Top-Spiele März 2017: Mass Effect Andromeda schwach, Wildlands stark

Es gibt Daten von Superdata über die profitabelsten Spiele im März 2017, was die digitalen Einnahmen angeht. Mass Effect Andromeda zeigt sich da schwächer als der Vorgänger. Sehr stark ist Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands auf PS4 und Xbox One.

Jeden Monat ermittelt die Analyse-Firma Superdata die profitabelsten Spiele eines Monats: die umsatzstärksten Spiele weltweit. Das sind meistens „Long-Seller“, die sich über einen langen  Zeitraum durch Mikrotransaktionen oder DLCs ganz oben halten, sogenannte „Games as a service.“ Aber es spielen auch Verkaufszahlen eine Rolle.

Overwatch erstmals schwächer als CS: Go seit Launch

Auf den obersten Plätzen am PC tut sich wenig. Der MOBA-Behemoth League of Legends steht vor den Asia-Titeln Crossfire und Dungeon Fighter Online.

Auf dem PC hat Overwatch nun erstmals seit dem Launch weniger Geld eingespielt als Counter-Strike: Global Offensive. Der Oldie überholt Overwatch nun und steigt von Rang 8 im Februar 2017 auf Platz 7 im März. Overwatch fällt von 6 auf 8. Aber Overwatch ist ja auch noch auf PS4 und Xbox One erschienen.

Mass Effect Andromeda nimmt im Launch-Monat digital weniger ein als Mass Effect 3

Überraschend macht Mass Effect: Andromeda digital im Launch-Monat weniger Umsatz als Mass Effect 3 (2012).

Da ist sehr ungewöhnlich. Denn mittlerweile gibt es industrieweit einen starken Trend dazu, dass Spiele digital mehr einnehmen als früher. So wuchs in den USA der digitale Umsatz im März 2017 um 15% im Vergleich zum Vorjahr.

Richtig gravierend sind die Verluste bei Mass Effect: Andromeda im Vergleich zu Mass Effect 3 wohl nicht. Superdata spricht vom „mittleren einstelligen Prozentbereich“, also irgendwo zwischen 3 und 7%.

Laut Superdata wurden auf dem PC von Mass Effect Andromeda digital 349.000 Stück weniger umgesetzt als bei Mass Effect 3 während des jeweiligen Launchmonats.

Vielleicht spielt hier auch das genaue Datum eine Rolle: ME: Andromeda ist in den USA am 21. März 2017 erschienen. Mass Effect 3 am 6, März 2012.

Mass Effect: Andromeda steigt lediglich bei den Konsolen auf Platz 9 in die Top 10 ein. Auf dem PC schafft es den Sprung nicht.

Bärenstark ist hingegen Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands. Das steigt auf dem PC auf Platz 10 ein, auf den Konsolen schafft es sogar den Sprung bis ganz an die Spitze und ist dort Platz 1.

Superdata spricht davon, dass Ghost Recon Wildlands im März 800.000 digitale Einheiten auf PS4 und Xbox One und 400.000 auf dem PC verkauft habe.

Lineage 2 Revolution und Hearthstone – Rückkehr zur Normalität

Bei den Mobile-Games ist der Höhenflug von Lineage 2 Revolution vorerst gestoppt. Das war im Februar auf Platz 1 geschossen. Im März 2017 liegt es auf Rang 10 weltweit. Das Spiel ist nur in Korea erschienen. Konkurrenz Clash Royale wird weltweit vertrieben und hat sich den Top-Spot zurückgeholt.

Auch Hearthstone, das Sorgenkind des letzten Monats, zeigt sich erholt. Im März 2017 nahm der Titel doppelt so viel ein wie im Februar, wohl weil viele dicke Kartenpacks für die Erweiterung „Reise nach Un’Goro“ vorbestellt haben.


Hier könnt Ihr die aktuellen Zahlen mit denen aus dem letzten Monat vergleichen:

Die umsatzstärksten Spiele Februar 2017 – Hearthstone in der Krise

Quelle(n): Suoerdata
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Patrick Seitz
Patrick Seitz
3 Jahre zuvor

Grundsätzlich verstehe ich den Sinn beidseitig bei Game as a Service spielen.

Je nach Umsetzung (z. b. Verpflichtendes abo) kann das aber auch sehr teuer sein.
Zudem gibt es für mich nichts schlimmeres, als wenn bei einem Spiel teile der Hauotstory wie absichtlich weggelassen wirken um diese als extra DLC zu verkaufen.

Das ist als würde ich mir ein Modelbauset kaufen und beim zusammenbauen stelle ich fest, das letzte Bauteil fehlt und müsste für 30% des Preises bestellt werden.

Beim klassischen Modell hat man halt irgendwann ein tolles Ende. Es lädt auch dazu ein in eine neue Geschichte einzutauchen für ein paar Tage oder Stunden. Sich fesseln zu lassen und dennoch nicht für Monate oder Jahre an diese Storykrake fest zu sitzen.

Auch aus Filmen weiß man, dass manchmal ein gutes Ende besser wäre als die 3. Oder 4. Fortsetzung einer Geschichte.

Aus meiner Sicht des Konsument erkenne ich bei beiden Modellen das „für“ und „wider“ und würde auf kein Modell verzichten wollen.

Plague1992
Plague1992
3 Jahre zuvor

Der PC Markt wird eigentlich seit jeher von Spielen dominiert die sich langwierig durch andere Einnahmen über Wasser halten. Wohingegen Konsolen wohl viel mehr auf den eigentlichen Verkauf von Spielen setzen. Wieso macht sich niemand das Erfolgsrezept vom PC zunutze, oder wieso funktioniert es nicht auf Konsole? o.,o

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
3 Jahre zuvor

Du hast völlig Recht. Gaenau das passiert in den letzten Jahren im Anfang und wird nun immer mehr kommen.

Destiny, Division, GTA sind alle Vorbilder für solche Ideen – und erste Versuche.

Destiny gilt als Musterbeispiel für dieses Konzept und für diesen Trend. Seit das so ein Erfolg ist, wollen mit Sicherheit mehr Publisher ein Stück von diesem Kuchen. Die brauchen nur eine Weile, um das umzusetzen.

Ich geh davon aus, dass auf der E3 2017 1-3 Titel hochkarätige Titel á la Destiny vorgestellt werden: Bioware macht „Dylan“ für EA. Das ist z.B. ein klarer Favorit.

Ich hab auch noch Vermutungen, was sonst noch kommt, aber … das werden wir sicher in den nächsten 60 Tagen erfahren.

Ian C.
Ian C.
3 Jahre zuvor

Ich muss einfach mal anmerken: Ich finde es unverständlich, dass bisher relativ wenige Spiele auf games-as-service setzen, und damit längerfristig Umsatz generieren. Wenn mir ein Spiel gefällt (online oder offline, z.B. Mass Effect, Fallout), möchte ich das doch länger spielen. Da hängt meine Entscheidung weiter zu spielen nur daran, ob es weiterhin Content gibt.
Destiny finde ich super, einfach vom Gedanken her, dass selbst wenn es da mal eine Durststrecke gibt, es einfach (irgendwann) weiter geht, es einen Punkt gibt, an dem ein Spiel wieder spannend wird. Wer möchte denn ein gutes Spiel beenden, oder feststellen „so, alles erledigt“? In dem Fall, kann man dann ohne weiteren Content, nur darauf warten, dass der Nachfolger erscheint. Ist die Idee, die Spieler weiter mit Content zu versorgen, so abstrakt? Oder ist es nur die Umsetzung, die gerade bei Spielen ohne live-Betrieb, doch eig. nicht so viel Planung erfordert?

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
3 Jahre zuvor

Auf Konsolen war das bisherige Modell ja über Jahrzehnte:

Wir verdienen Geld mit dem Release. Danach lösen wir das Team auf und gründen ein neues, für das nächste Projekt. Vielleicht machen wir später noch eine Fortsetzung.

Dieses „Games as a Service“ – da behältst du das Team nach dem Release und arbeitest an weiterem Content. Das muss dann ganz anders aufgebaut werden. Diese Umstellung ist sehr schwierig für viele Studios und dauert Jahre. Das ist noch nicht bei vielen Studios erfolgt. Bungie hat bei Destiny diesen Prozess mitgemacht oder macht ihn noch mit – die sind sicher seit 5 Jahren mit dieser Umstellung beschäftigt – und da knirscht’s und kracht’s im Gebälk.

Das ist so als stellst du eine Fabrik auf ein anderes Produkt und auf andere Arbeitsmechanismen um. Das ist gar nicht so leicht.

Aktuell ist das bei vielen Studios so, dass sie diese Umstellung machen, aber das ist ein relativ neues Phänomen – wir sind gerade in so einer Übergangsphase. Wobei „Traditionelle Spiele“ wie Horizon Zero Dawn wohl immer seltener werden und mehr „Games as a service“-Spiele erscheinen.

Oder zumindest Spiele, die dann über 1 Jahr unterstützt werden – das ist gerade so der „Industrie-Standard“: Release+DLCs+Erweiterung.

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