Ausgehypet: The Elder Scrolls Online und WildStar verlieren Schwung

Das SF-MMO WildStar macht drei Monate nach seinem Release eine schwierige Zeit durch, wie es scheint. Auch um The Elder Scrolls Online ist es ruhig, wenn auch auf stabilem Niveau.

MMOs haben einen bestimmten Zyklus an Aufmerksamkeit. Die Marketingagenturen arbeiten hart daran, dass das Interesse vorm Release, wenn die Spieler das MMO kaufen sollen, seinen Zenit erreicht. Normalerweise bleibt die Aufmerksamkeit am Spiel in den ersten Wochen hoch, wenn jeder nach Informationen sucht, die Magazine Guides veröffentlichen und die Entwickler weitere Informationen herausgeben, um das Interesse am Spiel anzuheizen.

TESO startete mit Skyrim-Rückenwind, WildStar mit Eigendynamik

Wir haben in der Vergangenheit diese Trend-Kurven bei WildStar und The Elder Scrolls Online beobachtet. Gerade bei The Elder Scrolls Online war der Hype in den ersten Wochen enorm, was sicher an der populären Marke „Elder Scrolls“ lag, mit der Spieler Hits wie Morrowind und vor allem Skyrim verbinden.

Auch bei WildStar ging die Aufmerksamkeit steil nach oben – trotz Abwesenheit eines solchen Markennamens.

TESO vs WildStar

Schon damals sagten wir bei beiden Spielen, dass es entscheidend sein würde, wie das Interesse der Öffentlichkeit nach einigen Monaten aussehen würde.

Bei beiden Spielen kann man nun sagen: Nicht so prall. Wir haben uns als Vergleichswert für den deutschen Markt das MMO „Guild Wars 2“ herausgesucht, das hier in Deutschland eine gute, aber keine überragende Rolle im MMO-Interesse spielt. Vor allem ist Guild Wars 2 sehr konstant und machte eigentlich – wie man auch am Graph sehen kann – im von März bis August nur wenige Schwankungen mit.

Nach sechs Wochen verflachte das Interesse an The Elder Scrolls Online und WildStar

The Elder Scrolls Online
Der Hype um The Elder Scrolls Online war riesig, viele Spieler erwarteten ein Skyrim Online.

Im Graph erkennt man, dass vor allem The Elder Scrolls Online zum Release im April herum, einen unglaublich hohen Spitzenwert erreichte. Das Interesse der Google-Benutzer an The Elder Scrolls Online war zu diesem Zeitpunkt 5-mal höher als an Guild Wars 2. Der Wert flachte mit den Monaten ab und sank ungefähr zum Release von WildStar in Deutschland dann unter den von Guild Wars 2.

WildStar hatte zum Release im Juni einen deutlich geringeren Popularitätsschub als The Elder Scrolls Online zu seinem Release – und dieser Schub flaute dann rasch ab. Bei beiden Games lässt sich feststellen, dass der Anfangshype nur sechs Wochen wirklich trug. Nach diesen sechs Wochen landete TESO ungefähr das erste Mal wieder unter Guild Wars 2 und nach sechs Wochen musste sich WildStar das erste Mal wieder unter The Elder Scrolls Online einordnen.

The Elder Scrolls Online nun stabil – WildStar … nicht

WildStar Raid
Ob der angekündigte Megaserver WildStar wieder zurück in die Spur bringt, ist ungewiss.

The Elder Scrolls Online konnte allerdings relativ bald den Verlust stoppte. Es gelang TESO sich auf auf einem Niveau zu stabiliseren. WildStar hingegen sank in den letzten Wochen immer weiter ab. Ob das Interesse schwindet oder wieder ansteigt, ist noch offen. Mit dem Release von Warlords of Draenor in den nächsten Monaten, scheint es allerdings unwahrscheinlich, dass sich WildStar allzu rasch erholen dürfte. Warlords of Draenor gräbt die WildStar-Zielgruppe an.

Im Moment ist aus den Trends zu erkennen, dass Guild Wars 2 ungefähr doppelt so oft bei Google nachgefragt wird wie The Elder Scrolls Online. Und The Elder Scrolls Online noch einmal doppelt so oft als WildStar.

Der Deutschland-Trend entspricht dabei dem weltweiten.

Guild Wars 2

Noch mehr Hintergründe zu diesem Thema gibt es in der State of Play Kolumne zu WildStar, Elder Scrolls Online und Guild Wars 2

Mein MMO meint: Tja, die Zahlen sind kein ultimativer Indikator, wie es bei einem Spiel wirklich läuft, aber doch ein ganz guter Trend, der sich wahrscheinlich am ehesten mit der öffentlichen Wahrnehmung deckt. Sowohl WildStar als auch The Elder Scrolls Online gingen in diesem Jahr an den Start, um zu beweisen, dass das Abo-Modell für MMOs noch funktionieren kann. Beide Spiele haben mit sicher hausgemachten Schwierigkeiten zu kämpfen und befinden sich zurzeit in einer Wiederaufbauphase. Im Moment sieht es so aus, als könnte sich The Elder Scrolls Online zumindest auf die Loyalität seiner Spieler verlassen. Hier hat man vielleicht eine komfortable Nische gefunden.

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WumsBums
WumsBums
5 Jahre zuvor

Der Artikel greift bestimmt einige Punkte richtig auf aber im großen und ganzen verstehe ich diese Wildstar-Flamerei nicht wirklich. Warum wird im Web eigentlich so viel daran gesetzt Wildstar kaputt zu reden? Bekommt ihr Geld von Blizzard oder so? Gerade hier bei Mein MMO finde ich machen die Artikel doch oft einen sehr subjektiven Eindruck. Die Spieler die Wildstar immer noch spielen sind zufrieden mit dem Spiel. Wildstar liefert im Großen und Ganzen das was von Carbine versprochen wurde und Wildstar ist ein ein gutes Spiel! Verbessern kann man natürlich immer. Wildstar ist halt schwer und kein casual Game und es wurde auch niemals etwas anderes von Carbine behauptet. Von daher ist es einfach unfair Wildstar ständig durch den Dreck zu ziehen weil euch niemals versprochen wurde das es euch in Wildstar leicht gemacht werden wird!

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Jau, Blizzard bezahlt uns die fette Kohle, damit wir WildStar dissen. Genau so läuft die Branche, du hast uns durchschaut.

Also 1. sind wir eine der wenigen Seiten, die überhaupt noch über WildStar berichten (das ist leider so).
2. sind die meisten Artikel, die wir über WildStar bringen, von Cortyn und die ist nicht dafür bekannt, WildStar zu haten.
3. Sind unsere Artikel in der Tat oft subjektiver als woanders – das machen wir aber auch immer deutlich. Sobald man mehr macht, als nur Presse-Mitteilungen abzudrucken, wird man eben „subjektiv“. Und die Presse-Mitteilungen sind auch „subjektiv“, die kommen nämlich direkt vom Publisher.
4. Das „Negative“, was du jetzt siehst, dass wir das Spiel „kaputt reden“ – das sind einfach die Nachrichten: Nicht mehr jeden Monat frischen Content, Interesse schwindet, Mega-Server kommen, zu viele Server am Anfang aufgemacht, dadurch jetzt viele leer. Das sind die News zu WildStar, die denken wir uns ja nicht aus. Das ist nicht „kaputt reden“, das ist „berichten.“ Mal krasses Beispiel: Die Tagesschau redet ja auch nicht Syrien kaputt.

5. Wir mögen WildStar. Jeder von uns, der darüber schreibt, hat das bis auf die Maximalstufe gezockt und hat sich richtig auf das Spiel gefreut. Glaub mir, wir würden alle gerne sehen, dass es jedem Spiel gut geht und dass jedes Spiel Millionen Spieler hat und ein riesen Interesse besteht und dass unsere Artikel zu den Themen von x neuen Leuten gelesen werden, die sich alle über das Spiel informieren wollen. Es ist aber nicht so. So läuft die Welt nicht.

Dass man „schlechte Nachrichten“ über ein Spiel kritisiert, weil sie einem als Fan nicht passen, ist verständlich, aber kindisch.
Und mal davon ab: Nichts in dem Artikel hier oben kritisiert WildStar. Das sind einfach die Fakten.

WumsBums
WumsBums
5 Jahre zuvor

Das Problem ist einfach das Seiten wie die eure eine enorme Macht haben was die Meinungsbildung der meisten Spieler angeht. Wenn auf Seiten wie der euren ständig nur über die Probleme in Wildstar geschrieben wird ist klar das viele Spieler glauben dasWildstar nicht ausgereift ist und gar nicht erst anfangen oder das Spielen sein lassen.
Wildstar ist nicht so schlecht wie es oft dargestellt wird. Das liest man leider selten. Wildstar ist auch im PvP nicht so imbalanced wie es oft dargestellt wird. Es ist halt einfach vom PvP-Gear abhängig. So soll es aber auch sein! Wenn man sich die grundlegende PvP Ausrüstung erstmal erfarmt hat finde ich, dass auch das PvP auf einem guten Weg ist was die Balance angeht.
Das Problem ist einfach, dass Wildstar viele Spieler überfordert und vieler dieser Spieler sind nicht fair genug sich das auch einzugestehen. Anstatt diese Erkenntniss zu ziehen wird es so dargestellt als wenn es an Wildstar liegt. Ganz nach dem Motto:“Wo ich keinen Erfolg habe da soll auch kein Anderer Erfolg haben“.

Wenn ihr Wildstar so gerne mögt könntet ihr ja mal ausnahmsweise versuchen Wildstar etwas Rückendeckung zu geben. Schaut mal ins offizielle Wildstar Forum und seht dort selbst wie wildstartreue Spieler zu ihrem Spiel stehen. Die Meinungen dort sind das komplette Gegenteil zu dem was auf unabhängigen Seiten präsentiert wird! Leider geht die Kritik unabhängiger Seiten oft nur in die andere Richtung und das ist halt einfach unfair. Wenn das so weitergeht verliert auch Wildstar bald jeden spielerischen Anspruch und teilt sich mit WoW und GW2 einen Genreplatz…. soll es darauf hinauslaufen? Wenn dies Passiert, dann hat Wildstar komplett versagt. Momentan ist das meiste in Wildstar noch so wie es sein soll und ich hoffe das bleibt auch so.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Wenn ihr Wildstar so gerne mögt könntet ihr ja mal ausnahmsweise versuchen Wildstar etwas Rückendeckung zu geben.

——
Dann lies dir doch mal die Artikel zu WildStar auf unserer Seite durch und nicht nur die letzten zwei oder so, da haben wir uns mit den Problemen auseinandergesetzt. Ich glaub du hast ein völlig falsches Bild von unserer Seite und weißt gar nicht, was wir hier machen und was nicht. Uns gibt’s auch nicht erst seit zwei Wochen.

Es fällt wohl einigen schwer, die ganze Online-Seiten auseinander zu halten und dann ist das irgendwie so eine Masse und man haut von außen drauf.

Aber wir sind hier auch nicht die PR-Außenstelle von Spielen, die zwanghaft versucht, etwas schön zu reden.

WumsBums
WumsBums
5 Jahre zuvor

„Die Frage ist dann: Spricht mein Produkt noch genügend Spieler an und wenn nicht, was muss ich nun ändern?“

Könnte eine andere Frage nicht sein „Wenn ich etwas ändere, bleiben dann die Spieler die Wildstar momentan treu spielen und Spaß daran gefunden haben?“

… ich muss jetzt leider weg. Ich schau später nochmal rein.

Dawid
Dawid
5 Jahre zuvor

Ja, aus dem Grund senken sie auch noch nicht den Schwierigkeitsgrad, sondern reduzieren lediglich die Grindanteile, die bisher sehr ausgeprägt waren. Darüber hinaus bringt Carbine jetzt Inhalte, die bei mehreren Zielgruppen gut ankommen könnten und das Endgame variabler gestalten. Da fällt mir spontan z.B. die große Solo-Instanz ein. Das sind so Beschäftigungen, die fast jeder Spieler mag – auch Spieler, die Raids laufen – und sei es nur zur Abwechslung.

WumsBums
WumsBums
5 Jahre zuvor

Es Mag sein das ich den ein oder anderen Artikel hier bei Mein MMO übersehen habe und vielleicht auch positive Artikel nicht gelesen habe. Ich will Mein MMO auch garnicht schlecht machen. Ich schaue hier sehr gerne rein. Ich selbst habe bei uns im Gildenforum einen Link auf eure Seite eingefügt!

Es steht auch außer Frage, dass Wildstar gewisse Probleme hat. Bei den angesprochenen Grindanteilen stimme ich absolut zu … das war nicht ganz durchdacht. Auch das PvP Rankingsystem ist in Wildstar bestimmt verbesserungswürdig. Da wurden Fehler seitens Carbine gemacht und man hätte gewisse Dinge im Voraus mehr unter die Lupe nehmen müssen.
Carbine hat dafür aber mein vollstes Verständnis. Ich habe kurz vor Release mal ein Gruppenbild von Carbine gesehen und war ziemlich verblüfft wie wenig Leute darauf zu sehen waren. Auch muss Carbine den Spagat hinbekommen sowohl ein qualitativ hochwertiges Spiel zu liefern, was Entwicklungszeit erfordert, wie auch den Publisher zufrieden zu stellen, was beuteudet möglichst schnell möglichst viel Geld mit dem Spiel zu verdienen. Letzentlich muss ein Kompromiss aus beiden Zielen gefunden werden. Kurz gesagt, bei Carbine arbeiten auch nur Men- schen und keine Zauberer. Carbine hat mit den Ankündigungen monat- liche Updates rauszubringen deshalb den Mund im Voraus bestimmt sehr voll genommen und ich habe immer bezweifelt das sie dies auch schaffen würden … aber was solls. Irgendwie muss man ja auf sich aufmerksam machen. Ist auch nachvollziehbar.
Letztendlich ist das Ergebnis was mit Wildstar rausgekommen ist aber trotz alledem eine Meisterleistung. Es ist nun mal weitaus anspruchsvoller ein Spiel auf einem hohen aber machbaren Schwierigkeitsgrad abzustimmen als ein Spiel für die breite Masse zu entwickeln. Die Entwicklungsarbeit die in dem Steckt was uns bisher geliefert wurde verdient schon vollsten Respekt. Wenn wir mit unserer Gilde Dungeons machen muss ich mich immer wieder fragen was das für eine Höllenarbeit gewesen sein muss die Kampfmechaniken so dynamisch abzustimmen wie das in Wildstar getan wurde.
Wie aber nun schon oft genug erwähnt wurde ist Wildstar was es ist. Ein forderndes Spiel mit einem sehr hohen Anspruch und Schwierigkeitsgrad.
Wildstar charakterisiert sich sehr stark dadurch, dass man ziemlich abhängig von sozialen Kontakten im Spiel ist. Das soll heißen, dass man ohne eine vernünftige Gilde in Wildstar eigentlich aufgeschmissen ist. Wildstar im Alleingang spielen zu wollen macht überhaupt keinen Sinn. Dabei bleibt man ziemlich erfolglos. Dies ist glaube ich einer der Gründe warum Wildstar stark in der Kritik steht. Aber so soll es doch auch sein! Warum spiele ich denn ein MMO … doch wohl kaum um die ganze Zeit vor mich alleine hin zu daddeln. Mir fällt auch kein anderes Spiel ein bei dem dies so wichtig ist wie bei Wildstar ist aber gerade das macht es doch so interessant! Ich glaube allerdings das viele Spieler eben damit nicht klarkommen und halt einfach keinen Bock haben sich ernsthaft um andere Leute zu bemühen mit denen zusammen sie das Endgame angehen. Wer das nicht tut, für den ist halt mit LV50 schluss … es sei denn man stellt sich damit zufrieden ewig daylies zu machen. Ich finde aber das dies zu einem echten MMO einfach dazugehört!
Dann macht man des öfteren so gewisse Beobachtungen im Spiel. Beispielsweise das Leute im PvP rumflamen wie imba alles doch wäre und es könnte ja nicht sein immer nur zu verlieren und ständig geonehittet wird. Dann geht man hin und inspiziert sie und siehe da, sie tragen höchstens ein oder zwei Teile der blauen PvP Ausrüstung. Ja, was glauben die denn? o_O
Wenn wir mit unserer Gilde PvP machen, wo ich bei jedem weiß das er mindestend die blaue PvP-Ausrüstung komplett hat habe ich nicht den Eindruck das die Balance im PvP jenseits von gut und böse liegt. Das spielen fühlt sich dann schon ganz gut an und ich finde das Wildstar dort auf einem gutem Weg ist.
Auch erlebt man häufig, dass bei einigen Spielern auch im PvE rein garnichts klappt. Die Stuns sitzen nicht. Die Leute haben Reaktionszeiten von mehreren Sekunden. Selbst wenn man Bosskämpfe per TS erklärt verstehen manche den Sinn des ganzen auch nach fast 10 Versuchen noch nicht und das Movement ist ne Katastrophe! Das meinte ich damit, dass viele Spieler mit Wildstar wahrscheinlich überfordert sind.
Es war einfach klar das sich mit Wildstar eine solche Diskussion ergeben würde wie es nun der Fall ist. Wildstar ist halt kein Spiel was man halbherzig nebenbei spielt. Entweder man lässt sich drauf ein oder nicht und ich persönlich zahle für so ein Spiel sehr gerne monatliche Beiträge. Anderenfalls könnte ich auch den Fernseher anmachen und mich damit zu Tode langweilen …
Der Wildstar Hype ist vielleicht vorbei. Das ist aber vielleicht auch ganz gut so. Ich hoffe allerdings auch das die kommenden Änderungen doch wieder einige Spieler zu Wildstar zurückbringen werden oder neue Spieler dadurch den Weg nach Nexus finden. Wildstar ist nämlich ein klasse Spiel was riesen Spaß macht … wenn man es drauf hat wink

Ich werde Carbine mit Wildstar auf jeden Fall weiter unterstützen, solange ich beim Anspruch des Spieles nicht den Eindruck bekomme das die Entwickler mich für Dumm halten und Wildstar eine spielerische Herausforderung bleibt!

Dawid
Dawid
5 Jahre zuvor

Ich bin oft im WildStar-Forum unterwegs und es ist dort meiner Meinung längst nicht so positiv. Im deutschen Forum schreibt so gut wie niemand und im englischen Teil gibt es viele kontroverse Diskussionen. Selbstverständlich folgen wir aber nicht blind irgendwelchen Meinungen, sondern prüfen, ob da was dran ist und belichten auch andere Perspektiven.

Wir bei Mein MMO beziehen auch stark die Communities mit ein, das ist uns wichtig. Das siehst du daran, dass sich in den Quellen oft heiß diskutierte Forenbeiträge von den jeweiligen Spieleforen oder Reddit wiederfinden.

„Das Problem ist einfach, dass Wildstar viele Spieler überfordert und vieler dieser Spieler sind nicht fair genug sich das auch einzugestehen.“

Ich lese oft Beiträge, in denen Spieler schon sagen: Das ist mir an einigen Stellen zu Hardcore (z.B. der Grindanteil bei der Attunement-Quest). Und auch wenn es Spieler gibt, die sich das „nicht eingestehen wollten“, ändert es nichts daran, dass solch ein kostspieliges Projekt viele zahlende Kunden benötigt. Die Frage ist dann: Spricht mein Produkt noch genügend Spieler an und wenn nicht, was muss ich nun ändern? Es ist zu leicht, die Schuld bei den Spielern zu suchen. Carbine ist sich dessen aber bewußt, das merkt man. Da kommen in Zukunft jetzt einige Änderungen auf uns zu. Cortyn schreibt momentan auch einen schönen Artikel über den Status quo und die Zukunft von WildStar.

Und wie Gerd schon sagte, berichten wir ziemlich oft über WildStar: http://mein-mmo.de/mmo-list

Galaton
Galaton
5 Jahre zuvor

Hey , du bist aber unfair.
Ich finde gerade hier auf MeinMMO die Artikel mal informativ und toll geschrieben.
Schade das es keine Zeitschrift gibt ;o)
Hier bekomme ich sogar noch Informationen zu spielen , die auf anderen Seiten unter dem Radar fliegen.
Oder andere Onlineseiten die nur geil auf den MMO Primus sind und im Grunde keine Lust mehr aufs spielen haben.
Was man in den Berichten auch erkennen kann…hoffe nicht gebufft zu werden ;o))

Benjamin
Benjamin
5 Jahre zuvor

In der Mittagspause gepostet, war abgefressen (nicht wegen des Artikels). wink
Tatsächlich habe ich den Artikel in den falschen Hals bekommen (Stichwort „Bashing“), verstehe ihn aber nun als objektive Informationsweitergabe unter Auswertung abhängiger Quellen. Ich spiele ESO seit der Open Beta und bin ein bisschen überreizt, was negative Kritik betrifft. ESO hat ein paar wirklich nette Sachen spendiert bekommen und mehr dergleichen in der Pipeline. Ja, ich bin ein Fanboy. wink

Benjamin
Benjamin
5 Jahre zuvor

Nutzlose Zahlenspielerei. Für einen Moment dachte ich, es wären offizielle (Spieler-) Zahlen im Spiel.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Nutzlose Zahlenspielerei.

——
„Nutzlos“ in welchem Sinne? Dass man daraus nichts ablesen kann? Dass sie nicht der Realität entsprechen? Finde ich nicht.

„Offizielle Spieler-Zahlen“ gibt es zu beiden Spielen nicht, jedenfalls nicht durchgängig.

Ich lese die Kritik häufig, vor allem auf Fanseiten: „Solang das nicht offiziell ist, glaub ich nichts.“ Ist auch völlig okay.
Dann sollte man sich über sein Spiel am besten ausschließlich beim Publisher informieren. Dann bekommt man unter Garantie nur Sachen zu hören, die man auch hören will.

Ich merk es so krass im Gaming-Bereich in Deutschland, dass die PR-News dermaßen zur Normalität geworden sind, dass alles, was darüberhinaus geht, schon höchst-kritisch wahrgenommen wird und irgendwie anstößig. Im englischsprachigen Bereich sieht das ganz anders aus.

Die Zahlen hier sagen: So oft wurde nach den Spielen gegooglet. Und diese Zahlen stehen auch in Beziehung zur Spieleranzahl oder zu den Leuten, die neu mit einem Spiel anfangen. Nicht 1:1, aber in den Trends schlägt sich das nieder. Ich halte die Google-Trends für mit das beste Barometer, um zu gucken, wie’s für ein Spiel läuft in einem Jahr. Genau wie ich die Raptr-Zahlen so einschätze.

Die besten Werte wären in der Tat „offizielle“ Spieler-Zahlen. Die gibt es nicht und das hat auch gute Gründe: Es ist schlechte PR.

In Ermangelung solcher Zahlen muss man entweder über diese Themen schweigen oder Alternativen finden oder wie’s auch manche machen dann einfach nur „Die Leute haben das Gefühl, das Spiel wird leerer, sicher läuft’s da jetzt schlecht“ zu murmeln.

Für eine Seite wie uns, die sich explizit mit MMO-Spielen beschäftigt und selbst da nur mit wenigen, finde ich es völlig normal, auch solche Beiträge zu bringen und nicht nur „Alles ist super, nächste Woche gibt’s auch ein Mount und zwei Skins zum halben Preis im Cash-Shop“.

„Nutzlose Zahlenspielerei“ – Nee, finde ich nicht. Ich halt’s für die beste Annäherungsmöglichkeit. Man könnte auch über bestimmte Webseiten gucken, wie der Traffic für die Homepages der Seiten ist z.b. und das als Anhaltspunkt nehmen.

Frank
Frank
5 Jahre zuvor

Wow, echt toller Beitrag, super geschrieben. Gefällt mir sehr und stellt die Realität sehr gut dar. Auf gut deutsch kann man sagen, nach der WOW Flaute hat es kein MMO mehr geschafft, eine sinnvolle Alternative auf den Markt zu bringen, schade eigentlich.

Ach so und dein Blog-Design gefällt mir sehr gut. Super Übersicht, nichts ist überladen und die Typo ist auch sehr gut leserlich, macht weiter so!

Galaton
Galaton
5 Jahre zuvor

So ein Schmarrn….
Es gibt inzwischen mehr als genug alternativen zu WoW!
Auch auf gleicher Höhe bzw. Qualitätsstufe!
Aber eben kein WoW 2.0!!

Wanen Gitane
Wanen Gitane
5 Jahre zuvor

Das Spiel Konzept, der Sinn im Spiel und die Verknüpfungen innerhalb der Spielwelt ingame sind, neben Grafik, Sound, usw wesentlich für den Erfolg eines Spiels. Das alte Mensch Ärgere Dich ist wesentlich spannender, als fast jedes MMO.

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Zum Beispiel?

Fuchs
Fuchs
5 Jahre zuvor

Wie es viele hier schon geschrieben haben, Carbine ist selbst daran Schuld WILDSTAR erstmal ruiniert zu haben. Die Umstellung auf die Megaserver dauert schlichtweg zu lange, Content Drop 3 nicht absehbar, Attunement Nerf viel zu spät.

Viele Spieler werden bei Wildstar gemerkt haben, dass sie doch nicht so Hardcore sind wie sie es von sich selbst dachten und massive Probleme mit der Attunement Quest haben. Was passiert also? Für viele Leute bleibt das Endgame unerreichbar und somit quitten die Leute in Wellen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es, wenn ein Spieler erstmal den Glauben an ein Spiel verloren hat, so leicht nicht mehr zum zurückkehren zu bewegen ist.

Schade drum, spiele WILDSTAR nach wie vor gerne.

Fluffy
Fluffy
5 Jahre zuvor

Ich würde aus den Googlezahlen nicht unbedingt Rückschlüsse auf die Spielerzahlen ziehen.
Erweitert man die Trendanalyse um 2 weiter MMOs, SWToR und FFXIV, dann dümpeln diese ebenfalls irgendwo im unteren Bereich rum. Will hier irgendjemand behaupten diese Spiele hätten wenig Spieler?

Pain
Pain
5 Jahre zuvor

SWTOR ist über TESO, bezogen auf Suchanfragen, obwohl es schon relativ lange auf dem Markt ist. FFXIV ist in Deutschland weiter unten, dafür aber in Amerika und Asien sehr gut dabei. Das sind keine Spielerzahlen, aber interessante Trends, die gar nicht mal abstrakt sind.

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Wo steht Secret World eigentlich in diesen Analysen? Die Rätsel-Quests(oder wie auch immer die heißen) geben denen doch sicher einen ordentlichen Push. Kluger Marketingtrick wink

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Sollte man meinen, aber … ist eine ziemlich flache Linie. smile
Das ist nochmal 5-mal weniger als bei WildStar, so ungefähr.

Galaton
Galaton
5 Jahre zuvor

Offensichtliche WoW-Kopien ala Wildstar hatten es
als Neulinge im MMO Bereich schon immer schwer.
Blizzard hat es als einziger verstanden wie man schlau und vernünftig bei anderen MMO s klaut und abschreibt.
Das können sie wirklich gut.
Allein die Pandas gab es schon ich glaube in der 5ten Everquest Erweiterung.
Und der Mõnch war auch schon da…..

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Ja. Blizzard kann vor allem eines gut: Keinen Mist bauen.
Das muss man wirklich hoch anrechnen, sie bauen einfach wenig Mist. Weil sie gerafft haben, dass es besser ist, die Spieler zu langweilen als sie zu frustrieren.

Aber die haben auch den Riecher. Ich hab Star Trek Online gespielt letzten Dezember und das Beste an dem Spiel war das Duty Officer-System, das kannte ich noch nicht und das war wirklich gut und klug.
Und genau das kommt jetzt für Warlords of Draenor. Und es wird keinen stören. So wie die Pet Battles auch keinen wirklich gestört haben.

Andere MMOs bringen immer Features, die manchen gefallen und anderen nicht. Die was auf den Tisch tun und was vom Tisch wegnehmen.
Das macht WoW normal nicht: Die bringen Sachen, die dann nur was auf den Tisch bringen, aber nix wegnehmen.

Und das ist schon ein Erfolgsrezept. Es ist nicht wahnsinnig aufregend und innovativ, aber es klappt.

Larira
Larira
5 Jahre zuvor

„Das macht WoW normal nicht: Die bringen Sachen, die dann nur was auf den Tisch bringen, aber nix wegnehmen.“

Das stimmt so auch nicht. Die streichen durchaus Features bzw. ersetzen sie durch andere. Das Talentsystem ist so ein Beispiel. Früher gab es größere Skillbäume und dann wurde das komplett vereinfacht.

Ansonsten stimme ich zu, viel Mist baut Blizzard nicht wirklich sondern packt eher oben was drauf als zu frustrieren.

Grüße

Galaton
Galaton
5 Jahre zuvor

Aber Skillbäume kann man das Elend in WoW nun wirklich nicht mehr nennen!
Jede Klasse kann alles und Blizzard hat auch einen haufen Mist gemacht!
Schlimm das sie den RP – Teil aus WoW herausgepatcht haben!

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Habe nie verstanden, was die Leute interessant daran fanden, Talent Builds aus dem Internet zu kopieren. Und wie „jede Klasse alles kann“ erschließt sich mir genauso wenig, wie, warum man früher besser RP betreiben konnte. (Bin aber offen für Diskussionen wink )

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Super auf den Punkt gebracht. Denke, es ist tatsächlich so, dass man besser nichts herausragend Gutes macht, sondern Dinge die einfach solide funktionieren, aber dafür auch keinen Bockmist baut, als 10 Dinge total innovativ und toll aber 1 (größeren) Fehler zu begehen. Denn darauf wird sich meist gestürzt und schon ist der Ruf langfristig geschädigt.

Was du umreißt, ist auch einer der Punkte, die mir an WoW so gefallen (neben der Story, die ich seit 15 Jahren verfolge (Super Franchise-Pflege) und den vielen Bekanntschaften in Azeroth). Es ist dieses Gefühl, online zu kommen und eine riesen Auswahl an Dingen zu haben, die man machen kann, wobei man zu keiner gezwungen wird, aber für alles Anreize vor die Nase gewedelt bekommt.

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

Die Zeit für Abo ist schlicht nicht die beste, alles andere was so geschrieben wird ist doch nur blabla sind wir doch mal ehrlich, wenn beide auf das SWTOR Modell umstellen würde da noch Hoffnung bestehen, das Problem bei MMO’s man braucht eine gewisse Masse an Spielern.
Die Spiele haben durchaus Potential, da könnte man GW2 auch einen nicht unerheblichen Teil der Spieler abziehen.

Galaton
Galaton
5 Jahre zuvor

Hä?
Was ist am SWtoR Modell so toll und vor allem Abofrei?
Wenn ich in einem MMO mit allen Features und Freiheiten spielen möchte komme ich nie um ein Abo herum.
Gerade in SWtoR kann ich mit späterem Level ohne Abo nicht vernünftig spielen.

Honk
Honk
5 Jahre zuvor

Naja ich finde das System nicht schlecht. die F2P Variante ist eine Testversion, nicht mehr und nicht weniger. Testen solange ich will, will ich mehr muss ich bezahlen – eigentlich fair. Da MMOs langfristig angelegt sind ist dieser Freimonat der standardmäßig dabei ist, einfach zu wenig.

Meine Bereitschaft einem Entwickler Vorschussvertrauen zu schenken ist mittlerweile auf 0.
Arche Age ist ja auch so. Werde ich spielen und wenn ich nach 2-3 Monaten immer noch Bock drauf habe zahle ich gerne monatliche Abokosten – Vorher eben nicht.

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

> Gerade in SWtoR kann ich mit späterem Level ohne Abo nicht vernünftig spielen.

richtig
aber seit der Umstellung gehts bei SWTOR aufwärts

von mir aus können sie auch aufs GW2 (buy once) oder Archeage Modell umstellen
sind beide viable, nur wenn sie nicht umstellen müssen sie sich auf ne recht kleine Kernpopulation einstellen

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Ich denke, dass TESO in absehbarer Zukunft Buy2Play wird. Und ich denke, dass jedes MMO, das auf die Konsolen möchte – und das wollen jetzt viele – gut daran tut, auf Buy2Play zu gehen und dann Erweiterungen, DLCs und Kosmetik anzubieten.

MMOs kommen in den nächsten Jahren auf die Konsolen und es wird deutlich von MMORPG weggehen in Richtung „eigentlich was anderes mit MMO“-Elementen. Und man wird die Konsolen-Spieler nicht zu monatlichen Abonnenten machen, das wird nicht passieren, weil das eine jüngere Zielgruppe ist, die das nicht mitmacht.

Also wird’s mit Buy2Play, Free2Play, Mikrotransaktionen laufen, mit einmaligen Zahlungen. Da geht der Trend so derbe hin. Eigentlich alles, was man liest, deutet in diese Richtung.

Wir werden in den nächsten Jahren erleben, dass die großen Franchises MMO-ähnliche Elemente einbauen. Im Moment sind Monetarisierungs-Experten gefragt: Also Leute, die sich mit Mikrotransaktionen und CAsh-Shops auskennen, um diese Elemente in bestehenden Franchises einzubauen.

Die Schlüsselspiele (von der strategischen Ausrichtung her) für die Zukunft werden nicht World of Warcraft sein und wahrscheinlich auch nicht League of Legends (auch wenn das so aussieht), sondern eher Destiny, DCUO und das dann gewandelte TESO.

Multi-Plattform, ganz breites Zielpublikum, Endlos-Ansatz, Cash-Shop, Erweiterungen, Kosmetik. Ich denke 2016/2017 könnte die Landschaft da ganz anders aussehen.

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Das ist auch mein Tipp: TESO wird sich nach dem Konsolenrelease als Größe im Markt etablieren und vermutlich dann auch auf B2P umstellen. Ein wichtiger Faktor, warum man das den Konsolenspielern so schlecht verkaufen kann, sind die Beiträge, die Sony und Microsoft für die Onlinefähigkeit haben wollen. Dadurch entsteht der Eindruck, man soll für das gleiche doppelt bezahlen. B2P finde ich auch ein faires Konzept, da ich ohne Zusatzausgaben ja locker so viel Spielzeit raushole, wie aus einem Singleplayer-Titel und den muss ich mir schließlich für den gleichen Preis kaufen.

Die Zukunft für Wildstar schätze ich nicht so rosig ein. Sie scheinen mir einfach keinen Trick in der Tasche zu haben, der das Ruder noch einmal rumreißen würde. (Tut mir aber Leid für sie, ist ein solides Spiel, dem ich gerne seine Nische gönnen würde, zudem ich einfach keinen richtigen Bezug gefunden habe.)

Larira
Larira
5 Jahre zuvor

Das Swtor-Modell hat zwei Nachteile:

1. Man holt sich eine Klientel ins Spiel, die viele Spieler wohl nicht unbedingt wollen.

2. Der Fokus was neuen Content angeht wird dann auf kostenpflichtigen Inhalten liegen. Sprich, 3/4 der Patchnotes werden aus Inhalten vom Cashshop bestehen.

F2P ist toll um eine Woche den mageren neuen Content zu spielen und dann für 1 Jahr zu pausieren. So mache ich es bei Swtor und Star Trek online.

Grüße

Honk
Honk
5 Jahre zuvor

Um Wildstar tuts mir echt leid. Das Spiel hatte PVP seitig alle Möglichkeiten. Dann das PVP dermaßen kaputtzupatchen und dieses dämliche Rating/Rüstungs-System ist einfach nur unklug gelöst. Als Heiler wurde ich Anfang August rausgepatcht und irgendwann habe ich dann aufgehört zu hoffen und mich geistig immer mehr von dem Spiel getrennt. Als der Heilerbuff dann letzte Woche kam, hatte ich schon längst mit Wildstar abgeschlossen. Zumal die die API immernoch einfach Heilerunfreundlich ist. Zur PVE-Situation kann ich nichts sagen – das ist nicht meine Welt.

ESO hab ich nie gespielt, ganz einfach weil es niemand geschafft hat mir auch nur einen einzigen „Wow, das muss ich sehen“ Grund zu liefern. Die Marke Elder Scrolls war das einzige Verkaufsargument von Zenimax – das war mir zu wenig. Man hat einfach veweigert zu erklären warum das Spiel spielenswert ist.

Tja und GW2…. Da man es halt auf der Platte hat kann man auch immer mal wieder reinschauen… Ah es gibt was neues = ich schau mal rein, kost ja nix.

Galaton
Galaton
5 Jahre zuvor

Mir geht es ähnlich.
Nur andersherum……
Warum soll ich ein Spiel spielen das ein Zwitter von WoW und SWtoR ist ?
Wildstar hat mich null interessiert.
Da daddel ich lieber zwischendurch EQ2 und freue mich auf die nåchste Erweiterung im Herbst.
Teso dagegen läßt mein PVE MMO Herz höher schlagen.
GW 2 ist kostenlos und nur wegen einer neuen Geschichte alle paar Monate nicht wert auf meiner Festplatte zu verstauben

Judah
Judah
5 Jahre zuvor

Wildstar ist ziemlich deutlich an seinen eigenen Anspruch gescheitert, hauptsächlich für enttäuschte WoW-Hardcoreler Inhalte zu bieten. Es gibt eben nicht sooo viele Spieler, die ein Dark-Souls online suchen, wie gedacht. Diese schreien zwar laut, sind aber eben eine Minderheit. Die meisten Leute, wollen entspannt vor sich hindaddeln und nicht vom Gameplay gestresst werden…

MagWS
MagWS
5 Jahre zuvor

Mhh.. joa, was du schreibst stimmt. Aber eine generelle Frage, u.a. weil ich auch zu der Kategorie Mensch gehöre, die Wildstar wirklich gerne haben (also ich bin einer von den 10 Leuten weltweit die WS mögen):

Nach dem „Fail“ von WS habe ich das Gefühl, dass nicht WS „anders“ ist – weil es ist nämlich genau das, wonach die „hardcorler“ geschriehen haben, ein „wie damals WoW, mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass es eben nicht WoW ist“. Ich glaube „klassische MMO“ sind einfach.. kaputt. U.a. könnte man hier viel reinposten was Schuhmann weiter oben in einem Reply stehen hatte: das Geschäftsfeld ändert sich doch gerade sehr extrem (F2P, Buy2Play, Ingame Shop/Microtransactions etc.). Persönlich mag ich aber Abo-Payment und ziehe dieses sogar allen anderen Bezahlmethoden vor (Buy2Play wäre da noch erträglich, so denn so viel Spiel verkauft wird, dass Masse X und somit Rechtfertigung Y für weiteren Content aus Sicht des Publishers gegeben ist… its all business).

Aber Kernfrage: das Problem liegt doch offenbar in den „Communities“ oder nicht? Carbine baute exakt das, wonach viele geschrien haben. Damit meine ich nicht nur ausschließlich die „hardcores“, sondern eben auch jene, denen WoW beispielsweise einfach zu einfach geworden ist. Das sind bzw. können doch auch nicht wenige sein – die meisten bleiben bei WoW weil alle anderen, deren „Community“, noch in dem Spiel sind und vermutlich auch bleiben werden. Wer einmal in Wildstar in diesem Grünzeugs-Biodom für 2 Stunden völlig einsam unterwegs war, der weiß ziemlich exakt genau wie ein „mmo“ sich ohne „mm“ anfühlt….

Nach F2p und Ingame Shops höre ich nie jemanden explizit rufen – oder ich treibe mich in den verkehrten Ecken des Internets herum. Klar bauen die Publisher/Entwickler sowas ein um Geld zu machen – aber bei all dem gelesenen „IIIIHHH! Geh mir weg mit deinem Ingame Shop“ oder „F2P?!?! Dann quitte ich instant!!11elf“ ist mir das schwer vorstellbar, dass Leute solche Mechanismen wollen. Sie können gut sein, ja, müssen sie aber nicht (siehe EA/Dungeon Keeper beispielsweise oder damals das lächerliche Mappack eines CoD Teils mit 3 „revised“ Maps zum tollen Preis von 15€).

Ich glaube, es wird ein neuer Klassenprimus kommen, irgendwann. Aber es wird nicht das sein, was „wir“ derzeit unter „MMO“ verstehen… (WS hat es probiert, derbe in die Fresse bekommen und Besserung ist nicht in sich – hier stelle ich mich auf die Seite von Carbine irgendwie… egal was sie machen, die Community dahinter hasst absolut jeden einzelnen Schritt.. MegaServer? GEIL! Aber, RPler gekränkt…. Attunement change? Mensch ist doch auch toll! Wer heult? Hans, Fliesentischbesitzer, der 129 Stunden in eins durch durchgesuchtet hat um der erste zu sein und dies bitte auch anerkannt haben möchte… meh, player sind soooo undankbares pack wink ).

Ich mag WS und begleite es zur Not, nach derzeitigem Stand, auch in den Sarg, sage dann „tschüss!“ und bedanke mich für viele tolle Stunden Spass. Mir hat bzw. bringt es immer noch immens viel Freude auf Nexus rum zu rennen. Wer weiß, mit ein wenig Magie, korrektem Sonnenstand und Hilfe von $LIEBLINGSGOTT kann das ja ggf. in einem Jahr oder so wieder was werden….

Galaton
Galaton
5 Jahre zuvor

Ich glaube WS ist an so vielem gescheitert aber nicht weil es zu schwer ist.
Die Gebiete waren voll gestopft , nicht schön designt.
Kampfsystem zu hektisch.
Grafik zu altbacken.
Bei einem LevelUP gab es eine furchtbare Szene und ich dachte ich wäre in einem 80er Jahre C64 Spiel.
Grausam……
Da finde ich das langweilige Leveln in WoW angenehmer oder das schlauchlevelige Questen in SWtoR!

MagWS
MagWS
5 Jahre zuvor

Danke für dein Feedback! Da ich zu den „Headstart“-Leuten gehörte, nur mal aus meiner Sicht deine genannten Punkte:

— Gebiete vollgestopft
MMhhh. Ja, schon. Wobei „vollgestopft“ hier für zumindest mich nicht eindeutig ist. Es gab durchaus Quest-Ecken, wo wegen Überfüllung mal „auf Gegner-/Item-Spawn“ zu warten war, weil eben „überfüllt“ bzw. voll mit Leuten, die selbige Quest wie man selbst erledigen wollten. Kill quests gingen hier noch, weil die Mechanik (zweiter Punkt wird hier genauer…) das auch hergegeben hat. Zumindest bei Mobs, die es Quest-bedingt zu killen gab, reichte einmal Angreifen und man bekam den Kill auch für sich gut geschrieben.

Weit nerviger war es tatsächlich bei Sammelquests oder auch spezifischen Befreiungs-/Killquests. Da musste man schon mal ein paar Minuten auf den jeweiligen Spawn warten – aber aus meiner Sicht lag das immer noch im Rahmen.

Vorteil trotz Überfüllung: Gruppenquests waren stets „mal eben so“ machbar! Derzeit ist das nicht mehr wirklich drin – das hat verschiedene Ursachen (viele sind mit Raids oder dem Attunement beschäftigt und – lustigerweise – wirkt Wildstar beim Twinken für manche etwas „schmerzend“. Das kann ich selbst eigentlich nur in Teilen nachvollziehen. Ich ziehe mir selber gerade einen Esper hoch, entdecke dabei noch genügend Zeug, welches ich beim ersten Char einfach schlicht übersehen habe.

Retrospect: heute wünsche ich mir persönlich diese „Überfüllung“ ernsthaft zurück, ganz nach dem Motto „lieber zu viel, als zu wenig“. Wie im vorherigen Beitrag erwähnt -> bin ein „Biodrom komplett einsam gemacht“-Geschädigter…

— Kampfsystem zu hektisch
Ja. Das kann ich zumindest nachvollziehen. Tausend tode starb ich, bis ich mit meinem Stalker verstanden hab was ich da eigentlich wie tun muss. Will sagen: für mich war das Anfangs genauso, ich hab echt gelitten mit dem System. Aber es wurde besser mit der Zeit. Ganz ehrlich: ich möchte die dynamik in den Fights nicht mehr missen müssen. Das ist einer der Hauptgründe, warum mir dieses Scheitern irgendwie nahe geht (weil ich das Spiel halt mag und das Kampfsystem ist für mich einer der Gründe, warum ich es so mag)

— Grafik zu altbacken
Es gibt da Ecken, da fällt einem die Kinnlade runter. Meiner Meinung nach. Dafür gibt es aber auch genug Ecken die zumindest mit weniger Liebe designed worden sind. Mir fallen dabei div. Exo Labore ein, die einfach nice sind. Oder auch die Dungeons – Skullcano/Feuerschädel finde ich persönlich ziemlich geil designed. Was ich sagen möchte ist: ja, das ist nicht bis ins kleinste Detail zuende designed. Weiß der Geier warum. Aber es ist, so wie ich das Spiel für mich erlebt habe, mit wirklich viel Liebe designed. Das sieht man zum Beispiel bei den Quests, hätte man dort nicht schon fast vorwerfbare Fehler gemacht…

— Questdesign (aus der Luft gegriffen, hast du nicht erwähnt, aber es passt genau an dieser Stelle)
… nämlich den, dass der ganze Humbug rund um die Story mit den Eldan etc. viel, VIEL zu spät beginnt. Gerade anfangs braucht man ein extrem dickes Fell um überhaupt in den Genuss des Ganzen kommen zu dürfen. Fast jeder 50er Char hat beispielsweise während der Levelphase zwichen 25-30 wirklich „gelitten“. Ich weiß nicht direkt, woran es liegt, man verreckt öfters. Aber nur genau zwischen diesen genannten Levelgebieten wink Kann das schwer beschreiben, ist auch nur aus meiner Sicht (2x50er Char, bei beiden irgendwie Probleme in genau dem Levelbereich gehabt… danach gings super Berg-auf).
Mitte 30 gehts dann mit den speziellen Solo-Quests los, diese führen einen erst in die Story so richtig tief ein (finde ich).

Und das ist denke ich das Kernproblem am Questdesign, denn ab hier wird das Spiel meiner Meinung nach wirklich gut. Vorher ist es halt wirklich 08/15, ich will das nicht schön reden. Erzählerisch wird es aber ab den entsprechenden Quests einfach Top. Ich habe mich mit meinem ersten Char auch noch ernsthaft durch die leider damals übelst verbuggten Quests gedrückt, nur um „komplett“ sehen zu können, wie das alles weiter geht. „Dickes Fell“.

— Level Up Sequenz
In der Tat gewöhnungsbedürftig, da stimme ich wirklich zu. Ich spiele mit dem englischen Client, da geht das zumindest vom Voice-over her. Fand das anfangs irgendwie „witzig“, mittlerweile nehme ich das ganze gar nicht mehr wirklich war, für mich nur ein visueller Indikator das ich ein weiteres Level aufgestiegen bin wink Unterm Strich ist dieser Punkt das aushaltbarste, man sieht das eh nur 49 Mal…

Das mal als Feedback von mir – ich bin weiß gott kein Fanboy, nur wenn mir etwas Spass macht versuche ich auch zumindest mitzuteilen warum das so ist. Ob das dann jemand versteht, k.a., bin mir nur ziemlich sicher, dass da auch mit ganz schön (teils „fieser“) Erwartungshaltung an Wildstar heran gegangen worden ist (Community, „Fach“zeitschriften und Onlinemagazine testeten ja zumindest recht wohlwollend). Keine Ahnung, wie Tief du persönlich in WS reingeschaut hast – wenn du einen tieferen Blick riskiert hast, würde ich mich freuen aus deiner Sicht etwas von den genannten Punkten zu hören wink

Und weil es sonst kein „Original-Post“ von „mir“ wäre:

Geröstetes Buttertoast.

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Hmm, ich habe mit 27 oder so aufgehört… Hätte ich noch länger durchhalten sollen? (Aber mein Abo ist genau zu dem Zeitpunkt ausgelaufen, und in meinem Kopf hat einfach keine Stimme geschrieen: „Aber dann wissen wir nie, wie es weiter geht oder was noch gekommen wäre“ wink )

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Der gesamte Stil von Wildstar ist einfach ziemlich speziell (Die Grafik, das Kampfsystem, die Questgeschichten). Fällt so in die Kategorie „Entweder man liebt es oder man hasst es.“ Ist aber definitiv kein schlechtes Spiel, wenn man dabei ist, ist der Flow einfach super (nur die Motivation überhaupt irgendwie anzufangen, nachdem ich den PC hochgefahren hatte war bei mir irgendwie nie richtig da) (…und nach spätestens einer Stunde konnte ich meistens auch einfach nicht mehr :-D). Scheinbar war es für dich einfach nicht gemacht.

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