5 Dinge, die Ihr vor Start des MMORPGs Legends of Aria wissen müsst

Am 18. Januar steht der Start der Early-Access-Phase des Sandbox-MMORPGs Legends of Aria an. Wir erklären euch 5 Dinge, die ihr vor dem Launch wissen solltet.

Mit dem Buy2Play-MMORPG Legends of Aria wollen die Entwickler des Indie-Studios Citadel einen geistigen Nachfolger des Klassikers Ultima Online erschaffen. Die Alphas und die Beta-Phasen haben bereits demonstriert, dass dies durchaus gelingen könnte, denn Legends of Aria beweist eine große Nähe zu Ultima Online.

Die Early-Access-Phase, die am 21. März beginnt, wird dann zeigen, wo die Unterschiede liegen und, ob dieses Spielprinzip heute noch funktioniert.

Legends of Aria Steam Dragon

1. Legends of Aria spielt mit der Nostalgie, ist kein AAA-Titel

Auch, wenn sich die Grafik des MMORPGs in den vergangenen Monaten deutlich gebessert hat, so kann sie nicht mit vielen anderen Genre-Vertretern mithalten. Das liegt zum einen an der Perspektive.

  • Die Iso-Sicht von schräg oben erlaubt keine solchen Details wie eine Third-Person-Ansicht.
  • Darüber hinaus besitzt das Entwicklerteam gar nicht das Budget, um eine überwältigende Optik bieten zu können. Die Kickstarter-Kampagne aus dem Jahr 2014 war zwar erfolgreich, bescherte den Entwicklern aber lediglich rund 105.000 Dollar. Damit lässt sich kein AAA-Spiel erstellen.

Die Wahl der ISO-Perspektive kommt daher nicht von ungefähr. Denn so ist es möglich, auch mit einem geringen Budget ein MMORPG im Stil von Ultima Online zu erstellen, welches sogar auf den ersten Blick seine Ähnlichkeiten zeigt.

Legends of Aria richtet in erster Linie an diejenigen, die mit Ultima Online aufgewachsen sind. Das Spielprinzip, die Perspektive, die Freiheiten – all das spricht vor allem UO-Fans an.

Natürlich sind alle anderen ebenfalls eingeladen, sich das Sandbox-MMORPG anzusehen. Jedoch merkt man dem Titel an, wer die Zielgruppe sein soll. Alle, die sich ein neues Ultima Online wünschen und gerne wieder ein MMORPG in diesem Stil spielen möchten, sollten sich direkt heimisch fühlen.

Legends of Aria Steam Crafting

2. Die Freiheiten der Spieler stehen in der Sandbox im Vordergrund

Genau wie in Ultima Online sind Quests in Legends of Aria kaum ein Thema. Ihr sollt euren eigenen Weg in der Spielwelt Celador finden. Daher legen die Entwickler großen Wert auf die Freiheiten der Spieler.

  • Ihr könnt Händler werden
  • Ihr dürft Schmied sein
  • Ihr erlebt als Abenteurer eure eigenen Geschichten in der Wildnis und den Dungeons
  • Ihr baut euch ein großes Haus
  • Ihr beteiligt euch an der Wirtschaft der Spielwelt
  • Ihr baut euch ein Imperium auf
  • Ihr messt euch mit anderen Spielern in speziellen PvP-Zonen
  • Ihr erkundet einfach nur gemeinsam mit Freunden die Welt und lebt dort eine Art zweites Leben
  • PvE steht mehr im Vordergrund, als man denken möchte

Die bisherigen Testphasen haben offenbart, dass den Spielern ein wenig der Content fehlt. Zwar macht es Spaß, die Welt zu erkunden, in den Dungeons gegen Monster zu kämpfen und sich an der Wirtschaft zu beteiligen, doch momentan ist das vielen noch nicht genug.

Gerade ein Sandbox-MMORPG muss langfristig motivieren. Die Spieler müssen immer etwas zu tun haben. Besonders, was das Endgame angeht, gibt es noch viele offene Fragen.

Legends of Aria Steam Treasure Hunting

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3. Legends of Aria war früher Shards Online, es gibt private Welten

LoA wurde unter dem Titel Shards Online angekündigt, denn der eigentliche Fokus des Spiels sollte darauf gelegt werden, dass die Spieler eigene Welten erstellen sollten. Das ist auch heute noch der Fall.

Es ist möglich, dass ihr euch die Möglichkeit erkauft, eine sogenannte Shard zu erstellen. Dies ist im Prinzip eine private Welt, die ihr selbst erschafft und bei denen ihr sogar die Regeln selbst festlegt. Soll es PvP geben? Möchtet ihr Quests einführen? Wie ist die Story auf eurer Shard? Andere Spieler besuchen dann eure Welt und erleben dort Abenteuer.

Erst recht spät in der Entwicklung des MMORPGs entschied sich das Team dazu, mit Celador eine eigene, große Welt anzubieten, auf der die Spieler unterwegs sein können.

Celador bietet euch PvE- aber auch PvP-Möglichkeiten und will eine Heimat für all diejenigen sein, die sich keine eigene Shard aufbauen. Damit richtet sich LoA zum einen an Sandbox-Fans, die ein neues „Zuhause“ suchen aber auch an die Spieler, die gerne eigene Welten erschaffen wollen.

Legends of Aria City

4. Die Entwicklung dauert noch an

Was man betonen muss ist, dass der Start von Legends of Aria noch eine Early-Access-Phase sein wird. Nach allem, was man bisher aus den Alphas und Betas gehört hat, wird das MMORPG noch ein ungeschliffener Diamant sein. Es ist mit einigen Problemen zu rechnen, nicht alles wird rund laufen.

Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man LoA spielen möchte. Es handelt sich noch nicht um ein fertiges Produkt und der Zustand ist wohl noch ziemlich „früh“.

Das Team hat es sich zum Ziel gesetzt, Legends of Aria stetig zu weiter zu entwickeln und zu verbessern. Ihr könnt also mit vielen Updates rechnen.

Das bedeutet aber ebenfalls, dass einige Spielelemente, die ihr zum Start der Early-Access-Phase seht, nicht zwangsläufig so im Spiel bleiben werden. Es kann zu größeren Änderungen und Anpassungen kommen. Das bringt die Entwicklungsphase eines MMORPGs einfach mit sich.

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5. Legends of Aria wird ein Nischenspiel

Legends of Aria ist kein AAA-MMORPG. Alleine die Grafik spricht sicher nicht jeden an. Darüber hinaus haben es Sandbox-Spiele sowieso nicht leicht, da sehr viele MMORPG-Fans nach dem „nächsten großen World of Warcraft“ rufen. Das ist LoA definitiv nicht.

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Auch Spieler, die schnelle Erfolge erleben möchten, werden mit LoA wohl nicht glücklich. Alleine, seinen Charakter zu verbessern, dauert sehr lange. Ihr steigert Skills nämlich durch Benutzung und bis ihr alle Fertigkeiten trainiert hat, zieht mitunter viel Zeit ins Land.

Wenn ihr mitspielen wollt, dann solltet ihr euch im Klaren darüber sein, dass ihr viel Zeit investieren müsst, um es in der Spielwelt weit zu bringen. So, wie das eben früher in MMORPGs und vor allem in Ultima Online der Fall war.

Dafür baut ihr eine viel größere Bindung zu eurem Charakter und zur Spielwelt auf und bekommt mit der Zeit das Gefühl, wirklich etwas erreicht zu haben. Ein Casualspiel ist LoA aber nicht.

Vielleicht helfen euch diese Punkte dabei zu entscheiden, ob ihr ab dem 21. März in die Welt des Sandbox-MMORPGs Legends of Aria einsteigen möchtet. Die Early-Access-Phase startet dann über Steam.

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