Twitch-Streamer legt sich mit dem falschen, irren Boss eines LoL-Teams an

Der Streamer Nicholas „Nickmercs“ Kolcheff ist eine große Nummer auf Twitch mit Call of Duty: Warzone. Jetzt geriet er aber an den Falschen. Er ließ sich auf ein Kräftemessen mit dem Boss von G2 Esports ein, dem Chef des besten, europäischen Teams zu League of Legends. Und wenn der ehemalige LoL-Profi eins kann, dann ist es flamen. Nickmercs bekam einiges zu hören. Am Ende blieb er aber Sieger.

So fing der Ärger an: Die ersten Schüsse feuerte der Social-Media-Account von G2 Esports ab. Die sind eine riesige E-Sport-Organisation. Laut Forbes gehören sie zu den 10 wertvollsten E-Sport-Organisationen der Welt. Sie dominieren das europäische League of Legends seit Jahren und strecken ihre Fühler auch in Spiele wie Valorant aus.

Einer ihrer Spieler, Sean „Coop“ Cooper, war in Fortnite in einem Trio mit Nickmercs unterwegs. Die spielten in der Fortnite Championship Series und kamen auf Platz 39 in NA East.

G2 Esports postete eine Bild-Montage auf Twitter:

  • So spielt „unser Mann“, G2 Coop, Fortnite: Man zeigt ein Bild von Coop und einem „Victory Royale“, er hat die Runde gewonnen
  • So spielt Nickmers Fortnite: Man zeigt ein Bild, wie Nickmercs tot am Boden liegt und auf die Wiederbelebung wartet

„Ich hab mehr Zuschauer als eure ganze Org zusammen“

So reagierte Nickmercs auf den Gag: Der fand das offenbar überhaupt nicht witzig. Nickmercs hatte nach langer Zeit, mal wieder kompetitiv Fortnite gespielt und musste sich gleich so verspotten lassen.

Dem Streamer stank es offenbar gewaltig, dass er hier bei der Gaming-Ehre gepackt wird und so ein Gag von 12.000 Leuten geliket wird. Er schrieb zurück:

„Ich kriege mehr Zuschauer als eure ganze E-Sport-Organisation zusammen. Bringt mich nicht zum Fremdschämen.“

Nickmercs auf Twitter
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So begann der Ärger

Die Antwort von Nickmercs bekam dann deutlich mehr Likes als der ursprüngliche Tweet von G2 Esports.

Eigentlich könnte die Sache hier jetzt beendet sein: Ein Twitch-Streamer reagiert bissig und übertrieben ernst auf einen Tweet, der seinen Stolz verletzt. Doch G2 Esports hat einen Boss, der mindestens genauso stolz ist wie Nickmercs.

LoL-Boss redet sich auf Twitter in Rage

Das war die Quittung: Nun schaltete sich der heißblütige CEO von G2 Esports ein: Carlos „Ocelote“ Rodriguez. Der war früher selbst LoL-Profi und wenn der eins kann, dann ist es, Leute in Grund und Boden flamen.

Der schrieb als erstes „Lmaooo – fragile Frederick – easy up you degenerate“: Also soviel wie: Mach dich mal locker, du Weichei.

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Dann griff der G2-Chef den Clan von Nickmercs, FaZe, an: Um da mitzumachen und einen 80/20-Vertrag zu unterschreiben, müsse man ja ein zerbrechliches Ego haben

Damit spielte Ocelote auf die angeblichen Knebelverträge an, die FaZe seinen Spielern gibt. Im Fall des Twitch-Streamers Turner „Tfue“ Tyler war herausgekommen, dass die Organisation sich angeblich bis zu 80% von bestimmten Einnahmen des Streamers gesichert hat.

Valorant G2 Esports Ocelote Titel
Ocelote: Ein CEO, der sich in Rage reden kann.

Der spanischsprachgie Twitch-Star Ibai rief Nickmercs zur Ordnung: “Vor zwei Monaten hast du das noch nicht gesagt, fahr dich mal runter.”

Woraufhin Ocelote auf ibai zeigte und rief: “Der Typ hat viermal so viele Zuschauer wie du, wenn er sich Murmelrennen anschaut.”

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Ocelote nannte noch eine Reihe von großen E-Sportlern, die gleichzeitig erfolgreich auf Twitch sind: Wie die LoL-Profis Rekkles oder Jankos, beide spielen für das LoL-Team von G2 Esports.

Die Botschaft war klar: Deine Zuschauerzahlen auf Twitch sind echt nichts, mit denen du mir kommen kannst.

Der 30-jährige Nickmercs ist US-Amerikaner aus Detroit, Michigan. Er war früher Profi-Spieler in Halo und zockt bis heute mit dem Controller. Seinen großen Durchbruch auf Twitch hatte er mit Call of Duty: Warzone im Jahr 2020. Wenn er streamt, schauen ihm im schnitt 38.000 Zuschauer zu. Er ist aktuell die Nummer 5 auf Twitch bei gesehenen Stunden in den letzten 365 Tagen.

Gespräch und 500€-Spende auf Twitch beenden Streit

So endete das: Nachdem sich Ocelote so richtig in Rage geredet hatte, merkte er wohl, dass er übers Ziel hinausgeschossen war.

Er schrieb dann lediglich „Ich hab mit Nickmercs gesprochen. Wir sind wieder okay“ und dann war der kurze, aber hitzige Streit beendet.

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Der Konflikte wurde offenbar mit einem Geschenk beigelegt. G2 Esports spendete Nickmercs 100 Subs auf Twitch und der Ärger war aus der Welt. Die 100 Subs auf Twitch kosten etwa 500€.

Mit den 100 Subs kann sich Nickmercs als der Gewinner des Konflikts fühlen. Das Geld hat er allerdings wohl kaum nötig, immerhin gehört er zu den Spitzenverdienern im Gaming:

Die 10 bestbezahlten Gamer der Welt – Sie verdienen auf Twitch, YouTube und Co am meisten

Quelle(n): dexerto
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Mark

Vor 2 Jahren Logan Paul und jetzt irgendwelche Spanier. Und ihr nennt es “Trend”. Uff

Reznikov

Hmm also “degenerate” mit “Weichei” zu übersetzen ist sehr wohlwollend. Ein deutsches Wort dafür fällt mir jetzt auch nicht ein. Urbandict sagt:

Someone who is a disgrace to society.

Immer wenn das Wort in meinem Beisein durch die Gegend flog, war damit eher sowas wie “du nutzloses Stück Scheiße” gemeint und auch der Kontext im dem es fiel, entsprach dem. Aber je nach Kontext kann es sicher auch eher in die Richtung “Vollidiot” gehen.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Reznikov
McPhil

Degenerate lässt sich im häufig genutzten Kontext wohl eher mit “zurückgeblieben” übersetzten.?

Alex

Halt einfach “degeneriert”, wir haben das Wort doch auch im deutschen da muss man keine Synonyme finden. ?

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