Hearthstone hat sein Matchmaking ruiniert, Blizzard schweigt

Hearthstone-Spieler sind unzufrieden. Eine Änderung am Matchmaking sorgt für Frustration und Unzufriedenheit. Was ist geschehen?

Im gewerteten Modus von Hearthstone gibt es arge Probleme. Besonders Spieler mit dem Rang „Legende“ beschweren sich. Sie treten häufig gegen viel schlechtere Spieler an und verlieren damit ihre Chance auf die Teilnahme an den großen „Hearthstone Championship Tour“-Turnieren.

Hearthstone Gnome Tinkering

Was passiert gerade? Das Matchmaking von Hearthstone wurde offenbar verändert. Spieler im Rang „Legende“ leiden darunter, dass sie oft gegen andere Spieler kämpfen, die deutlich unter ihnen eingeordnet sind. Ein Beispiel: Ein Spieler A mit dem Rang „Legende 300“ muss gegen einen Spieler B mit dem Rang „Legende 4000“ antreten. Sollte Spieler A gewinnen, steigt er nur sehr wenige Ränge auf. Verliert er aber, dann könnte er gleich mehrere Hundert Plätze hinabstürzen.

Warum ist das schlimm? Hearthstone ist zu gewissen Teilen immer vom Glück abhängig, so dass auch „schlechtere“ Spieler mit Glück gegen die Profis gewinnen können. Das bedeutet allerdings einen massiven Rangverlust für den Profi, der gleich mehrere Hundert Ränge in der „Legende“-Sparte hinabrutscht. Da diese Profis kaum noch gegen Spieler antreten, die deutlich höher in der Legende-Rangliste sind, ist das erneute Aufsteigen fast unmöglich.

Besonders ärgerlich ist das für alle Spieler, die sich an den Turnieren der “Hearthstone Championship Tour” versuchen wollen. Die Qualifizierung läuft hier direkt über den erspielten Legenden-Rang. Viele Profis lassen Hearthstone im Augenblick ruhen und warten, bis das Matchmaking wieder wie zuvor funktioniert.

Hearthstone Tess Greymane Art Small

Blizzard schweigt. Eine Stellungnahme von Blizzard gibt es zu dieser Problematik noch nicht. Die Spieler vermuten, dass die Entwickler im Hintergrund wieder mit verschiedenen Einstellungen experimentieren. Ob es sich um einen Bug oder eine beabsichtigte Änderung handelt, ist also noch ungewiss.

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Quelle(n): reddit.com/r/hearthstone/
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Ectheltawar

“Warum ist das schlimm? Hearthstone ist zu gewissen Teilen immer vom Glück abhängig,…”

Die Aussage ist falsch, das ist etwas das für fast alle anderen TCGs zutrifft, aber nicht für Hearthstone, das ist vom gesamten Aufbau darauf ausgelegt das möglichst häufig auch “schlechte” Spieler gegen “gute” Gewinnen können. Gibt kaum ein TCG das mehr vom RNG lebt als Hearthstone.

Der aktuelle Bug, so es den einer ist, legt das sogar recht deutlich offen. Was man vor allem daraus ableiten kann ist das es vor allem auf die Spielzeit ankommt, wie hoch man platziert ist. Die meisten Hearthstone-Spieler, welche sich hier als “Profis” hervortun, würden in einem echten TCG kaum Land sehen.

Frystrike

RNG = Zufall = Glück… Also schon irgendwie stimmig 🙂

Derio

Würd ich so nicht unterschreiben. Es gibt einige Spieler, die schon auf Turnieren gezeigt haben, dass man trotz schlecht gezogener Hand und einem nicht gerade vorteilhaften Match noch gewinnen kann… Beispiel wäre hier der Spieler Surrender bei den Asia pazific Chips letztens.

Undeadfishbone

Genau so ist es, Hearthstone hat einfach nix im Esport verloren, das Spieldesign und somit der Faktor den man selbst mit Können beeinflussen kann ist streng limitiert.

Cortyn

Natürlich hat Hearthstone eine hohe Glückskomponente.

Aber wenn Hearthstone keinen Skill benötigt… ist es dann Zufall, dass immer die gleichen 100 Gesichter in den Turnieren auftauchen?

Ich find die Argumentation immer sehr fadenscheinig.

Keiner sagt, dass Hearthstone ein 100%-skillbasiertes Spiel ist.
Aber sich hinzustellen und zu sagen “Ja, Hearthstone ist 0% vom Skill abhängig und kein echtes TCG”… hachja. Finde ich schwierig.

Ectheltawar

Hab ich auch nie behauptet, und darum ging es nie. Der Verfasser des Artikels ist hingegen der Meinung das Hearthstone ein TCG ist, bei dem lediglich ein gewisser Teil vom Glück abhängig ist. Dieser Aussage widerspreche ich, nichts anderem. Im Vergleich zu anderen TCGs ist Hearthstone extrem Glücksabhängig.

Ich will damit Hearthstone nicht schlecht machen oder ihm den E-Sport-Aspekt absprechen. Es geht lediglich um den Vergleich zu anderen TCGs und da ist Hearthstone nun mal so gestaltet das auch ein Neuling mit etwas Glück, einem alten Hasen schlagen kann.

Grundsätzlich ist das weder schlimm und von Blizzard letztlich auch genau so gewollt. Das macht am Ende doch den Kern der Beliebtheit aus. Wäre es so “hart” wie die meisten anderen TCGs, würde es sicherlich weniger Zuspruch finden.

Der Grund das es immer die gleichen Gesichter sind, hat durchaus auch seine Gründe und liegen auch im System von Blizzard verborgen. Aber auch das ist bewusst und sicherlich gewollt. Aber das führt sicherlich zu weit das alles bis ins Detail auseinanderzunehmen.

Hearthstone ist ein tolles Spiel, aber es ist und bleibt unter den TCGs halt das, was auf der einen Seite am meisten Glücksfaktor hat und auf der anderen Seite, reicht es in vielen Fällen einfach den richtigen Zeiteinsatz mitzubringen um vorne dabei zu sein.

Wäre das anders, warum haben dann die HighRank-Spieler durch den Bug plötzlich Angst? Eben weil sie genau wissen das es nicht unwahrscheinlich ist auch gegen einen Neuling zu verlieren.

Torsa

Nicht jeder Spielt dieses Spiel 10-14 Stunden jeden Tag über Monate hinweg, um sich plazieren zu können und verfügt über genug Vitamin B in Form von erfolgreichen Streamern. Aber wie der EX – Hearthstone Profi Lifecoach es damals schon sagte das Spiel ist nicht wirklich Skill basiert und kein E-Sportspiel … lass den Skillfaktor ruhig bei maximal 15 prozent liegen … was im Umkehrschluss bedeuten würde es hätte keine E-Sport Relevanz da 15% Unterschied in ein paar Spielen nicht zum tragen kommen … und vermutlich sind es weit weniger als 15% wenn zwei Profis gegeneinander antretten. von groben Flüchtigkeitsfehler u.co …. mal abgesehen

Domenik Heimes

Wo fängt der Skill an und wo hört er auf, wo fängt das Glück an und wo hört es auf bei einem Karten spiel?

Bei Hearthstone finde ich fängt der Skill an beim zusammenstellen eines Decks. Einfach ist das auf jedenfall nicht. Klar gibt es auch dort immer die aktuellen starken Decks die 90% der Spieler spielen aber diese werden gerade von den obrigen Rängen überhaupt erst zusammen gestellt wo andere es dann nur noch kopieren.

Dann finde ich Pausiert der Skill erst einmal wieder. Denn jetzt kommt das Glück beim Karten ziehen was ein Kartenspiel halt beinhaltet. Wie man aber letztlich mit den gezogenen Karten um geht, was man damit macht, wie man mit den “Psychospielchen” des Gegners umgeht und wie man auf die Züge seines Gegners reagiert und agiert ist letztlich wieder Skill. Dort wird nicht per Zufall entschieden was auf das Spielfeld gelegt wird (in den meisten fällen nicht) .

Also ja Hearthstone so nervig ich dieses Spiel finde, hat seinen Platz beim E-Sports verdient. Denn Skill entscheidet schon wer oben mit dabei ist und wer nicht.

Undeadfishbone

da hast du eine schöne Zusammenfassung geliefert wie TCG normal funktionieren (sollten) aber bei Hearthstone ist das nur begrenzt der Fall. Es hat bereits beim Matchmaking ein Spieler die Nase vorn, das kann von ganz leicht bis hin zu kaum machbar gehen, oft ähnlich Schere Stein Papier. Ein Beispiel, Quest Rouge hat vor dem Nerf fast immer gegen Control gewonnen und fast immer gegen Aggro verloren. Dann kommt der Card Draw und der ist deutlisch entscheidender als manch einer vermutet. Und die Optionen zum Beispiel bei Aggro gegen Control und umgekehrt stark limitiert, da gewinnt Control nur wenn es die richtigen Karten zieht. Nicht umsonst belächeln Magic Spieler Hearthstone oftmals und auch bekannte Streamer sagen das Spiel ist viel zu RnG-lastig. Erfolgreich ist das Spiel nur weil es eben so einfach gestaltet ist, super programmiert und Blizzard dahintersteckt, die Konkurrenz hat es alleine gegen den Namen sehr schwer.

Torsa

NÖ, Skill entscheidet eben nicht. Hier ist nicht die Rede von groben Fehler die ein Neuling mal macht, sondern von Können, dass eben der bessere Gewinnt, dieses kommt vielleicht bei 100 Spielen im Duellmodus gegen den selben Gegner zum tragen und liegt dann bei 5 – 10 Prozent Unterschied in der Winrate … bei einem 3 oder 5 Spielemodus in Tunieren … hat jenes keine Relevanz. Wer Hearthstone als E-Sportspiel sieht kann auch Blackjack als solches betrachten. Im grunde erstaunlich wie Neulinge sich verarschen lassen und glauben das Spiel wäre Skill basiert, dabei ist es fast eines RNG Spiel nicht nur das RNG der Karten selbst sondern auch die Reihenfolge in der man Karten zieht und wann man sie zieht und das Matchup als solches spielen die Hauptrolle. Das Spiel suggeriert den Spieler er würde es selbst spielen, aber im Grunde spielt sich das Spiel von alleine, ob du gewinnst oder verlierst hast du in den meisten Fällen nicht in der eigenen Hand.

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