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5 Online-Spiele, die ich gut finde, Ihr aber nicht! – Mein-MMO-Geheimtipps


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Unser Autor Jürgen beklagt sein Los: Er steht auf Online-Spiele, die sonst keiner mag. Er ist so eine Art „Anti-Midas.“ Das, was er liebt, wird nicht zu Gold. Das, was er liebt, das stirbt.

Wer meine Artikel bisher eifrig verfolgt hat, weiß, dass ich eine gewisse Vorliebe für Spiele habe, die nicht unbedingt mit großem Erfolg gesegnet sind. Die eben kein großes Interesse innerhalb der Gamer-Gemeinschaft erhalten. Eigentlich schade, denn euch entgehen ein paar echte Perlen, die ich euch hier vorstellen will.

Ein Herz für Spiele: Jürgen steht auf die Außenseiter und Underdogs

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Awww.

Ich habe eine Vorliebe für Spiele, die außer mir nur wenigen anderen Spielern gefallen oder nur begrenztes Interesse auf unserer Seite hier erzielen. Denn auch wenn manche Spiele wie Blade & Soul (noch) recht viele Spieler haben, rangiert das betreffende Spiel hier nur als Nischen-Thema, das kaum Klicks generiert. Wieder andere Spiele haben massive Probleme mit der Spielerschaft und stehen am Rande der Bedeutungslosigkeit.

Ich habe ein Herz für solche gefährdeten Spezies. Daher will ich meine fünf liebsten Spiele vorstellen, die meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit und Liebe verdient hätten. Und wer weiß, vielleicht kann ich ja den ein oder anderen zusätzlichen Spieler für meine kleinen Lieblinge gewinnen.

Atlas Reactor

Atlas Reactor ist ein ungewöhnliches Spiel, denn bei Trions bunter Cyberpunk-Spaß handelt es sich um einen rundenbasierten Arena-Brawler! Richtig gelesen, in Atlas Reactor spielt ihr schnelle Kämpfe in einem begrenzten Areal. Doch wo Spiele wie Battlerite oder Overwatch auf schnelle Echtzeit-Action setzen, läuft in Atlas Reactor alles rundenbasiert ab.

Atlas-Reactor-Zuki

Rundenstrategie, aber hart!

Damit die Action aber nicht zu kurz kommt, müsst ihr jede Runde eure Aktionen in nur 20 Sekunden planen. In dieser knappen Zeit gilt es also, sowohl die eigene Aktion als auch die eurer Freunde und Feinde zu beachten und etwas taktisch Sinnvolles zu fabrizieren. Das klappt mal mehr und mal weniger gut, so dass teilweise spektakuläre Multi-Kills stattfinden. Ein anders Mal jedoch semmelt man eine sorgsam vorbereitete Ultimate-Attacke sinnlos in die Binsen, weil der Gegner vorher stiften ging!

Die Skills in Atlas Reactor sind je einer Phase zugeordnet und je nachdem, wo diese in der Zugreihenfolge kommt, gehen bestimmte Aktionen schief oder werden besonders effektiv. Beispielsweise könnt ihr Ausweichmanöver stets vor der Attacke-Phase machen, aber vor der Ausweich-Phase gibt es noch eine Phase, in der ihr beispielsweise Roots, Snares oder Debuffs ausführen dürft.

Atlas-Reactor-Juno-AnchorWer sich also allzu sicher auf seine Flucht-Fähigkeit verlässt, wird womöglich von einem arglistigen Gegner vorher ausgebremst und kommt dann trotz Ausweich-Skill nicht mehr auf dem Feuerbereich seines Feindes heraus. Dadurch wird jede Runde in Atals Reactor ein Adrenalin-Fest und gleichzeitig taktisch anspruchsvoll. Nur wer seine Skills optimal beherrscht und feindliche Pläne schnell erkennt, kann seinen Helden optimal spielen und so dem Team zum Sieg verhelfen.

Kofferjagd mit Mutanten und Cyberpunks

Derzeit gibt es zwei Spielmodi. Im ersten kämpft ihr in einer Art Team-Deathmatch darum, zuerst fünf Kills zu erzielen. Spielmodus Nummer Zwei orientiert sich an dem spaßigen Trailer des Spiels und geht darum, einen Koffer zu bergen und diesen lang genug zu halten, bis der Fluchtpunkt sich öffnet. Wer dann die Box dort in Sicherheit bringt, gewinnt.

Beide Modi machen eine Menge Spaß und nach jedem Kampf bekommen wir Erfahrungspunkte für unsere Helden und das Spielerkonto. Damit schalten wir weitere Skins und Spottgesten frei. Die verfügbaren Helden sind alle von Beginn an spielbar, wenn wir die Vollversion von Atlas Reactor kaufen. Alternativ gibt es noch eine Art unbegrenzte Demo, in der ihr aber nur eine Handvoll Helden spielen dürft.

Die verfügbaren Helden teilen sich in Schadensausteriler, Tanks und Supporter auf und sind allesamt recht abgedreht. So gibt es einen Robo-Hund, ein durchgedrehtes Spielzeug, einen Mutanten und einen Fischmenschen, der mit blöden Wortspielen um sich wirft. Die komplexe Story des Spiels wird in Episoden erzählt, die ihr mit Quests und täglichen Aufgaben im Gefecht langsam nach und nach freispielt.

Warum ihr mehr Atlas Reactor spielen solltet

Atlas Reactor ist ein durchdachtes und spannendes Spiel, das zwar recht schwer zu erlernen ist, doch nach ein paar Runden sollte die rundenbasierte Action soweit sitzen, dass ihr erste Erfolge erzielen könnt. Da die Test-Version kostenlos spielbar ist, sollte sich jeder Fan von schneller Action einmal Atlas Reactor ansehen. Eine ausführliche Beschreibung von Atlas Reactor findet ihr unter dem angegebenen Link.

Auf Seite Zwei geht es weiter mit einem artverwandten Spiel, das aber in Echtzeit läuft.

Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.
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