Einer der größten deutschen YouTuber für MMORPGs erklärt, warum New World Aeternum enttäuscht

Einer der größten deutschen YouTuber für MMORPGs erklärt, warum New World Aeternum enttäuscht

Trotz umfassender Anpassungen und dem Launch auf PlayStation sowie Xbox konnte New World Aeternum nur eine überschaubar große Anzahl von Spielern nachhaltig nach Aeternum locken. Der auf MMORPGs spezialisierte YouTuber und Streamer Entenburg verrät in einem neuen Video, warum auch er von der Neuauflage enttäuscht ist.

Wie erfolgreich war New World Aeternum? Ohne genaue Zahlen von Amazon Games lässt sich das nicht hundertprozentig sagen. Was man weiß:

  • Der Peak auf Steam lag beim Aeternum-Launch bei 61.437 gleichzeitig aktiven Spielern (via steamdb.info). Bei der Erweiterung im Vorjahr waren es in der Spitze 77.642. Zwei Monate nach dem neuen Hoch sind es wieder nur etwa 15.000 gleichzeitig aktive Steam-Spieler zur Primetime – Tendenz fallend.
  • In diesem Monat kamen 968 neue Rezensionen auf Steam dazu. Immerhin 75 Prozent der Nutzer-Reviews fielen positiv aus. Im Monat zuvor waren es nur 66 Prozent von um die 1.630 Bewertungen.
  • Anders als bei Throne and Liberty hat Amazon Games für New World Aeternum weiterhin keine konkreten Spielerzahlen veröffentlicht, was immer ein Zeichen dafür ist, dass es mit Blick auf die Spielerzahlen nichts zu feiern gibt.
  • Im November kündigte Amazon Games die ersten Server-Zusammenlegungen seit dem Aeternum-Launch an. Betroffen waren auch EU-Server.

Wenn man sich anschaut, wie viel Energie in die Überarbeitungen und die Konsolen-Portierungen geflossen ist, kann Amazon Games damit nicht vollends zufrieden sein.

Hier seht ihr den Gameplay-Trailer zum Launch von New World Aeternum:

„Ich habe wirklich versucht, New World Aeternum zu mögen …“

Wie fällt die Analyse von Entenburg aus? Schon vor ein paar Tagen ist auf dem Hauptkanal vom MMORPG-Enthusiasten Entenburg ein Video online gegangen, in dem der beliebte Streamer und YouTuber seine Eindrücke aus New World Aeternum zusammenfasst.

Im Folgenden fassen wir euch die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Wer sich die vollen 26 Minuten und 16 Sekunden geben möchte – was wir durchaus empfehlen – kann sich die Analyse auf YouTube oder direkt hier anschauen:

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Entenburg stellt gleich zu Beginn klar, dass euch in dem Video eine „audiovisuelle Enttäuschungsorgie erwartet“. Er liefert AAA, also Anklage, Abrechnung und Abschied in einem. Wobei er zugibt, dass der geplante Abschied durch die Ende November angekündigte Roadmap noch einmal nur zur „Pause“ wird.

Der YouTuber betont vor dem Start seiner Analyse, dass er New World bereits seit der Entwicklung verfolgt. Seine Hoffnung war es all die Jahre, dass Amazon Games dieses Einzigartige und partiell Großartige, das New World durchaus bietet, irgendwann besser herausarbeiten kann. Mit der Launch-Version von New World Aeternum hat das aus seiner Sicht nicht geklappt. Die Gründe:

  • Wie viele andere Langzeit-PC-Spieler von New World ist auch Entenburg mit Aeternum unzufrieden, weil es nicht genug neue Inhalte gibt, die sich genau an diese Fans richtet, die New World vom Launch an bis zu diesem Jahr die Treue gehalten haben.
  • Verschärft wird das, weil die Entwickler aufgrund der langen Content-Dürre und der oft schwierigen Kommunikation eigentlich viel bei den PC-Spielern wiedergutmachen müssen.
  • Häufig gewünschte Inhalte wie Übungskriege oder frische PvP-Modi fehlen weiterhin.
  • Es gibt zwar eine neue Ausrüstungsstufe fürs Endgame, doch ist die viel zu sehr von den eigentlich guten Dungeon-Inhalten entkoppelt.
  • Die frischen Solo-Herausforderungen sind nett gemacht, aber zu leicht und viel zu schnell nicht mehr lohnenswert. Der Gorgonen-Raid ist gut, aber bockschwer. Die neue Open-PvP-Zone kann Spaß machen, aber auch schnell frustrieren. Unterm Strich ist das – mal wieder – zu wenig, um viele Veteranen langfristig auf die Server locken zu können.
  • Der neue Einstieg bietet ein optisches und inszenatorisches OHA-Versprechen, das New World im Anschluss gar nicht einhalten kann.
  • Die neuen Archetypen deuten ein Klassensystem an, das es in der Form gar nicht gibt. Das sorgt bei neuen Spielern für Verwirrung und falsche Erwartungen.
  • Amazon Games hat zwar enorm viel Aufwand betrieben, um Kampagne und Quest-Erfahrung zu verbessern, doch fällt die Level-Phase dafür jetzt enttäuschend kurz und leicht aus.
  • New World Aeternum war zum Start voller Bugs, es gab Abstürze und natürlich sind auch viele altbekannte, aber auch neue PvP-Exploits am Start.
  • Es fehlen weiterhin oft gewünschte Komforterleichterungen wie abspeicherbare Talent-Builds oder Gildentruhen. Zudem treffen lange nicht alle UI-Anpassungen ins Schwarze, etwas was die Anzeige von Debuffs angeht.
  • Gegner jetzt mit einem Target-Lock fest anvisieren und automatisch treffen zu können, nimmt dem MMORPG eine seiner größten Stärken: das bis dato einzigartige Gameplay, das teils darauf ausgelegt ist, gezielt bestimmte Körperbereiche des Gegners ins Korn zu nehmen. Zudem ist es jetzt viel zu einfach, selbst reitende Widersacher mit bestimmten Zaubern und Skills ohne Mühe zu treffen.
  • Die neue Testphase gibt’s leider nur für die Konsolen und nicht für den PC.

Wie bewertet die Community das Video und NWA?

  • KK-be8rv schreibt auf YouTube: „Ich habe dem Spiel eine Chance gegeben. Am Ende fühlt es sich aber an, wie eine weitere To-do-Liste, die ich nach meiner Arbeit abzuarbeiten habe.“
  • GortunNET verrät auf YouTube: „Für mich kommen viele Neuerungen zu spät und einige Änderungen, die inzwischen drin sind, gefallen mir so gar nicht.“
  • jerasco6202 lobt auf YouTube: „Wie immer ein großes Werk Entenburgs. Benennt Probleme sachlich und kritisiert fair. Stimme vollumfänglich zu.“
  • EiterPommes möchte auf YouTube wissen: „Ich bin ein Wiedereinsteiger und muss sagen, dass ich momentan echt Spaß an dem Spiel habe, 🙂 ich sitze übrigens schon seit Tagen an der Level-Phase und habe das maximale Level noch nicht erreicht – wie hast du es denn so fix geschafft?“

Aus Sicht von MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz hatte New World Aeternum übrigens noch mit einem weiteren Punkt zu kämpfen: dem Release-Zeitpunkt, um genau zu sein. Seine Analyse dazu findet ihr hier: Aeternum sollte großen Aufwind für das MMORPG New World bringen, doch hat Amazon Games einen Fehler mit Ansage gemacht

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RutgerComes

Ich habe kurz nach dem Release einen Char auf Level 36 gebracht und fand das Game trotz eher schwachem grafischem Charakterdesign wirklich ganz gut. Plötzlich war man aber dann auf Gruppencontent angewiesen um sich in Sachen Gear und Quests weiterzuentwickeln. Das war’s dann für mich als jemand, der Gruppencontent ablehnt, mit dem Game.

Zudem mag ich das Kampfsystem auch einfach nicht, das aktive Blocken und das fehlende Tab-Target haben mich doch sehr genervt. Gerade wenn man von mehreren Mobs gleichzeitig angegriffen wurde, konnte man natürlich nicht kontinuierlich blocken, da bin ich x-mal gestorben. Da spiele ich lieber weiter HdRo…

Snae

Boah Alter, du warst in dem Spiel halt sowas von falsch, dass ich dich schon fast für nen guten Troll halten könnte…

RutgerComes

Was das Trollige an meinen Kommentar sein soll, erschließt sich mir nicht…
Ja, scheinbar ist das Game nichts für mich, wobei ich es bis Level 36 ja eigentlich ganz gut fand…

5kullCOD

NW ist schon ein gutes krasses Spiel aber nur für nebenbei und Casuals und um die Welt zu genießen. Langfristig oder als Main Game kann man es dann aber schon vergessen da es keine Content dafür bietet.

Leider schade denn es war damals eine Hoffnung in meinen Augen und trotz der Ganzen Fehler beim Start, dachte ich ok sie werden es bestimmt schon biegen dafür das es AZ ihr erstes größeres Spiel und auch MMO ist… nix draus geworden. sad einfach.

Naja, hatte es bei Aeternum Release reinstalliert bzw. geupdatet und dachte sogar ok ein paar tage vil. 1-3 Wochen werde ich es nochmal von vorne Spielen, sind nur paar stunden draus geworden XD 0 bock oder reiz, ist noch installiert(so muss ich es nur immer Updaten haha) aber Gespielt wird es erstmal nicht mehr.

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