The Division: Räuber und Gendarm in der Darkzone

Der anstehende MMO-Shooter The Division zeigte auf der E3 Gameplay aus den „Dark Zones“, den PvP-Zonen des Spiels. Da hat man eine adrenalintreibende „Räuber und Gendarm“-Mechanik installiert. Es geht um den kostbaren Loot.

Die „Dark Zones“ in The Division waren die Orte in New York, wo der Virus zuerst zuschlug: Ground Zero sozusagen. Hier setzte man noch das Militär ein. Die zogen sich aus den Gebieten zurück, als klar wurde, dass sie nichts ausrichten würden. Und … so geht die Geschichte: Sie haben ihre wertvolle militärische Ausrüstung in den kontaminierten Zonen gelassen. Also das Zeug, was in einem Fantasy-MMORPG ein +8 Superschwert des fiesen Orkentods wäre. In The Division sind das etwa Waffen von militärischer Qualität.

Division-Ruecken

Ich bin ein Looter! Ich will hier raus

Für die überlebenden Agenten in „The Division“ heißt das: Hier ist richtig was zu holen! Aber eine Mechanik erschwert die Sache: Was es dort an „Schätzen“ gibt, ist kontaminiert. Man kann die Ausrüstung zwar an sich nehmen (etwa ein tolles leichtes Maschinengewehr), verstaut wird es allerdings in einer „eigens markierten Schutzhülle.“ Die ist natürlich von außen deutlich zu erkennen.

Jetzt gilt es, einen Helikopter zu rufen, der die „Beute“ sozusagen in Sicherheit bringt. Der Clou: Der Heli wird über ein Leucht-Signal gerufen, das auch andere Teams in der Gegend sehen können und die haben 90 quälend lange Sekunden Zeit, um nachzuschauen, wer da in die Luft geballert und damit signalisiert hat „Ich bin ein Looter! Ich will hier raus!“

Und erst, wenn der Helikopter die Ausrüstung über einen Haken aus der Gefahrenzone herausgefischt hat, erst dann ist sie wirklich das Eigentum des Spielers und nicht nur geborgt.

Division-Deckung

90 Sekunden können verdammt lange sein

Und diese 90 Sekunden können verdammt lang sein. Denn in der „Dark Zone“ gibt es nicht nur von der KI gesteuerte „Gegner“, sondern auch andere Teams. Und die Agenten können sich als „Rogue“ verdingen, als „abtrünnige Agenten“, als „Gesetzesbrecher“ sozusagen.

Sie werden zu diesen Gesetzesbrecher, indem sie auf andere Spieler feuern, die nicht in ihrem Team sehen. Wie in dem spektakulären Gameplay-Trailer zu sehen war, können sie sogar aus der Gruppe raus und dann auf ihren ehemaligen Kameraden feuern. Da man sehen kann, welche Spieler „Loot“ haben und welche nicht, ist schnell klar, wer sich als Ziel lohnt und wer nicht.

Doch Vorsicht: Wer auf „unschuldige, andere Agenten“ feuert, wird damit zum „Rogue Agent“ und zum Ziel für andere. Er kann dann wiederum von anderen Spielern attackiert und getötet werden, die ihrerseits „unschuldig“ bleiben und für den Kill sogar noch eine Prämie, ein Kopfgeld, kassieren.

Downgrade-Gerüchte und keine Lade-Screens bei The Division

Das klingt nach einem interessanten Konzept.

Auch noch spannend: Im Gameplay verrät einer der Entwickler, warum man den Übergang in die Dark-Zone so deutlich markiert habe: Es gibt keine Ladezonen im Spiel, alles ist eine offene Welt, daher brauche man diese deutliche Abgrenzung.

Übrigens weiß man bei Ubisoft um die „Downgrade“-Angst und sieht dem gelassen entgegen. Man sei unglaublich stolz darauf, wie das Spiel gerade aussehe. Das habe Wettereffekte, alles sei dynamisch.

Division-Weihnachten

 

Drone raus, Power-Creep rein

Schlechte Nachricht allerdings: Die „Drone-App“, mit der ein Spieler über sein Smartphone eine Flug-Drone steuern konnte, ist inzwischen gestrichen. Diese Drone sah man noch in früheren Demos des Spiels. Man hat das lange versucht, bekam es aber einfach nicht „balanciert“ hin.

Und für Fans von MMOs sicher erfreulich: Das Ziel von The Division sei es letztlich, dass die eigene Spielfigur stärker und stärker wird.


Im Dezember startet für The Division eine Beta auf der Xbox One, für PC und Playstation4-Spieler wohl erst später ein. Das Release ist für den 8. März vorgesehen.

Autor(in)
Deine Meinung?
Level Up (0) Kommentieren (3)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.