Ein Erfolg in World of Warcraft ist so gnadenlos, dass die allermeisten ihn niemals bekommen werden. Denn der Aufwand ist enorm.
Es gibt Erfolge in World of Warcraft, die gibt es regelrecht nachgeschmissen. Einen Charakter auf Level 10 oder 20 zu leveln, ist keine große Leistung und auch einen gewissen Handlungsstrang eines Gebietes abzuschließen, stellt keine große Schwierigkeit dar. Doch dann gibt es auch Erfolge die sind so anstrengend, ätzend und schwierig zu bekommen, dass nur ein kleiner Bruchteil der Spielerschaft sie besitzt – wie der Erfolg „’Mitarbeiter’ des Monats“.
Was ist das für ein Erfolg? Den Erfolg „’Mitarbeiter’ des Monats“ gibt es immer zu Beginn eines neuen Monats, wenn ihr im vergangenen Monat beweist habt, dass ihr der „wertvollste“ Mitarbeiter gewesen seid. Eine Sache, die auf dem Papier so einfach klingt – aber viel gnadenloser ist, als man annimmt. Denn ihr tretet dabei gegen Hunderttausende andere Spielerinnen und Spieler an.
Hunderte Stunden farmen – für eine kleine Chance
Wie bekommt man den Erfolg? Das hat der Reddit-Nutzer Walocial dokumentiert und dabei auch aufgezeigt, wie verrückt das eigentlich ist. Denn wenn man den Erfolg will, muss man die Person sein, die die meisten „C.H.E.T.T.“-Listen auf einem Charakter innerhalb eines Monats abgegeben hat – und das in der ganzen Region (also etwa Europa oder Amerika). Diese Listen bekommt man in Lorenhall und schließt sie ab, indem man verschiedene Aufträge erfüllt. Nur ein einziger Charakter kann diesen Erfolg jeden Monat pro Region bekommen – im letzten Monat war das Walocial.
Kein Wunder also, dass aktuell nur 0,0017 % der Accounts diesen Erfolg haben (DataforAzeroth).
Wie viele Listen wurden gebraucht? Damit sich Walocial seines Sieges sicher sein konnte, hat er innerhalb eines Monats satte 607 C.H.E.T.T.-Listen abgegeben, also jeden Tag 20 oder mehr.
Der Haken an der Sache ist, dass man eigentlich pro Woche und Charakter nur eine einzige Liste abgeben kann. Wenn man weitere C.H.E.T.T.-Listen will, muss man jeweils 40 C.H.E.T.T.-Karten sammeln, die nach der Abgabe der ersten Liste von Feinden in Lorenhall oder der dortigen Tiefe droppen. In der Regel droppen bei einem Durchlauf der Tiefe ungefähr 20 bis 30 dieser Karten, sodass man viele Hunderte Tiefen durchlaufen muss, um die notwendige Menge zu ergattern.
Ein weiterer Haken an dem Erfolg ist: Man weiß nie, wie viele Listen denn andere Charaktere abgegeben haben. Vielleicht wähnt man sich bereits mit 200 oder 300 Listen auf der sicheren Seite, während gleichzeitig ein anderer Spieler auf einem unbekannten Realm viel mehr abgegeben hat.
Das führt auch direkt zum nächsten Problem. Denn wenn man den Erfolg in einem Monat nicht ergattert, dann wird der Fortschritt logischerweise wieder auf Null zurückgesetzt – also muss man die ganze Farmarbeit im Folgemonat wiederholen.
Wie man es auch dreht und wendet, der „’Mitarbeiter’ des Monats“-Erfolg dürfte eine der härtesten und gnadenlosesten Grinds sein, die es in World of Warcraft überhaupt gibt – und das ohne Garantie, dass man den Erfolg am Ende auch ergattert.
Weitere, richtig harte Erfolge haben wir euch in den 5 schwierigsten Achievements von WoW vorgestellt.
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Haben die items ein ablaufdatum? Man könnte ja einfach das was man übrig hat auf die bank legen und nach 2-3 Monate einfach abgeben.
Soll den Erfolg jetzt nicht gut heißen, definitiv ein Erfolg der nichts mehr mit gaming zu tun hat.
Du kannst die fertigen “CHETT”-Listen nicht ansammeln, nur die Umtausch-Gegenstände (für die man dann eine CHETT-Liste bekommt).
Da man für jede CHETT-Liste aber noch verschiedene Aufgaben in Lorenhall erledigen muss, ist das auch extremer Zeitaufwand.
Also ja: Du kannst die Karten (die man gegen Listen umtauscht) im Vorfeld ohne Limit farmen. Die vollständigen CHETT-Listen (von denen man am meisten in der Region abgeben muss) allerdings nicht.
Und dann steht im Einwahl-Screen, man solle doch auch einmal vor die Tür gehen…
Der Erfolg hat so einen dummen Namen, und genau genommen auch keinerlei Prestige, den zu Farmen bedeutet wahrscheinlich, dass man nichts hat im Leben, außer WoW, traurig eigentlich, dieser sogenannte Erfolg.
Unterschiedliche Leute haben unterschiedliche Ziele in WoW. Manche stecken Hunderte Stunden ins Raiden, andere in Dungeons, manche in Transmog oder Pet-Battles und manche eben in Achievements.
Da sollte man Leuten nicht immer vorwerfen, dass die “nichts außer WoW im Leben haben” – denn das weißt du schlicht nicht.
Wer die Zeit hat 607(!) von diesen Listen zu farmen für einen Erfolg in WoW, der hat zumindest seinen Lebensmittelpunkt in WoW und das bedeutet schon eine Menge.
Das trifft dann auch auf jeden zu der in WoW versucht ein Rating von 3,7k+ im M+ zu erhalten, wer versucht CE-Niveau zu raiden oder jeder der WoW halt als Haupthobby hat, verbingt halt gerne (wenn keine Familie – Frau/Mann/Kinder) vorhanden sind gerne 2-5 Stunden am Tag oder länger im Game.
Ich kenn Leute die gehen fast täglich ins Gym und das auch für Stunden. Kenne Leute die gehen stundenlang täglich wandern, radfahren oder sonst was.
Es gibt Leute die bemahlen täglich Figuren oder spielen über Wochen oder Monate mehrmals in der Woche eine lange oder mehrere D&D Runden.
Daher sehe ich es nicht kritisch wenn irgendein Hobby in den Fokus im Leben rutscht. Aber dies versuchen irgendwie als “abwertend” zu betiteln ist schon krass und auch wenn im Artikel das Erreichen dieses Erfolg sehr überspitzt dargestellt wird, ist ist mehr ein mühseeliger Grind als sonst was.
Und hat man den Erfolg einmal erreicht, muss man ja nicht mehr weiter machen und zockt dann bereits wohl weniger.
Aber Leute die ins Gym gehen, D&D zocken, M+ machen oder viele andere Aktivitäten, werden über Monate oder viele viele viele Jahre mit der gleichen Intensität weiter geführt, da fragt man sich was wohl mehr im “Lebensmittelpunkt” steht, mit deinen Worten gesagt.
Ist ein Hobby nicht auch da um neben der Arbeit, Familie, Schule/Uni einen großen Teil des Lebens einzunehmen mit dem man viel Spaß hat? 🙂
Diesen Erfolg machen wohl auch nur ein schwindend geringer Bruchteil an WoW Spielern die man an der “Hand” abzählen kann. 😅
Da sind dann wohl andere Hobbys wohl viel “Lebensfeindlicher”, als dieses hier, aber solange es einem Spaß macht, man trotzdem ein gesunden und sicheres Leben führt, soll jeder soviel Zeit mit seinen Hobbys verbringen wie er mag.
Also, wer sechshundertundsieben C.H.E.T.T.-Listen in WoW farmt für einen belanglosen Erfolg, der hat vermutlich all das was du beschreibst eben nicht und das finde ich persönlich halt schade für das entsprechende Inividuum.
Das ist ein enormer Zeitaufwand, der muss das mehr als 2-5h am Tag gemacht haben um die Menge abgeben zu können.
ABER: Ich kann natürlich auch falsch liegen mit meiner Annahme und der entsprechende Spieler hat Freunde, Familie und ein geregeltes Arbeitsleben, kann sein, glaube ich nur nicht.^^
Also ich habe eine Freundin (mit der ich seit mehr als 10 Jahren in ein fester Beziehung zusammen lebe), ich habe einen tollen und gut verdienenden Job in der Forschung, wir haben 4 Hunde. Ich gehe Wochenends auch gern mal mit Freunden was unternehmen, sei es Essen, Kino oder sonst was.
Trotzdem raide ich 3 mal die Woche (Mythic Conten, bereits seit d langem Clear), habe eine M+ Rating von 3,7k+ und verbringe sicher in der Hochzeit von WoW (wenn grad keine Flaute herrscht wie die letzen 2-3 Monate) auch sicher min. 4-5h wenn nicht länger am Tag in WoW.
Man muss sich seine Zeit nur effektiv einteilen und Prioritäten setzten können.
Hä, was willst du mir damit jetzt sagen? Das hat doch mit dem Thema nichts zu tun…
Ich hab auch ein geregeltes Arbeitsleben, Freundin, Familie etc. und habe trotzdem nen M+ Score von 3,2k oder so von Anfang der Saison, würde ich heute noch WoW spielen wären es vermutlich auch so um die 3,6k bis 3,7k, das ist doch kein krasser Zeitaufwand…
Das ist aber bei weitem und noch lange nicht dasselbe, wie 607 CHETT-Listen farmen…
Ist aber auch egal, ich habe meine Meinung, du deine, das ist auch okay und wie ich geschrieben habe
Dabei bleibe ich. 😀