Baldur’s Gate 3: Das Ende ist ein absoluter Witz, aber leider kein guter

Baldur’s Gate 3: Das Ende ist ein absoluter Witz, aber leider kein guter

MeinMMO-Tiefling Cortyn ist mit dem Ende von Baldur’s Gate 3 unzufrieden. Denn da vergisst das Spiel alles, was es vorher so gut gemacht hat.

Bevor ich mit der Kritik anfange, möchte ich noch einmal betonen, wie viel Spaß Baldur’s Gate 3 mir über den größten Teil des Spiels gemacht hat. Gerade die ersten beiden Akte waren absolut überragend und gehören zum Besten, was ich im Gaming bisher gesehen habe. Das sind schöne, spannende Geschichten und Momente, die ich so bald nicht vergesse.

Dennoch muss ich hier über die letzten zwei Stunden des Spiels reden. Denn da weicht Baldur’s Gate 3 nicht nur von seinen bisherigen Kern-Prinzipien ab, sondern wird in vielen Fällen auch gnadenlos unlogisch und ignoriert seine eigene Hintergrundgeschichte. Und dabei meine ich nichtmal, dass die größte Entscheidung im Spiel eine Lüge ist.

Spoilerwarnung: In diesem Artikel geht es um mehrere mögliche Enden von Baldur’s Gate 3 und demnach um deutliche Spoiler. Ihr wurdet gewarnt.

Baldurs Gate 3 The Power
Meine Tiefling auf dem Höhepunkt ihrer Macht.

Wie ich euch schon berichtet habe, spielte ich meinen Haupt-Spielstand zusammen mit einem Freund, der mich immer wieder zu guten Entscheidungen zwang. Mit deutlich über 120 Stunden reiner Spielzeit waren wir echt lange in Baldur’s Gate 3 unterwegs und haben viel erlebt. Doch in den letzten Spielstunden waren wir beide entsetzt.

Im Gegensatz zum ganzen Rest des Spiels, wird das Ende immer von der Person bestimmt, die den Spielstand „besitzt“. Zuvor war es so, dass auch der Mitspieler tatkräftig entscheiden konnte, wenn er sich einem NPC zuerst nähert. Am Ende war das nicht mehr der Fall.

Daher entschieden wir uns, das Ende zweimal zu spielen: Einmal mit meinen Entscheidungen und einmal mit den Entscheidungen meines Mitspielers.

Das böse Ende – 15 Sekunden-Szene mit Fade to Black

Am Ende des Spiels braucht man einen Gedankenschinder. Das ist eine schwerwiegende Entscheidung – denn die Verwandlung ist permanent. Da ich grundsätzlich „böse“ Entscheidungen getroffen habe, dachte ich mir: Okay, jetzt zieh’ ich es durch und versuche meinen Masterplan. Ich bringe Karlach dazu, sich in einen Gedankenschinder zu verwandeln. Sie ist sogar extrem glücklich, weil sie glaubt, damit länger leben zu können, da als Gedankenschinder ihre Höllenmaschine sie nicht mehr so stark beeinträchtigt.

Dabei ignoriert Karlach komplett, dass die Verwandlung ihre Seele auslöscht – aber mehr dazu später.

Der große Moment ist gekommen. Karlach ist bereit, die Absolute zu vernichten und die Erzählerstimme stellt mich vor eine finale Wahl: Lasse ich Karlach die Absolute vernichten? Oder verrate ich Karlach im letzten Moment und nehme mir selbst die Macht eines gottgleichen Wesens.

Baldurs Gate 3 Final Betrayal Option
Die letzte Wahl im Spiel.

5 Sekunden später hat Karlach einen Dolch erst im Rücken und dann mehrfach im Bauch.

Ich musste sardonisch grinsen. Nach 120 Stunden Spielzeit käme jetzt das „böse“ Ende. Meine Tiefling ergreift die Kontrolle und befiehlt der Absoluten, ihre Kontrolle auf alle Wesen auszubreiten. Ein kurzer Schnitt. Meine Cortyn setzt sich auf einen Thron, schaut finster in die Kamera und sagt „In meinem Namen.“

Ende.

Diese ganze Szene, einschließlich der Ermordung von Karlach hat knapp 30 Sekunden gedauert.

Das fulminante, böse Ende, auf das ich so lange gehofft habe, ist literally nur mein Charakter, der sich auf einen Thron setzt und böse in die Kamera schaut, bevor der Bildschirm schwarz wird.

Baldurs Gate 3 Tiefling Throne
Ein Sitz für die Ewigkeit – die leider nur 15 Sekunden dauert.

Als die Credits ablaufen, schweigen wir uns im Discord eine Weile an. Erst nach ein paar Minuten höre ich dann zweifelnd von meinem Mitspieler: „Das war jetzt aber schon … etwas knapp.“

Es gibt keine „After Credits“-Szene. Das Spiel kehrt zum Hauptmenü zurück.

Ich fühlte mich leer. Mit „unbefriedigenden Enden“ kenne ich mich spätestens seit Mass Effect 3 aus, aber das hier war auf einem ganz anderen Niveau. Die kurze Szene wirkte, als hätte sie jemand 2 Stunden vor dem Release noch schnell ins Spiel geschmuggelt, damit man auch eine böse Variante hat.

Das „gute Ende“ ist auch beknackt

Wie zuvor abgemacht, spielten wir danach die letzten 2 Stunden mit den „guten Entscheidungen“. Und ganz ehrlich, das ist noch beknackter als das schlechte Ende, denn plötzlich führen sich alle Charaktere auf als wären sie gerade dem Kindergarten entflohen.

Wir sagen dem Emperor, dass niemand von uns zum Gedankenschinder werden will. Stattdessen wollen wir den gefangenen Orpheus befreien und mit ihm gegen die Absolute kämpfen.

Der Emperor, der uns über 120 Stunden unterstützt hat und dessen einziges Ziel es bisher war, gegen die Absolute zu bestehen, spielt beleidigte Leberwurst als hätte ihm gerade jemand das Sandförmchen aus der Hand genommen. Er rennt weg und schließt sich der Absoluten an – ja, einfach so. Nachdem das ganze Spiel über die Absolute der allumfassende, böse Feind war, läuft er mal eben spontan über. Das wird nur noch bescheuerter, wenn man in der Handlung rausgefunden hat, dass der Emperor Balduran war – der Begründer von Baldur’s Gate.

Okay, das war schon „wild“. Aber es wurde noch schlimmer.

Baldurs Gate 3 Emperor Wants to follow

Der Prinz Orpheus wird befreit und der meckert auch erstmal rum: Ja, eigentlich würde er sich mit Infizierten wie uns gar nicht unterhalten. So ein Abschaum wie Gedankenschinder oder Leute mit Kaulquappe im Kopf kommen eigentlich gar nicht in seine Nähe. Wir sind das ekelerregendste auf der Welt, absoluter Abschaum.

Wir sagen auch Orpheus, dass keiner von uns sich in einen Gedankenschinder verwandeln will.

Und weil Orpheus offenbar auch ein kosmisches Wesen von Prinzipien ist – verwandelt er sich einfach eben selbst in einen Gedankenschinder.

Das war einer der wenigen Momente, in denen ich im Discord laut „Lol“ sagen musste, weil ich lachen wollte, aber es ging einfach nicht.

Nachdem Orpheus uns erst beleidigt hat, verwandelt er sich quasi ohne mit der Wimper zu zucken selbst in einen Gedankenschinder – wobei nichtmal erklärt wird, ob er selbst mit einer Kaulquappe infiziert ist (was, ehrlich gesagt, nur sehr wenig Sinn ergeben würde). Er macht’s einfach – weil Plot.

Wieder der Endkampf. Dieses Mal lassen wir Orpheus als Gedankenschinder sein Ding durchziehen – die Absolute wird getötet.

Baldurs Gate 3 Karlach Death
Für Karlach gibt es kein gutes Ende. Existiert in den Spieldaten, wurde aber geschnitten.

Anstatt der 30-Sekunden-Sequenz wie beim „bösen Ende“, kommt hier noch richtig viel. Alle Begleiter tauchen noch einmal auf und haben etwas zu sagen. Gale will ein Artefakt suchen gehen, um selbst ein Gott zu werden, Shadowheart sagt irgendwelche Shadowheart-Dinge und Karlach geht in Flammen auf und zerfällt zu Asche, weil ihr „gutes Ende“ gar nicht im Spiel enthalten ist (was ein Skandal für einen anderen Artikel ist).

Trotzdem stimmt eine ganze Menge nicht. Denn alle Begleiter reden mit mir, als hätte ich mich in einen Gedankenschinder verwandelt. Sie reden davon, dass mir meine Tentakel stehen würden und dass das ja gar nicht so schlimm wäre. Dabei ist meine Tiefling in diesem Ende gar nicht zum Gedankenschinder geworden und sogar ihre „halbe Transformation“ aus dem Ende von Akt 2 ist aus irgendeinem Grund wieder verschwunden.

Baldurs Gate 3 Mindflayer Wrong Choice
Meine Begleiter halten mich für einen Gedankenschinder. SO hässlich hatte ich meine Cortyn gar nicht gemacht.

Die ganzen Szenen dauern rund 10 Minuten. Nach den Credits gibt es noch eine abschließende Szene mit Lazarus.

Zwei Enden, aber nur eines ist „richtig“

Ich will gnädig sein. Dass mich meine Begleiter am Ende als Gedankenschinder ansprechen, ist vermutlich ein Bug, der bald gefixt wird. Darüber kann ich hinwegsehen.

Aber über andere Dinge nicht.

Das „gute“ Ende ist richtig ausgearbeitet. Es hat unterschiedliche Variablen, etwa was wir mit unseren Begleitern im Laufe der Story getan haben. Hier gibt es zahlreiche verschiedene Szenen mit kleinen Unterschieden und selbst wenn ich nur ein paar gesehen habe, muss ich sagen: Zumindest die End-Sequenz ist hier im Großen und Ganzen recht stimmig.

Aber dass das „böse Ende“ mit einer 15-Sekunden-Sequenz abgespeist wird, ist eine Frechheit.

Einen großen Teil des Spiels über gibt mir Baldur’s Gate 3 die Freiheit in meinen Entscheidungen. Ich kann „gut“ sein und so viele wie möglich retten oder ich bin „böse“, morde hinterhältig und greife nach der absoluten Macht (oder der Macht der Absoluten – wie man’s nimmt).

Doch ganz am Ende sagt mir das Spiel recht unmissverständlich: Wenn du böse handelst, bekommst du auch kein „richtiges“ Ende. Wenn du das „richtige“ Ende willst, dann musst du „gut“ sein.

Und das ist verdammt schade.

Baldur’s Gate 3 ignoriert seine eigene Story

Was für mich jedoch der schlimmste Kritikpunkt ist, ist der Umstand, dass Baldur’s Gate 3 seine eigene etablierte Story am Ende einfach zum Fenster hinauswirft. Denn eines der wichtigsten Aspekte von Baldur’s Gate 3 ist, dass die Gedankenschinder keine Seelen haben. Wenn ein sterbliches Wesen mit einer Kaulquappe infiziert wird und sich anschließend in einen Gedankenschinder verwandelt, dann erlischt die Seele vollkommen. Denn Gedankenschinder haben keine Seele, das wird mehrfach im Spiel betont und wiederholt.

In beiden Beispielen sind weder Karlach noch Orpheus (und durch den Ansprache-Bug auch mein Charaker) wirklich „sie selbst“ – sie sind Gedankenschinder geworden, ihre Seele wurde ausgelöscht. Was noch existiert ist lediglich ein seelenloser Gedankenschinder, der die Erinnerungen an den früheren Wirt besitzt.

Baldurs Gate 3 Karlach Mindflayer
Karlach – ohne Seele. Aber das scheinen alle vergessen zu haben.

Doch das wird von den Begleitern vollkommen ignoriert. Es ist, als hätten sie vergessen, dass die Seele bei der Verwandlung erlischt. Es ist, als hätten sie diesen wichtigen, kritischen Story-Punkt einfach ausgeblendet.

Dass es sich dabei nicht um ein „Versehen“ handelt und das Verschwinden der Seele bis zuletzt so angedacht war, zeigt auch die Szene nach den Credits. Dort sieht man Lazarus vor einer Abbildung der Toten Drei und fragt, ob sie wirklich dachten, dass dieses „massive Verschwinden der Seelen“ den anderen Göttern entgehen würde.

Baldur’s Gate 3 vergeigt mit dem Ende echt viel

Ich könnte mich noch sehr lange über das Ende aufregen. Über fehlende Quests, die ein „gutes Ende“ von Begleitern verhindern. Über die letzten 2 Stunden Gameplay, in denen Baldur’s Gate 3 kaum noch Freiheiten hat, sondern alles sehr strikt auf das gleiche Ergebnis hinsteuert. Darüber, dass die Bugs am Ende noch viel schlimmer geworden sind.

Aber eigentlich will ich das nicht, denn ich bin nur eines: Traurig.

Baldur’s Gate 3 hat mich über 120 Stunden so gut unterhalten, dass ich es ewig in Erinnerung halten werde. Aber die letzten 2 Stunden und das Ende sind eine blanke Enttäuschung. Hier müssen die Entwickler nicht nur zahlreiche Fehler beheben, sondern auch nochmal an der Logik der erzählten Story feilen.

Meine Hoffnung ist, dass es in 2 Jahren eine „Definitive Edition“ gibt, die dann ein funktionierendes, durchdachtes Ende bringt.

Denn auch wenn ich Baldur’s Gate 3 in den nächsten Tagen nochmal auf „Taktiker“ anfangen will – das Ende will ich so bald nicht noch einmal spielen. Das tat einfach zu weh.

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Zullan

Uff. Ich verstehe die Kritik am Ende und kann diese bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen.
Bin aktuell dabei den 2. Durchlauf zu beenden als richtig ekelhaft guter Charakter.

Saß gestern 3h an einem bosskampf den ich beim ersten Durchlauf nicht gefunden habe und oh Mama wenn man den Boss findet und den Imperator danach noch als einfach “seelenlos” bezeichnet. Weiß ich nicht…
Dann ist Karlach auch herzlos…
Gale nur ein Mittel zum Zweck…
Minthara ist böse…
Shadowheart ein pertierender Teenie der nicht weiß was sie will…

Aber gerade dieses einseitige Denken hat BG3 für mich perfekt durchbrochen.

Klar jetzt könnte man philosophieren wo fängt Seele an und wo hört sie auf. Aber selbst ohne Seele war mir der Imperator ohne das zusätzliche Wissen zu seiner Vorgeschichte, sympathischer als so mancher Begleiter. Auch wenn deren Storys zum Ende richtig gut werden.

Eventuell wäre ein 5-minütiger epilog cool gewesen und vielleicht kommen irgendwann so kleine Geschichten bei den credits was mit den Charakteren im folgenden passierte, je nachdem was und wie sie sich durch das Abenteuer bewegt haben. Aber aktuell kann ich mir das auch so denken und brauche da keine ewiglangen Erklärungen.

Und ja das böse Ende ist kurz. Aber was soll da auch noch groß erzählt werden, nachdem man alle potenziellen Rivalen ausgeschaltet hat? “Und sie herrschten glücklich bis an ihr lebensende”?

AlekraSan

Interessanter und informativer Artikel, Danke! Zum Glück spiel ich sehr langsam, meine große Hoffnung ist also dass bis zu meinem “Ende” alles gefixed ist 😀

Eine inhaltliche Frage: Warum verliert man in BG3 (bzw. wird das wahrscheinlich auch die Lore von den Forgotten Realms sein?) seine Seele wenn man zum Gedankenschinder wird?

Raigo

Ist es aber nicht irrelevant ob ein Charakter eine Seele besitzt oder nicht, jedenfalls solange er noch lebt? Der Charakter hat ja immernoch sein Bewusstsein das ihn mehr definiert als seine Seele.

Raigo

Aber ist dann der Imperator nicht genau das gegen Beispiel?
Falls er seelenlos ist, er hat eine Agenda Persönlichkeit usw. er ist jedenfalls keine Hülle.

Vielleicht interpretiere ich auch einfach zuviel😅. Als langjähriger DM benutz ich auch bewusst nicht definierte Dinge wie Seele um die Spieler interpretieren zu lassen was es wohl bedeutet.

himi

Liebe Cortyn,
hinsichtlich der “Seelenproblematik” sollte folgendes bedacht werden:
Gem. aktuellem (D&D) Kanon haben Illithiden eine Seele. Diese Rasse ist lediglich nur der Meinung, es wäre nicht so. Daher die Kommunikation der Illithiden nach außen hin, es wäre eine Tatsache. (Soviel zu alternativen Fakten ^^)

Dieser Umstand rührt aus der Tatsache, dass die Illhithiden (Mindflayer, Gedankenschinder, wie auch immer) extraplanare Wesen sind und kein bereinstimmendes Konzept über das “Nachleben” mit den anderen Rassen haben. Sie glauben nicht an die Götter und haben kein Interesse an einem (unsterblichen) Nachleben in Form einer Seele, da der “tote” Illithid, bzw dessen Gehirn, danach strebt, mit dem sog. “elder brain”, den Führern der jeweiligen Illithid-Gesellschaft, vereinigt zu werden.

Wenn in BG3 also Aussagen, gerade von Illithiden, über deren Seele (bzw. deren Nichtvorhandensein) getroffen werden, sind diese aus einem Irrglauben bzw. aus Desinteresse an dem Konzept des Nachlebens, falsch. Dies wäre dann aber dem Hintergrund entsprechend völlig korrekt.

Weiterhin wäre der Reproduktionsprozess der Illithiden noch kurz zu beleuchten. Eine ausgewachsene Kaulquappe wird durch ein Nasenloch, einen Gehörgang oder eine Augenhöhle in den Schädel des Wirts eingeführt. Diese gräbt sich dann in das Gehirn ein und konsumiert realtiv schnell die graue Substanz. Dabei wächst die Kaulquappe, indem sie das Gehirn durch ihr eigenes Gewebe ersetzte und sich wie ein Parasit am Hirnstamm festsetzt. Dieser anfängliche Prozess, der sich über einen Zeitraum von einigen Stunden abspielt, ersetzte praktisch vollständig die Persönlichkeit des Opfers durch die der Kaulquappe, während der Körper für die zweite Phase der Transformation am Leben bleibt.

Nachdem die Anfangsphase abgeschlossen ist, kann der ursprünglichen Kreatur nicht mehr geholfen werden. Ihre psychische Essenz wurde zerstört und durch den aufkeimenden Geist der Kaulquappe ersetzt.
Dies kann nur durch den (Kleriker) Zauberspruch “Wunder” rückgängig gemacht werden.
Über einen Zeitraum von etwa einer Woche durchläuft der Körper des Wirts umfangreiche morphologische und Gewebeveränderungen und verwandelte sich vollständig in einen Illithiden. Innere Organe werden umgestaltet, behalten aber ihren ursprünglichen Zweck.

Dem Grunde nach ist es also unmöglich, dass sich “jemand” einfach so in einen Illithiden “verwandelt”. Es müsste sich um einen Verkleidungszauber o.ä. handeln.

Wer gerne mehr über den Hintergrund der Illithiden erfahren möchte, dem empfehle ich den folgenden Artikel:
https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Mind_flayer#cite_note-Id2e-p40-41-8

Zuletzt bearbeitet vor 10 Monaten von
Saeculumsfeder

Entschuldigung, aber bei dem guten Ende muss ich einmal meine Meinung kundtun, denn den Imperator so darzustellen find ich ziemlich gemein.

Ich meine, was hatte er denn sonst für eine Wahl?
Er hat alles getan für uns im besten Wissen und Gewissen und am Ende hintergehen wir ihn, also eigentlich kann man eher sagen dass wir die hinterlistigen Ärsche sind, um es auf gut deutsch zu sagen.
Ihr merkt ja selber an was Orpheus an uns findet- was hätte er denn mit ihm gemacht?
Natürlich ist Orpheus zu Recht wütend auf ihn (Ich wär auch mad die ganze Zeit gefangen zu sein), aber er hätte ihn sofort getötet ohne mit sich reden zu lassen.
Orpheus und allgemein seine Rasse hassen die Gedankenschinder wie sonst nichts auf der Welt.

Die gesamte Geschichte des Imperators basiert doch auch darauf, dass er ein Abenteurer ist der sehr an seinem Leben hängt – er tötet selbst seinen besten Freund, damit er weiterleben kann.
Was hat er denn an diesem Punkt für eine Wahl?
Die, die er am meisten vertraut haben fallen ihn komplett in den Rücken, wenn sie Orpheus befreien wars das halt sofort für ihn.
Der einzige Ausweg in diesem Moment ist einfach das Hirn, denn da hat er halt Chancen auf ein Weiterleben, vielleicht auch die vage Hoffnung irgendwann einmal wieder den Klauen zu entkommen.

Ich finde es einfach falsch an diesem Punkt auf ihn zu zeigen und zu sagen wie kannst du nur uns verraten, wenn es eigentlich komplett nachvollziehbar ist wieso er das tut und wir ihn zu erst verraten.

Wurfi

Ich habe mir Baldurs Gate 3 zum release gekauft hatte aber noch nicht die Zeit mit Game zu beginnen. Die letzten Tage habe ich persönliche das Gefühl das die News hier auf MeinMMO zunehmend schlechter werden und immer mehr ins Negative rutschen. Ich frage mich jetzt ist das Game vielleicht doch gar nicht so gut und es wurden im Vorfeld viele Negative dinge im rausch des neuen einfach ignoriert und jetzt fliegt es uns um die Ohren. Momentan kann ich das Game auf Steam noch zurückgeben wegen der 2 Stunden Regel. Was meint ihr lohnt sich das Game trotz der von Cortyn beschriebenen Bugs und schlechter Story?

Peter Nuhn

Allein Akt 1 ist das Geld wert – der wurde eben auch ausgiebig und über Jahre im Early Access getestet und immer weiter verfeinert. Der hat eine stärkere Politur als der Rest des Spiels.

Cortyn ist jetzt einmal durch und notiert eben, dass Baldur’s Gate 3 das hohe Niveau der ersten ca. 50 Stunden nicht über die vollen 150 Stunden halten kann.

Aber meiner Ansicht nach lohnt sich das Spiel allein wegen Akt 1 – und man kann sicher davon ausgehen, dass Akt 2 und 3 noch verbessert werden.

Wurfi

Danke für die Antwort. Ich habe mich aber jetzt dazu entschieden das Game zurück zu geben. Ich glaube nicht das ich das Game noch in genießen kann mit den Berichten von Cortyn im Hinterkopf was so alles nicht rund läuft. Naja vielleicht wird ja irgendwann eine Enhanced Edition ohne diese Fehler erscheinen dann werde ich vielleicht dem Game noch mal eine Chance geben.

Wurfi

Danke für die Antwort Cortyn. Nun habe das Game jetzt zurückgegeben und bin damit auch erst mal zufrieden. Ich werde mir mal in den nächsten Monaten die Berichterstattung zu Baldus Gate 3 anschauen und dann noch mal entscheiden ob ich mir es dann noch mal Kaufe.

Milo

Ich denke, dass das ein gewaltiger Fehler war dieses Spiel hat mir so viel Spaß gemacht und es gab so viele verschiedene Dinge zu tun und es gibt ja auch noch andere Enden als die zwei oben genannten. Ich finde das Spiel wirklich sehr gut und das obwohl ich 15 bin. In meinem Alter spielen die wenigsten noch Spiele wie Bg3. Ich weiß die Antwort kommt etwas spät aber bitte überlege dir nochmal es zu kaufen.

lIIIllIIlllIIlII

Allerdings kann ich mich an kein Spiel erinnern, bei dem das nicht so lief. Erst riefen alle: oha nimm das Titel X, der mich zuvor enttäuscht hat. Titel Y ist sooooo viel besser.

Dann geht etwas Zeit ins Land und dann ist Titel Y scheiße. Und das eigentlich schon seit Jahren. Ich kann mich noch an den Konflikt zwischen Anthem und Division erinnern.

Caio Anthem ich bin weg, du warst leider Schei0e aber Division ist so gut.
Division du bist sooo scheiße.

Und in den neueren Games das Gleiche. Diablo 4 erst mega über den Klee gelobt und um es dann in die Tonne zu treten.

Peter Nuhn

Also bei Baldur’s gate 3 empfinde ich das jetzt nicht so. Elden Ring und Red Dead Redemption 2 waren auch Beispiele für Games, die nicht so einen Backlash hatten … Zelda jetzt auch nicht. Gibt sicher auch einige andere Beispiele eher im Nischenbereich.

Ansonsten hast du Recht, dass Spiele ihre “Honeymoon-Phase” sehr schnell verlassen. Die Spieler werden ja auch immer “gebildeter”: Du entzauberst ja Spiele viel mehr als früher. Als ich mal verstanden habe, wie “Potential” beim FIFA Football Manager läuft, war für mich das ganze SPiel komplett entzaubert und hatte einen Großteil seines Reizes verloren.

Division 2 ist ein gutes Beispiel: Das Spiel hat die Erwartung “Macht 50 Stunden Spaß und man kann die Kampagne gut spielen” wirklich sehr gut erfüllt. Nur war eben die Erwartungshaltung vieler Leute: “Bietet ein Endgame, mit dem ich mich Monate lang beschäftigen kann” und SPiele, die diese Erwartungshaltung wecken …da ist der Backlash vorprogrammiert.

Bei RDR2 und Elden Ring erwartet halt niemand: “Das leg ich jetzt ein und nehm es 10 Monate nicht mehr aus meiner Konsole”, sondern die spielt man durch und hat ein narrativesw Ende und dann ist auch mehr oder weniger gut.

Bei Division 2 auch spannend: Die Entwickler haben das vorgesehen. ALs die am Anfang so gelobt wurden, haben die schon von “Honeymoon-Phase” geredet, die wussten, dass sich das Blatt noch wendet.

lIIIllIIlllIIlII

Da hast du wohl recht.

Munn

Ich fande das Ende nicht gut obwohl es wohl noch das beste war^^
Aber: Seelenlos ist glaube ich nicht Korrekt. Es wird zwar gesagt aber wirklich wissen tun wir es nicht. Bei einem Dialog mit Balduran meinte er ja mal: Es ist schön das du mich nicht als seelenlos siehst. Zudem weisen auch die Dialoge meiner meinung nach daraufhin das er seine seele behalten hat. Womöglich oder Ich vermute mit Seelenlos war eher eine art vorurteil bzw wenn sie vom gehirn gesteuert sind weil sie dann eben Marionetten sind.

Munn

Hmm, meiner Interpretation nach muss das doch eigentlich nicht falsch sein was er sagt. Wie gesagt Durch das Gehirn/Verbindung zu allem wird man mit der Zeit zur seelenlose hülle. Man verliert sich selbst und vergisst sein eigenes Ich.
Ich sehe das nicht zwingend als wiederspruch

Der Emperor; Ja Schon aber als Seelenloser könnte/müsste es ihm doch egal sein was mit der Welt geschieht. Sein eigenes *Ich* zu sein wäre ihm nicht so wichtig.
Ich muss zugeben das mein Wissen das er balduran ist es deutlich einfacher gemacht hat ihn zu vertrauen.
Würdest du den wirklich behaupten er hat als Seelenloser gelebt? Die Quest mit den Errinerungen, geschichten.
Die frage stellt sich natürlich was erstmal seelenlos genau bedeutet.^^

Man könnte genauso gut sagen das die Seele sich verändert und nicht mehr korrumpiert werden kann von Göttern oder Teufeln und in eine eigene Dimmension reist.
Uns fehlen schlichtweg die Infos. Vermutlich werden wir auch einfach nie eine Antwort erhalten.
Kommt mir sehr poetisch vor ^^

ChatGBT sagt: (😀)
Illithiden haben eine einzigartige und fremdartige Psychologie und Moral, die sie von vielen anderen Rassen unterscheidet. Dies könnte dazu führen, dass einige Charaktere glauben, sie seien “seelenlos”, basierend auf ihren Handlungen und ihrem Verhalten.

Luripu

Hmm ich arbeite derzeit noch an meinem “bösem” Ende
aber 15 Sekunden ist echt kein angemessener Abschluss eines 100h Durchgangs.
Sagt da gerade jemand Mass Effect 3 Ende als Abschluss einer Triologie?
Vielleicht steckt das auch noch verbugt in dem Content,
der kurz vor Release rausgeschnitten wurde mit der Oberstadt.

Das mit der Orpheus/MC Gedankenschinder Gleichsetzung,
ist mir schon viel früher aufgefallen.
Ich spiele grundsätzlich meinen Main Character ohne Larven Power.
Das hat noch mit der EA Daisy zu tun.
Astarion will sich die Extralarven aber gerne reinziehen,
also habe ich sie ihm gelassen.
In jedem Gespräch wo es um das Thema geht,
tuen alle so als ob mein MC sich die Larven “installiert” hätte.
Das ist so als ob einem Vegetarier alle vorhalten,
dass er zu viel Fleisch ist.
Völlig Banane.

Zuletzt bearbeitet vor 10 Monaten von Luripu
KonoNana

Wow, ich hatte ja nicht verstanden wieso alle über das Ende gemeckert hatten, aber anscheinend hatten wir einfach den scheinbar hochwertigsten Weg eingeschlagen (die Variante nicht zum Mindflayer zu werden und Orpheus nicht zu befreien, sondern weiterhin mit dem Emperor zusammen zu arbeiten erschien jedenfalls ausgefeilter als die hier berichteten Wege).
Allerdings fiel das Ende bei uns recht kurz aus, da wir es hinbekommen haben fast alle Begleiter zu verlieren (unbeabsichtigt, wir hatten zum Schluss nur noch Karlach, Astarion und Lae’Zel die eigentlich in einer Cutscene starb und auch gar nicht mehr dabei sein hätte dürfen).

Ich habe den Eindruck für einen bösen Playthrough muss man vermutlich unbedingt Dark Urge spielen (ich will doch stark hoffen, dass die Enden da mehr zu bieten haben) oder eben wie erwähnt wirklich noch ein Jährchen auf die hoffentlich erscheinende Enhanced Edition warten, in der das dann hoffentlich noch erweitert wird… Gut, dass ich bis auf meinen weitesten noch laufenden Playthrough alle anderen (inklusive einen bösen) gelöscht habe, da ich vor hatte den nächsten Playthrough auf jeden Fall modded anzufangen.

Ansonsten muss ich allerdings auch kritisieren, dass ich persönlich die letzte Gameplay Passage (ab dem Punkt an dem man bestätigen muss, dass man das Ende “beginnen” möchte) nicht sonderlich spaßig empfand und würde auch da hoffen, dass das für eine Enhanced oder Definitive nochmal überarbeitet wird… Da hatten wir beinahe die Motivation verloren das Spiel zu beenden, wurden allerdings aufgrund des bei uns durchaus stimmigen Endes doch noch besänftigt.

Was den Punkt mit den Seelen betrifft bin ich mir durchaus unsicher, was jetzt wirklich stimmt… Ich hätte mir die genauen Dialoge/Stellen notieren müssen, aber ich hatte den Eindruck, dass sowohl vom Emperor, als auch von Withers zumindest im Bezug auf den Emperor Aussagen kamen, die indizierten, dass es falsch wäre, dass Illithids zu 100% keine Seelen besitzen würden. Durch diese Annahme hat mich die Endbemerkung allerdings wieder verunsichert.

Luripu

Ich hatte als Tav begonnen und bis Anfang Akt 3 gespielt.
Durch die Berichte überden verbugten Akt 3 habe ich den Spielstand erstmal pausiert
und wollte mit Patch 1 weiterspielen.
In der Zeit bis zum Patch 1 Release,
habe ich einen Dark Urge Run angefangen
und der war um einiges interessanter.
Mit diesem habe ich nach Patch 1 auch Akt 3 gespielt
und es macht einfach viel mehr Sinn.
Das war aber in “guter” Dark Urge Run.
Bin auch gespannt in wieweit sich der “böse” im Ende unterscheiden wird.

Für mich ist:
Tav= Gothic Hauptcharakter ohne jeden Hintergrund oder Bezug zur Story
Dark Urge:Interessant+man wird vor weitreichende Entscheidungen gestellt.

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