraction-Shooter mit starkem Fokus auf PvP. Das Spiel sorgt seither für rege Diskussionen. Viele Gamer fragen sich, ob der Erfolg von Marathon ausreicht, um Sony zufriedenzustellen, oder ob der Shooter nun das Ende des Studios einleitet. MeinMMO-Redakteur Dariusz stellt sich dieser Frage.
Marathon ist in einer komischen Situation. Es klafft eine riesige Lücke zwischen der Wahrnehmung des Spiels in den sozialen Netzwerken wie Reddit und X und der Bewertung der Spieler auf Steam.
In den sozialen Netzwerken wird ein Bild von Marathon als eines der schlechtesten Spiele aller Zeiten gezeichnet. Auf X behauptet etwa ein Post, laut SteamDB sei Marathon über 500.000 Mal zurückgegeben worden. SteamDB gibt allerdings keine Zahlen zu Rückerstattungen an.
Selbst auf Twitch liest man Kommentare in den verschiedenen Chats, wie schlecht das Spiel doch sei – auch wenn der Streamer offensichtlich Spaß hat. TheBurntPeanut spielt das Spiel deshalb offline, wenn er nicht auf Twitch live ist (via TikTok).
Auf Steam wiederum ist die Stimmung großteils positiv. Von 23.105 Rezensionen sind starke 88 % positiv. Filtert man Spieler heraus, die weniger als eine Stunde gespielt haben, sind es sogar 90 % positive Reviews.
Marathon zeigt, was wirklich das größte Problem von Bungie ist
Der Spalt zwischen der wahrgenommenen Stimmung und der Bewertung der tatsächlichen Spieler zeigt das größte Problem von Marathon:
Bungie hat die Gunst seiner Fans mit Destiny 2 verloren.
Viele langjährige Destiny-Spieler haben das Vertrauen in Bungie aufgegeben. Es gibt zu viele Kritikpunkte, die die Community einfach nicht vergessen kann.
- Die Monetarisierung
- Das Schüren von FOMO (der Angst, etwas zu verpassen)
- Das Recyclen von Inhalten
- Der sogenannte Content-Vault – also Inhalte, die aus dem Spiel genommen wurden, obwohl Spieler dafür Geld gezahlt haben.
- Und generell das Feedback der Community, das einfach zu lange ignoriert wurde.
Bereits 2025 habe ich mich in einer Analyse der Frage gewidmet: Hat Marathon eine Chance auf Erfolg? Schon da habe ich Ähnliches befürchtet. Ich zitiere mich einfach mal selbst:
Insgesamt ist es schwierig, sich vorzustellen, dass Bungie in den nächsten Jahren einen finanziellen Erfolg haben wird – unabhängig von der Qualität des jeweiligen Produkts. Die einstigen Fans von Bungie sind so unzufrieden und frustriert, dass sie – so wirkt es aktuell – allem negativ gegenüberstehen, was Bungie macht.
Auch bei uns in den Kommentaren auf MeinMMO zeigt sich dieser Unmut gegenüber Bungie. Ich habe in meinem Anspielbericht zu Marathon erklärt, weshalb das Spiel für mich zu den besten Shootern des Jahres 2026 gehört. Einige MeinMMO-Leser sehen das anders, andere geben dem Spiel aufgrund ihrer Vergangenheit mit Bungie erst gar keine Chance.
MeinMMO-Leser EsmaraldV fasst die Gefühlslage vieler Destiny-Spieler treffend zusammen:
„Ich bleib bei meiner Einstellung, im Artikel auch angesprochen: Bungie hat mein Vertrauen verspielt und bekommt von mir keinen Cent mehr. Grundsätzlich werde ich mich zum Gameplay nicht äußern, da ich es nicht spiele, aber der kritisierte Battlepass spricht Bände; Bungie-Art – wer das noch unterstützt und aus Fehlern nicht lernt – selber schuld.“
Der scharfe Blick von Sony auf Marathons Erfolg
Sony hat Bungie im Jahr 2022 für rund 3,2 Milliarden Euro gekauft. Das Unternehmen schaut sich also ganz genau an, was das Entwicklerstudio hinter Destiny 2 so treibt. Bereits 2023 hieß es in einem Report von Bloomberg, dass Bungie 45 % unter den Erwartungen von Sony gewesen sei.
Das kriselnde Destiny 2 galt bis dato als die Haupteinnahmequelle des Studios und auch an Marathon wird Sony demnach eine gewisse Erwartungshaltung haben.
Der Forbes-Journalist Paul Tassi, der enge Kontakte zu Bungie pflegt, berichtete vergangenes Jahr, dass Marathon in den USA eines der 5 meistverkauften Spiele des Jahres 2025 sein müsste, um als „Erfolg“ zu gelten (via YouTube) – das war allerdings noch bevor der Release des Shooters verschoben wurde.
Zuletzt kursierten zudem Gerüchte im Internet, dass Marathon 250 Millionen US-Dollar gekostet habe und 10 Millionen Verkäufe benötige, um als „Hit“ zu gelten.
Eine offizielle Aussage seitens Sony oder Bungie zu den Entwicklungskosten oder den erwarteten Verkäufen gibt es allerdings nicht.

In einem Interview mit dem YouTuber Skill Up verriet Marathons Game-Director Joe Ziegler jedoch, dass 2025 etwas weniger als 300 Entwickler an dem Shooter arbeiteten. Außerdem sagte er, dass das Spiel zu dem Zeitpunkt mehr als 4 Jahre in Entwicklung bei Bungie gewesen sei – und seither kam ein weiteres Jahr obendrauf.
Schauen wir uns dazu mal einige Zahlen an:
| Durchschnittsgehalt Bungie | 98.000 US-Dollar im Jahr |
| Entwicklungsdauer | Mehr als 5 Jahre |
| Geschätzte Gehaltskosten in 5 Jahren | 70-110 Millionen US-Dollar (Etwa 147 Mio. USD bei durchgehend 300 Mitarbeitern) |
| Marketing | AAA-Durchschnitt etwa 25 Mio. USD |
| zusätzliche Kosten (Instandhaltung des Büros, Infrastruktur, etc) | bis zu 5-10 % der Gesamtkosten |
Aufschlüsselung der Kostenrechnung
Das Durchschnittsgehalt bei Bungie soll rund 98.000 US-Dollar im Jahr betragen (Quelle: salary.com). Bei 300 Mitarbeitern entstehen in 5 Jahren etwa 147 Millionen US-Dollar an reinen Gehaltskosten. Wahrscheinlich arbeiteten jedoch nicht durchgehend 300 Mitarbeiter an dem Shooter. Es ist gut möglich, dass die Gehaltskosten eher so zwischen 70 und 110 Millionen US-Dollar liegen.
Es kommen zusätzliche Kosten für das Marketing und die Instandhaltung des Büros sowie sonstige Infrastruktur obendrauf. Laut dem Informationsdienstleister zipdo geben AAA-Spiele durchschnittlich rund 25 Millionen US-Dollar für Marketing aus. Das entspricht anderen Quellen, die von etwa 10-20 % des Gesamtbudgets für Marketing sprechen.
Die 250 Millionen US-Dollar für Marathon aus diversen Gerüchten wirken an diesen Zahlen gemessen etwas hochgegriffen, aber nicht unrealistisch. Es könnten stattdessen auch „nur“ 150-200 Millionen US-Dollar sein.
Aber auch das muss Marathon erstmal wieder einbringen.
Spielerzahlen kriseln, aber die Verkaufszahlen sind keine Katastrophe
In dem Diskurs um Marathon sprechen viele über die Spielerzahlen. Das Spiel sei ein Flop und die Zahlen zeigen das. Der Höchstwert von Marathon liegt in der Release-Woche nur bei knapp 88.000 gleichzeitig aktiven Spielern auf Steam. Auch jetzt sind auf Valves Gaming-Plattform nur 26.000 Spieler online (Stand: 10. März, 13:30 Uhr). Der tägliche Peak liegt derzeit meist zwischen 65.000 und 80.000 Spielern (via SteamDB).
Diese Zahlen reichen natürlich nicht an den Erfolg eines ARC Raiders heran. Der Konkurrent von Marathon hat auch 5 Monate nach Release noch jeden Tag Höchstwerte von 170.000 bis 250.000 gleichzeitig aktiven Spielern und verkaufte sich über 10 Millionen Mal.
Bungie und Sony haben noch keine Verkaufszahlen zu Marathon veröffentlicht. Analyse-Plattformen wie gamalytic und PlayTracker sprechen aber von 911.000-975.000 verkauften Kopien auf Steam (Stand: 13. März 2026).

Die Spieler- und Verkaufszahlen von Marathon auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S sind unbekannt. Bungie ist auf den Konsolen aber meist deutlich stärker vertreten als auf Steam. Der von der Destiny-Community erstellte Tracker „Charlemagne“, der die Spielerzahlen von Destiny 2 pro Plattform misst, zeigt das eindrucksvoll.
Am 8. März sah die Gesamtverteilung aller Destiny‑Spieler wie folgt aus:
- PlayStation: 78.520 (rund 45 %)
- Xbox: 58.290 (rund 33 %)
- Steam: 35.740 (rund 20,37 %)
Die Konsolen machten bei Destiny 2 am 8. März also 78 % der Spielerzahlen aus. Wenn wir jetzt spekulieren, dass die Verteilung bei Marathon ähnlich ist, könnte der Shooter auf den Konsolen etwa 3.229.000 Mal verkauft worden sein. Die 911.000 verkauften Einheiten auf Steam dienten der Rechnung als Grundlage.
Das würde bedeuten:
Marathon käme in der Release-Woche auf über 4,1 Millionen Verkäufe und Bungie hätte bei einem durchschnittlichen globalen Kaufpreis von 29 € mit Marathon bereits 118 Millionen Euro eingenommen. Abzüge durch Steuern oder Plattformabgaben an Steam etc. sind da noch nicht berücksichtigt.
Gemäß des Marktforschungsunternehmens Alinea Analytics soll sich ARC Raiders in der Release-Woche 2,5 Millionen Mal verkauft haben, wovon mit 69,2 % der Großteil der Spieler auf Steam war. Marathon könnte also im direkten Vergleich mit ARC Raiders gar nicht mal so schlecht dastehen, wie die Steam-Zahlen das aktuell vermuten lassen.

Droht die Übernahme durch Sony?
In den vergangenen Monaten und Jahren haben wir einige Studioschließungen miterlebt. So schloss Sony im Oktober 2024 etwa Firewalk Studios, nachdem dessen Hero-Shooter Concord so stark floppte, dass er schon 12 Tage nach Release offline genommen wurde. Im Februar 2026 gab Sony zudem bekannt, mit Bluepoint Games das Studio hinter dem Remake von Demon’s Souls zu schließen.
Concord zeigt, wie es im schlimmsten Fall für Marathon und Bungie laufen kann:
Bei Misserfolg wird erst das Spiel offline genommen, dann einige Zeit später das Studio geschlossen.
Das ist ein Schicksal, das zuletzt einige Entwickler teilten. Am 12. März folgt die Abschaltung von Highguard, einem Hero-Shooter, der erst Ende Januar veröffentlicht wurde und bei dem der chinesische Technologie-Riese Tencent der geheime Hauptfinanzier war. Die Abschaltung kommt gerade mal 45 Tage nach dem Release.
Es stellt sich also die Frage:
Droht Marathon die Abschaltung und wie geht es für Bungie weiter?
Einem Bericht von IGN aus dem Jahr 2023 zufolge sei es Sony möglich, beim Ausbleiben finanzieller Ziele den bestehenden Vorstand von Bungie aufzulösen und die volle Kontrolle zu übernehmen.
Sollte Sony mit dem finanziellen Erfolg von Bungie unzufrieden sein, sieht so wahrscheinlich der nächste Schritt aus. Sony hat schließlich 3,2 Milliarden Euro für das Studio gezahlt, sie werden also erstmal selbst alles versuchen, möglichst viel aus dem Studio herauszuholen.
Eine Schließung von Bungie ist derzeit unrealistisch.
Fazit: So geht es jetzt für Marathon und Bungie weiter
Sollte Sony eine frühzeitige Abschaltung von Marathon anstreben, wird sich das voraussichtlich in den nächsten 3-6 Wochen zeigen. Das war in der Branche zuletzt die Zeitspanne, in der solche Entscheidungen getroffen wurden.
Wenn die spekulierten Zahlen von 4,1 Millionen Verkäufen hinkommen, wird Marathon die nächsten Wochen und Monate ziemlich sicher überleben. Das Spiel hat das Potenzial, mit der Zeit stetig weitere Spieler zu sammeln, sobald sich der negative Diskurs etwas gelegt hat. Auch ARC Raiders gewann in den Wochen nach dem Release ordentlich an Spielerzahlen hinzu.
Bungie hat außerdem bereits Pläne für zukünftige Seasons und Ingame-Events, womit sie ebenfalls neue Spieler dazugewinnen könnten. Zusätzlich zu den Spielverkäufen kommen Einnahmen durch Skins und Battle-Pässe.
Dennoch müssen vor allem die Führungspersönlichkeiten bei Bungie großes Interesse daran zeigen, Marathon zu einem Erfolg zu machen. Sollte sich der Shooter entgegen der Spekulation auf Steam tatsächlich am stärksten verkaufen, sehen die Zahlen besorgniserregend aus.
Dann wäre die Kontrollübernahme durch Sony in den nächsten Monaten unausweichlich.
Marathon steht erst am Anfang und es würde mich nicht überraschen, wenn Marathon mindestens ein Jahr mit neuen Inhalten versorgt wird. Die Übernahme durch Sony oder gar die Schließung des Studios stehen in nächster Zeit wahrscheinlich nicht an – aber gerettet ist Bungie noch nicht.
Falls ihr noch unschlüssig seid, ob Marathon euch gefallen könnte, haben wir einen kurzen Check inklusive eines Quiz für euch vorbereitet. Dort findet ihr wichtige Informationen zu dem Shooter und könnt mit der Beantwortung von 10 Fragen herausfinden, ob das Spiel für euch interessant ist: Lohnt sich Marathon für euch? Der kurze Check mit Quiz

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Auf dieser Seite gibt es schon echt ne Menge Werbung kann man die Werbung beim öffnen des Artikels nicht wieder rausnehmen? Das ist einfach pur nervig auf dem Handy mit einer Hand den Artikel zu öffnen und dann den Griff zu ändern damit man auf das beschissene Kreuz oben rechts in der Ecke klicken kann 😮💨
Da stört mich eher, dass man Autoplay von Videos nich auf Preset: “Aus” stellen kann. Du scrollst runter und auf einmal blinkt dir ein Video extrem unhandlich vor den Text und dann braucht es erstmal eine Weile bis du das Video schließen kannst und zurück zu deiner jeweiligen Textstelle kommst. Wenn es um die Werbung geht wäre es mir lieber, dass direkt einfach ein Video aufploppt und sich Automatisch danach wieder schließt. Dann hab ich da nicht so ein Heck Meck. 🙈
Irgendwie muss das ganze hier halt auch bezahlt werden. *shrug*
Was für langeweile muss man haben um einen der Mehrwertlosen Kommentar in der Nacht zu verfassen?
Du kommst gefühlt alle Paar Monate mal her um so einen “Was juckt mich das?”-Spruch abzulassen, so als wenn Artikel nur für dich geschrieben werden. Aber dann stellst du die Sinnhaftigkeit von Handlungen anderer infrage? Hä? 😂
Was haben den solche Spiele typischerweise für einen ROI?
Für mich ist es einer von vielen Extraction Shooter daher naja .
Aus reiner Marketing Strategie ist natürlich die Diskussion allein sein Geld Wert.
Irgendwie finde ich es schade, dass ähnliche Rechnungen schon in anderen Artikeln gemacht wurden und dabei auch schon die gleichen Fehler gemacht wurden. Ich finde hier könnte man ruhig bisschen mehr Sorgfalt walten lassen.
Sorry für die harte Kritik, aber offen gesagt sind das Sachen die ein Redakteur im Videospieleumfeld durchaus wissen sollte. Zumindest wenn man anfängt solche Rechnungen zu machen.
Danke für dein Feedback. Ich will darauf auch mal direkt eingehen:
Zu 1.: Das ist ein Fehler, der mir gelegentlich passiert. Entschuldige. Ich passe das im Artikel an. In dieser Art Artikel steckt viel Arbeit und Recherche, weshalb du mir glauben kannst, dass ein solch vermeidbarer Patzer niemanden mehr ärgert als mich selbst.
Zu 2.: Ich habe im Artikel ganz bewusst von Einnahmen gesprochen und nicht von Gewinn. Der Umsatz liegt bei den errechneten x Millionen, der Gewinn ist natürlich nach Abzug von Steuern, Plattformabgaben etc. niedriger.
Man könnte bei der Rechnung natürlich noch weiter ins Detail gehen, etwa indem man die Abgaben an Steam und Xbox/Microsoft beachtet, aber der Artikel soll auch einen ansprechenden Lesefluss haben.
Meiner Ansicht nach würden wir uns dann in Details verstricken, die sich weniger an Gaming-interessierte Leser richten, sondern an Leute, die sich für den wirtschaftlichen Aspekt interessieren. Ich orientiere mich da verstärkt an unserer Zielgruppe – zumal jede Rechnung weiterhin spekulativ wäre, weil wir keine genauen Verkaufszahlen auf den Plattformen kennen und auch die Abgaben je nach Recherchegrundlage schätzen müssten.
Im Endeffekt sind wir hier schon deutlich tiefer ins Detail gegangen, als der grundlegende Diskurs, in dem es meist nur heißt: „Schau mal, Marathon hat nur 60.000 Spieler.“
Aber das Bungie mit Marathon bis dato 112 Millionen eingenommen hat, stimmt ja so trotzdem nicht. Weil eben Steam, Steuern e.t.c.
Wenn man schreibt, Marathon konnte bis jetzt 112 Millionen erwirtschaften, würde es
m.M.n. besser passen.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast auf meinen Kommentar einzugehen.
Bei Einnahmen (ich hatte deshalb extra Umsatz geschrieben) würde man ja aber trotzdem davon ausgehen, dass das irgendwie beim Studio ankommt. Aber Steam behält die Gebühren ja direkt ein und es wird nicht irgendwie nachträglich abgeführt (so wie einige Steuern). Sorry falls das wie Haarspalterei klingt, aber in der Formulierung wird nun mal unweigerlich vermittelt, dass beim Studio Summe X als Einnahme ankommt.
Da gebe ich dir grundsätzlich recht. Ich persönlich finde deshalb, dass man sich mit so einer Rechnung irgendwie einfach keinen Gefallen tut. Aufgrund der vielen Unbekannten kann man ja nur daneben liegen. Im Artikel steht ja auch, dass es Spekulation ist. Als Leser frage ich mich da aber unweigerlich, welchen Mehrwert die Info hat, wenn man weiß dass die Zahl nur falsch sein kann.
Danke dass du auch noch mal erklärt hast warum die Info überhaupt drin ist und dass man bisschen mehr liefern will als “Marathon hat X Spieler”, was man – wie du auch sagst – ja auch woanders lesen kann. Daher verstehe ich auch warum man bisschen mehr Infos/Details liefern will und find das auch generell eine gute Idee. Ich finde den Grat nur sehr schmal zwischen Mehrwert und das ganze als Spekulation nur liefern, damit man unbedingt noch was zusätzlich drin hat. Mir ist auch klar, dass man jetzt keinen Absatz einer bestriebswirtschaftlichen Rechnung widmen will. Wäre ja – wie von dir erwähnt – völlig fehl am Platz. Auf der anderen Seite wird aber vermittelt, dass das Studio jetzt auf 112 Mio Euro sitzt (oder sitzen könnte). Ich hoffe du weißt bisschen worauf ich hinaus wollte.
Sollte jetzt auch keine generelle Kritik an der Arbeit sein, bitte nicht falsch verstehen.
Klar, ich versteh komplett, worauf du hinaus willst. Ich bin auch ganz bei dir, dass das durchaus ein schmaler Grat ist. Ich persönlich finde es aber wichtig, hier eine gewisse Spekulation einzugehen.
Wir sehen im Gaming aktuell diesen extrem besorgniserregenden Trend, dass Spieler quasi live mitfiebern, wie schnell ein Spiel stirbt und das Studio geschlossen wird. Statt ein Spiel einfach zu spielen oder eben nicht zu spielen, wird auf das Scheitern gehofft. Und wenn jemand tatsächlich Spaß an diesem Spiel hat, muss man sich überall anhören, dass das ja eigentlich totaler Mist ist.
Bei diesem Thema fällt zudem zunehmend auf, dass diese Personen die Steam-Charts als Rechtfertigung und Gegenargument nutzen.
Wir müssen einfach mehrere Ebenen schaffen, wenn wir über Spiele und den Erfolg reden – wobei der Erfolg für Spieler eigentlich egal sein sollte, solange sie Spaß haben.
Ich sage dann lieber transparent: „Ey, das sind nur Spekulationen, das kann auch falsch sein“, und zeige dann auf, wie der Stand auf anderen Plattformen sein könnte, als diesen Diskurs möglichst flach und auf Steam begrenzt zu halten.
Auch wenn Steam ein Indiz ist, zeigt die spekulative Rechnung mit den anderen Plattformen: Da gibt es noch viel mehr zu bedenken. Und auch wenn die Rechnung dann nicht hinhaut, versteht vielleicht jemand dadurch, wie groß eine Abweichung durch die Konsolen sein kann.
MARATHON ist ein Traum und wird noch lange sehr viel Spass bringen.
Ich bin Ps5 Spieler und meine Kollegen auch, was Marathon betrifft.
Das wage ich mal zu bezweifeln, wenn man sieht, dass alleine auf Steam in 8 Tagen nach dem Launch rund 31.000 Spieler abgesprungen sind.
Es haben laut Analyse-Plattformen aber auch seit Dienstag nochmal 200k Spieler auf Steam Marathon gekauft. Die Steam-Charts spiegeln halt nur einen kleinen Teil der Wahrheit wider.
Ich für meinen Teil habe seit 2-3 Tagen nicht gespielt, bin also einer der entfallenen Spieler. Das heißt aber nicht, dass ich als Spieler weg bin. Ich war am Abend einfach zu müde oder habe mit Freunden etwas anderes gezockt.
Der Trend kann in 2 Tagen wieder ganz anders aussehen. Die Tendenz ist aktuell: Von den Leuten, die es kaufen und spielen, haben die meisten Spaß.
Danke Dariusz endlich sagst mal was. Hab das Gefühl ich kämpfe alleine für Marathon 😘😘😘
Ich kämpfe auch nicht für Marathon. 😅
Wenn jemand Marathon schlecht findet, soll die Person es ruhig schlecht finden. Das juckt mich nicht. Ich mag nur den Steam-Charts-Diskurs nicht.
Ich habe Freude daran, Leuten ehrlich sagen zu können: „Spiel x macht mir Spaß, probier es gerne selbst mal aus.“
Aber wenn die Leute das nicht wollen, weil sie etwa kein Vertrauen mehr in das Studio haben oder das Spiel nach dem Test trotzdem schlecht finden, kämpfe ich nicht darum, die Meinung zu ändern. Ist halt deren Meinung.
Aber das sehen weder Sony noch Bungie. Bungie steht gerade echt unter strenger Beobachtung. Sony denkt hier nicht in “ach Schwankungen gibt’s immer, wer heute nicht da ist, ist’s morgen”. Die schauen rein auf den Wert der gerade gesichtet werden kann. Und wenn man die letzten Tage mit einander vergleicht gehen mehr als Leute kommen. Was nützt es wenn Leute es nur kaufen und entweder nur sporadisch oder gar nicht zocken. Nur kaufen deckt die anfallenden kosten von Bungie und/oder Sony nicht, da das Spiel auch in-game Käufe bereitstellt.
Wenn du jetzt mal über dein Geld denkst und du nimmst dir vor dies und jenes zu kaufen rechnest du auch mit den Zahlen die du jetzt hast und nicht mit denen die du nächsten Monat hast, weil da dann der Lohn kommt oder?
Von Paul Tassi und seiner Quelle wurde dies bereits dementiert. PC bildet die größte Spielerbasis für Marathon. Einige sagen, das Wechseln der Gegenstände im Inventory und die Menüstruktur könnte man eher nicht schnell genug mit einem Controller bewerkstelligen.
Habe ja schon unter anderen Artikeln gesagt: Der Start war Solide. Nicht Überragend, aber auch nicht schlecht.
Bei der Rechnung bzgl. Verkaufszahlen hat sich meines Erachtens nach noch ein Fehler eingeschlichen. Die 40 Euro werden zumindest auf 2/3 Plattformen nicht in Gänze bei Bungie/Sony ankommen.
Ich persönlich glaube, dass Marathon durchaus Schwarze Zahlen schreibt, aber längerfristig so nicht überleben wird. Aber mal abwarten. Wir haben halt nicht zu 100% alle Infos und können nur die Lage grob einschätzen.
Ich stelle mir ehrlich gesagt die Frage, ob für uns Spieler eine Übernahme durch Sony gut oder schlecht wäre. Ich persönlich hoffe einfach, dass Destiny qieder mehr Liebe bekommt. Die behandeln ihre Hauptmarke aktuell katastrophal.
Marathon scheint kein grundlegend schlechtes Spiel zu sein. Aber heutzutage, mit wirklich viel Konkurenz, halt auch nichts so Besonderes. Sicherlich macht es Spaß, wenn man Lust auf PvP hat. Das immer wieder gelobte Gunplay von Bungie ist da warscheinlich der Hauptgrund. Die Story ist sicherlich auch interessant. Die Bewertungen auf Steam kommen warscheinlich von Leuten, die wussten was sie da kaufen und schon vorher heiss drauf waren.
Ich glaube aber nicht, dass Vertrauen hier das richtige Wort ist. Bungie hat seine treuen Spieler einfach über Jahre an der kurzen Leine gehalten und verarscht um nicht zu sagen für ihre anderen Projekte missbraucht. Sie haben immer nur das mindest Nötige geliefert und wie du aufführst, alle Taktiken angewendet um die Leute in einer Art Suchtspirale zu halten. Wenn man sich da einmal gelöst hat, kommt man nicht mehr ohne triftigen Grund zurück. Und auch heute ist man ja nicht fähig und willig mal auf die Wünsche der Spieler einzugehen. Da baut man lieber ein sehr unspaßiges Grindfest ohne einen wirklich Vorteil. Das Powerdelta ist für mich das Schlimmste an der ganzen Sache. Tja und dann wundert man sich wenn einem die Spieler weglaufen.
Marathon hat das Problem, dass viele Leute Bungie´s Taktiken jetzt zu Genüge kennen und sich nicht mehr freiwillig in diese Abhängigkeit begeben wollen.