Ubisoft cancelt mehr Spiele, als sie 2025 überhaupt rausgebracht haben, stecken ihre übrigen Studios in Hogwarts-Häuser

Ubisoft cancelt mehr Spiele, als sie 2025 überhaupt rausgebracht haben, stecken ihre übrigen Studios in Hogwarts-Häuser
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2020 kündigte Ubisoft an, dass das legendäre Action-Adventure Prince of Persia: Sands of Time ein Remake erhalten soll. Nach 5 Jahren Wartezeit wurde das Projekt jetzt im Zuge einer Umstrukturierung gecancelt.

In einem neuen Report von Ubisoft (via globeneswire.com) stellte das Unternehmen ihre Strategie für die Zukunft vor. Dabei sprach man nicht nur über kommende Strategien für bekannte Marken und einen großen Reset, in einem Abschnitt gab man auch bekannt, dass 6 Spiele gecancelt wurden.

Darunter befindet sich das Remake von Prince of Persia: The Sands of Time, das 2020 schon angekündigt wurde. Außerdem sollen 4 unangekündigte Spiele, 3 davon von völlig neuen Marken, und ein Mobile-Titel eingestellt worden sein.

Aus einem möglichen Nachfolger zu The Sands of Time wurde 2007 dann Assassin´s Creed. Man entschied sich aufgrund unterschiedlicher Ansätze aber dafür, eine eigene Reihe daraus zu machen, die heute eine der größten Marken von Ubisoft darstellt (Quelle: Polygon).

Als Begründung gibt man an, dass die 6 Spiele nicht den neuen, verbesserten Qualitätsstandards, sowie den strengeren Kriterien für die Priorisierung des Portfolios auf Konzernebene entsprechen. Zum Vergleich 2025 erschienen als völlig neue Titel nur Assassin’s Creed Shadows, Just Dance 2026 und Anno 117. Die restlichen Releases waren Ports oder Full-Releases von Early-Access-Spielen.

Im Zuge dessen erwähnt man auch, dass 7 entwickelte Titel verschoben werden, darunter einer, der für das Fiskaljahr 2026 geplant war.

Neue Entwicklungsstruktur

Von welcher Strategie spricht Ubisoft im Report? In dem Report geht es hauptsächlich um strukturelle Änderungen im Unternehmen. Man wolle ein neues Betriebsmodell etablieren, das sich um 5 Kreativhäuser für verschiedene Genres und Bereiche dreht. Man möchte damit die Organisation vereinfachen, und auf ein dezentralisiertes Modell setzen.

Die einzelnen Häuser sollen die volle finanzielle Verantwortung tragen und für die wirtschaftliche Leistung Rechenschaft ablegen.

Im Zuge der 5 Kreativhäuser erklärte man, welche Marken zu welchem Haus gehören:

  • Haus 1 (Vantage Studios) soll sich auf die größten Franchises der Firma konzentrieren, um sie zu erweitern. Dabei geht es um Assassin´s Creed, Far Cry und Rainbow Six. Das wird also das Haus für die wichtigsten Marken der Firma.
  • Haus 2 soll sich um kompetitive und kooperative Shooter-Erlebnisse kümmern. Hierbei nennt man als Marken: The Division, Splinter Cell und Ghost Recon.
  • Haus 3 widmet sich Live-Erlebnissen. Als Beispiele nennt man: For Honor, The Crew, Riders Republic, Brawlhalla und Skull & Bones.
  • Für Haus 4 nennt man die Franchises: Anno, Might and Magic, Rayman, Prince of Persia und Beyond Good and Evil. Als Fokus werden hier immersive Fantasywelten und narrative Universen genannt.
  • Haus 5 soll sich auf Casual-Spieler (also auch Mobile-Gaming) konzentrieren. Dazu gehören folgende Marken: Just Dance, Idle Miner Tycoon, Ketchapp, Hungry Shark, Invincible: Guardian of the Globe, Uno und Hasbro.

Bezüglich dessen erwähnt man auch, dass sich aktuell 4 neue IPs in Entwicklung befinden, darunter March of Giants, ein 4-gegen-4-Moba. In welches Haus die neuen Spiele fallen, möchte man zu einem späteren Zeitpunkt ankündigen.

Werden Studios geschlossen werden? Zum Anfang des Reports gibt es ein längeres Zitat von Yves Guillemot, dem Gründer und CEO von Ubisoft. Dort spricht er von den neuen Kreativhäusern, erwähnt dabei aber auch, dass Studios geschlossen werden:

Um den Kreativhäusern die besten Voraussetzungen für ihren Erfolg zu bieten, haben wir beschlossen, unser Portfolio mit einem grundlegend überarbeiteten 3-Jahres-Plan neu auszurichten und unsere Kostensenkungsmaßnahmen zu beschleunigen, um die Organisation zu optimieren. Wir werden mehrere derzeit in der Entwicklung befindliche Projekte einstellen und bestimmten Spielen zusätzliche Zeit einräumen, um eine höhere Qualität zu gewährleisten und den langfristigen Wert zu maximieren. Außerdem werden wir selektiv mehrere Studios schließen und die Umstrukturierungen innerhalb der gesamten Gruppe fortsetzen. Diese Entscheidungen sind zwar schwierig, aber notwendig, um langfristig eine fokussiertere, effizientere und nachhaltigere Organisation aufzubauen.

Beyond Good and Evil 2 ist ein weiteres Spiel von Ubisoft, das bereits vor sehr langer Zeit angekündigt wurde. Seit 2008 warten Fans auf das Spiel. Anders als bei Prince of Persia scheint daran aber noch entwickelt zu werden. Zumindest wird der Titel im Reporting nicht erwähnt. Anfang Januar schloss Ubisoft ein Entwicklerstudio: Ubisoft schließt Studio hinter Assassin’s Creed Rebellion, zwingt über 70 Mitarbeiter zur Jobsuche

Quelle(n): VGC
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Yoma

Was der Unterschied ist zwischen Studios und “Kreativhäuser”n muss mir auch mal einer erklären. Klar ist zumindest wenn die nicht funktionieren werden sie dichtgemacht, ohne Auswirkung auf die anderen.
Mit den Chinesen wird sich wohl einiges ändern an der Firmenpolitik der letzten Jahre.

Akuma

Die Änderungen schreien eher “führungsetage”, nicht wirklich Tencent. Auch wenn ich verstehe was du meinst.

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