New World: Die wichtigsten Erkenntnisse nach 3 Stunden Alpha

Unser Autor Alexander Leitsch durfte bei einem Event das MMO New World drei Stunden lang anspielen. Dabei wurden Festungen erobert und ausgebaut, Rüstungen und Waffen hergestellt und teile der vorhandenen Welt erkundet. 

Amazons New World befindet sich in einer geschlossenen Alpha-Phase. Viele Spieler hatten also bisher noch nicht die Chance, einen Blick in das Spiel zu werfen. Damit ihr jedoch wisst, wo ihr das Spiel einzuordnen habt, teile ich hier meine Erfahrungen aus drei Stunden Alpha mit euch.

New World ist kein neues World of Warcraft

Wer sich auf ein neues MMORPG im Stil von World of Warcraft oder Guild Wars 2 gefreut hat, wird mit New World keinen Spaß haben. Das Sandbox-MMO setzt vor allem auf PvP und Crafting.

Auch auf andere Themepark-Inhalte wie Quests oder eine Story-Line müssen wir komplett verzichten. Zwar sollen die Spieler selbst in der Lage sein, über das Handelsposten-System anderen Spielern Aufgaben zuzuteilen. Doch vom Spiel vorgegebene Aufgaben suchen wir vergebens.

Stattdessen ist die Kreativität der Spieler gefragt. Vom Bau der ersten Ausrüstung bis zu eigenen Festungen und Gildenkriegen ist alles möglich. Nur wird einem nichts davon vorgegeben.

New World Ghost

Alleine spielt sich New World schlecht

Wer gerne in einer Gruppe oder Gilde spielt, wird sich in New World sofort wohlfühlen. Einzelgänger können zwar viel erreichen, an großen Schlachten oder dem Ausbau von Festungen lässt sich nur schwer teilnehmen.

Ihr benötigt schon zum Beanspruchen von Gebieten eine Gilde. Diese könnt ihr theoretisch auch alleine Gründen und dann eure Festung auf einem freien Gebiet errichten.

Doch schon das Farmen und Ausbauen ist alleine sehr aufwendig. Frustrierend wird es an dem Punkt, an dem andere Spieler die Festung angreifen. Diese sogar gegen eine ganze Gilde zu verteidigen, wird unmöglich sein.

New World Gilde

Festungen sind aufwendig, machen aber Spaß

Wer eine Festung nach seinen Wünschen bauen möchte, benötigt eine riesige Menge an Holz und Steinen. Diese fallen leider nicht vom Himmel, sondern müssen selbstständig eingesammelt werden.

Um eine Festung zu errichten, müsst ihr zuerst ein Gebiet unter Kontrolle bringen. Dafür benötigt ihr einen Gegenstand für 150.000 Gold aus dem Handelsposten eines neutralen Außenpostens.

Zum Vergleich: Wir haben etwa 35.000 Gold in 90 Minuten spielen verdient. Dabei haben wir jedoch zum Ende hin auch unsere hergestellte Ausrüstung verkauft.

New World: Das wissen wir über das Crafting in Amazons MMORPG

Danach benötigt ihr Holz und Flint, um erste Werkbänke herzustellen. An denen könnt ihr Holz zu Timber und Steine zu Steinblöcken weiterverarbeiten. Diese Materialien werden dann für den Bau von Wällen, Gebäuden und Handwerksstationen der ersten Stufe genutzt.

Je weiter ihr kommt, desto höhere Materialien könnt ihr einsetzen. Für alle Gebäude gibt es mehrere Stufen, die ihr erstmal bauen müsst. Auf jeden Fall muss für die Festung viel gefarmt werden.

Mann kann sich nur auf wenige Fertigkeiten spezialisieren

In New World ist es unheimlich wichtig Fertigkeiten zu beherrschen. Dazu zählen vor allem handwerkliche Inhalte wie Schmiedekunst, Überleben in der WIldnis oder Alchemie. Doch unsere Punkte sind stark begrenzt.

Während des Spiels erhält man Trade Points, die man in entsprechenden Bäumen verteilen kann. Doch unsere schon auf eine sehr hohe Stufe angehobenen Charaktere konnten lediglich eine Fertigkeit komplett skillen.

Danach blieben noch einige Restpunkte übrig. Wer jedoch mehrere Dinge gleichzeitig können möchte, kann keine Disziplin perfekt beherrschen. Man muss sich also auch hier mit anderen Spielern zusammentun. Twinks, also zusätzliche Charaktere, soll es übrigens nicht geben.

Neben den Trade Skills gibt es auch Attribute, die man passiv und aktiv im Spiel levelt. Im dazugehörigen Bild seht ihr die verschiedenen Attribute und die möglichen Punkte, die wir noch verteilen konnten.

New World Attribute

Tode sind hart, aber verkraftbar

Wer in New World stirbt, hat gleich mehrere Probleme. Zum einen verliert er sein Inventar, zum anderen muss er sich an einem mitunter sehr weit entfernten Ort wiederbeleben.

Bei einem normalen Tod verliert man sein komplettes Inventar, jedoch nicht die Rüstungen und Waffen, die man angelegt hat. Sollte man jedoch als Krimineller markiert sein, dann verliert man auch die getragenen Inhalte und startet von vorne ohne Ausrüstung.

New World Respawn

Wie belebt man sich wieder? Wenn man stirbt, kann man wahlweise von anderen Spielern wiederbelebt werden oder muss sich einen Ort für den Respawn auswählen. Zur Verfügung stehen neutrale Außenposten, sofern man dort mit dem Friedhof interagiert hat, und das eigene Lagerfeuer.

Beachtet jedoch, dass ihr nach einer Wiederbelebung einen 25 Minuten Cooldown auf dem entsprechenden Ort habt.

So werden Eure ersten Schritte in Amazons MMO „New World“ aussehen
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Logra
Logra
11 Monate zuvor

Freie Hand was das Gameplay angeht, keine doofen Quest die mir sagen das ich 10 von diesen Kreaturen töten soll. Ich kann das tun was ich gerade für richtig halte und damit noch vorran kommen?
Keine Klassen die mich einschränken, es hängt alles alleine vom Spieler ab.
Bin ich sofort dabei.

Zindorah
Zindorah
11 Monate zuvor

Ich hab es seit TagT1 der Alpha gespielt und kann nicht sagen, was sich bisher getan hat. Wir waren einer der größten Clans, fande es war sehr nervig alles zu verteidigen, da du einfach random angegriffen werden kannst. (Da das Friedenszeug schwer zu bekommen war und man hatte immer lange downtimes) Ziel war es also random herum zu laufen, mit dem Siege Hammer um die Brunnen anderer Spieler abzufarmen. Diese Brunnen sind nur auf einigen Claims, wenn diese Slots belegt sind, haben andere Clans Pech gehabt, kaum einer wird so blöd sein und das verkaufen. Als wir New World das… Weiterlesen »

AlexPi
AlexPi
11 Monate zuvor

DIE NEBELSCHWARTEN hahahahahahahahaha you made my day

Zindorah
Zindorah
11 Monate zuvor

Oo

Am Brador
Am Brador
11 Monate zuvor

Dass New World das Rad nicht neu erfinden will, scheint doch eigentlich schon klar. Die Frage ist dann eher, ob sie das, was sie „besser“ machen wollen schon zeigen konnten. Ein einziger World-Server? Wie viele haben denn bisher zusammen (gegeneinander) gespielt? 500? Das wäre schonmal beeindruckend, wenn das reibungslos geklappt hat.Wie groß ist die Welt? Fühlt sich der erste Eindruck wie ein Kontinent an? Wie stabil läuft die Engine? Ich hab in einem Video leicht schwebende Wölfe und einen Wolf im Erdboden gesehen. Wenn das die einzigen Bugs sind … super für eine Alpha.Die Festungen scheinen ziemlich spät aufzupoppen. Das… Weiterlesen »

Alexander Leitsch
Alexander Leitsch
11 Monate zuvor

Von Angeln hab ich nichts gesehen. Auch was Server-Größen angeht, kann ich halt jetzt nur das wiedergeben, was offiziell von der PR gesagt wird.

Von der Performance in meinem Video (https://www.youtube.com/wat… kann ich nur sagen, dass wir echt gute Rechner hatten. Die wurden uns ja auch genau dafür zur Verfügung gestellt^^

Sunface
Sunface
11 Monate zuvor

Hört sich an wie EVE und da hab ich unendlich Bock darauf. Endlich mal wieder ein geiles PVP MMO. Wenn hier die Blutkrieger nicht mehr aktiv werden dann gibt es die wahrscheinlich einfach nicht mehr aber das Spiel ist wie geschaffen für Hardcore PvP Spieler. Ich glaube allerdings das hier auf der Seite eher die PvE Spieler in der Mehrzahl sind und daher ist die Pve Defense Force inklusive ihrer Doomsayer natürlich hart am Start.

PvP Spieler wie ich werden das lieben.

Alzucard
11 Monate zuvor

wird nicht wie eve. Kann ich zwar nciht garantieren, aber denke nicht, dass es so wird

Quickmix
Quickmix
11 Monate zuvor

Jep, deswegen freue ich mich auf Camelot Unchained.

Alzucard
11 Monate zuvor

Mortal Online
Life is feudal mmo

Es ist ein und dasselbe. Wieso machen die nich etwas in richtung korea morpgs. nur mit weniger frustration und weniger grind

Original Gast Chris
Original Gast Chris
11 Monate zuvor

games ohne grind sind langweilig.

Alzucard
11 Monate zuvor

kommt auf die art des grindes drauf an

Luriup
Luriup
11 Monate zuvor

Wenn es da keine festgelegten Zeiten für Festungsangriffe gibt,
sehe ich da komplett schwarz.
Da werden sonst nur Gilden dominieren,
die 24/7 eine halbswegs schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen können.
Also mit Mitgliedern aus allen Zeitzonen.

Es werden sich sicherlich welche finden für das Spiel,
ein neuer leuchtender Stern wird es aber wohl nicht werden.

Florian M
Florian M
11 Monate zuvor

Klingt für mich wie Atlas mit nem größeren Schwerpunkt auf „MMO“.

Sven Androleit
Sven Androleit
11 Monate zuvor

Als ich mir das angesehen habe musste ich auch sofort an Atlas denken.

Marjan
Marjan
11 Monate zuvor

Ja das Spiel wird seine 2-3 Fan´s finden. Viel Spass beim x´ten Sandbox PvP MMO das schneller sterben wird als es Amazon lieb sein wird.

Blackfox702
Blackfox702
11 Monate zuvor

Wahrscheinlich wird es nicht direkt sterben aber einige Zeit brauchen bis man es gut spielen kann

Bodicore
Bodicore
11 Monate zuvor

Ich will das Spiel nicht schlecht reden, ich bin sicher das es seine Qualitäten haben wird und das Setting ist wirklich cool. Aber ich schätze New World wird keine Chance haben auf dem Markt.Das Spiel ist interessant für Hardcore Spieler und Gruppenspieler. 1990 hätte es vielleicht funktioniert. Aber heute wollen die Spieler nicht mehr „leiden“Heute ist flüssiges Gameplay angesagt es muss vorwärts gehen und die Erfolgskurve muss steil sein. Ich empfehle Amazone die ganzen McKinsey Leute aus dem Büro zu werfen und dafür ein paar Spieler ins Boot zu holen.Offensichtlich wollen sie ein Stück vom Kuchen haben und befinden sich… Weiterlesen »

N0ma
N0ma
11 Monate zuvor

Für den viele Jahre vorbereiteten Topknaller find ichs auch wenig. Die Zeit hätte für ein echtes MMO reichen können und mit dem Geld von Amazon sowieso.

Amazon hatte sich damals Colin Johanson geholt, den Entwicklungchef von GW2. Wir waren froh damals das der weg war.

Bodicore
Bodicore
11 Monate zuvor

Autsch, klingt vielversprechend…

Goragz
Goragz
11 Monate zuvor

Im Grunde ist das nichts anderes als „Life is Feudal: MMO“. Auch dieses Spiel wird früher oder später in den meisten Spielern Frust auslösen, wenn sie innerhalb weniger Momente ihr Hab und Gut verlieren. PvP ist interessant, aber der Zeitpunkt sollte vom Spieler festgelegt werden können. Warum begreifen das die Entwickler nicht. Niemand investiert gerne Wochen oder Monate an Zeit um dann in einer unfairen Situation alles zu verlieren. Solche Momente gibt es leider immer.

Zord
Zord
11 Monate zuvor

Sehe das genauso, mit ein paar Freunden auf nem privaten Server finde ich solche Spiele spaßig, auf nem PvP Server mit den üblichen Ar….ern ist das nix für mich.

Lp obc
Lp obc
11 Monate zuvor

Kriege werden angekündigt, man wird Zeit haben sich darauf vorzubereiten xD
Man verliert seine Festung also nicht einfach so in einem schlechten Moment…

Luriup
Luriup
11 Monate zuvor

Also kündige ich(Gilde) meine Angriffe für Montags-Freitags um 02:00 in der früh an.
Da es hier bei mir(Amerika) gerade Primetime ist,
rücke ich mit voller Menpower an.
Du in Europa kannst ja schauen,
wieviele Deiner Leute sich die Nacht um die Ohren schlagen.

Falls es seperate Server gibt,bringt das auch nix.
Denn meine US Gilde fängt extra auf EU Server an,
um diesen Zeitvorteil auszunutzen.

Insane
Insane
11 Monate zuvor

Ähm… aber dreht sich Kugel nicht weiter? Irgend wann ist es auch an der Ostküste nach Mitternacht und in der EU früher Abend.

Ich tausche dann halt einen Nachteil gegen einen Vorteil, den die anderen auch haben. Wo lieht da der Sinn? Abgesehen davon, das die EU Spieler immer einen Laufzeit-Vorteil haben werden.

Luriup
Luriup
11 Monate zuvor

Der Sinn ist der,dass ich als US Gilde meine Reihen viel einfacher mit EU Spielern füllen kann,
um den Angriff zur EU Primetime abzuwenden.
Einer EU Gilde dürfte es wesentlich schwerer fallen,
vereinzelte US Spieler auf einem EU Server anzuwerben.

Insane
Insane
11 Monate zuvor

Wieso?

Violet Ricochet
Violet Ricochet
11 Monate zuvor

Kenn ich leider zu genüge aus GW2 WvWvW, da waren die Franzosen Server mit den Kanadier in der Nacht total Aktiv und da wurden auf allen Maps alles Platt gemacht und so genug Punkte gefarmt, so dass sie jede Woche auf P1 waren. Ebensob auf den engl. Servern, da gab es genug Leute aus USA oder anderen Zeitzonen die extra GW2 in EU gekauft haben um hier zu spielen, eben wegen diesem Vorteil. Das Problem war, dass auch genau EU Leute dann in diese Gilden waren und somit auch unter Tags nicht all zu viel verloren haben. Da gab es… Weiterlesen »

Civicus
Civicus
11 Monate zuvor

Warum machen die denn so ein Nischen Game statt nem Mmorpg für die breite Masse.

Jyux
Jyux
11 Monate zuvor

mmorpgs sind mittlerweile die Nischengames sad

vanillapaul
vanillapaul
11 Monate zuvor

Liest sich im Endeffekt schon fast wie ein Survival MMO.

N0ma
N0ma
11 Monate zuvor

Äh weils eins is smile

Torbschka Esobo
Torbschka Esobo
11 Monate zuvor

Danke für den Beitrag. Bin jetzt nicht „gehypet“ auf das Spiel, aber befinde mich sozusagen in einer „lauernden“ Position und warte ab, wie es sich entwickelt.

Eine Sache, welche mit ein wenig zu kurz kommt – wie verhält es sich mit dem Kampfsystem? Gibt es Skills? Ist es Tab-Targetting oder mehr wie ESO/TERA?

Alexander Leitsch
Alexander Leitsch
11 Monate zuvor

Du hast Angriff und blocken auf linker und rechter maustaste. Dazu kommen Special Angriffe mit Maustaste + Q oder + F. Der Speer im Nahkampf ließ sich so Werfen.

Die Angriffe hängen aber von der Waffe ab. Skills gibt es nicht.

Kampf ist Action, kein Tab Targeting

HP
HP
11 Monate zuvor

Also ich brauche keinen Material-Sammel-Simulator.

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