Bretonen gelten als langweiliges Volk in ESO – Die Entwickler verraten uns, warum das gar nicht stimmt

Bretonen gelten als langweiliges Volk in ESO – Die Entwickler verraten uns, warum das gar nicht stimmt

Am 27. Januar wurde die neue Erweiterung High Isle für The Elder Scrolls Online angekündigt. Im Fokus der Erweiterung stehen die Bretonen. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Menschen und Elfen, die in einem klassischen Mittelalter-Setting leben. Im Interview mit MeinMMO verraten zwei der größten Köpfe aus dem Story-Team, warum die Bretonen so interessant sind.

Worum geht es hier? Die neue Erweiterung High Isle wurde ausführlich vorgestellt. Sie bringt euch auf die Hochinsel und beleuchtet das Leben der Bretonen, einem spielbaren Volk in ESO, genauer.

Im Vorfeld dieser Ankündigung konnten wir mit Bill Slavicsek, dem Lead Writer von ESO, und Leamon Tuttle, dem „Loremaster“, sprechen. Mit ihnen haben wir über die Bedeutung und Besonderheiten der Bretonen, aber auch über das neue Kartenspiel gesprochen. Denn gerade Lore-Nerds sollten sich auf diese Neuerung freuen.

Mittelalter, Magie und Intrigen durch Adelshäuser

MeinMMO: Das letzte DLC 2021 endete mit einem Sieg über Mehrunes Dagon. Was genau passiert danach und wie werden die Bretonen von euch in den Fokus gebracht?

Tuttle: Nun, die Art und Weise, wie wir unsere Inhalte strukturieren, ist, dass theoretisch alles zur gleichen Zeit passieren könnte. Wir bauen unsere Events nicht so auf, dass sie direkt auf andere folgen, weil wir wollen, dass die Spieler den Inhalt in jeder beliebigen Reihenfolge spielen können. Es gibt also keine direkte erzählerische Verbindung zwischen dem, was mit dem Spieler und Mehrunes Dagon passiert, und dem, was in den High Isle passiert, weil man die High Iseles zuerst spielen könnte. 

Bill: Zum Start des neuen DLCs werdet ihr eine Benachrichtigung von einem neuen Charakter namens Lady Arabella bekommen, die Hilfe bei einem Problem braucht, das sie hat, nämlich dem Ascendent Order. Das ist eine Gruppe von abtrünnigen Rittern, die auf den High Isle Ärger verursachen. Lady Arabella ist im Spiel schon in Büchern aufgetaucht, aber noch nie als echter Charakter, mit dem man reden und Abenteuer erleben kann. Das wird also ziemlich aufregend werden, glaube ich.

ESO High Isles Ritter
Bei den Bretonen erwarten euch mittelalterliche Kastelle, Ritterspiele und Adelige, die ihre Intrigen planen.

MeinMMO: Die Bretonen hatten bisher keinen Platz im Rampenlicht wie die anderen Völker Tamriels. Wie anders wird es sich anfühlen, etwas über ihr Erbe und ihre Kultur zu erfahren?

Tuttle: Ich denke, es wird spannend. Ich glaube, die Bretonen haben leider über die Jahre einen schlechten Ruf als langweiliges Volk bekommen, aber das sind sie ganz und gar nicht. Es gibt eine Menge aufregender Dinge, die sich unter der Oberfläche abspielen. Es gibt eine Menge über ihre Geschichte, die wir erforschen können, etwa ihre feudale Gesellschaft, wie ihre verschiedenen Adelshäuser sich gegenseitig bekriegen, und auch, woher sie kommen. Das ist eine sehr alte Geschichte. 

Die Bretonen sind eine hybride Rasse, eine Mischung aus Menschen und Elfen, und sie bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen, was ihre Identität angeht und welcher Teil ihrer Identität dort im Vordergrund steht. Sie haben die fleißige, fast schon böse Gesellschaft, an der sie arbeiten. Und sie haben auch eine Menge magischer Fähigkeiten, die jedoch nicht oft angesprochen werden. Selbst der niedrigste aller Bauern, der an seinen Pflug gekettet ist, hat eine gewisse magische Begabung und ist resistent gegen Magie, wegen des Elfenblutes. 

Also ja, es ist eine wirklich interessante Rasse, die einem die Möglichkeit gibt, alles Mögliche über Klassenrollen und die Funktionsweise von Politik zu erforschen. Und, wisst ihr, das ist eine spannende Sache. Ich denke, die Leute werden es mögen.

Bill: Und es ist unsere größte politische Story seit dem Release von Orsinium.

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Eine Erweiterung wie gemacht für Fans von Orsinium

MeinMMO: Und wie genau sieht diese politische Intrige dann aus? Könnt ihr uns generell mehr zum Story-Inhalt und den Quests sagen?

Tuttle: Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ein bisschen schon. Die Bretonen sind Teil des Dolchsturz-Bündnisses, das von König Emeric angeführt wird. Der Krieg zwischen diesen drei Bündnissen, dem Dolchsturz-Bündnis, dem Ebenherz-Pakt und dem Aldemeri-Dominoin wird in der Geschichte eine ziemlich große Rolle spielen.

MeinMMO: Werden Spieler, die Bretonen als ihre spielbare Rasse gewählt haben, besondere Inhalte erleben, etwa bei den Interaktionen oder im Verlauf der Geschichte?

Bill: Es wird ein wenig davon zu spüren sein. Aber wir haben nicht die Möglichkeit, für jedes Volk einen eigenen Handlungsstrang zu entwickeln, das ist einfach so. Dafür haben wir nicht die Breite.

Tuttle: Gelegentlich haben wir Dialoge, in denen die Figur anhand ihrer Klasse oder ihrer Rasse identifiziert wird. Aber wir wollen, dass sich jeder willkommen fühlt.

Bill: Man wird ein bisschen mehr erfahren, wenn man Teil vom Dolchsturz-Bündnis ist, denn das betrifft gleich mehrere spielbare Völker.

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MeinMMO: Was sind die größten Unterschiede, wenn ihr die High Isle mit anderen Regionen von Tamriel vergleicht? Was macht sie besonders und interessant?

Bill: Nun, es ist ein Inselarchipel, also werdet ihr das ganze Jahr über auf einigen Inseln herumhüpfen. Die High Isle selbst ist eine Umgebung, die den Bretonen gut gefällt. Sanfte Hügel, viel Wasser, viele Wälder. 

Die andere Insel im Paket für das Kapitel heißt Amenos. Es ist eine Dschungelinsel und wird etwas anders sein. Wir versuchen, jede Umgebung ein wenig neu und ein wenig anders zu gestalten. Es wird also ein paar Ähnlichkeiten geben, aber auch ein paar coole neue Sachen zum Erkunden. 

MeinMMO: Wenn ihr es auf wenige Worte herunterbrechen müsstet: Wie bringen die High Isle einen neuen Twist in das Worldbuilding von ESO?

Bill: Nun, es ist natürlich ein neues Gebiet, das noch in keinem anderen Spiel erforscht oder gesehen wurde, obwohl der Ort erwähnt wurde, von dem aus die „All-Flags-Navy“ vor Tausenden von Jahren gestartet ist. 

Ich denke, dass ihr hier noch viel mehr erfahren werdet. Interessantes über die Bretonen, ihre Kultur, ihre Geschichte, ihr Erbe, und ich glaube wirklich, dass die politische Geschichte bei den Fans Anklang finden wird, besonders bei denen, die Orsinium geliebt haben.

Rothwardonen werden eine kleine Rolle spielen

MeinMMO: Einige Spieler hatten im Vorfeld der Ankündigung darauf gehofft, dass sich die Erweiterung um die Rothwardonen drehen könnte. Warum habt ihr euch für die Bretonen entschieden und habt ihr vielleicht auch eine positive Nachricht für die Fans der Rothwardonen?

Tuttle: Ich persönlich liebe die Rothwardonen und sie sind eine meiner Lieblingsvölker.

Bill: Um ehrlich zu sein hatten die Bretonen und die Rothwardonen seit dem Grundspiel nicht mehr viele neue Inhalte, also haben wir dieses Mal die Bretonen gemacht. Es ergab Sinn, sie auf dem Schwesternarchipel anzusiedeln, und es ergab Sinn für unsere Geschichte. 

Ihr werdet in der Geschichte aber auch auf Rothwardonen treffen, denn sie sind Teil des Bündnisses. Ein Teil des Bündnisses und einige wohlhabende Charaktere kehren zurück, die ihr schon einmal als Rothwardone getroffen habt.

Tuttle: Es gibt auch ein bisschen was zur Geschichte der Rothwardonen auf dem Archipel. Sie spielt keine große Rolle in der gesamten Story, aber es ist eines der Dinge, über die wir nachgedacht haben, als wir die Insel entwickelt haben.

Das Kartenspiel lohnt sich für Lore-Fans

MeinMMO: Könnt ihr uns zudem noch etwas zu den künftigen Inhalten der Erweiterung verraten?

Tuttle: Ja, eines der anderen Dinge, auf die wir uns wirklich freuen, ist das neue Kartenspiel. Ich habe in letzter Zeit viel an unserem neuen Kartenspiel namens Ruhmesgeschichten gearbeitet. Es ist wirklich cool, weil es den Spielern eine weitere Möglichkeit gibt, mit der Welt Tamriel zu interagieren. Es ist auch aus der Lore-Perspektive spannend, weil ich mit den verschiedenen Decks und Karten verschiedene Teile von Tamriel anspreche, z. B. kleinere historische Ereignisse oder bestimmte andere Dinge. 

Das ist ziemlich toll. Und ich denke, dass das eigentliche Gameplay eine Menge Spaß macht. Und ich glaube, die Leute werden wirklich Spaß daran haben, sich damit zu beschäftigen. Und es gibt auch einen Sammel-Aspekt, bei dem man herumlaufen und Dinge finden kann. Also ja, darum geht es uns wirklich.

ESO Kartenspiel
Das große Feature der neuen Erweiterung ist ein Kartenspiel.

MeinMMO: Und findet das Kartenspiel dann direkt Ingame statt?

Tuttle: Ja, das Kartenspiel findet im Spiel statt. Alles im Kartenspiel ist so gestaltet, dass es sich tatsächlich so anfühlt, als ob ich, wenn ich im Spiel herumlaufe und ein paar Leute am Tisch sehe, die ein Kartenspiel spielen, dann kann ich das auch spielen. Wir haben also viel Wert darauf gelegt, dass es sich authentisch anfühlt und nicht zu sehr wie ein Spiel.

Bill: Das neue Kapitel hat außerdem zwei neue Gefährten, die zu dem System hinzugefügt werden. Spieler, die also bereits Bastian und Mirri freigeschaltet haben, werde sich so neue Begleiter sichern können.

MeinMMO: Vielen Dank an euch beiden, dass ihr euch die Zeit für das Interview genommen habt.

Was sagt ihr zu den Bretonen als Volk im Fokus? Freut ihr euch auf die Geschichten oder findet ihr eine mittelalterliche, politische Intrige eher unspektakulär? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Alle Details zu Erweiterung erfahrt ihr hier:

ESO: Alles zur neuen Erweiterung High Isle und den Inhalten 2022

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Fyralon

Als bekennender Dolchsturz- Fan kommen mir die Bretonen gerade recht. Elfen,Khajit nicht so mein Ding.

Lieber wären mir allerdings auch Orks oder Rothwardonen als Thema gewesen.

Thornwulf

Also ich hab auch mit vielem gerechnet ABER Bretonen in den Mittelpunkt zu stellen und eine neue Inselregion zu bringen… damit ganz sicher nicht!

Ich finde die Bretonen auch eher lahm im Vergleich zu den anderen Völkern und eine neue Region die wieder das typische Mittelalterfavour (gääähn) hat… davon gibt es doch schon genug Content im Grundspiel und auch Blackwood und Greymoor schlagen in eine ähnliche Kerbe was das Setting angeht.

Die Rothwardonen und exotische orientalische neue Gebiete und Dungeons hätte ich da wesentlich geiler gefunden und auch eher erwartet! Die hatten bisher wenig Aufmerksamkeit und in Tamriel ist genau da auf der Karte auch noch der größte schwarze Fleck!

Aro

Mal ne doofe Frage, die etwas OT ist, aber ich hab von WoW die Nase voll und will mal in ESO rein fühlen (habe Skyrim gelingt).
jemand nen Tipp welche Version ich mir als Beginner zulegen sollte? Da gibt‘s ja gefühlt drölfzig verschiedene Games zu kaufen ….

Marvensen

Schnapp dir das Basisspiel „Tamriel Unlimited“. Das gibt’s oft für paarmarkfuffzich.
Damit hast du gleich die erste (oder gar ersten zwei?) Erweiterungen dazu und auf jeden Fall 100+ Stunden Content.
Wenn du dann merkst dass du das spiel feierst und mehr willst kannst du überlegen, ob es dir die aktuellste Erweiterung und/oder das Abo wert ist.

Aro

Alright danke

akaig

bei mmoga bekommst du das Grundspiel momentan für 5€, wenn du aber wirklich interessiert bist, kannst du auch direkt „The Elder Scrolls Online – Blackwood Collection“ kaufen, die kostet auch nur 20€ hat aber schon alle grossen Kapitelerweiterungen dabei!
Alle anderen Erweiterungen sind auch im abo (ESO-Plus) enthalten, die Kapitelerweiterungen muss man aber wie bei WoW extra kaufen.

Aro

Ach na dann nehme ich doch den, danke xD

Dexter Ward

Das gilt aber nur für die Konsolenspieler. Auf dem PC taucht ESO bei mir nämlich nicht im Game Pass auf und auch auf der Xbox-Website stehen bei „Wiedergebbar auf“ nur die Konsolen.

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