WildStar zur Krise: Verkauf lief super, danach redete kaum noch wer über das MMO

Über das SF-MMO WildStar wurde in letzter Zeit viel Negatives berichtet. Jetzt äußern sich zwei der Verantwortlichen dazu.

In einem Gespräch mit eurogamer.net sprechen zwei der Köpfe des Studio Carbines, Chad „Pappy“ Moore und Mike Donatelli, über die Negativschlagzeilen, die WildStar in letzter Zeit sammelte: Den Abgang von prominenten Köpfen, Beschwerden über Bugs, angeblich sinkende Spielerzahlen, negative Berichte von ehemaligen Angestellten und zuletzt die Entlassung von 60 Mitarbeitern durch den Publisher NCSoft.

WildStar Probleme

Sehr viele Verkäufe zum Start, aber danach wohl ein großer Schwund

Dabei fing alles so gut an. Der Start von WildStar sei ausgezeichnet gelaufen. Man habe vorm Release keine genauen Vorstellungen gehabt, wie oft man das Game verkaufen werde. Donatelli habe zu keinem Zeitpunkt gedacht: „Klar, erreichen wir halt mal eine Viertelmillionen Spieler.“ Dann habe man diese Zahl tatsächlich erreicht und um vieles, vieles, vieles übertroffen.
Doch danach sei das Gespräch über WildStar, der Hype um das Spiel, abgeflaut und verflogen.

Zu den aktuellen Zahlen, wie viele Spieler WildStar noch hat, mochte keiner der beiden sich äußern. In einem Gespräch vor ein paar Wochen redete man nebulös über „mehrere hundertausend Spieler“, also mindestens 200.000. Diese Zahl wollte NCSoft auf Nachfrage des US-Magazins massively aber nicht konkretisieren.

WildStar Abverkauf

271 Mitarbeiter hatte man vorm Release – jetzt sind 60 entlassen worden

Vor kurzem habe sich Mike Donatelli mit dem Publisher von NCSoft zusammengesetzt und unterhalten. Die sind Experten und haben sich auf MMOs spezialisiert. Dort glaubt man an eine Zukunft des Spiels und will WildStar weiter unterstützen. Carbine möchte den koreanischen Publisher da beim Wort nehmen und verlässt sich darauf, wie es im Gespräch mit eurogamer heißt.

Die Entlassungen bei Carbine durch NCSoft bestätigte Donaetelli. Bisher waren keine offiziellen Zahlen bekannt. Laut einer Quelle der US-Seite Polygon seien 60 Mitarbeiter Carbines entlassen worden. Die Nummer scheint laut Donatelli korrekt: „So in der Region, ja.“ Vor dem Launch von WildStar habe man das Team extrem vergrößert, zur Hoch-Zeit beschäftigte man 271 Mitarbeiter.
Auch jetzt arbeiteten noch Hunderte an WildStar. Entlassungen seien übel, gehörten aber zum Geschäft.

Wildstar

Negative Mitarbeiter-Bewertungen waren Resultat von Frustration über Entlassung

Die negativen Berichte von Ex-Mitarbeitern auf der „Angestellte-bewerten-ihre-Firma-und-das-Management“-Seite glassdoor seien, laut Chad Moore, denn auch das Resultat dieser Entlassungen. Man habe sich dennoch mit jeder einzelnen Kritik auseinandergesetzt, sie ernst genommen und viel daraus gelernt. Überhaupt sei man seit dem Launch des Spiels ein anderes, ein besseres Studio geworden.

Mit dem jetzigen Update hat man sich erstmal der zahlreichen Bugs angenommen. Deren Beseitigung hatte Priorität. Für die Zukunft und mit dem nächsten Content-Drop hat man es sich zum Ziel gesetzt, weiter am Spiel zu arbeiten und vor allem Solo-Spielern und kleineren Gruppen im Endgame mehr zu bieten. Hier sieht man aktuell die größte Baustelle. Spieler sollen zudem reicher in WildStar belohnt werden.


Auf unserer WildStar-Themenseite findet Ihr eine Menge Infos zum MMO, wenn auch – in letzter Zeit – oft eher schlechte Nachrichten. Die waren in den letzten Monaten dominant – wie man auch am Verlauf des Gesprächs hier erkennen kann. Hoffentlich kommen bald wieder fröhlichere Zeiten.

Quelle(n): eurogamer.net, massively
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Elikal Ialborcales
Elikal Ialborcales
5 Jahre zuvor

Ich breche hier ein weiteres Mal eine Lanze für WoW. Obwohl es durchaus
Dinge an WOW zu kritisieren gibt, liegt meines Erachtens der Erfolg von
WOW vor allem daran, dass es ein Allround MMO ist. Es gibt für sehr
viele verschieden Zielgruppen etwas. Eine zu hohe Spezialisierung ist
immer schlecht, da eine vielfältige Community immer besser und
dynamischer ist.

Man bot niedlich und lustig für weibliche
Spieler, krass und derb für die männlichen (man verziehe meine
über-Vereinfachung, aber SWTOR zb mit „immer Heldentum 24/7 war einfach
ein typisches Kerle-Spiel, bar jedes Humors und jeder niedlicher,
lustiger, bunter Momente. Da rettet man einmal ein „Monsterkind“, und
man sieht es nicht mal.) WOW hat was für die hardcore und casual, für
Roleplayer und esports Gamer, für Achiever und eben sehr viele
unterschiedliche Zielgruppen. Das kann Oma genauso spielen wie die
Pro-Zocker Gilde.

Ich habe dieses Mantra in gefühlten hunderten
MMO Betas wiederholt: Macht kein Spezialisten MMO! Gebt etwas für alle!
Casual Spieler etwa WOLLEN nicht Stunden lang durch duzende Gilden AHs
wie in ESO, weil denen Zeit und Geduld fehlen. Die wollen schnell Zeug
verkaufen und weiter gehts. Oder Roleplayer, die wollen einfach
optionale Chatbubbles. Devs versuchen es immer wieder mit küsntlichen
Barrieren. Kein AH in ESO, weil 20 Gildenshops durchsuchen ja SO lustig
ist. Keine Chatbubbles, weil dauernd aufs Chatfenster starren so gar
nicht anstrengend ist. Irrwitzige Zungangsbedingungen für Raids wie bei
Wildstar. Mit dieser Mentalität ist schon Everquest 2 vor langer Zeit
auf die Schnauze gefallen. Damals durfte man nur nach Erfüllung schwerer
Quests in das nächste Levelgebiet. Klar, dass so ein Quark sich nicht
lange hielt. Ich will IM Spiel Spass haben, ich will nicht gegen das
Spielsystem kämpfen, sondern gegen die Mobs! Vor allem will ich nicht
Zeit mit unspassigen Barrieren vergeuden, um mich des Spasses würdig zu
erweisen.

Manchmal kommen mir MMos vor wie Kommunismus. Da gibt
es die „großen Führer Developer“ und die entscheiden, womit der Kunde
Spass haben wollen soll. Man sehe mir den provokanten Vergleich nach.
Gute MMOs sind wie Kapitalismus: es regelt die Nachfrage das Angebot,
und das MMO bietet vieles verschiedene an. Nicht die angeblich weisen
Devs bestimmen wie ich spiele, sondern ich der Spieler entscheide es.

Honk
Honk
5 Jahre zuvor

Na ich glaube die Zukunft heißt „Spezialisten MMO“ Aber dann muss man halt auch konsequent sein und die Linie beibehalten und nicht an allen Ecken aufweichen. Das bedingt aber, dass man von vorne herein keine Erwartung von X Mio Spieler hat.

Wildstar war am Anfang ein gutes, spassiges Spiel – Statt das weiter zu verbessern, hat sich Carbine dazu entschlossen mit 100 Sachen gegen den nächsten Baum zu fahren – hat dann nochmal zurückgesetzt und ist auch noch gegen die Wand auf der anderen Straßenseite gekracht. Dann versuchte man irgendwie in die nächste Werkstatt zu kommen, hat das Fahrzeug wieder fahrtauglich gemacht und versucht jetzt weiter ins Ziel zu kommen – Allerdings ist völlig unklar wo das überhaupt liegen soll.

Gefühlte 3.891 Fehlentscheidungen. Schade drum.

Hans
Hans
5 Jahre zuvor

Es fesselte mich nicht … trotz Urlaub sowie die Ausquartierung von Frau und Kind für eine Woche, habe ich geschafft mehr als 2 Tage in das Spiel einzuloggen.

Wie habe ich mich auf das Spiel gefreut, kleine Bugs störten mich nicht, dies macht ein neues Spiel eher sympatisch, allerdings wurde die Vorfreude schnell getrübt:

Leveln war eine Qual, da ich das Gefühl hatte alleine auf der Welt zu sein. Städte wie leergefegt. Unterstufige Mobs mussten immer wieder mit den gleichen Mechanismen bekämpft werden, dabei musste fast die komplette Rota bemüht werden.

Das „Housing“ ist bestimmt eine wirklich gut umgesetzte Besonderheit, aber es nimmt dem Gemeinschaftsgefühl die Gemeinschaft. Wie geschon gesagt, die Städte waren leer.

Kommunikation untereinander gab es fast ausschließlich über Teamspeak. Klar nutze ich das Programm gerne, wenn es um Gruppen oder gar Raids geht. Aber fremde Spieler erreiche ich so kaum. Der Austausch beim questen war mehr als beschrängt (vom Flüsterbug ganz zu schweigen). Ein MMO lebt nach meinem Verstädnis gerade von der Komminikation und ich fühlte mich eher als Single-Player-Spieler, da es so gut wie keine Chataktivität gab.

Auch als (spät) 50er kam durch die 5er Gruppen kein Zusammengehörigkeitsgefühl auf. Das unpersönliche SIngle-Player-Gefühl blieb einfach bestehen. Obwohl die Gilde redlich bemüht war Nachzüglern unter die Arme zu greifen … das Spiel fesselte mich einfach am Ende nicht.

Wahrscheinlich bin ich in dem Alter angelangt, in dem die Erinnerungen an „Vanilla“ auch Erinnerungen bleiben sollen. Die Zeit war schön, aber Prioritäten im Leben ändern sich.

Ich freue mich dennoch mehr über die Entwicklung des Spiels zu lesen, ich gehöre wohl nicht mehr zur Zielgruppe smile

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

ja, so ist das, das „früher war alles besser“ Syndrom. Da kommt keiner dran vorbei.

Zankoku Na Tenshi
Zankoku Na Tenshi
5 Jahre zuvor

Wann früher?
Als man sich freuen konnte wann denn wohl schöner, feuriger Pilz am Horizont erscheint oder als die Modefarbe Braun war? razz

Meine Standartfrage bei diesem Satz^^

Zum thema WS muss ich sagen: es ist interessant.
Viele MMos wurden von den Hypeboys der Tod prophezeit sobald WS erscheint.
WS als Heilsbringer. Mich persönlich trift dies da es sich mit einem Kumpel extrem aufgeschaukelt hat damit das mir WS schmackhaft machen wollte in dem er die spiele welche ich gerne spiel(t)e extrem schlecht gemacht hat.
Nunja, diese Ironie

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Das ist komplett durch die persönliche Erfahrung geprägt dann. Mir haben in meinem Bekanntenkreis alle mit Guild Wars 2 so in den Ohren gelegen – dafür kann aber letztlich GW2 nix. smile

WildStar (wie jetzt auch ArcheAge) eigentlich eher einen ruhigen Release, das wurde einem jetzt nicht so offensiv unter die Nase gehalten.
Klar, wenn man halt im direkten Freundeskreis einen offensiven „Kreuzritter“ für so ein Game hat, dann wirkt es so.

Jetzt bei TESO/WildStar – da haben sich beide Fanbases so ein bisschen gegenseitig angemacht, hatte ich das Gefühl – aber das sind dann, wenn man schaut, auch nur wenige Vorfälle. Das wirkt nur so, da erinnert man sich dran.

Ich les das häufig, so eine Schadenfreude, dass WildStar Schwierigkeiten hat: Erst habt ihr so große Töne gespuckt!
Das war echt nicht so … ein bisschen haben sie auf den Putz gehauen, aber das war alles noch total im Rahmen und okay. Da hat wirklich keiner diese Schadenfreude verdient, die jetzt nicht von dir aufkommt, sondern insgesamt. Nur weil’s ein paar Fans dann im Missionierungseifer übertrieben haben.

Janiflash
Janiflash
5 Jahre zuvor

Das Spiel an sich ist echt nicht schlecht.
Aber was mich tierisch ab lvl 30 oder war es lvl 36 aufgeregt hat als
Stalker… waren diese Autohits. Das habe ich nicht verstanden es soll doch ein
Action Kampfsystem sein oder? Wieso treffen mich die Monster dann immer mit
ihren Autohit egal ob ich hinter dem MOB stehe oder sonst wo… Nur weil da
Telegraphen eingeblendet werden fand ich das Kampfsystem alles andere als innovativ..

Bunny
Bunny
5 Jahre zuvor

Es ist schön und gut, dass das Spiel sich verbessert. Bugs, werden beseitigt, Content nachgeschoben, MegaServer werden verfügbar und und..
ABER! Das Spiel hat hauptsächlich ein Marekting Problem.
Meiner Meinung verschwenden die Entwickler Zeit, eine Weiterentwicklung des MMO’s ist zwar wichtig, aber Ziel sollte es sein, MEHR Spieler zu gewinnen und nicht die, die man hat zu verwöhnen..

Maledicus
Maledicus
5 Jahre zuvor

[quote=Gerd Schuhmann]
Man kann eigentlich an MMOs gut sehen, was falsch lief, einfach wenn man sich anguckt, was die Developer als erstes fixen. Alle, was die Leute an TESO kritisiert haben, steht mittlerweile auf einer langen to-do-Liste, was man ändern will .
[/quote]

Stimmt absolut .. ich habe mal einige Zeit nach SWTOR Start im Vorschläge-Forum in einem Thema ( aber auch in anderen Themen ) das von jemand anders erstellt wurde, eine Liste im offiziellen Bioware Forum eingestellt was in SWTOR fehlt und was man typischerweise bräuchte für eine Langzeitbindung, ca. 1 Jahr später waren diese Features alle in SWTOR implementiert von Ruf-Fraktionen bis zum Erfolgsystem.

Hier mal als Referenz der Link, drittes Posting im Thema von Maledicus:
http://www.swtor.com/de/com
[u]Zu Wildstar[/u] ist meine persönliche Meinung, das Spiel wurde bei mehreren Features an der Zeit vorbeientwickelt, das fängt für mich schon beim questen an — grauenvoll fand ich das. Entweder sollte man das heutzutage so entspannt machen wie bei GW2 wo man nebenbei Quests erledigt weil diese praktisch wie öffentliche Quests funktionieren oder man entwickelt ein Quest-System für Spieler die gerne eine Story erleben wollen und dann sollte es schon eher qualitativ in Richtung SWTOR und TESO gehen, mit viel Vertonung und in Szene setzen. Soweit ich das erinnere hieß es bei Wildstar ja immer man habe analysiert was die Spieler wollen, was sie nicht wollen und das WS danach designed würde. Aus meiner Sicht haben die sich dabei ziemlich verschätzt.

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

Ja, eine der genialsten Features von GW2: die Darstellung der Quests auf der Map als „Herzchen“ ohne dass ein Questlog vollgemüllt wird. Es braucht keine Questhubs, und die Quests in der Nähe poppen im Interface hoch, wenn man in die Nähe kommt.

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Schön war auch, dass man immer mehrere Möglichkeiten hatte den Fortschritt der Quests voranzutreiben und nicht fest vorgeschrieben wurde tue dies X mal und jenes Y mal. Was mir etwas gefehlt hat, war jedoch der rote Faden. Die persönliche Geschichte war (zumindest am Anfang) irgendwie unabhänig der „Herchenquests“ und der Weltgeschichte. Sonst gab es auch nichts was einen zu nächsten Gebiet geführt hat. Und zumindest ich hatte immer wieder das Problem, dass ich nach Abschluss von Gebiet X nicht genug XP gemacht habe, um die passende Stufe für das nächste Gebiet zu haben. Trotzdem alles in allem: Super Spiel.

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

Ja, die persönl. Geschichte hängt so ziemlich in der Luft. hat mich aber nicht weiter gestört. Hab sie eh nur bei einem Char. vollst. gemacht. Das mit den XPs kann ich nicht so nachvollziehen, mit den XP-Boostern,die man so gelootet hat, und den Weltevents war ich immer schneller fertig als mit den herzchen. Überhaupt, war das leveln ab dem 2./3. Char. nur noch ein „PaarStundenJob“.

Das genau finde ich bei den ganzen MMOs eines der Hauptprobleme. Eigentlich ist die Hauptspielzeit (oft auch Spaßzeit) die Levelphase des 1. Chars. Da ist noch alles neu und spannend. Danach ist nur noch der Endlevel interessant, und der dafür geschaffene Content (Endgame). Der ist aber meistens dürftig. Das Questen ist immer das gleiche. Nicht nur, dass die Art des Questens wenig Abwechslung bietet, sogar die Quests an sich sind imner die gleichen in den immer gleichen Karten (statischer Themenpark), und somit nur beim aller ersten Mal interessant.
Das ist etwas, was die Spiele-Entwickler wenigstens angehen müssten. Zumindest mit einem Twink müssten die Welt und die Quests anders aussehen. Wenn man dann dazu noch für eine fliessende Entwicklung der Spielmechaniken sorgen würde, wäre eine Langzeitmotivation deutlich größer. So würde das Twinken viel mehr Spaß machen.
Nichts desto trotz, ja GW2 ist ein super Spiel, immerhin hat es mir 4-5 (von 8) Chars lang Spaß gemacht, weil doch auch immer wieder neues zu entdecken war. Da aber nicht wirklich Neues kommt, ist auch das endlich gewesen.

Sandboxing ist ein muss für alle zukünftigen MMOs, nur aben anständig, nicht AAnständig !

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

Die Ausrichtung auf „Harcoregamer“ hat mich auch lange davon abgehalten W* zu spielen. Nachdem ich dann verschiedene andere, gerade „hochgehypte“ Spiele ausprobiert habe, die für mich aber zum Teil so unterirdisch schlecht sind, und der zumindest angekündigte Schwenk von W* zu einem mehr Casual und Solo tauglichem Spiel mir sehr vielversprechend erschien, habe ich dann doch mit W* begonnen. Gerade das Kampfsystem von W* hat mich schon von Anfang an gereizt. Diese alten, öden „Tab,12345“ Systeme, womöglich noch mit 2sek CD, also ehrlich. Ich bin kein PowerGamer, aber die sind sooo langweilig. Ein aktives KS ist da schon prima, auch wenn es etwas herausfordernder ist und Manchen vielleicht am Anfang überfordert. Aber wenn man es erstmal drin hat, will man es nicht mehr missen.
Ich bin ja noch nicht sehr weit in W* gekommen, aber bisher kann ich nur sagen, das Spiel ist weit besser als es so oft dargestellt wird. Es schreien und maulen halt immer nur einige wenige besonders laut, bei W* eben die „Hardcore“-Anhänger, denen nichts schwer genug sein kann. Viele haben dann schnell gemerkt, dass sie doch nicht so „hardcore“ sind und haben sich Gründe gesucht, warum sie „aufhören müssen“. Was ich so gelesen habe von Spielern, die wirklich gut im zocken sind, sind die Mechaniken in den W* Gruppencontents schon spannend. Da erfüllt das Spiel wohl doch so einige Versprechen. Nur kriegen sie nicht genügend gute Spieler zusammen, umd die Runs regelmässig zu machen. Und die Masse sind natürlich keine Elitegamer. Aber aus der Masse rekrutieren sich mit der Zeit neue Elites, und die Masse fehlt bisher in W*.
Die neue Ausrichtung von Carbine finde ich da voll richtig. Hoffen wir, dass sie auf dem Weg weitergehen. Dass sie dabei deutlich mehr an der Bugfreiheit arbeiten müssen, ist aber auch klar. Egel wie gut die Ideen sein mögen, wenn sie verbugt sind rauben sie allen den Spaß. Ich hab da schon so meine Zweifel,ob sie das hinkriegen, denn dazu müssten sie ihre Unternehmensstruktur, bzw. die Entwicklungsprozesse ändern (Stickwort: Agile Entwicklungsmethoden)
Alles in allem: Leute, spielt das Spiel, es ist viel besser als sein Ruf !!!

Capscreen
Capscreen
5 Jahre zuvor

Ich würde nicht sagen, dass das Spiel overhyped wurde oder etwas in der Art. Ich denke, das genau Gegenteil war das Problem. In Deutschland ist das Spiel so gut wie gar nicht bekannt, besonders viele ehemalige WoW Spieler hatten große Motivation, was das Spiel anbelangt. Ich denke, das Problem war, dass das Endgame nur auf dem Papier wirklich gut war. Es Liegen Welten zwischen Theorie und Praxis und Carbine hat sich alles gut überlegt, aber praktische Aspekte vergessen, miteinzubeziehen. Das Spiel geht zu sehr auf Hardcore. Entweder man raided 5 mal die Woche oder man erreicht den tatsächlichen Umfang dieses Spiels gar nicht. Darauf will sich niemals einlassen und das ist auch schon mehr als Core, das ist tatsächlich HARDCORE.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Ich hab neulich einen sehr guten Artikel gelesen auf tentonhammer. Da wurde im Prinzip erklärt, dass die Fangruppe, die wirklich auf dieses „Vanilla-WoW“ stehen würde mit Action-Kampfsystem, die hat man dann verprellt, weil das Endgame in Details unsinnig war.

Also wenn was gedroppt ist, dann hat’s die falschen Runen gehabt usw. Und das Balancing im PvP usw. – diese Details, die einem nicht nach 40 Stunden auffallen, sondern nach 80 Stunden, die haben dem Spiel dann sozusagen den Lebensnerv geraubt.

Man kann eigentlich an MMOs gut sehen, was falsch lief, einfach wenn man sich anguckt, was die Developer als erstes fixen. Alle, was die Leute an TESO kritisiert haben, steht mittlerweile auf einer langen to-do-Liste, was man ändern will .Und bei WildStar ist es genauso: Mehr Content für Solo-Spieler, bessere Rewards, weniger Bugs, das Runen-System.

Und halt grade Bugs, Rewards, Runensystem sind drei Dinge, die man hätte nicht falsch machen dürfen, wenn man die Hardcore-Gamer kriegen will. Es haben ja einige GIlden aufgehört, die große Fans des Games waren, die Firstkills in Datascape hatten, weil sie sagten: Wir lieben das Spiel, aber es macht uns verrückt, es geht einfach nicht.

Und ich denke das geht einigen so. Solo-Spieler (so sind ja heute viele MMOler) können dann sagen: Na ja, ich guck’s mir in 3 Monaten, einem halben Jahr noch mal an, dann sind sie aus dem Gröbsten raus – gekauft hab ich das Spiel eh, dann bezahl ich noch mal 13 Euro.
Aber wenn so eine GIlde erstmal weg ist, mit 60 Mann – die kommen nicht wieder. Einzelne vielleicht mal. Und gerade diese großen Gilden, diese Communities, die wollte man ja unbedingt, auf die hat man abgezielt.

Capscreen
Capscreen
5 Jahre zuvor

Ja, das ist richtig. Nur vergisst man, dass der erste Eindruck der entscheidende ist. Wenn ich das Spiel nach 80 oder 100 Stunden zur Seite lege, denke ich, ich habe das meiste gesehen und was ich bisher nicht gesehen habe, ist zu weit entfernt. Ich nehme das MMO auch nicht wieder in die Hand ohne wirklich trifftige Gründe und das ist, was viele Entwickler unterschätzen. Patches sind toll, aber Patches ohne Leute, die die Patches sehen wollen, ist nicht so toll. ESO hat zweifellos auch zahlreiche Spieler verloren, doch bei Ws ist es noch ein bisschen heftier, weil, wie du schon gesagt hast, die Leute, die es spielen wollen, keinen Bock mehr haben nach 80 Stunden.
Es gibt immer wieder neue Sachen, die ein Spiel falsch macht und immer wieder sagt man sich bei einem Release. „Bitte, lass es diesmal das werden, was ich will“ man kauft es sich oder zockt es an und stellt fest, es ist doch nichts… Desto mehr Variation, desto mehr kann man falsch machen. Wobei Ws kein Meister der Variation war, wenn man es genau nimmt^^

Elikal Ialborcales
Elikal Ialborcales
5 Jahre zuvor

Naja, man hat das Spiel auch total overhyped. Ich mein die Trailer waren ja lustig, aber man bewarb das Spiel wie die nächste Offenbarung. Solche Versprechen konnte ein Spezialisten-MMO wie Wildstar einfach nicht erfüllen. Man hat halt doch eher ein Spiel für Power-Gamer gemacht. Und wohl selbst diese sichtlich überschätzt. So viel Hardcore hardcore hardcore gibts halt nicht, egal wie laut die in Foren immer sind.

tomdiander
5 Jahre zuvor

Bin da ganz bei dir. Durfte mich durch die Beta prügeln und kämpfte dauernd eher gegen das Spiel.

Ich bin nicht der Super-Duper Maus/Tastatur Virtuose und war allein beim Kampfsystem ständig nahe eines Wutanfalls. Mich hat Wildstar geschmeidig überfordert und dadurch keinen Spaß gemacht. Was schade war, weil Humor hat das Game. Wenn auch nen schrägen.

Und Abo-Gebühren für ein Spiel das irgendwie nur nett gemeint ist, ich aber dauernd gefrustet…ist mir mein Gold dann doch zu schade.

Elikal Ialborcales
Elikal Ialborcales
5 Jahre zuvor

Heh, ja so gings mir auch. Ich war schlicht von dem Kämpfen so ab lv 15/20 zu sehr gestresst.

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