WildStar zur Krise: Verkauf lief super, danach redete kaum noch wer über das MMO

Über das SF-MMO WildStar wurde in letzter Zeit viel Negatives berichtet. Jetzt äußern sich zwei der Verantwortlichen dazu.

In einem Gespräch mit eurogamer.net sprechen zwei der Köpfe des Studio Carbines, Chad „Pappy“ Moore und Mike Donatelli, über die Negativschlagzeilen, die WildStar in letzter Zeit sammelte: Den Abgang von prominenten Köpfen, Beschwerden über Bugs, angeblich sinkende Spielerzahlen, negative Berichte von ehemaligen Angestellten und zuletzt die Entlassung von 60 Mitarbeitern durch den Publisher NCSoft.

WildStar Probleme

Sehr viele Verkäufe zum Start, aber danach wohl ein großer Schwund

Dabei fing alles so gut an. Der Start von WildStar sei ausgezeichnet gelaufen. Man habe vorm Release keine genauen Vorstellungen gehabt, wie oft man das Game verkaufen werde. Donatelli habe zu keinem Zeitpunkt gedacht: „Klar, erreichen wir halt mal eine Viertelmillionen Spieler.“ Dann habe man diese Zahl tatsächlich erreicht und um vieles, vieles, vieles übertroffen.
Doch danach sei das Gespräch über WildStar, der Hype um das Spiel, abgeflaut und verflogen.

Zu den aktuellen Zahlen, wie viele Spieler WildStar noch hat, mochte keiner der beiden sich äußern. In einem Gespräch vor ein paar Wochen redete man nebulös über „mehrere hundertausend Spieler“, also mindestens 200.000. Diese Zahl wollte NCSoft auf Nachfrage des US-Magazins massively aber nicht konkretisieren.

WildStar Abverkauf

271 Mitarbeiter hatte man vorm Release – jetzt sind 60 entlassen worden

Vor kurzem habe sich Mike Donatelli mit dem Publisher von NCSoft zusammengesetzt und unterhalten. Die sind Experten und haben sich auf MMOs spezialisiert. Dort glaubt man an eine Zukunft des Spiels und will WildStar weiter unterstützen. Carbine möchte den koreanischen Publisher da beim Wort nehmen und verlässt sich darauf, wie es im Gespräch mit eurogamer heißt.

Die Entlassungen bei Carbine durch NCSoft bestätigte Donaetelli. Bisher waren keine offiziellen Zahlen bekannt. Laut einer Quelle der US-Seite Polygon seien 60 Mitarbeiter Carbines entlassen worden. Die Nummer scheint laut Donatelli korrekt: „So in der Region, ja.“ Vor dem Launch von WildStar habe man das Team extrem vergrößert, zur Hoch-Zeit beschäftigte man 271 Mitarbeiter.
Auch jetzt arbeiteten noch Hunderte an WildStar. Entlassungen seien übel, gehörten aber zum Geschäft.

Wildstar

Negative Mitarbeiter-Bewertungen waren Resultat von Frustration über Entlassung

Die negativen Berichte von Ex-Mitarbeitern auf der „Angestellte-bewerten-ihre-Firma-und-das-Management“-Seite glassdoor seien, laut Chad Moore, denn auch das Resultat dieser Entlassungen. Man habe sich dennoch mit jeder einzelnen Kritik auseinandergesetzt, sie ernst genommen und viel daraus gelernt. Überhaupt sei man seit dem Launch des Spiels ein anderes, ein besseres Studio geworden.

Mit dem jetzigen Update hat man sich erstmal der zahlreichen Bugs angenommen. Deren Beseitigung hatte Priorität. Für die Zukunft und mit dem nächsten Content-Drop hat man es sich zum Ziel gesetzt, weiter am Spiel zu arbeiten und vor allem Solo-Spielern und kleineren Gruppen im Endgame mehr zu bieten. Hier sieht man aktuell die größte Baustelle. Spieler sollen zudem reicher in WildStar belohnt werden.


Auf unserer WildStar-Themenseite findet Ihr eine Menge Infos zum MMO, wenn auch – in letzter Zeit – oft eher schlechte Nachrichten. Die waren in den letzten Monaten dominant – wie man auch am Verlauf des Gesprächs hier erkennen kann. Hoffentlich kommen bald wieder fröhlichere Zeiten.

Autor(in)
Quelle(n): eurogamer.netmassively
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