Valorant: Ex-Pro verbummelt Turnier, flippt aus, kassiert lebenslangen Bann

In Valorant etabliert sich gerade eine eSport-Szene. Die hat bereits ihre ersten dicken Dramen. Jüngst gab es mächtig Ärger um den Ex-Overwatch-Pro Dafran.

Wer ist Dafran? Daniel „Dafran“ Francesca (26 Jahre) ist ein ehemaliger dänischer Overwatch-Profi. Mittlerweile ist er als Streamer aktiv und spielt Valorant. Er ist ein exzellenter Spieler und hat über 500.000 Follower auf Twitch. Er wird aufgrund seines Skills auch als „Aim God“ benannt.

Hier seht ihr ein paar krasse Plays von Dafran aus Overwatch.

Allerdings fiel er schon öfter wegen cholerischen Ausbrüchen auf. Er wurde daher schon wegen abgebrochenen Spielen und Griefing aus Wettkämpfen ausgeschlossen. Daher ist die folgende Szene nicht unbedingt überraschend.

Dafran verbummelt Turnierstart und flippt aus

Was ist in dem Turnier passiert? Dafran und sein Team Prodigy traten in einem Turnier der französischen Organisation Solary an. Dort war eine Runde im Halbfinale gegen das Team HypHypHyp unter der Leitung von Damien „HyP“ Souville angesagt. Dummerweise wurde der Termin aber nach vorne verschoben und Prodigy hatte es wohl nicht mitbekommen.

Daher war nur das Team um Hyp am Start und Prodigy trudelte erst viel später nach und nach ein. Das wäre eigentlich ein Grund für eine Disqualifikation von Prodigy gewesen, denn wer nicht innerhalb von 15 Minuten antritt, vergibt den Sieg. (via Turnier-Regeln auf toornament.com)

Dennoch wollte man bei Hyps Team Prodigy eine Chance gaben. Da man aber noch Pläne für den Abend hatte und nicht zu lange spielen konnte, sollte zumindest die erste von drei Runden als Sieg dem Team um Hyp zugeschrieben werden, falls Prodigy noch als komplettes Team antreten sollte.

solarycup
Im Turnier ging es immerhin um 5.000 Euro Preisgeld.

Die Spieler von Prodigy waren auch alle schließlich da und wollten spielen – bis auf Dafran. Der streamte noch fröhlich Overwatch zu dem Zeitpunkt. Er wurde aber auf Twitter schließlich von einem Mannschaftskameraden von Hyp darauf aufmerksam gemacht, dass das Turnier jetzt starten würde. Es wäre unverantwortlich und selbstsüchtig von ihm, dass er nicht komme.

So ging das Drama weiter: Als Dafran erfuhr, das sich das Turnier ohne sein Wissen verschoben hatte und dass sein Team jetzt 1:0 im Rückstand wäre, wurde er wütend und hatte wohl auf Twitter in mittlerweile nicht mehr vorhandenen Tweets über Hyp, dessen Team und die Turnierleitung von Solary hergezogen und sie angeblich derb beschimpft.

Das waren die Konsequenzen: Als Folge dieser Entgleisung soll man sich im Gespräch mit dem restlichen Team von Prodigy auf einen neuen Ausweichtermin geeinigt haben. Ohne Punkte-Vorteil, aber dafür soll Prodigy ohne Dafran antreten und einen Ersatzspieler benennen.

Dafran hingegen wurde aufgrund seiner anhaltenden Beschimpfungen von der Turnierleitung auf Lebenszeit aus allen Turnieren von Solary gebannt. Prodigy gewann übrigens sogar noch 2:1 Mit ihrem Ersatzspieler.

So reagierte Dafran: Der gebannte Streamer wurde durch diese Aktion nicht friedlicher. Unter anderem beschimpfte er seine Gegner daraufhin auf Twitter als dumme „Bitches“ und „ausrangierte Overwatch-Spieler“, die zu feige seien, um gegen ihn anzutreten. Außerdem sei das Turnier ein Haufen „Hundescheiße“ und die Turnierleitung solle ihm gefälligst „die Eier lutschen“.

Seine Fans wiederum gingen – wohl auf Dafrans Anregung hin – in Folge via Social Media und Game-Chat auf Hyp und die Solary-Orga los. Hyp verfasste daraufhin einen längeren Text auf TwitLonger, in dem er erklärte, dass solche Belästigungen und Nötigungen im eSport nichts verloren hätten und er Dafrans Verhalten zutiefst ablehne.

So ist die aktuelle Situation: Mittlerweile hat auch Dafran eingesehen, dass er wohl zu weit ging, indem er seine Follower zu solchem Verhalten angestachelt habe. Denn in einem Match wurde ein zufälliger Mitspieler von Dafran von dessen Fans angegangen, nachdem herauskam, dass er für Solary spielte. Das ging Dafran dann doch zu weit und er bat seine Fans, ihn in Ruhe zu lassen. Er meinte dazu dann „Solary ist scheiße, du nicht“.

Gerade geht es mit Banns bei Riots Team-Shooter Valorant ordentlich zur Sache. So wurde wohl der populäre Streamer Forsen für zwei Wochen aus dem Spiel gebannt, aber keiner weiß genau, warum eigentlich.

Quelle(n): Dexerto
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C S
1 Monat zuvor

Der hat zwar den Bann zu Recht verdient, aber was ist das denn bitte für eine Organisation eines Turnier wo offensichtlich eins von zwei Teams nicht mit Rückbestätigung über eine Terminverschiebung informiert wird. Wenn ein Spieler nicht rechtzeitig kommt – ok. Wenn aber keiner aus dem Team davon was weiß, dann stimmt da was nicht.

Scaver
1 Monat zuvor

Ich kenne so etwas auch. War selber in Turnier Orgas involviert. Das Verschieben von Terminen bedarf eigentlich die Bestätigung beider Teamleitungen. Bei Vor-Ort Turnieren ist das etwas anderes, aber da sind ja in der Regel auch alle anwesend und greifbar.
Das am Ende das Match einen neuen Termin bekommen hat, ist der einzig richtige Weg gewesen, wenn die Orga so derbe versagt hat!

Platzhalter
1 Monat zuvor

Die Herde folgt ihren Alpha Tier, auch wenn er sie in den Abgrund führt

Visterface
1 Monat zuvor

„Er wurde aber auf Twitter schließlich von einem Mannschaftskameraden von Hyp darauf aufmerksam gemacht, dass das Turnier jetzt starten würde“

WTF wieso ruft man denn nicht an?
Tunier startet, ich schreibs besser schnell auf Twitter nicht das es noch jemand verpasst…

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