Am 12. Oktober erscheint Star Trek: Infinite für PC und Mac auf Steam. Nach ersten Berichten soll das neue Strategiespiel im Wesentlichen dem SF-Giganten Stellaris (88 % positive Reviews auf Steam) entsprechen. Zudem soll man Wesley Crusher sagen können, dass er gefälligst ruhig zu sein hat. Damit geht für jeden Fan von Star Trek ein Traum in Erfüllung.
Das ist das Problem jedes Star-Trek-Fans, der auf Gaming steht:
- Das letzte „richtig gute“ Strategiespiel zu Star Trek war „Star Trek: The Next Generation – Birth of the Federation“ aus dem Jahr 1999: Das war eine Art „Civilization im Star-Trek-Universum“. Die bekannten Fraktionen wie Föderation, Klingonen und Romulaner lagen miteinander im Clinch: Man konnte die Galaxie friedlich oder kriegerisch erobern. Forschen und bauen.
- Birth of the Federation ist heute, fast 25 Jahre nach Release, beim besten Willen, nicht mehr wirklich, spielbar. Es gibt zwar eine Indie-Version, aber das ist nicht jedermanns Sache.
- In den letzten 7 Jahren gehörte das SF-Strategie-Genre mehr oder weniger Stellaris, einem Epos, das mittlerweile 22 DLCs bekommen hat und das schon immer starke „Star Trek“-Vibes ausstrahlte. Es gibt auch tatsächlich Star-Trek-Mods für Stellaris (via steam).
Strategie-Genies entwickeln Strategie-Spiel zu Star Trek
Das ist jetzt die Lösung: Die Macher von Stellaris, die Strategie-Spezialisten von Paradox, arbeiten seit einer ganzen Weile in enger Partnerschaft mit dem Studio Nimble Giant Entertainment an „Star Trek: Infinite“, das im Wesentlich sowas wie eine offizielle Mod zu Stellaris ist. Im Juni 2023 wurde das Spiel groß vorgestellt. Seit dieser Präsentation wissen wir mehr.
Laut ersten Berichten von GameStar ist „Star Trek: Infinite“ praktisch Stellaris, oder zumindest „der kleine Bruder.“
Wie PC Gamer schreibt, ist das Spiel aber mehr als eine „Stellaris-Mod“, denn das neue Star Trek erlaubt es dem Spieler, die Geschichte der Föderation neu zu schreiben: Das Spiel setzt 2340 an, kurz vorm Start von „Star Trek. The Next Generation“.
Man könne als Föderation, Romulaner, Klingone oder Cardassianer die Welt erkunden. Und wie vor 25 Jahren in Birth of the Federation forschen, bauen, spionieren und sich über die Galaxie ausbreiten.
Dabei gibt einem das Spiel die Möglichkeit, sich für einen „dunklen Weg“ zu entscheiden und die Föderation etwa in die kriegerische Spur zu führen, die in einigen Abenteuern angedeutet wurde.
Wie PC Gamer erzählt, orientiert sich das Spiel stark am Quellenmaterial und man spüre die Liebe zum Stoff. So könne man die Enterprise nachbauen und damit ein Event auslösen, bei dem einen der junge Wesley Crusher auf etwas aufmerksam macht und man könne dem in bester Captain-Picard-Manier mitteilen, dass er bitte die Schnauze halten soll.
„Schnauze, Wesley“ – ein legendärer Spruch
Was hat das mit „Schnauze, Wesley?“ auf sich? Die Figur „Wesley Crusher“, gespielt von Wil Weathon, sollte eigentlich jungen Zuschauern die Möglichkeit geben, jemanden im eigenen Alter zu haben, der so ein fantastisches Genie ist, dass er den Erwachsenen trotz seines jungen Alters helfen kann. Er sollte als eine Identifikationsfigur für SF-begeisterte Teenager dienen.
In der Realität empfanden die Figur aber viele als altklug, nervig, vorlaut, naseweis und insgesamt nicht zu tolerieren. Man verstand nicht, warum erwachsene Autoritätspersonen wie Captain Picard sich ständig von einem besserwisserischen Teenager ihren Job erklären lassen. Manche nennen ihn den “Jar Jar Binks” von Star Trek.
In der 13. Episode der 1. Staffel von Star Trek The Generation, die am 18. Januar 1988, das erste Mal ausgestrahlt war, kam es zu dem „Schnauze, Wesley“-Moment, der in die Geschichte der Popkultur einging.
Star Trek Infinite erscheint am 12. Oktober für Steam und ist auf PC und Mac spielbar.
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In meinem Lieblings-Spiel auf Steam fresse ich das Universum – Widerstand ist zwecklos
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Also ich mochte Wesley. War irgendwie aufregend wie ein Junge von klein auf in der Sternenflotte seine Karierre hoch zog.
Er war kein Besserwisser, sondern ein frühreifes Wunderkind, das schon sehr früh eine gute Vorstellungskraft hatte von Raum & Zeit & Dimensionen und Spiritualität.
Quasi wie ein junger Einstein oder Hawkings der Zukunft.
In der Folge “Der Reisende” wird dies auch so erklärt.
Ich bin mit dieser Serie groß geworden.
Aber ich kann mir denken, daß die jüngere von Star Wars verdorbene Generation diesen Junge anders empfindet. Daß er von jenen als “Jarjar Bings” bezeichnet wird, bestätigt meine Theorie.
Wir alten Hasen unter den Trekkies wertschätzen die alten Serien eben mehr und anders.
Die Föderation auf einen dunklen Weg führen? Ehrlich gesagt klingt das für mich nach Conföderation und Terranischem Imperium.
Mh naja im Moment scheint es eher ein abgespecktes Stellaris mit ST Skin zu sein. Vom UI bis hin zu den Mechaniken steckt unter dem Namen ein Stellaris.
Naja ich bin trotzdem gespannt.
Ich meine irgendwo die Aussage gelesen zu haben das der Stand ungefähr dem von Nemesis bei Stellaris entspricht. Das wäre ungefähr 2-3 Jahre differenz.
Ansich empfinde ich das aber als recht gut, es gibt den Entwicklern die Möglichkeit später auch eigenes Einzubauen per DLCs und nicht alles was in Stellaris drin ist, als DLC ist gut oder geeignet für Star Trek.
Ich seh das daher recht positiv mit nem Star Trek Game.
Aktuell spiel ich mit der Mod New Horizons. Gleichzeitig so witzig die Mod ist, du hast ne Map mit über 3000 Systemen, das hat selbst bei mir 17 Minuten gedauert bevor das Match überhaupt gestartet ist.
Finde es völlig okay, wenn ein richtiges Spiel kommt und man sich weniger um solche Probleme Gedanken machen muss als Spieler.
Würde mir reichen. 🙂
Im Prinzip war Birth of the Federation sowas wie ein Pre-Pre-Stellaris und das hat damals das Star-Trek-Universum schon irgendwie cool eingefangen, fand ich.
Musstest du jetzt wieder Birth of Federation sagen? Grml. Das war damals mein absolutes Lieblings Star Trek Spiel noch vor Final Unity oder das spätere Armada. Damit begann auch meine große Liebe zu Globalstrategy Spielen erst richtig aufzublühen auch wenn ich Civilization1 und 2 zuvor schon ganz gut empfand aber eben kein Star Trek.
Das jetzt Infinite wie abgespecktes Stellaris aussieht stört mich gar nicht, schließlich habe ich über 5000 Stunden in dem Spiel wovon ich die meisten Stunden aber mit Star Trek New Civilization, Star Trek New Horizon verbracht habe. Hin und wieder dann noch Star Wars New Dawn oder mit der Stargate Mod.
Die ST Mods sind mit das beste was ich so an Mods in Spielen gesehen habe, allerdings, so gut wie sie auch waren, durch die zahlreichen Stellaris DLC’s, sind auch etliche Elemente im Spiel verblieben die nicht gut zu Star Trek passten und daher freue ich mich schon auf ein reines Star Trek Spiel mit Orginal Lizenz.
Sollte das Spiel dann ebenso modbar sein wie Stellaris, erwartet uns Sci-Fi und Star Trek Fans eine große Zeit. Allerdings habe ich auch ein paar Befürchtungen, dass weitere Star Trek Mods, zumindest die großen Erfolgreichen, evtl. blockiert werden könnten, weil die Entwickler das gerne selber irgendwann noch einbauen möchten per DLC.
Wie dem auch sei, ich freue mich trotzdem schon riesig!
“Musstest du jetzt wieder Birth of Federation sagen?”
Soll er den sonst sagen? gibt ja nicht viele Star Trek Strategie-Spiele 😀
Also mir geht’s genauso – ich finde es auch unerklärlich, dass Birth of The Federation fast 25 Jahre her ist und niemand was in der Richtung gemacht hat. Das sieht man ja auch an den Star-Trek-Stellaris-Mods, dass ein großer Bedarf danach besteht.
Ist wie mit Total War: Warhammer/Total War: Herr der Ringe/Crusader Kings: Game of Thrones … es liegt einfach so nahe. 🙂
Ist Birth oft the Federation wirklich schon so alt? Omg ich habe das spiel so geliebt!!! man wird alt
Ja weil der Apfel ja genau wie die Orange ist…..
Ich versteh beim besten Willen nicht das man ein “rundenbasierendes 4X” Spiel Alla MoO 2 mit Star Trek Hintergrund,
hier mit einem Echtzeittitel wie Stellaris in einem Satz nennen kann.
Total war , Crusader kings…..
Die Vergleiche hinken alle so dermaßen…
Wäre wie nen Vergleich von Civ6 und Anno 1800 😀
Alles was Echtzeitsteuerung beinhaltet, und keine Runden hat. Hat mit BotF rein gar nichts zu tun.
Also “Echtzeit-Titel”: Das ist ja nicht Starcraft.
Du kannst in Stellaris die Geschwindigkeit so weit runter-regulieren und pausieren, dass das mit Echtzeit-Titel kaum noch was gemein hat.
Dasselbe gilt für die ganzen Strategiespiel von Paradox. Wenn du Ck3 auf Stufe 1 spielst, hat das doch nicht das Gefühl eines “Echtzeit-Titels”.
Ich hab jetzt noch mal BOTF gespielt und das kann man super mit Stellaris vergleichen. Klar. Das sind dieselben Strategien und Abläufe.
TotwalWar und Crusader Kings hat niemand miteinander verglichen. Nur weil die im selben Satz vorkommen, ist es kein Vergleich.
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Alles was Echtzeitsteuerung beinhaltet, und keine Runden hat. Hat mit BotF rein gar nichts zu tun.
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Das ist dann deine Meinung. Ich seh das überhaupt nicht so.
Dieses “Oh Gott, x/y kann man nicht miteinander vergleichen”: Du kannst alles miteinander vergleichen. Du kannst auch Äpfel und Orangen miteinander vergleichen, wenn du entscheiden willst, was du jetzt isst.
So funktionieren Vergleiche einfach.
Es geht darum, welchen Zweck ein Ding erfüllt – wenn beide einen ähnlichen Zweck erfüllen, lohnt sich auch der Vergleich. Diese Vergleichsphilosophie ist ganz schräg.