MMO-Shooter (MMOFPS und MMOTPS)

Dieses Untergenre der MMOs ist noch recht klein und verfügt bisher über wenige Vertreter, wenngleich die Zahl ansteigt.

Die populärsten Beispiele sind

Es gibt auch innerhalb der MMO-Shooter Unterformen, auf die wir zunächst eingehen. Diese nennen sich MMOFPS und MMOTPS. Sie sind sehr eng miteinander verknüpft, denn sie unterscheiden sich eigentlich nur in einem klar abgrenzbaren Punkt voneinander, der aber durchaus einen größeren Einfluss auf das Spielerlebnis ausüben kann.

  • MMOFPS (Massive Multiplayer Online First-Person Shooter)

Bei den MMOFPS ist die Ego-Perspektive das entscheidende Kriterium. Dies bedeutet, dass so weit wie möglich die Sicht von der Spielfigur wiedergegeben wird, in die man foglich hineinschlüpft. Gerade actionbetonte Kämpfe kommen so glaubhaft rüber, da das Sichtfeld realitätsnah eingeschränkt ist und in der Regel nur die Waffe und der Arm vom eigenen Avatar zu erkennen ist.

Planetside 2 F2P MMOFPS
Planetside 2: So kann die Ego-Perspektive bei einem MMOFPS aussehen
  • MMOTPS (Massive Multiplayer Online Third-Person Shooter)

Bei den MMOTPS spielt man seine Hauptfigur in der dritten Person . Das heißt, dass man seinen Charakter aus einer anderen Perspektive heraus steuert und ihn im Gegensatz zu den MMOFPS so als Ganzes betrachten kann – die Spielfigur ist natürlich nicht zwingend eine Person, sondern kann auch ein Fahrzeug darstellen.

Ob nun darüber (Vogelperspektive) oder dahinter positioniert (Schulterperspektive), ist je nach Spiel unterschiedlich – zum Teil kann die Kameraperspektive auch frei eingestellt werden. Taktische Elemente sind aufgrund der Vorteile in der Übersicht zumeist von höherer Bedeutung (u.a. World of Tanks oder auch der sogenannte Deckungsshooter The Division).

Charakteristische Merkmale der MMO-Shooter:

  1. Gegner werden in der Regel über das Fadenkreuz anvisiert und per Mausklick ausgeschaltet. Dies kann durch bestimmte Fähigkeiten vereinfacht oder erweitert werden, aber der Kern besteht aus eigenständigem Zielen (im Englischen als „Aiming“ zusammengefasst).
  2. Im Prinzip bestehen die Karten aus größeren Schlachtfeldern und persistenten Welten, auf denen viele dynamische Aktivitäten herrschen und an dem mehrere Spieler teilnehmen können
  3. Das Gruppenspiel sollte einen großen Fokus im MMO-Shooter einnehmen, sei es durch Dungeons, Koop-Quests, Raids oder PvP. Komplettiert wird das auf Gruppen und menschliche Mitspieler bezogene Spiel durch viele soziale Features, die man typischerweise aus MMOs kennt (Gilden etc.)
  4. Games-as-a-Service: Die Spiele werden über einen längeren Zeitraum und stetig weiterentwickelt

Fazit zu MMO-Shootern

Mein MMO denkt, dass wir in Zukunft verstärkt Mischformen zwischen MMORPG und MMOFPS/TPS erwarten können. Die Sammeleigenschaften eines Online Rollenspiels sind zwar noch nicht von allzu hoher Bedeutung, doch finden solche Elemente mittlerweile auch ihren Platz, wie z.B. in Defiance ersichtlich, wo Erfahrungspunkte auf mehreren Wegen erlangt werden können. Gleiches gilt für die Charakterentwicklung, die beispielsweise bei den MMO-Shootern Warframe und Destiny 2recht ausgeprägt ist.

Andererseits gewinnt das shooter-typische Kampfsystem, mit Fadenkreuz und eigenständigem Zielen, zusehends an Beliebtheit in MMORPGs. Besonders TeraNeverwinter oder Black Desert Online bedienen sich dieser Mechanik.

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